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Kontrabass auf niedrigem Niveau spielen lernen ?

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Zugeordnete Kategorien: Neuling

joachim Profilseite von joachim, 12.04.2003, 08:45:22
Kontrabass auf niedrigem Niveau spielen lernen ?
hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier.

mein anliegen: ich habe seit jahren einen kontrabaß. ich kann aber nichts damit spielen. ich kann keine noten lesen. ich kann mit den ganzen fachbegriffen takt, akkord etc. nichts bzw. wenig anfangen. ich habe noch nie ein instrument gespielt.

jetzt möchte ich aber gerne mit 2 anderen zusammen musik machen (1x gesang, 1x akkordeon). die beiden anderen beherrschen ihren teil perfekt. gestern haben wir zum ersten mal geübt. ich habe dabei nur versucht, den takt (3/4 und 4/4) zu halten. eine note finde ich nicht, da ich ja auch gar nicht weiß, wo sie liegen.

ich kann mir vorstellen, dass sich das für euch ziemlich hoffnungslos anhören mag, aber ich habe den festen willen, dass hinzukriegen. ich will kein begnadeter konzertmusiker werden, aber für die begleitung in diesem projekt sollte es schon werden.

die musik, die wir spielen, ist z.b. "ich brech die herzen der stolzesten fraun", "nur nicht aus liebe weinen", "waldemar" u.ä.

mir würde es für den anfang schon reichen, wenn mir jemand sagt, auf welcher höhe der einzelnen saiten welcher ton liegt. oder gibt es ein einfach nachzuvollziehendes buch für absolute musik-anfänger, bei dem ich nicht schon auf seite 10 überfordert bin ?

könnt ihr mir helfen ?

wie kann ich denn z.b. feststellen, ob mein bass gestimmt werden soll und wer macht denn sowas ?

ziemlich viele fragen. speziell wo wir uns gar nicht kennen. ich hoffe, keine fehlbitte getan zu haben und freue mich auf antworten.

schöne grüße
joachim
Roland Profilseite von , 12.04.2003, 12:59:45
Hallo Joachim!
Toll daß Du kontrabassmässig loslegen möchtest. Du hast ein Instrument, Du hast Mitmusiker, es gibt musikalische Themen (Stücke / Stilrichtung) - super Voraussetzungen, es sollte Dir an Motivation und Durchhaltevermögen nicht mangeln.

So wie Du Deine musikalischen Kenntnisse beschreibst hast Du meiner Ansicht nach keine Chance deutlich und kontinuierlich voranzukommen. Es gibt natürlich immer wieder MusikerInnen die vollkommen autodidaktisch und nur nach "dem Gehör" spielen und sich in ein Instrument einarbeiten. Ich wünsche dir das Du zu zu diesen begnadeten Menschen gehörst, gehe aber davon aus das die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist. Das hängt auch mit dem Instrument Kontrabass zusammen.

Kontrabass musikalisch effektiv zu spielen also so, das statistisch gesehen die meisten Töne rhythmisch und harmonisch passen, ist schwieriger als bei vielen anderen Instrumenten. Kontrabass ist für einen totalen musikalischen Anfänger nicht einfacher zu lernen weil das was ein Bass zu spielen hat von den Noten her einfacher aussieht als bei den anderen Instrumenten. Ab und zu hört man von anderen Musikern "Ach das bischen Dumm, Dumm, Dumm ist doch nicht schwer" - lass Dir in dieser Beziehung nichts vom Pferd erzählen!

Ich will Dir natürlich nicht den Mut nehmen, solltest Du aber die Illusion haben mit ein paar theoretischen Hinweisen aus diesem Forum oder mittels eines Unterrichtswerkes Dich an einem qualifizierten Unterricht vorbeimogeln zu können, so möchte ich Dich von einer solchen Illusion befreien - Deine Idee wird so nicht funktionieren!

Wenn ich Dir raten darf, such Dir vorrangig eine(n) erfahrene(n) MusiklehrerIn, jemand der ein wirklicher Musikpädagoge ist und nicht einfach nur gut spielen kann. Es muss jemand sein der etwas von Saiteninstrumenten versteht, im Idealfall natürlich ein(e) KontrabasslehrerIn.

