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Zugeordnete Kategorien: Pickup & Mikrofon

Saskia Profilseite von Saskia, 07.10.2021, 14:37:52
Mikrofon zusätzlich zum Pickup

 

Hallo zusammen, 

nach vielen Jahren melde ich mich auch einmal wieder zu Wort.

Ich spiele mit dem Gedanken, meinem Bass ein Mikrophon angedeihen zu lassen, weil mir zunehmend beim Hören von Live-Musik ein Ton gefällt, der mit einer Pickup-Mikro-Kombination generiert wird. 
Nun bin ich aber technisch eine ziemliche Null und frage mich, wie das dann funktioniert. Brauche ich zwingend einen neuen Amp, der zwei Eingänge hat und daraus ein Signal macht? Oder eine DI-Box vorschalten? 
Und taugen auch die günstigeren Mikros was, oder muss es zwingend das DPA 4099 sein?

Fragen über Fragen, ich freue mich, wenn ich hier ein paar Tipps bekommen kann.

Herbstliche Grüße

Saskia

 

 

 

 

sekundus Profilseite von sekundus, 07.10.2021, 16:53:27

Hallo Saskia,

ich bin zwar stolzer Besitzer eines DPA4099B, aber ich setze es nur ein, wenn eine Haus-PA vorhanden ist, d.h. das Mikro geht direkt in die PA. Wenn ich das Mikro parallel zum Pickup einsetze, bekomme ich keine höhere Lautstärke eingestellt, da das DPA eine Rückkoppelung erzeugt.

Meine Lösung für einen mikrofonähnlichen Sound heißt Tonedexter. Das Gerät wird quasi mit verschiedenen Mikrofonen angelernt, d.h. es werden verschiedene Wavemaps erzeugt, aus denen das Gerät, angetriggert durch den Piezotonabnehmer, einen ganz ordentlichen Mikrosound erzeugt. Dann gibt es auch keine Rückkoppelung (oder erst bei sehr hohen Lautstärken).

Nachteil: man benötigt den Tonedexter und eine Sammlung an Mikrofonen (die kann man sich aber zur Not ausleihen).

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG, Ralf

Samy Profilseite von Samy, 07.10.2021, 19:10:37

Moin Saskia,

deinen Wunsch nach einem Mikro kan ich gut verstehen, denn mir ist es genauso "ergangen". Allerdings sollte dir klar sein, dass du damit ein neues "weites Feld" aufmachst....8 wenn du nicht auf die schon von Ralf angesprochene Variante mit dem Tonedexter setzen willst, dann wäre u.a. zu klären, wo du das Mikro denn anschließen willst. Wie schon von Ralf angesprochen ist die eine Möglichkeit, es an eine vorhandene PA anzuschließen... wenn sie dann vorhanden ist. Wenn du ein Mikro an einen normalen Verstärker anschließen willst, tauchen je nach Mikro verschiedene Probleme auf. Die erste zu klärende Frage wäre der Mikrofon-Typ.  Kondensator-Mikros brauchen anders als dynamische Mikros in den meisten Fällen eine Spannungsversorgung, die Phantom-Speisung. Dynamische Mikros kommen ohne so etwas aus. Leider sind die meisten Mikros, die mir persönlich für den Kontrabass gefallen, Kondensator-Mikros. Das nächste Problem, was zu lösen ist, wäre das Impedanz-Problem, wenn du das Mikro einfach so an einen Bassamp anschließen willst, denn Mikros haben i.d.R. viel niedrigere Impedanzen als Magnet-PU's oder gar Piezos.

Diese Probleme lassen sich aber durch Wahl eines geeigneten Preamps lösen. Da gibts einige, die sowohl 2 Eingänge mit passender Impedanz und auch Phantomspeisung bereit stellen, wie z.B. der Grace Design Felix oder "etwas "günstiger" der Headway

https://www.thomann.de/de/headway_edb_2_h_e.htm

und noch ein paar andere. Du kannst natürlich auch direkt einen "ganzen" Verstärker mit 2 Eingängen nehmen, wenn der dann auch (je nach Mikro) Phantomspeisung anbietet.

