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Podcast zum Hören: 45 Jahre Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonik

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Zugeordnete Kategorien: Geschichtliches - Bassisten & -innen

Friedrich Witt Profilseite von , 24.12.2005, 14:39:49
Podcast zum Hören: 45 Jahre Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonik
Liebe Kollegen, Mein Name ist Friedrich Witt. Ich war über 40 Jahre lang Solobassist bei einem der besten Orchester der Welt, den Berliner Philharmonikern. In meinem Podcast erzähle ich aus 45 außergewöhnlichen Jahren als Solobassist bei den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Hören Sie doch mal rein: http://www.friedrich-witt.de/ Ihr Friedrich Witt
kontrakroet Profilseite von , 26.12.2005, 10:17:14
Hallo Herr Witt,

es macht Spaß Ihnen zuzuhören. Das mit den Musikstücken ist eine gute Idee, es könnten ruhig noch mehr sein. Z.B. kurze Hörbeispiele wie der springende Bogen.(Für mich als Nichtstreicher) Vielen Dank, bin auf die Fortsetzung gespannt.
Wünsche Ihnen noch schöne Feiertage,
Gruß Alwin
bassknecht Profilseite von bassknecht, 30.12.2005, 22:12:55
Lieber Herr Witt,was Sie zu sagen haben ist unterhaltsam, lehrreich und angenehm anzuhören.
Ihr Podcast sollte manchen Nachwuchsbassisten zum Quell für Inspiration und Motivation gereichen. Danke Bravo und Glück Auf aus Bochum Linden. Roland
Zuhörer Profilseite von , 25.02.2006, 18:50:15
hochschieb ... seit 12.2.2006 ist wieder eine episode online
Zuhörer Profilseite von , 21.04.2006, 03:12:56
hochschieb ... seit 20.4.2006 ist wieder eine episode online
karl Profilseite von , 21.04.2006, 07:14:10
danke für den tip!! weiter so
Friedrich Witt Profilseite von , 08.06.2006, 03:54:50
Ich habe übrigens wieder eine neue Episode online gestellt.
Zuhörer Profilseite von , 08.09.2006, 02:41:15
hochschieb ... seit 08.9.2006 ist wieder eine episode online, wird leider immer kürzer :-(
Racz Profilseite von , 08.09.2006, 12:52:20
Ich wollte an dieser Stelle auch nur mal meinen hochachtungsvollen Respekt los werden,ich finde es super,wie viel Arbeit sich Herr Witt macht,doch in meinen Augen lohnt es sich und ich bin immer begeistert etwas vom Leben eines absoluten Profis zu erfahren,gerade die Episode,in der beschrieben wird wie man sich vor einem nahenden Solo fühlt finde ich extrem gelungen.
Ich finde es außerdem auch sehr toll,dass immer wieder Hörbeispiele diverser Stücke in den Episoden vorkommen.
Gruß
DerBassist Profilseite von DerBassist, 30.12.2006, 10:26:50
Hey Leute, seit dem 24.12. gibts eine neue Episode...umbedingt reinhören!
Zuhörer Profilseite von , 10.07.2007, 17:18:04
hochschieb ... seit 23.06.2007 ist wieder eine episode online
Bassistmann Profilseite von , 24.03.2008, 22:44:07
... und es gibt wieder eine neue Episode, anscheinend gerade rausgekommen.
Zuhörer Profilseite von , 05.01.2009, 19:57:18
hochschieb ... seit 25.12.2008 ist wieder eine episode online
Frank W Profilseite von , 07.01.2009, 13:00:52
Dieser Podcast ist eine Beleidigung für alle, die sich mit Alter Musik und Aufführungspraxis beschäftigen.
Herr Witt sollte anstatt der BUNTEN lieber "Musik als Klangrede" von Nikolaus Harnoncourt lesen.
Glücklicherweise bleibt Musik eben Geschmacksache, soll Herr Witt täglich seinem Karajan huldigen, die Zeit bleibt eben nicht stehen, das haben mittlerweile auch die Berliner Philharmoniker erkannt.