Gehe davon aus das bei günstigen Bedingungen - gute LehrerIn, durchschnittliche musikalisch/ motorische Begabung Deinerseits, einmal die Woche Unterricht, drei - viermal die Woche ca. 30 - 60 Min Üben - wird es ein gutes Jahr dauern bis Du die genannten Stücke musikalisch befriedigend mitspielen kannst. Das ganze ist meiner Erfahrung nach keine Frage des Alters (es sei denn Herr Alzheimer klopft schon zaghaft an die Tür) sondern hauptsächlich abhängig von der methodischen Vorgehensweise und von der Regelmässigkeit.

Bleib am Ball und frohes Schaffen! Roland

Frank Profilseite von , 17.04.2003, 14:46:27
Hallo Joachim,
ich kann meinem Vorredner nur zustimmen; Suche dir einen guten Lehrer. Ich habe vor einem Monat mit dem Bass spielen angefangen und mir gleich einen vernünftigen Lehrer gesucht. Vorher habe ich jahrelang als Autodidakt Schlagzeug gespielt und später aber auch ca. 2 Jahre Schlagzeugunterricht gehabt. Was ich in diesen 2 Jahren alles gelernt habe hat sich wirklich gelohnt. Ein wirklich guter Musiklehrer ist zwar nicht immer einfach zu finden und sicherlich auch nicht ganz billig aber ich kann nur dazu raten!
Gruß
Frank
dave Profilseite von , 22.04.2003, 23:35:32
Lieber Joachim,

"eine Note finde ich nicht": Musste mich kringeln vor Lachen. Aber im Ernst: Ich verstehe Deine Situation. Sie hat viel mit dem Dilemma deutscher Musikpädagogik zu tun.

Einfach ausgedrückt: Jeder deutsche Musiklehrer, zu dem Du gehst, wird aus Dir einen Berufsmusiker oder sogar Solisten machen wollen. Weil er nicht anders unterrichten KANN. Er (oder natürlich auch sie) hat ihr Schema F, und das zieht er/sie durch. Simandl, oder Streicher oder sonst ne uralte Schule in 16 Bänden. Mit sämtlichen Lagen, sämtlichen Stricharten, allen Flageoletts, sämtlichen Tonarten etc.etc. Also mit allem, was DU, Joachim, weder willst noch brauchst.

Bis Du das beherrscht, was Du eigentlich wolltest, sind Deine Mitspieler über alle Berge. Und Du, der Du nie professionell werden wolltest, stellst den Bass nach 5 Jahren auf die Seite. Du wolltest doch garnicht fähig werden, die Basstimme vom Tannhäuser im Orchester zu spielen. Sondern nur die Harmonietöne von "Ich breche die Herzen der stolzesten Fraun", also z.B. C,E-Eb,D,D,G,G,C,C zupfen. Das lernst Du aber nicht an der Akademie!! Weil das dreht dem akademischen Musikpädagogen den Magen um (teils zu Recht; aber das ist sein Bier).

Also mach das ganze "learning by doing"; bei Deinem Durchhaltewillen kommst Du ohne Pädagogen besser ans Ziel!! Kauf Dir für die Grundlagen eine (amerikanische) Do it Yourself-Schule.
Das klingt alles sehr ketzerisch; aber es stammt aus leidvoller Erfahrung!

Und: Der Bass muss vor jedem Spielen gestimmt werden.Von Dir selbst! Die 2.Saite von rechts iss das A: Das iss auch bei der Geige die 2te von rechts; so einfach iss das, aber man muss sichs merken. Der Bass kommt in die linke, der Bogen in die rechte Hand! Mit den 4 Knöpfen vor der Schnecke stimmst Du! Und wenn Dir jemand übel will und 1 Knopf verdreht, dann soll Dir der Hammel gefälligst sagen, welcher Knopf es war!

Frisch ans Werk!!
dave
Roland Profilseite von , 23.04.2003, 13:23:43
Na dave, wieder mal in bester Provokationslaune oder einfach mal nur mal ein bisschen auskotzen?