Bei den Mikros  kannst du auch einige in den Blick nehmen. Dabei wirst du vermutlich auch nicht um das Asprobieren und Testen herumkommen, denn das eine Mikro funktioniert auf dem ersten Bass super und auf dem zweiten dann gar nicht.. oder umgekehrt...wenn du nach dem DPA fragst, dann denkst du vermutlich an Clip-Mikros... auch da gibt es einige Varianten... Herve Jeanne hat hier mal welche getestet und miteinander verglichen:

https://www.youtube.com/watch?v=3ejvrqIMTOc

Und beim Kontrabass-Atelier sind auch einige aufgelistet:

https://www.kontrabass-atelier.de/pickups.html

 

Aber wenn schon Mikro, dann würde ich auch mal über andere Varianten nachdenken, denn es gibt auch gut funktionierende Lösungen ohne Clip wie z.B. das Remic...

 

Aber das ist nur eine "kurze Einleitung" zu der Thematik und du wirst dich vermutlich wundern, an was man noch alles denken kann....:) Vielleicht solltest du einfach mal genauer sagen, was du vorhst und erreichen willst...:) 

LG Jo

Saskia Profilseite von Saskia, 08.10.2021, 07:48:20

 

Hallo Ihr Beiden,

vielen Dank für Eure Antworten. Was Ralf da beschreibt ist mir viel zu aufwändig und umfangreich. 
Ich hätte gerne etwas, dass ich einfach einstöpsle (wo auch immer) und was dann funktioniert.

was ich mir wünsche ist ein möglichst natürlicher Klang, also einer, der dem rein akustischen Klang so nah wie möglich kommt.

Das Video von Hervé hatte ich schon gesehen, sehr interessant und aufschlussreich. 
Um einen Preamp mit zwei entsprechenden Eingängen werde ich wohl nicht herum kommen, oder tatsächlich einen neuen  Amp anschaffen, der zwei Eingänge besitzt.

PA ist lustigerweise keine Problem, die steht bei uns im Keller, allerdings bevorzuge ich beim üben im Wohnzimmer und auf keinen Bühnen eher kleines Besteck. 

Weshalb ich plötzlich über solche Dinge nachdenke? Ich habe eine neue Combo, ohne Schlagzeug, und auf einmal viel mehr Präsenz und auch Raum. Eigentlich das erste Mal jetzt, dass ich mir Gedanken mache über den Sound. In der großen Combo mit viel Gebläse schien mir das nicht so wichtig. In der letzten Probe mit der Mini-Truppe habe ich unverstärkt gespielt, das war mein Sound, aber zu anstrengend auf Dauer.

Die von Dir, Jo, genannten Preamps werde ich mir mal ansehen. Und vielleicht einmal mit dem Mikro und dem "Bassball" auf der Seite von Kontrabassatelier beginnen.

LG Saskia

Samy Profilseite von Samy, 08.10.2021, 09:03:54

Viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren...;) 

Die Idee mit dem Bassball finde ich gut. Darüber habe ich auch schon nachgedacht, das mal mit meinem kleinen Line Audio CM4 auszuprobieren... das übrigens auch ein extrem gutes Mikro für den Preis ist. Das sollte eigentlich auch in den Bassball passen... Wenn du sowieso einen Preamp mit Phantomspeisung im Blick hast, dann würde ich das auf alle Fälle mal testen...Das  Problem könnte allerdings der XLR-Stecker sein....5

Allerdings ist der "Handlungsdruck" bei mir gerade nicht so groß, weil ich mit meinem Remic mehr als zufrieden bin...8

cbaixa Profilseite von cbaixa, 08.10.2021, 14:49:20

Hallo Saskia,

Ich hatte genaus dasselbe Ziel wie Du, ich mische den Pickup (Fishman full circle) mit dem dpa 4099 über den preamp hier:

https://ebssweden.com/content2/effects/ebs-stanley-clarke-signature-acoustic-preamp/

Da kannst du jeden Kanal einzeln einstellen und der sound klingt super. ALLERDINGS habe ich festgestellt, dass mein pickup alleine über den preamp auch viel besser klingt als vorher, sowohl pizz als auch arco, mit dem Ergebnis, dass ich aktuell mit preamp aber ohne Mikro auftrete und mit dem sound zufrieden bin. Vielleicht auch eine Überlegung wert?