VG
Frank
jheise Profilseite von jheise, 07.01.2009, 13:57:44

 Hallo Frank,

ich möchte jetzt Herrn Witt gar nicht in Schutz nehmen bzw. das ist jetzt kein Angriff gegen dich, bin aber doch irritiert: Die Beschäftigung mit "Aufführungspraxis, wie sie zur Zeit der Enstehung der Komposition üblich war" bzw. der Wunsch Stücke wieder "wie damals" aufzuführen steht für mich in direktem Widerspruch zu deinem Satz "... die Zeit bleibt eben nicht stehen, ...". Das wäre doch eigentlich das Ziel, die Zeit stehen zu lassen bzw. zurückzudrehen? Fortschritt ist das jedenfalls nicht.

Vielleicht habe ich mich mit dem Thema aber auch nicht genügend auseinandergesetzt und etwas falsch verstanden.

Jan 

Frank W Profilseite von , 07.01.2009, 16:54:16
Lieber Jan,
man kann ja eine Aufführung von damals nicht wiederholen, das will auch keiner. Wir sind Musiker unserer Zeit,wir werden nie wissen, wie es damals geklungen hat. Es geht darum, anhand von Quellenstudium und dem Erforschen des damaligen Instrumentariums eine Interpretation zu finden, die der Intention des Komponisten nahe kommt. Ein Beispiel für Bassisten:
Sperger dachte nicht an den in Quarten gestimmten , stahlbesaiteten Kb, er hat für ein in Wiener Stimmung gestimmtes, mit Bünden versehehnes Instrument komponiert. Will ich dieser Musik gerecht werden, muß ich mich mit den damaligen Gegebenheiten beschäftigen.


Vg
Frank
jheise Profilseite von jheise, 08.01.2009, 00:53:05

 Lieber Frank,

"Es geht darum, anhand von Quellenstudium und dem Erforschen des damaligen Instrumentariums eine Interpretation zu finden, die der Intention des Komponisten nahe kommt."

Ich glaube an diesem Punkt bin ich ganz anderer Meinung. Da ich der Interpret bin, finde ich, dass ich auch was entscheiden darf - und wenn nicht ich, dann sollte das Ergebnis zumindest in den Ohren des Publikums gelungen sein. Der Komponist ist da raus - zumal, wenn er nicht mehr in einem Zustand ist, das selbst zu dirigieren. Eine z.B. langweilige aber evtl. der Intention des Komponisten nahekommende Interpretation würde mich persönlich jedenfalls nicht besonders interessieren.

Zur Wiener Stimmung das gleiche: nur weil ich weiss, das es diese Möglichkeit gibt, meinen Bass so zu stimmen und es Stücke gibt, die dafür geschrieben wurden, bedeutet es nicht, dass jede Interpretation dieser Stücke automatisch gewinnt, wenn ich mein Instrument so stimme. 

Quellenstudium etc. ist eine super Sache - die Deutungshoheit ob etwas gut ist überlasse ich aber lieber meinem Ohr und meinem Geschmack.

Jan

 

 

boogiepit Profilseite von boogiepit, 07.01.2009, 15:44:23

 Hmm... Herr Witt erzählt von seiner Zeit, (immerhin 45 Jahre) bei den Philharmonikern, natürlich aus seiner sicht.
wie auch sonst? Das soll eine Beleidigung sein?? Nee, eine Beleidung wäre, wenn ich dich Frank, einen Großkotz nennen würde.

Mache ich aber nicht. Denn ich kenne dich ja überhaupt nicht.

Liebe Grüße
Pit

Frank W Profilseite von , 07.01.2009, 16:55:27
"nachdrückende Fistelgeigen" finde ich nicht wirklich nett !
Langisch Profilseite von Langisch, 09.01.2009, 13:03:13

 Nochmal ein kleiner Nachtrag:

Ich denke nicht, daß Herr Witt tatsächlich jemanden beleidigt. Man kann aber im Gegensatz dazu ganz klar hören, daß er sich durch die Erwähnung als "Karajan und Consorten" beleidigt fühlt...und das ist absolut berechtigt.