Das was Du hier schreibst kann ich nicht als Reaktion verstehen die die Situation und das Anliegen von Joachim ernst nimmt. Zumindest hälst Du mit konkreten Angaben zu den von Dir als Lösung propagierten Ammi Schulen hinter dem Berg. Wahrscheinlich wirst Du jetzt die Machwerke von Chuck Sher, Rufus Reid, Ray Brown und wie sie alle heissen mögen auflisten ? vergiss es, ein Mensch der bis dato glaubte das man einen Kontrabass zum Stimmen weggeben muß, kann mit diesen Dingern nichts anfangen. Solltest Du da anderer Meinung sein, so lade ich Dich und Joachim gerne zu einem der nächsten Treffen einer der ?VdM Landesarbeitsgemeinschaften Kontrabass? ein. Wenn Du es hier schaffst mich oder einen anderen davon zu überzeugen, daß ein musikalisch völlig unbefleckter Mensch autodidaktisch arbeitend auf dem Kontrabass ernsthaft voran kommt, so hänge ich sofort meinen Beruf an den Nagel und fange bei der nächsten DEA Tanke als Nachtkassierer an.

Ich weiß nicht woher Du Deine Informationen und Deine globale Übersicht über das ?Dilemma der deutschen Musikpädagogik? beziehst. Vielleicht hälst Du Dich für eine Art Baywatcher in dieser Szene, sollte das so in dieser Art sein, so lass Dir gesagt sein das Dir zumindest meine musikpädagigischen Fähigkeiten und die der ca. dreißig Kontrabass LehrerInnen die ich öfters treffe von Deinem Wachtturm aus entgangen sind. Also nicht pennen da oben und immer hübsch in alle Richtungen umschauen!

Keiner von uns benutzt ein Schema F und ausschließlich Simandl oder Streicher, keiner bildet zwanghaft und ausschließlich zum Orchestermusiker oder Solisten aus. Wenn Du also Deine negativen Allgemeinplätze verbreiten magst, so kannst Du vielleicht darauf hoffen Deine eigenen musikpädagogischen Traumata zu kompensieren ? schrei es raus! Es hat aber so wie Du es ausdrückst keine Allgemeingültigkeit und hilft einem Menschen wie Joachim nicht weiter.

Richtig wäre es zu sagen, das Joachim wahrscheinlich beim stellvetretenden Solobassisten von Irgendwo schlecht aufgehoben wäre, weil eben der ein reiner Musiker und kein Pädagoge ist, aus lauter Hilflosigkeit würde dieser wahrscheinlich wirklich Simmi und Walkürenritt zücken und sagen: ?Dies ist mein Fleisch....?
Es gilt das was ich schon in meinem Beitrag an Joachim direkt gesagt habe, er braucht jemanden der nicht nur ein guter Musiker ist (das ist obligatorisch) sondern jemand der wirklich etwas von Musikpädagogik versteht. Damit scheidest Du nach meiner Meinung mit Deinem Beitrag allerdings aus aber das ist ja offensichtlich auch nicht Dein Anliegen Dich in diesem Metier seriös und ernstzunehmend zu betätigen.

Frohes Schaffen Roland
dave Profilseite von , 24.04.2003, 23:27:16
Mein Gott, Roland!! Nimm doch nicht alles im Forum so ernst.

Der Junge will uns doch eh nur verscheissern. "Muss man einen Bass stimmen?!"

Aber das Auffinden eines "echten Pädagogen" kann immerhin zu lebenslanger Suche mit viel Frust und Kosten entarten! Wie soll denn das in praxi funtionieren, vor allem bei den niedrigen Ansprüchen, die Joachim angeblich hat? Den Lehrer, der ihm schnellstmöglich die Grundtöne zu "Ob blond, ob braun: Ich liebe alle Fraun" vermittelt, den findet er doch hundertmal schwerer als den, der mit ihm die tausendfach abgelutschte Eccles-Sonate einübt. Von Improvisieren ganz zu schweigen.

Wie gesagt, fühl Dich nicht gekränkt in Deiner Pädagogenehre; die Beschäftigung mit dem Kontrabass verleitete nicht nur Süsskind zu Ironie und Sarkasmen.

dave

Roland Profilseite von , 25.04.2003, 02:10:15
Nachdem Du nun Kraft Deiner Spekulationsernergien Joachim als unseren Verscheißerer entlarvt hast stellt sich mir die Frage warum Du das erst jetzt tust. Muss ich daher davon ausgehen, daß Dein erster Beitrag eine Art Gegenverscheißerung war die ich nicht als solche erkannt habe oder hattest Du den Impuls den Verscheißerer in gleichsam altruistischer Manier doch noch mit ein paar grundlegenden Tips zu bedenken? Ich versteh´s einfach nicht und habe das Gefühl das Du Dir Argumente und Behauptungen je nach Bedarf mal so mal so zurechtdrehst und nicht in der Lage bist einzugestehen das Du Dich zu weit aus dem Fenster gelehnt hast.

