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kontrabass-unfälle

> Saiten runternehmen und wieder aufziehen?

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philipp Profilseite von , 25.04.2005, 10:40:48
kontrabass-unfälle
ich würde gerne mal hören was so der schlimmste/lustigste unfall war den ihr jemals mit eurem bass oder im orchester oder auf gigs oder wo auch immer in annähernd musikalischen zusammenhängen erlebt habt :)
das fieseste was ich jemals gesehen/gehört hab war als ein techniker ausversehen ein kabel um ein cello geschlungen hat beim vorbeilaufen, der mann bemerkte den fehler erst als er ein lautes knirschen hörte sich umdrehte und eine cellistin sah die einen cellohals in den händen hielt und den tränen nah war....
ich wache heute noch schweissgebadet auf wenn ich dieses geräusch in meinen finstersten alpträumen höre....

mfg
philipp
Tobytimber Profilseite von Tobytimber, 25.04.2005, 11:17:18
Ich hab Unfälle nie life miterlebt sondern immer nur das Resultat gesehen und reparieren dürfen, ich bin mir noch nicht sicher welchen ich zu meinem Favoriten erkläre, hier vielleicht mal die Top 3: 1. Kind gebraucht ½ Cello zum Cricket spielen (in Australien), allerdings nicht als Schläger sondern als Wicket (http://www.cs.purdue.edu/homes/hosking/cricket/explanation.htm (für alle die die nicht wissen was Cricket ist)). Bekommt einen Volltreffer, Decke des Cellos zerfällt in fünf Teile. Das Beste: Versicherung bezahlt! 2. Kontrabass mit Stimmriss auf Boden und Decke, abgebrochenem Hals und gebrochenem Steg!!! Schadensursache: Ist beim Ausladen aus dem Flugzeug gefallen, in Gigbag aus ca fünf Meter Höhe auf die Rollbahn. Schaden ca 5000€. Anruf von Gulf Air mit der Frage wie sowas denn passieren kann und warum das so teuer ist. Nach Verweis dass das Ausladepersonal sich nicht an “Fragile” und “Handle with Care” Aufkleber stört, wurde anstandslos gezahlt. 3. Riemen an Tasche gerissen, und zwar am oberen Ende einer U-bahn Rolltreppe (keine Ahnung mehr welche Station, aber lang war sie). Zum Glück war niemand anders auf Rolltreppe, Bass kommt unten an “nur” mit gebrochenem Hals.
philipp Profilseite von , 25.04.2005, 11:49:13
ich habe grade von einem weiteren sehr lustigen unfall gehört :)
cello schüler geht grade vom unterricht weg, das cello ist im hardcase... er passt nicht auf und rempelt es um... der koffer samt inhalt fällt mit lautem knall auf den fliesenboden, der koffer hat keinen kratzer... allerdings ist der stimmstock des cellos durch die wucht des aufpralls glatt durch die decke geschossen und hinterlässt ein kreisrundes loch neben dem stegfuss, sonst allerdings keinerlei schäden an dem instrument :)

mfg
philipp
AlexderK Profilseite von AlexderK, 25.04.2005, 12:25:31
Ich habe in meiner Wohnung ein ca. 50 cm hohes podest auf dem der Bass steht. Beim Aufräumen schob ich ein Brett des Prodests aus unachtsamkeit zurück.

Blöd war nur dass der Bass in der Ecke des Podests genau auf dem besagten Brett stand.

Jeder kann sich vorstellen was passierte: Der Bass kippt nach vorne, ich noch gebückt, der Bass knallt auf meinen Kopf (genau mit dem Griffbrett...) Griffbrett bricht genau auf meinem Kopf, der Bass fällt weiter auf meinen Standlautsprecher und wirft den auch noch um.

Ich glaub ich tät millionen für ein foto von uns drein, wie wir so daliegen, zahlen

Alex
Wolf-Dieter Profilseite von , 25.04.2005, 13:09:35
Ein KB-Unfall, Anfang der 60 Jahre: eine befreundete Dixieland-Band fährt an einem schönen Sommertag in den Wald, um dort Musik zu machen (Strom brauchte man damals noch nicht). Der Bass wird ohne Hülle in eine Citroen-Ente mit offenem Verdeck gestellt (im Rest des Autos ist das Schlagzeug verstaut). Im Wald verhakt sich die Schnecke des Basses an einem tiefen Ast, der Bass wird aus dem Auto gezogen, fällt auf den asphaltierten Waldweg und zerbricht in sieben Stücke. Eine Mitglied der Band, Kunstschreiner von Beruf, setzt die sieben Stücke wieder zu einem Instrument zusammen, das noch viele Jahre seinen Dienst tut.
Jonas Lohse Profilseite von , 25.04.2005, 13:38:13
Ihr seid ja alle irgendwie pervers ... oder ist das einfach nur Vergangenheitsbewältigung? Ich verspüre beim Lesen solcher Geschichten so ein ungutes Gefühl im Bauchbereich, deswegen werde ich diesen Thread jetzt doch lieber meiden.
philipp Profilseite von , 25.04.2005, 13:56:48
also ich amüsiere mich königlich :)