Wie ich ja auch schon woanders schrieb: oftmals wird nicht die Aufführungspraxis an sich zum Gegenstand einer sachlichen Auseinandersetzung gemacht, sondern es wird eine klare Trennung zwischen "Falsch" und "Richtig" gemacht, wobei die Presse sich dann oftmals drauf einstimmt, und sagt: Alles, was bisher gemacht wurde, war geschmackloser Quatsch, und so, wie es jetzt vorgeschlagen wird, ist es das Neue, Einzig-Richtige und Glückselig-Machende. Inwieweit das pervertierter Skandaljournalismus ist, lasse ich mal dahingestellt.

In jedem Fall ist das in meinen Augen klar eine Düpierung jedes ausführenden Künstlers, der vor dieser "Offenbarung" tätig war, bzw. aus einer anderen Klangtradition heraus arbeitet. Deswegen kann ich Herrn Witts Argumentationen folgen, und sie absolut billigen, auch wenn ich die "nachdrückenden Fistelgeigen" auch etwas subjektiv finde.

Was ich generell von der Daseinsberechtigung der verschiedenen Aufführungspraxen halte, sagte ich ja schon an anderer Stelle.

bassknecht Profilseite von bassknecht, 09.01.2009, 16:15:51

 Ich kann Deinen Standpunkt  unterstreichen. Den Artikel auf den sich Herr Witt bezieht habe ich nicht gelesen. Von Skandaljounalismus gehe ich erstmal nicht aus und neu sind diese verbreiteten Ansichten auch nicht, mir wurde das schon vor 25 Jahren an der Hochschule  so vermittelt. Aber mein Gott! Wer liest ausserhalb von Ärztewartezimmern schon die Bunte und wieviele von dieser Leserschaft haben überhaupt einen musikkulturellen  Standpunkt  und ließen diesen ausgerechnent durch die Bunte beeinflussen? Wenn der Artikel keine Fortsetzung in der Bäckerblume oder der Apothekenumschau erfährt ist sicher nicht viel Porzellan zerschmissen. Trotzdem ist klar, das sich Herr Witt in seinen Überzeugungen angegangen fühlt  und er wehrt sich, das würde ich genauso tun.

Interessant, dass er sich derart stark mit Karajan identifiziert (ich habe traditionell eher ein kritisches, meist sogar angespanntes Verhältnis zu Vorgesetzten). Die Bemerkung  "und Consorten" bezieht er anscheinend ganz direkt und ausschliesslich auf sich bzw. das Orchester. Der Autor besagten Artikels hatte mit Consorten vielleicht jemand anderes gemeint, z.B. andere einflussreiche Dirigenten aus Karajan´s Epoche.

 

 

Hen Profilseite von Hen, 09.01.2009, 17:49:19

Was mich interessiert: Was ist genau das Klangidel der Dirigenten mitte 20. Jahrhunderts? Also Karajan etc..
Ich habe wenig aus dieser Zeit gehört da mir die wenigen Sachen von Karajan auch nie gefallen haben. Ich finde ihn zu hart, zu rustikal, zu brutal. Die Berliner Philharmoniker klangen unter seiner Leitung auch nicht sooo toll. Die Schlichtheit eines Furtwangler oder die Expressivität eines Rattle. finde ich viel ansprechender. Trotzdem würde mich interessieren was das für Idel war das Karajan verfolgte. Ich mein Bach mit 8 Kontrabass ist schon ordentlich, bekommt man heute nicht zu hören (weil keiner so viele Musiker bezahlen kann^^).