Immerhin nehme ich bis jetzt Deine Einlassungen noch so ernst, daß ich darüber nachdenke und darauf reagiere, warum sollte ich nicht das Gleiche tun wenn einer schreibt er weis nicht genau ob sein Kontrabass gestimmt werden muß? Ich kenne mehrere Leute aus Fleisch und Blut die mich genau dieses im Zusammenhang mit Saiteninstrumenten vom Speicher gefragt haben. Vielleicht behauptest Du nun das auch diese mich verscheißern wollten. Die Welt ist wirklich schlecht oder voller Spaßvögel, je wie man´s sieht!

Werde doch mal konkret, wie kommst Du dazu per Rundumschlag Prognosen über Unterrichtsinhalte, Wahrscheinlichkeiten einen Pädagogen zu finden usw. abzugeben? Betrachtest Du Deine persönlichen Erfahrungen als den Nabel der Bundesdeutschen Kontrabassausbildung?

Ich bin schon gespannt auf Deine nächsten Analysen und Argumentationen zum Thema, ich tippe darauf, daß Du Joachims oder meinen Geisteszustand in Frage stellen wirst. Um es vorweg zu nehmen, ich bin kein Faschist, gehörte niemals einer schlagenden Gilde an und kann Dittersdorf nachweislich nicht auswendig. Nun will ich Deine Phantasie aber nicht weiter abwürgen, in diesem Sinne frohes Schaffen Roland
dave Profilseite von , 25.04.2003, 08:57:01
Roland,

"der Worte sind genug gewechselt"; jetzt fordere ich ich zum Duell, getreu dem Motto, dass ein Forum eine Arena für divergierende Meinungen (sic!) sein sollte.
Die Aufgabe besteht darin, 1 Sevcic Bogenstudie so lange wie möglich durchzustehen, 1 32tel so hoch wie möglich zu spielen, sowie einen Bass mit Eisenstachel auf poliertem Kirchenmarmorboden in der Schräge zu halten. Anschliessend ein Duell mit deutschen Bögen (meiner ist Dölling, 140 Gramm!)

Aber im Ernst: Warum outet ihr Musikpädagogen Euch denn nicht hier im Geba-online, mit Namen, Addressen (und Salär)? Dann würde selbst Joachim einen Lehrer seiner Vorstellung finden. Und müsste sich nicht mit Rufus Reids "The Double Bass in 24 Hours" abmühen.

dave
PS.: Hast Du mein mail nicht erhalten, in dem ich Dir alles Fragliche extensiv darlegte?
Roland Profilseite von , 25.04.2003, 12:15:59
dave,

eine direkte Mail habe ich von Dir nicht erhalten, ich möchte das aber auch nicht, weil ich überzeugt bin das hier einige Leute mitlesen und da sind interne Diskussionen unangebracht.

Ich habe genug SchülerInnen, darum kann ich hier keinen Unterricht anbieten, außerdem würde es mir arbeitsrechtliche Probleme bereiten da ich nur zum Teil freischaffend bin. Eine Liste mit pädagogisch zeitgemäß arbeitenden KontrabasslehrerInnen werde ich anregen, vielleicht bekommt sie hier auf der GeBa Seite eine eigene Unterseite. Das Problem wird sein jemanden zu finden der diese Liste aktuell hält.

In der Tat sind der Worte nun genug gewechselt und ich gebe offen zu auf der Bla Bla Ebene nicht mit Dir mithalten zu können. Manchmal muß man seine Grenzen erkennen und sich geschlagen geben. Herzlichen Glückwunsch. Roland
carsten Profilseite von , 25.04.2003, 12:31:26
Hallo Dave,

gibt es von Rufus Reid wirklich ein Buch mit dem besagten Titel??? Im Übrigen finde ich es schade, dass eine ganz normale Anfrage in eine solche Privat-Zerfleischung mündet, wobei ich mich über Rolands Reaktion schon sehr wundere. Ich schätze, Joachim lernt jetzt doch lieber Trompete....