mfg
philipp
TomBerkmann Profilseite von , 25.04.2005, 15:44:24
ich mich ebenfalls, sehr spektakel freudig, jaja.
aber dass man das alles wieder reparieren kann....wahnsinn
heini Profilseite von , 26.04.2005, 14:03:51
oweia, kommt es Dir vor wie Heiligenschändung oder gar Vergewaltigung? Ach, es sind ja nur Unfälle, und die passieren halt.
So auch einem Zimmernachbar in der Spezi: wirft sich auf das Bett seines Freundes, weil das näher an der Tür steht, weiß aber nicht, dass unter der Steppdecke dessen Vcl "schläft". Dieses wacht schreiend & knackend und jener fährt schreiend auf... Die Freundschaft der beiden (Erstgenannten) hat sich über lange Zeit merklich abgekühlt - aber es sind beide doch Musiker geworden; einer berühmt und einer zufrieden.
Tobytimber Profilseite von Tobytimber, 25.04.2005, 15:57:20
Ich les sowas auch immer wieder gerne, bestätigt meine Theorie dass ich vorläufig nicht arbeitslos werde ;-)
Zur Info, ein Kontrabass besteht aus ca 80 Teilen, so gut wie jedes davon kann entfernt, wieder angeleimt, erneuert oder repariert werden. Alles nur eine Kostenfrage.
Beste Reparatur bzw Restauration die mir bisher untergekommen ist: Geige mit Wasserschaden wurde angekündigt, der Kunde brachte einen Pappkarton mit eben jenen 80 Teilen an, das Instrument hatte mehrere Wochen unter Wasser verbracht, obs ein Rohrbruch oder untergegangenes Schiff war, weiss ich nicht mehr, aber es dauerte ca 4 Monate bis sie wieder spielbar war. Ausser dem Lack, der auch Opfer des Wassers wurde, war alles original.
dave 1 Profilseite von , 25.04.2005, 16:45:36
Unter der Rubrik: "ein Unglück kommt selten allein":

Musste nachts mal raus (was gibts da zu grinsen; das kann jedem über 20 passieren), trat im Dunkeln in meinen Bass, der rücklings aufm Teppich lag; konnte den Fuss nicht schnell genug befreien, sodass das zweite Malheur eintrat.

dave
Diethelm Profilseite von Diethelm, 26.04.2005, 23:46:08
Während meiner Zeit in Wuppertal wohnte ich in einem älteren Haus mit Holzfassade, welches in eine längere Häuserzeile integriert war. Eines Nachts brennt es drei Häuser nebenan, fast genau ein Jahr später brennt es zwei Häuser nebenan. Ich bekomme das Gefühl von einem latent näherrückenden Feuer verfolgt zu werden, hatte mich morgens um 4 schon zur Evakuierung fertig gemacht. 2 1/2 Jahre später brennt es tatsächlich im direkt angrenzenden Nachbarhaus, ich bin fast nicht mal verwundert und glaube fest nun ist es soweit, das Treppenhaus ist blockiert von hektischen Nachbarn, Polizei und Feuerwehr versuchen uns zu beruhigen und in die Wohnungen zurückzudrängen. Ich glaube ihren Beteuerungen nicht, schließlich erlebe ich das Spektakel zum dritten mal. Mein Muckenkontrabass ist zwar Kummer gewohnt, Feuerfestigkeit traue ich ihm aber doch nicht zu. Es wird immer bedrohlicher, im Nachbarhaus werden hilferufende Leute mit der Drehleiter vom Dach geholt. Nun steht mein Entschluß,ich reiße das Fenster auf und suche hektisch nach dem Seil um den Bass aus dem zweiten Stock hinabzulassen, da fällt mir ein, das Seil hat sich Freund Uwe ausgeliehen. Gleichzeitig sehe ich das geschlossene Faltschiebedach von Nachbarins Twingo direkt unter mir. Ca 5 Sekunden habe ich gezielt, dann beobachtete ich meinen Bass im freien Fall von oben - wer hatte schon je so einen Anblick ? Der Bass durchschlug das Dach und steckte im Renault, wahrscheinlich weitgehend unbeschädigt. Dann Megaphondurchsagen der Feuerwehr, Fenster und Türen schließen, wir spritzen vorsorglich alles nass, weil Funkenflug eingesetzt hat. Dann ballern drei C Rohre ihre Wassermassen vor unsere Holzfassade. Morgens um sechs war ich dann doch neugierig. Der Bass steckte immer noch im Auto, allerdings war der Wagen bis zur Dachkante mit Löschwasser geflutet und der Bass bewegte sich fast wie eine riesige Anglerpose. Ein bekannter Allesreparierer machte mir einen Kostenvoranschlag der der ganzen Geschichte in Abstrusität in nichts nachstand. Natürlich machten auch die beteiligten Versicherungen Zicken, wann hat es das schon mal gegeben das jemand seinen Kontrabass aus dem Fenster wirft und anschließend ein erheblicher Wasserschaden zu beklagen ist? Egal, ein kleines Sümmchen konnte ich 3 Monate später dann doch auf meinem Konto feststellen und transformierte das Geld in einen ausgewählten Chinakracher den ich mir selbst einrichtete und bin damit zufriedener als vorher. Dann gab es noch Theater beim Entsorgen des Basswracks, wegen lackierter Hölzer schickte man mich vom Wertstoffhof wieder zurück. Also blieb mir nichts weiter übrig als die Reste gaanz klein zu zerstückeln und peu a peu mit dem Hausmüll in der Tonne unterzubringen. Ich wünsche dies Erfahrung meinem schlimmsten Feind nicht, trotzdem geht das Leben weiter und Bass Spielen ist toll. Diethelm
AlexderK Profilseite von AlexderK, 26.04.2005, 23:59:44
Hallo Diethlem!