Ob ein Orchester jetzt covern sollte oder nicht ist eine echt heikele Frage. Ich denke das der Mittelweg das Optium darstellt und das die Balance zwischen historischer Aufführungspraxis und moderner Spielweise das eigentlich Interessante ist. Jeder Orchester hat seine eigene Klangkultur, die teilwise noch sehr stark gepfekt wird, siehe das GEwandhausorchester und die Drestner Staatskapelle. Die sind unverwechselbar! Auch die Wiener erkennt man auf anhieb! Ich denke das Moderne und Tradition nicht unbedingt Gegensätze sind das "covern" sowieso nicht eins zu eins möglich ist. Trotzdem sollte man das damalige Klangideal nicht außer Augen lassen. ICh stelle mir Bach mit 8 Kontrabässen nicht schön vor, Mozart in der Besetztung auch nicht. Schostakovic im Kammerorchester zu spielen ist aber auch nicht das Wahre. Und einen Beethoven Sinfonie genauso zu spielen wie eine Dvirak Sinfonie ist auch so wirklich toll. Meines Erachtens ist die fehlende Probezeit in Profiorchestern schuld daran. Wenn man nur 3-4 Tage Probezeit hat für eine komplette Sinfonie, ein Konzert und eine Ouvertüre, wie soll man da dann auf Details achten. Es ist wichtier das es mal die Einsätze alle zusammen kommen. Wenn man dann anfängt über Stricharten der Wiener Klassik sich zu unterhalten und das alles genau historisch machen will, am besten noch in der Pause das Instrumetn auf Darmsaiten unspannen und so.. Das ist glaub ich alles gar nicht so möglich, deswegen beschränkt man sich auf ein paar wenige Klangfassetten und macht damit alles. Okay, ich will jetzt nicht behaupten das es überall so ist und ich finde das auch okay. Ich denke nur das da in gewisser Weise der Knackpunkt ist und deswegen heute so viele verschieden Versionen von dem gleichen gibt. Aber das ist ja auch wieder schön so! Es wird nicht langweilig, als Musiker wie als Zuhörer.

Langisch Profilseite von Langisch, 08.01.2009, 09:14:02

 Ich finde das etwas erstaunlich.

Auf der einen Seite wirfst Du Herrn Witt vor, ein Karajan-Apologet zu sein, auf der anderen Seite entnimmt man Deinen Nebensätzen, daß Du ein ebensolcher für Herrn Harnoncourt oder aber generell Künstler aus dem Bereich der historischen Aufführungspraxis bist.

Hmmmmmm.....

Grundsätzlich möchte ich aber mal feststellen, daß doch grad das Schöne an unserem Wirken in der musik ist, daß es niemals einen Stillstand gibt, sondern immer Entwicklungen. Herr Witt argumentiert für mich eindeutig als Mitglied eines Orchesters, dessen Klangkultur, -verständnis und -tradition über Jahrzehnte individuell gewachsen ist. Es ist ein Typikum für viele große Klangkörper, ein individuelles Klangideal zu haben, und zu entwickeln (daß das natürlich ein ständiger Entwicklungsprozeß ist, ist klar). So ist es für die Berliner Philharmoniker ja auch unter anderem Teil der klangkultur, daß Baßlinien grundsätzlich in der harmonisch korrekten Abfolge gespielt werden, d.h. bei Stücken, die aus der Zeit der 4-Saiter stammen (Schumann, Brahms etc.) wird trotzdem suboktaviert, wenn es harmonisch sinnvoll ist. Allein hieran könnte man eine Grundsatzdiskussion entfachen, ob das legitim ist, aber wozu?

Das Entscheidende ist doch meines Erachtens, daß der musikalische Duktus erkannt wird. Wir sind schließlich im Orchester keine Coverband, sondern an jeden Künstler geht der Auftrag, das Stück zu interpretieren bzw. die Sprache hinter den Noten zu entdecken. Dies ist im Orchester klar die Aufgabe des Dirigenten, dem man dann die künstlerische eigenverantwortung unterwerfen sollte (so er denn plausibel arbeitet). In Ensembles ohne Dirigenten ist es dann ausschließlich Aufgabe der künstlerischen Eigenverantwortung, eine stimmige Interpretation hervorzubringen.

Was aber ist denn nun stimmig? Ich persönlich habe die Einstellung, daß die Aufführungspraxis an sich oftmals überbewertet wird gegenüber dem oben beschriebenen Verantwortungsprozeß. Ich habe das Glück, sowohl im Orchester als auch in Barockensembles zu spielen, und habe (auch in jüngerer Zeit) barocke und klassische Werke sowohl modern als auch historisch interpretiert zu Gehör gebracht. Mir hat sich immer gezeigt, daß die Plausibilität der Interpretation wesentlich ausschlaggebender ist als die Frage der verwendeten Technik.