Gruß, Carsten
dave Profilseite von , 26.04.2003, 09:28:06
Lieber Carsten,

jetzt werden aber die Trompetenpädagogen wütend über Dich herfallen. Macht nix, in einem Forum muss es auch mal krachen, sonst schläft's ein. "Die Arbeit der Zuspitzung" (Peter Glotz).
Zugespitzt war natürlich auch der Titel "Bass in 24 hours" von Rufus Reid; richtig muss es heissen: "The Double Bass in two weeks". Nein, Quatsch, den Titel weiss ich nicht mehr. Hab das Heft mal verliehen und nie wiedergesehen; aber Reid hat eine Schule geschrieben, der man eine Menge insider-Tips für das Spiel im Jazz entnehmen kann. So erinnere ich mich auch an ein Foto, wie man den Bass am besten in einem Flugzeugsitz positioniert. Andererseits: Die seitenlangen Akkordzerlegungen, z.B. des so wichtigen Cis minor,-5,+11,+13,alt: Wer macht die schon durch? Joachim, der Wespenneststecher, bestimmt nicht...

Grüsse von
dave

saddam hussein Profilseite von , 27.04.2003, 11:59:12
das buch heisst "the evolving bassist" by rufus reid, zu ordern über advance music irgendwo im schwäbischen, die suchmaschine wird´s finden. ich zitiere mal: ...ist eine grundlegende methode für den selbstunterricht. wenn du keinen geeigneten lehrer findest oder er dir zu teuer ist, kannst du dir mit diesem buch selbst weiterhelfen. ich habe nach diesem konzept mit meinen schülern (sic!) gearbeitet, und es hat sich gut bewährt........"
er weist also, as you might have noticed, auf seine erfahrungswerte im lehrer-schüler verhältnis hin, ganz typisch für selbstlernkurse. dann kommen etliche seiten mit supertips, wobei die fotos, wie man einen bass im flugzeug optimal unterbringt, m.e. nur unter zuhilfenahme bewusstseinserweiternder rauchwaren entstanden sein können. ein muss für jeden humorvollen bassisten! mich hat es als damals 18jähriger ziemlich irritiert. dann geht´s weiter mit selbstverständlich notierten etüden, alles sehr dufte, ein gutes buch, aber ohne notenkenntnisse nicht zu bewältigen. mal ganz von so nebensächlichkeiten wie: alle haben den gleichen körperbau wie r.r., und deshalb gilt für alle auch die gleiche haltung u.s.w. abgesehen. ich hatte gelegenheit, herrn r. mal auf die ein oder andere unstimmigkeit anzusprechen. er versicherte mir, das buch richte sich selbstverständlich an denjenigen, der von einem anderen instrument kommend auf den bass umsteigen möchte, also an denjenigen schüler, der schon einige jahre collegeband hinter sich hat und ein grundlegendes musikalisches verständnis mit sich bringt. bein kontrabass ist es ja auch bis heute so, dass die meisten zuvor ein anderes instrument erlernten. musikschulen, die bereits 8-10jährige an den bass heranführen, sind nach wie vor dünn gesät, oft scheitert es an ausreichend kleinen instrumenten. ein lob an die pädagogenpioniere, die hier ansetzen, kleine bässe besorgen und den bass zum erstinstrument machen, ich halte das für einen guten weg.
sich selbst nach einem diktator zu benennen ist so intelligent, wie peter glotz zu zitieren und mein beitrag zum thema: entwicklung durch geschmack-, sinn- und verstandslose polarisierung. mfg
tatjana Profilseite von , 07.06.2003, 15:48:44
Hey Joachim,

ich würde dir auf jedenfall raten "richtigen" Unterricht zu nehmen, sonst bringts du dir schnell eine falsche Technik bei und die dann wieder wegzutrainieren...
am anfang mal es dann zwar klappen, aber mit der richtigen technik klappt vieles leichter und vielleicht möchtest du ja irgendwann auch noch andere musikrichtungen, bzw. einfach anspruchsvollere stücke einüben...

