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verzogener Steg

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Hans W. Horn Profilseite von , 14.09.2003, 12:12:33
verzogener Steg
Hallo, ich habe immer das Problem, dass sich mein Steg nach oben biegt, obwohl ich ihn des öfteren abnehme, an der Oberseite anfeuchte und ann zum Richten mit Zwingen zwischen 2 Bretter spanne. Jetzt habe ich gesehen, dass es offensichtlich laminierte Stege mit einer schwarzen Zwischenlage gibt. Wer hat Erfahrungen damit - evtl. auch im Zusammenhang mit einer Höhenverstellung.

Gruß
Hans aus Großgeschaidt
Jonas Lohse Profilseite von , 15.09.2003, 22:20:58
Sowas kenne ich nicht. Aber ein handelsüblicher und ordentlich eingerichteter Steg verbiegt sich normalerweise nicht von alleine. Entscheident für einen dauerhaft geraden Steg sind in erster Linie zwei Dinge: die Unterseite des Steges (die, die zum Saitenhalter zeigt) sollte zu Decke im rechten Winkel, oder sogar etwas zum Saitenhalter hin stehen. Und die Saitenkerben sollten so weit sein, dass die Saiten nicht verklemmen. Zusätzlich hilft Graphit vom Bleistift als Schmiermittel.
Roland Profilseite von , 16.09.2003, 11:28:33
Hallo Hans, ich habe Stege schon öfter einfach nur dadurch gerichtet indem ich den Steg auf einen Topf mit leicht köchelnden Wasser legte. Das Prinzip dabei ist, das die Wärme und das Wasser die Fläche des Steges, die der Wasseroberfläche zugewand ist, dehnt. Daher ist klar das man den Bauch der Steges nach oben gerichtet auf den Topf legt. Das ganze geht recht schnell und Du kannst (und mußt) dabei zugucken, weil zu extreme Behandlung zerstört natürlich den Steg. Sinnvoll ist es den Steg leicht nach hinten (zum Saitenhalter hin) sich formen zu lassen. Diese Behandlung kann aber nicht dauerhaft sein, ein Steg der einmal begonnen hat sich dem Saitenzug folgend zu verformen, wird das immer wieder tun, trotzdem hält´s eine Weile und ist garantiert effektiver als Deine "zwischen - Bretter - Spannmethode".

Was den laminierten Steg den Du erwähnst anbelangt, so kannst Du einen solchen vom Geigenbauer Kasak in Langenberg (zwischen Wuppertal und Hattingen) gemacht bekommen. Diesen Steg nennt er Sandwichsteg und baut ihn selbst aus zwei Schichten Ahorn mit einer ca. 3mm starken Zwischenschicht aus Ebenholz. Du kannst Dir an fünf Fingern ausrechnen das so ein Steg deutlich teurer ist als ein herkömmlich geschnitzter. Dieser Steg ist vom Konstruktionsprinzip her natürlich viel verwindungssteifer als ein reiner Ahornsteg, allerdings ist auch sein Schwingungsverhalten ein anderes. Wenn man die Stege von H. Windelband betrachtet kommt hier eine sozusagen diametral entgegengesetzte Stegkonstruktionsphilosophie zu Tage. Bei Licht betrachtet ist das Laminatprinzip die Grundlage von Sperrholz! Hier natürlich ein "Edelsperrholz". - Egal, ich persönlich habe kein ideologisches Problem mit Sperrhölzern, entscheident ist was klingt! Somit kenne ich Bassisten die die klanglichen Auswirkungen des Sandwichsteges sehr hochhalten, für manche andere Instrumente wirkt dieser Steg sicher nur als überteuerte Investition. Ein Ahornsteg aus einem guten Rohling (der Kenner sieht´s an der Maserung und hört´s am Klopfklang) ist bei guter Bauweise, Anpassung und Behandlung (wie von Jonas beschrieben) absolut verwindungssteif. Gruss Roland
Christoph Profilseite von , 17.09.2003, 01:33:44
ICH habe Erfahrung mit einem solchen Schichtholzsteg. Preis: hoch; Optik: super; Sound: o.k.; ansonsten war der nach zwei Jahren genauso krumm wie alle anderen Stege zuvor. Mit einer Höhenverstellung ausstatten lässt sich das Teil nicht, da müssen ja Löcher gebohrt werden u.s.w., dann würde das Schichtholz aufreissen. Ich glaube, du hast mehrere Lösungsmöglichkeiten für dein Problem (ausser denen, die Roland schon beschrieben hat): 1. ärgere dich nicht über die Notwendigkeit, hin und wieder einen neuen Steg zu benötigen; 2. lass` dir den nächsten Steg mal eine Nummer dicker schnitzen, dann verzieht er sich nicht so leicht (und dicke Stege sind natürlich bzgl. Ansprache nicht so toll...); 3. nimm einen Steg mit Verstellschrauben, der knickt immer im Bereich der Schrauben ein und lässt sich dafür aber auch ganz leicht wieder gerade hinstellen........
Gruss CHRISTOPH, der i.d.R. nicht viel länger als zwei Jahre mit einem Steg klarkommt
Heiner Profilseite von , 29.09.2003, 19:26:29
Hallo, wenn der Steg verzogen ist sollte zuerst die Ursache gesucht werden (siehe Beitrag von Jonas). Wenn da alles ok ist, kann man ihn auch wieder richten: den Steg von Kolofonresten reinigen (Stahlwolle), bei ca. 80-100 Grad in den Backofen legen (AUF KEINEN FALL NASS MACHEN!!!!!) und nach einigen Minuten, er soll nicht goldbraun werden, rausnehmen und mit Zwingen auf eine grade Holzfläche zwingen. Wenn der Steg schon lange verzogen war, wird er wieder verziehen, ist es grade erst passiert, reicht schon dad heißmachen. Weiter Infos unter www.suennenblink.de. Bassige Grüße Heiner
Neuester Beitrag Jonas Lohse Profilseite von jlohse, 12.10.2003, 16:18:59
Zwei Jahre? Das ist tatsächlich nicht sehr lange... Ich habe bisher nur dann neue Stege gebraucht, wenn ich mir einen neuen (alten) Bass zugelegt habe, dessen alter Steg nicht mehr zu gebrauchen war. An dieser Stelle muss dann tatsächlich ein wenig Schleichwerbung erlaubt sein: selbst der Steg, den Heiner Windelband mir vor über zehn Jahren montiert hat, ist heute noch nicht einen mm verzogen. Ganz ohne Ebenholz-Laminat!
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