Saskia Profilseite von Saskia, 08.10.2021, 14:51:19

 

Danke für noch mehr Input, mir raucht schon der Kopf 3

Habe ich das richtig verstanden? 
Entweder ein dynamisches Mikro, das braucht dann keine Phantomspeisung, oder ein Kondensatormikro, dass vielleicht einen schöneren Sound bringt, dann aber mit Preamp?
Und wie bekomme ich meine beiden Signale (Pickup --> Klinke / Mikro ---> XLR) zu einem Ausgang zusammen? 
Da brauche ich dann eine mindestens 2-kanalige DI-Box, die sowohl Klinke als auch XLR-Eingänge hat? Oder ist es sowieso doof, beide Signale mischen zu wollen, kommt man mit nur dem Mikro aus klanglich?

Tut mir leid, dass ich so dumm fragen muss, ich habe einfach gar keine Ahnung.

LG Saskia

cbaixa Profilseite von cbaixa, 08.10.2021, 15:25:58

Quatsch, gar nicht doof! Das von mir genannte Bespiel z.B.:

Pickup => Klinke => EBS preamp
Mikro dpa braucht Phantomspeisung  => XLR => EBS preamp
EBS hat Phantomspeisung, mischt beides & bringt es auch einen Lautstärkelevel
EBS preamp => 1 Ausgang in das Mischpult

Es ist gar nicht blöd, beide Signale zu mischen, der Klang ist schon meist der beste. Ich würde behaupten, Kondensatormikros klingen generell besser als dynamische, sind aber viel anfälliger für Rückkoppelungen. Deswegen mutzt man als Sängerin z.B. ein Kondensatormikro im Studio und ein dynamisches auf der Bühne.
Prinzipiell musst Du es nicht über einen preamp mischen, Du kannst auch direkt in ein Mischpult (brauchst halt nur zwei Kanäle und für das Mikro evtl Phantomspeisung), in meinem Fall ist der sound aber nicht so schön. Der pickup direkt in die Anlage klingt bei pizz ok und bei arco schrecklich. Über den preamp klingt beides gut.
Ich spiele im Duo, wir sind nur 2x Gesang, Piano und Kontrabass und haben wenig Problem mit Rückkoppelungen. Soweit ich so höre geht es mit drums gar nicht.

Wenn Du in der Nähe von HH bist kansnt Du es gerne bei mir ausprobieren.

Saskia Profilseite von Saskia, 08.10.2021, 15:40:35

Hamburg? Nur 750 km ;-)

Aber danke. Mein Pickup hat übrigens einen integrierten Preamp, das wäre ja dann irgendwie doppelt gemoppelt, macht das was? 

Frank Profilseite von Frank, 08.10.2021, 18:02:30

Kondensatormikro in der Schaumstoffrolle im Steg oder Remic nutze ich  bei geringen Lautstärken, oder wenn viel Arco angesagt ist, (zB. Musical, Gypsy Jazz)

bei Jazzgigs oder höheren Lautstärken Kondensator Mikro mit Tonabnehmer kombiniert, im Notfall das Mikro in die PA und das Tonabnehmersignal in den Amp als Monitor

Meine Ausstattung: REMIC, AKG 190, Ehrlund, Realist.Amp Markaccoustic 101 AC

 

OttoRubner Profilseite von OttoRubner, 08.10.2021, 21:48:41

 

Moin! Alles, was die Kolleg*innen bisher geschrieben haben, ist absolut richtig. Mein Beitrag möge bitte nicht als Widerspruch zu den bisherigen gedeutet werden, lediglich als Ergänzung. Erfahrungswerte, das zeigt zumindest meine Erfahrung, können ohnehin nicht falsch sein ....