T.S.Branden Profilseite von , 16.06.2003, 21:14:33
Die zweite Saite von rechts ist das A ?? Lieber Dave, sind Sie Linkshänder ? Bei meinem Kontrabass ist die zweite Saite von links immer noch das A. Jedenfalls wenn ich vor dem Bass stehe und rauf gucke, wie das jeder normale Mensch tut, insbesondere der Anfänger.
Ansonsten hatte ich durchaus Spaß an Ihrem Dialog mit Roland. Es grüßt Sie T. aus Berlin
streichbass Profilseite von streichbass, 01.11.2004, 08:55:58
Der normale Mensch mag sich den Bass gern von vorn ansehen, der Kontrabassist steht jedoch HINTER dem Instrument und von da aus ist die 2. Saite von rechts das A.
Gezählt wird allerdings von oben nach unten, also
G=I
D=II
A=III
E=IV

So. Hab ich Euch nun vollends verwirrt?
Christoph Profilseite von , 03.11.2004, 11:11:54
Liebe Bassisten,

was ist nur mit Euch los ? Da steht ein motivierter, wenngleich völlig unwissender Interessent vor dem von Euch allen so geliebten Instrument, bittet um Nothilfe, und die Reaktionen gleichen einem Kriegsgericht !

Es ist doch nicht verwerflich, Joachim zu erklären, dass es für das Stimmen neumodische Hilfsmittel wie Stimmgeräte gibt, dass die dickste Saite beim 4-saiter das E ist, oder dass er z.B. die ungefähre Lage der Töne mittels Stimmgerät finden kann, oder ? Eine schematische Darstellung der Tonlagen findet sich in jeder billigen E-Bass Schule, und letztendlich wird Joachim damit wahrscheinlich sogar die Begleitung der von ihm genannten Stücke hinbekommen.

Zugegeben ist der Einwand richtig, dass man sich bei der autodidaktischen Beschäftigung wahrscheinlich mehr Fehler aneignet, als effizient das Spiel des Basses zu lernen. Das kann ich aus eigener Erfahrung mehr als eindeutig bestätigen ( Ja - ich habe dann sehr schnell qualifizierten Unterricht genommen ! )- aber deshalb muss doch nicht jeder Neuling in diesem Forum zunächst zerfleischt werden, oder ?

Allein aus Mitleid zu dem Instrument ist doch hier Hilfestellung geboten, oder ?

Trotzdem hat mich der leidenschaftlich geführte Disput mehr als amüsiert, wenngleich auf das eigentliche Anliegen von Joachim nur am Rande eingegangen wird....

Joachim, lass Dich nicht entmutigen - auch die Mitglieder dieses Forums sind weder in einem Orchestersaal geboren worden, noch ist ihnen allen das absolute Gehör als göttliche Gabe geschenkt worden. Sie alle sind mit vielen Blasen und viel Arbeit und Mühe dazu gekommen, den Kontrabass mehr oder weniger zu beherrschen. Das kannst Du auch.

Christoph
Hendrik Profilseite von , 03.11.2004, 14:28:24
Da kann ich Christoph in ALLEN Punkten nur zustimmen!

Ach ja Joachim, wenn du einen Lehrer in Berlin suchen solltest...melde dich einfach.

Ich hab meinem Vater schließlich auch das Saxophonspielen beigebracht ohne selbst auch nur einmal Saxophon gespielt zu haben.

Kontrabass spiele ich seitdem ich zehn bin.

Viele Grüße an alle!
Hendrik
P.S.:Danke an Roland und Dave für die intelligente und amüsante Diskussion.
rickenbaker Profilseite von , 03.11.2004, 19:03:05
...eigentlich wollte ich bissle was zum thema kontrabass lesen, da ich mich damit befasse, diese instrument zu erlernen. nun habe ich den disput zwischen roland und dave gelesen. effekt: mein gott nehmt ihr euch wichtig... und: so schwindet schon im ansatz die freude... merci bien!
weichei Profilseite von , 03.11.2004, 23:43:28
wenn dir das lesen eines meinungsaustausches von zwei anonymen quatschköpfen schon die freude im ansatz schwinden lässt, was geschieht dann mit dir wenn es die erste zeit am kontrabass richtig scheisse klingt?
rickenbaker Profilseite von , 04.11.2004, 09:35:33
... beim Schreiben meiner Meinung war mir sofort klar, dass diese Antwort kommen muss! Entschuldigung aber: weder originell noch inhaltlich korrekt. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
hierzmann Profilseite von , 10.11.2004, 00:19:27
Hallo alle zusammen !!

Erst einmal ein herzliches "Grüß Gott aus Österreich" von einem, na sagen wir mal, allrounder (E-Bass, Tuba aber vor allem KB !)Nichts davon 110 %-ig, aber dafür mit Einsatz, Willen und Herz (und - no na - mit einem gewissen Können halt auch).