Ich habe beispielsweise die Matthäus-Passion schon oft sowohl mit modernen Instrumenten als auch schon mit einem Violone aufgeführt. Was nützt es, wenn ich ein historisches Instrument (möglichst mit allen technischen Mängeln) da in der Hand habe, wenn mir die Sprache und der duktus des Stückes da unerschlossen bleibt. Ich habe andererseits auch schon erlebt, daß Dirigenten, die noch nach alter Karl-Richter-Manier interpretierten, mit dem gesamten Klangwerk Herz und Seele des komponisten und auch der Zuhörer ansprachen, und das geht für mich klar über jedes akademische Gestreite, ob das im Notentext ein historisches Sforzato, ein Tenuto oder Fliegendreck ist.

Deswegen muß ich ehrlich sagen, kotzt mich die Schwarzweiß-Malerei an. Es ist ja heute Mode, alles aus der Mitte des 20. Jhdts. (und insbesondere Karajan) als geschmacklos zu verteufeln. Mit welchem Recht? Es waren damals ebenso wie heute für sich plausible Interpretationen, die einen enormen künstlerischen Schaffungsprozeß beinhalten. Und schön klingt es für mich auch, ja, sowohl wenn die Akademie für Alte Musik Bach spielt, als auch wenn Herr Karajan eine Matthäus-Passion mit 8 Kontrabässen (4 pro Orchester) fabriziert.

Deswegen sollte man vor allem bei der Wertung einzelner Meinungen etwas vorsichtiger sein.

bassknecht Profilseite von bassknecht, 09.01.2009, 02:16:53

 Ich finde das sehr nett und fast schon anrührend wie Herr Witt seine persönliche Meinung nach einer Art, wie sie für einen älteren Herren kaum typischer sein könnte in Worte fasst. Wie schön, dass man ihn mit seinem Stimmausdruck dabei hören kann und man nicht nur sein Manuskript liest, das macht mir sein Anliegen viel realer als beispielswise den Inhalt eures bislang geschriebenen Dialoges, den ich hier lese. Trotzdem glaube ich das nicht, was Herr Witt inhaltlich sagt, ihm aber zu empfehlen "Musik als Klangrede" zu lesen ist volkommen überflüssig. Kein Mensch hier weiss ob er das nicht schon längst gelesen hat und wenn nicht, wird er das ohne Aufforderung.sicher noch tun. Im Umkehrschluss  zu unterstellen Hanoncourt würde besagte schriftlichen Überlieferungen auf die sich Witt bezieht nicht kennen, bzw. ignorieren, das ist sicher eine Beleidigung und zwar für Herrn Hanoncourt. Im Gegensatz zu Langisch bin ich alledings sehr wohl der Meinung, dass Orchester, sofen sie reproduzieren, durchaus so etwas wie eine Coverband sind, aber das finde ich überhaupt nicht schlimm. Ich persönlich habe kein Problem damit mich als künstlerischen dienstleister zu sehen.

Herrn Witt´s  Argumentation über  geschriebenen Hinweise zu Klangvorstellungen  damaliger Komponisten (Mozartbriefe an seinen Vater ec.) ist für mich zu wackelig, noch so wortreiche Beschreibungen eines Zeitgenossen über Beethovens Klavierspiel und das Mannheimer Orchester ersetzen mir keinen eigenen Höreindruck, insofern ist das alles egal, kein Mensch wird je erfahren was damals wirklich klang.

Neuester Beitrag uli.g. Profilseite von uli.g., 20.01.2010, 22:31:37

 Sehr geehrter Herr Witt, liebe Bassistundinnen,

nachdem ich nun jüngst etwa zeitgleich in die die Gilde der Daumenlagigen wie auch der Angeknabberteäpfelundaccessoiresfetischisten aufgerückt bin, bin ich heute Abend durch Zufall auf Ihren - bzw. Herrn Witt´s podcast gestoßen; zunächst nur mal kurz hineingehört - und runtergeladen - und freue mich sehr darauf, mir das nachher - und in der Folge wohl noch öfter - anhören zu dürfen! - Bin gespannt!

Danke, Herr Witt!

 

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