Ich zitiere mal: ... Ich hätte gerne etwas, dass ich einfach einstöpsle (wo auch immer) und was dann funktioniert. .....

Da würde ich sagen: gibt's nicht. Geht am ehesten vielleicht noch mit dem ToneDexter, den ich aus verschiedenen Gründen nicht mag und deshalb außen vor lasse. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich damit zu beschäftigen.

Zweitens müsste ich mal wissen, wie deine Kette denn aussieht, dann kann man das vorhandene Zeug in die Empfehlung integrieren - oder eben nicht. Also: welchen PU spielst du, welchen Amp??

Drittens finde ich die Option, ein Mikrofon dazumischen zu können, sehr charmant. Was da wie und warum funktioniert, hängt von sehr vielen Faktoren ab, die alle schon erwähnt wurden. Und es kommt immer wieder vor, dass die EINE Lösung zwar auf diesem Instrument gut klappt, auf einem anderen aber garnicht. Oder doch nicht zur Erwartungshaltung des Spielers passt.

Mein ganz konkreter Beitrag: Viele Amps haben einen FX-return, der sich als Hilfskanal nutzen lässt. Dort kann man dann einen zweiten Preamp einspeisen, der sich um das Mikrofon kümmert. Da reicht vielleicht sogar ein kleines Mackiepult oder ein ART tube mp. Diese kleinen Preamps haben oft zumindest einfache Filtermöglichkeiten an Bord, meistens lässt sich auch die Phase drehen und Phantomstrom liefern sie auch noch. Das sind günstige Lösungen in den Einstieg in die Welt der Mikrofone. Ganz ohne Preamp würde ich nicht machen.

Und / oder: Du schaust mal nach so genannten Kontaktmikrofonen. Da fällt mir das akg c411 ein oder das ischell x48, beide sehr stressfrei im Umgang, wenn man den sweet spot erst mal gefunden hat. Von denen gibt es auch Batterielösungen, die würde ich dennoch mit einem zweiten Preamp betreiben.

Das zusammen mit den bisherigen Tips plus denen, die noch kommen sollte dich ausreichend verwirren auf deinem Weg zum besseren Sound! Smiley. Wo wohnst du? Vielleicht findest du jemanden in der Nähe, der dir mal was leihen kann zum Auschecken.

Viel Erfolg!!

 

OttoRubner Profilseite von OttoRubner, 08.10.2021, 21:55:01

 

Nachtrag: Ich benutze einen Wilson K1, dazu ein Ischell X48 oder ein dpa4099 oder ein Rode M3 auf Stativ, von da in die acoustic box (= Preamp), ODER direkt ins Pult (bei kleinen Veranstaltungen oft ausreichend), wenn ich es sowieso dabei habe, und als Endverstärkung gerne was, was schon da ist und also nicht geschleppt werden muss, z.B. irgend eine Aktivbox, die nutzlos auf der Hinterbühne gammelt.

Saskia Profilseite von Saskia, 09.10.2021, 07:54:23

Guten Morgen zusammen und danke für den weiteren Input.

Otto fragt nach meiner Kette:

Ich gehe vom Bass über den B-Band Pickup (samt integriertem Vorverstärker) direkt in meinen EBS Classic 60, bei Proben und Minigigs sogar bisweilen in meine kleine Phil Jones Double Four Kiste. Die nehme ich auch als Monitor, wenn eine PA da ist. Ein Fishman Vorverstärker müsste hier auch noch irgendwo rumliegen. 

Eine Sounderweiterung durch Hinzunahme eines Mirkofons stelle ich mit für die kleine Besetzung (Kontrabass, Gitarre, Saxophon) sehr reizvoll vor. In der großen Combo macht das vielleicht gar keinen Sinn.