Und wenn ich mir die Beiträge hier so ansehe (und das tu ich seit geraumer Zeit)und mir zugleich ausmale, welche Könner zu dem Thema ihre Meinung kundtun denke ich mir, irgendwie will ich auch was dazu sagen.

Kontrabass spielen ist (für mich halt) irgendwie eine Art Philosophie (wenn man´s halt so sehen will ...) wie wahrscheinlich viele Musiker das über ihr jeweiliges Instrument auch so behaupten.

Es gibt B-Tubisten, die auf ihrem "Häfen" Klänge zaubern können, die beinahe einem Flügelhorn gleichkommen und es gibt E-Bassisten, die ... Gott, solche flinken Finger hätt ich gern.

Bitte lasst doch einen hoffnungsfrohen Zukunftsbassisten die Freude am Spielen dieses wunderbaren Instrumentes !! Natürlich kann man (fast) kein Instrument brauchbar alleine erlernen, ohne dabei zwangsläufig vor allem technische Fehler zu machen. Natürlich ist ein Lehrer (ein guter natürlich) unerlässlich, um es über den Durchschnitt hinaus zu schaffen.

Aber es ist original entmutigend, wenn offenkundig langjährige Bassisten sich in pädagogischen Diskussionen ergießen - joachim ist damit in keiner Weise geholfen.

Liebe zum Instrument, guter Lehrer, gute Schule,und üben, üben, üben, üben, ... ! Das Rezept ist eigentlich ganz einfach. Alles andere ist zu Beginn völlig wurscht.

Und bitte vergesst alle miteinander nicht: jeder von uns hat " begonnen, auf niedrigem Niveau spielen zu lernen" ....um dann besser und besser zu werden - einer mehr, der andere weniger.
LowB Profilseite von LowB, 31.07.2011, 20:03:42

 

Ha!

Jetzt mach' ich mal das, was man neudeutsch als "necroposting" zu bezeichnen pflegt - einen Beitrag zu einem acht Jahre alten Thread... Schimpft deswegen ordentlich mit mir und negiert dabei, daß mein Hinweis vielleicht für jemanden hilfreich sein kann.

Wer sich die allereinfachsten Grundkenntnisse im Baßspiel aneignen möchte und keine Konzertkarriere plant, der ist mit folgendem nicht schlecht bedient: "Die Bassgeige in der Volksmusik" von Dolfi Türk, Bestellnummer 601 im Eigenverlag Max Rosenzopf, A-8580 Köflach, Talweg 17. Die Einführung zur Notenschrift ist für einen Notenanalphabeten zu knapp, wenn jemand etwas Violinschlüssel lesen kann, findet sich damit im Baßschlüssel schnell zurecht. Es gibt sogar eine Lagentabelle bis zur 3. (!!!) Lage - natürlich der 3. Lage nach Simandl/Streicher, nicht Rabbath/Vance - aber wenn man das 38seitige Heft einem Lehrer in die Hand drückt und darauf besteht: "D a s will ich lernen - und sonst nix" kann nach relativ kurzer Zeit Begleitungen einfachster Art vornehmen. Und das genügt ja vielen.

Grüße

Thomas

P.S. Außerdem finde ich die Diskussion oben stellenweise mehr als lustig und wünsche ihr mehr Leser...

UHexer Profilseite von UHexer, 31.07.2011, 23:02:27

Danke Dir Thomas, diese alte Diskussion nochmal ausgegraben zu haben, ich fand's auch sehr lustig, die Beiträge zu lesen. Schade nur, dass dabei das augenzwinkernde so schnell verloren gegangen ist.

Interessant ist ja auch, dass Joachim nicht ein einziges Mal reagiert hat.

Ob er inzwischen den "Waldemar" spielen kann?

Grüße an alle

Uli

 

 

LowB Profilseite von LowB, 31.07.2011, 23:29:28

 

Hi UHexer!

Habe den "joachim" direkt angeschrieben, mal gespannt, ob eine Antwort kommt. Und Dank, daß Du meine "archäologische Arbeit" auch gut findest.

Grüße

Thomas 

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 01.08.2011, 01:01:20

 Lustiger Necrothread.

Kannte ich noch gar nicht, obwohl ich schon eine Weile hier bin.