Was ich eigentlich auch nicht möchte ist eine Lösung mit Stativ, das ist ja noch mehr Geschleppe für meinen eh schon beleidigten Rücken. Wahrscheinlich suche ich die eierlegende Wollmilchsau, die es nicht gibt.

Ich wohne im Süden der Republik und habe gestern meinen Ex-Lehrer angeschrieben, ob er etwas da hat, was ich mal ausprobieren könnte. Vielleicht probieren wir auch einfach erst einmal mit dem hier vorhandenen Material herum, Mikros gibt es im Hause genug, zumeist allerdings Gesangsmikros oder Oberheads für die Abnahme vom Schlagzeug. Den Headway allerdings finde ich interessant für meine Zwecke. 
Könnte auch eine preisgünstige DI-Box mit zwei Kanälen funktionieren oder fehlt dort dann die Möglichkeit zum Feintuning? 

Schönes Wochenende! 
 

 

OttoRubner Profilseite von OttoRubner, 09.10.2021, 10:21:36

 

Moin! Dein EBS verfügt über einen regelbaren aux-in soweit ich weiß, den könnte man als zweiten Kanal missbrauchen. Der B-Band geht ganz normal in den EBS, das Mikro in einen Vorverstärker und von dort mit einem passenden Kabel in den aux-in und kann in der Intensität zugemischt werden.

DI-Box und Mic-Pre sind zwei paar Schuhe, auch wenn viele Geräte beides können. Die Zweikanaligen können zudem praktisch nie beide Signale mischen, das sind quasi zwei Geräte in einem. Brauchst du nicht.

Ich würde für den Anfang ein möglichst leichtes Overheadmikro nehmen, das sind ja meistens Kleinmembraner, und mit Schaumstoff und Gummiband eine Konstruktion basteln, um so ein Teil irgendwie am Saitenhalter, unterm Steg oder zwischen den Saiten zu befestigen. Das muss nicht gut aussehen, es geht um einen Funktionstest. Das Mikro steckst du in ein kleines Pult oder einen kleinen Preamp:

Preamp

Minimixer

Dieses Gerät verbindest du mit einem passenden Adapterkabel mit deinem aux-in. Fertig. Jetzt kannst du experimentieren!

Den headway finde ich ganz gut, mechanisch jedoch nicht sonderlich stabil, die Potis sind sehr wackelig und winzig, für mich ist das nichts. Ich würde in dieser Preisklasse etwas mehr Geld ausgeben und zum EBS Stanley Clarke greifen, der praktisch das Gleiche kann. Das sind aber schon Spitzfindigkeiten!

Den double four kann man übrigens sehr gut ersetzen durch 15 min Zusatzübungen rechte Hand plus leicht hochgedrehten Steg. Smiley.

 

Saskia Profilseite von Saskia, 09.10.2021, 18:22:40

Danke für diesen Input. Dass der EBS einen Aux-In hat ist mir wohl entgangen, muss ich gleich mal gucken gehen, der steht im Keller. Prima, dann kann ich tatsächlich mit dem vorhandenen Equipment einmal Rumprobieren. Passende Adapterkabel aller Art müssten eigentlich im Hause sein. 

Vorverstärker habe ich ja auch noch hier, aus den Anfängen, als ich den Geba-TA probiert hatte. 
 

Mit meiner Saitenlage bin ich eigentlich zufrieden, aber danke für den Hinweis ;-)

midioma Profilseite von midioma, 10.10.2021, 03:39:48

Vorsicht!

Vorverstärker ist nicht gleich Vorverstärker!

Die Piezobuffer mit hoher Eingangsimpedanz, wie sie für einen passiven Piezotonabnehmer empfohlen werden verstärken die Strombelastbarkeit, aber nicht die Spannung. Ein Mikrophonvorverstärker verstärkt (erhöht) die Spannung, auch Pegel genannt. Und zwar erheblich. 
Es gibt natürlich auch Kombinationen aus beidem, zu einem gewissen Maß, das aber vielleicht nicht zu jedem Anwendungszweck ausreichend ist. 