Hat mich an meine Anfaenge erinnert. Eine Schuelerband, die Punk und NDW nacheiferte. Hat Spass gemacht. Natuerlich E-Bass. Aber trotzdem - Damals gab es selbst fuer E-Bass kaum was, insbesondere nicht in der Provinz. Es gab einen ganz netten Tanzmusiker, der uns ab und zu was gezeigt hat, und den wir schrekclich spiessig fanden.

Insgesamt war mein Einstieg in den Bass, dem Gitarristen was abzugucken, bzw den zu fragen. Irgendwann kam man dann natuerlich nicht mehr weiter. Als ich dann an der Uni war, bin ich zu ein paar Jazz-Workshops gegangen. Wo ich natuerlich eine Menge gelernt habe, was aber auch irgendwann enttaeuschend wurde. Man brauchte nur zu fragen, wie gefaellt dir eigentlich Ornette Coleman, das reichte um Leute vor den Kopf zu stossen. Bei mir war das so, ich hatte natuerlich von nichts Ahnung, aber kann mich noch gut daran erinnern, wie ich Coltrane und Coleman zum ersten Mal gehoert habe --- im Radio auf NDR3. Das gefiel mir einfach, das war kein Snobismus oder so.

Also unterm Strich will ich damit sagen,  ich finde den Autodidaktischen Ansatz sehr wichtig.Und ich nehme dies zum Anlass, mal wieder eines meiner Lieblings-youtube Videos zu verlinken, wo William Parker was zum Thema sagt. http://www.youtube.com/watch?v=g4sMEBh9C0A

schoenen abend

Armin

 

 

 

joachim Profilseite von joachim, 15.08.2011, 11:52:00

 hallo,

vielen dank den vielen beitragschreibern.

ich wußte gar nicht, dass reaktionen auf meinen eintrag kamen.
ich hatte in den letzten jahren keine information darüber bekommen (oder sie waren im spam-filtern verschwunden).
erst jetzt bekam ich eine email über neue beiträge.

der stand meiner lernerei ist folgender:
ich habe resigniert.
mir wurde von vielen fachkundigen gesagt, dass es keine unmusikalischen menschen gibt.
das es nur unterschiedliche grade an talent gibt.
alle irren sich:
ich bin endlos unmusikalisch.
ich bin vollkommen untalentiert.
ich kann auch beim singen sonntags in der kirche keine melodie finden.
ich weiß nie, ob die nächste note höher oder tiefer sein muß.
das einzige, was halbwegs funktioniert, ist das "spielen-nach-zahlen" auf der bontempi-orgel.

es ist ja schon mal ein großer schritt, wenn ich mich selbst richtig einschätzen kann.

mein kontrabass steht bei einem bekannten.
er nutzt ihn als deko-objekt in seiner physiotherapie-praxis.
ich würde ihn gerne verkaufen, weiß aber nicht, wie und wo und zu welchem preis.

das thema "instrument lernen" habe ich für mich beendet.
unabhängig vom kontrabass.
ich glaube auch nicht, dass ich jemals den zugang zu einem anderen instrument finden werde.

schade, aber ich muss auch mal den fakten ins gesicht schauen können.

vielen dank den vielen beitragschreibern, die sich für mich den kopf zerbrochen haben und die mir wirklich helfen wollten.

meine bewunderung für die menschen, die ein instrument spielen können, ist noch mehr gestiegen.

alles gute für alle hier.
joachim

 

 

LowB Profilseite von LowB, 15.08.2011, 12:04:48

 

Lieber Joachim!

Danke für Deine Rückmeldung - und schade, daß es mit dem KB-Spiel bei Dir nicht geklappt hat. 

Zum Verkaufen des Instruments: Laß es von einem oder besser zwei baßkompetenten Geigenbauern schätzen und inseriere es dann hier im Marktplatz. 

Ich hatte Dich ja mal dirket angeschrieben - ist das angekommen? Scheint nicht immer zu klappen. 

Und: Man kann Musik auch passiv genießen!

Grüße

Thomas 

Neuester Beitrag joachim Profilseite von joachim, 15.08.2011, 13:13:16

 hallo,

ja, deine mail ist angekommen.
direkt im email-fach.

da werde ich nun mal sehen, wo ich einen schätzer herbekomme.

grüße

joachim

 

 

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Zuletzt aktualisiert von Besucher am 10.12.2019, 22:58:34.