Ansonsten würde ich für möglichst rückkopplungsarm neben dem Tonedexter, der aber einiges an Anfangsarbeit erfordert, auch zu einem Kontaktmikrophon raten. Auch das braucht anfangs Zeit (die passende Stelle auf der Decke zu finden), aber die kann man sich markieren oder das Kontaktmikro drauf pappen lassen (fällt aber beim Ein-/Auspacken manchmal ab). 
Ich habe einen Ehrlund EAP mit passendem Vorverstärker und ein AKG C411 mit passendem Batterieadapter/Vorverstärker. Mir gefällt das AKG besser als der Ehrlund. Beim AKG bekomme ich noch mehr Höhen (bzw. überhaupt welche), der Ehrlund ist mir etwas dunkel. Aber das mag eine Geschmackssache sein. Für das AKG benutze ich aber die weiße Faber-Castell-Haftmasse, nicht die von AKG. 

Einfach geht leider beim Kontrabass fast nie. Insbesondere bei der Tonabnahme. Am unproblematischsten finde ich noch den Shadow SH-965NFX unter dem Stegfuß, aber den benutze ich eher, wenn ich viel mit dem Bogen spielen muss (bei mir eher selten). Ansonsten klingt der leider etwas matt, als wäre man etwa zehn Meter vom Bass entfernt. Wenn man im Hintergrund agieren will ist das OK. Wenn man die Band antreiben will, dann nicht. 

Bei den Stegflügeltonabnehmern muß man mit dem Einklemmdruck aufpassen. Der darf nicht zu hoch sein, sonst klingt das Signal irgendwie komprimiert verzerrt. Das Problem hatte ich auch mal. Ich habe dann nur eine Winzigkeit an Holz mit einer feinen Feile (nur ein weicher Feilenstrich!) dort entfernt und schon klang der Tonabnehmer total frei. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Derzeit hält mein Shadow SH-950 (Underwood-Kopie) gerade so eben in den Stegflügeln ohne vom Gewicht oder der Vibration her herauszufallen. Früher mußte ich schon etwas Kraft aufwenden um ihn in die Stegflügel zu drücken. 

Über Mikro und Tonabnehmer in den Verstärker zu gehen ist heikel und nichts was so eben mal geht. Da kommt es auf die Positionierung des Mikros, der Box (möglichst hoch und nicht auf Decke oder Boden des Basses strahlend) und auch den Raum an. 

Im übrigen können die Verstärker-Klangregelung (nicht neutral, Frequenzbereiche nicht kontrabassfreundlich) und die Klangcharakteristik der Box auch klangverfälschend wirken. Das läßt sich aufgrund der meist festen Frequenzen der Klangregelung auch selten gut ausgleichen. U.U. kann Dir das mit einem Mikro über den gleichen Verstärker ähnlich gehen, wenngleich der Tonabnehmer meist einen großen Anteil an der Problematik hat. 

Du siehst schon, einfach ist nicht, es sei denn man gibt sich mit dem Status Quo zufrieden. 

Saskia Profilseite von Saskia, 11.10.2021, 06:40:33

Ja, schade, einfach wäre auch zu einfach. Danke für Deine Ausführungen. 
Es scheint zumindest nichts zu sein, was man mal eben zwischen Tür und Angel so erledigt.

Neuester Beitrag Saskia Profilseite von Saskia, 13.10.2021, 17:38:43

Leider muss das Projekt nun erst mal warten, da mir die Anschaffung einer neuen Gleitsichtbrille dazwischen gekommen ist. Ich werde mich aber hier wieder melden, wenn ich die Sache weiter angehe.

Immerhin haben wir mit hier vorhandenem Material mal ein wenig herumgespielt, da konnte ich zumindest feststellen, dass die Hinzunahme eines Mikros durchaus reizvoll sein kann, sogar für den kleinen Kala UBass...

Danke fürs alle Tipps und Erfahrungen!

Saskia

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