Also, das ist echt ne schräge story! Selten so gelacht. Auch wenns traurig ist dass ne ganze häuserzeile über die Jahre abbrennt.

Da sieht man mal wieder was erwartungen so herbeiführen können...

Alex
Drachenmädchen Profilseite von Drachenmädchen, 27.04.2005, 13:58:48
Also ich weiß wirklich nicht, ob ich bei all diesen Geschichten lachen oder weinen soll!
Ich war damals schon fix und fertig, als mein Bass auf mysteriöser Weise rücklings aus seine Ecke umgekippt ist (in haben den Verdacht, mein kleiner Bruder war darn!) und sich "nur" den Wirbelkasten abgebrochen hat.
Da Bo Profilseite von , 27.05.2005, 20:46:51
auf der orcheseterfahrt in südfrankreich (Jugendsynphonieorchester):
ich und ein basskollege sitzen gelangweilt in der probe in der 2. Reihe auf unseren basshockern. er schaut mich grinsend an und fragt:" was is' braun und dreht sich?". ich scke mit den schultern und gebe eine dämliche, "falsche" antwort. daraufhin meint er :"deine brustwarze!", greift nach dieser und zwickt mich. Ich zucke dabei unerwartet heftig zusammen und lasse dabei meinen Bass los. der kippt nach vorne. ich versuche noch nach dem hals zu greifen, mein arm ist aber zu kurz. mein 3/4 bass nimmt erst meinen notenständer mit, die ersten blicke des orchesters wenden sich mir zu. mit einem krach rammt sich ein wirbel in den bass meines vordermanns, mein bass dreht sich und fällt mit dem steg auf den boden, und alle grinsen mich an. das kleine loch im bass meines vordermanns bleibt wohl der einzige schaden, mein bass hat zumindest äußerlich nichts gravierendes abbekommen. aber der schreck saß tief...
Meyer-Eppler Profilseite von Meyer-Eppler, 01.06.2005, 21:56:24
Hallo liebe "Verunfallte", die Geschichten fand ich doch so amüsant, dass GEBA-online sie zum "Tipp im Juni" erkürt hat! Ihr findet den Link dazu jetzt auf der Startseite oder hier: Kontrabassunfälle Habt Ihr mehr so Geschichten? Dann immer her damit :-) Viele Grüße Mark von GEBA-online
jamaine Profilseite von , 02.06.2005, 10:52:45
Hallo, hier meine Story: Ich streiche gerade die Oma in meinem Zimmer als ich vom Mitbewohner zum Telefon gerufen werde mit der Dringlichkeit ich solle schnell kommen. Also nicht wie gewohnt in dem Ständer mitm Bass, sondern ich lehne ihn mit dem Hals gegen das Sofa und gehe ans Telefon. Gerade als ich den Hörer in der Hand habe und meine Mutter mich begrüßt gleich mit der Frage, ob ich genug zu Essen im Kühlschrank habe, bekomme ich schlagartig schlechte Laune, wie ich höre dass mein Bass auf den Boden knallt. Mum schnell abgewimmelt, stürme ich im meine Kammer um festzustellen, dass ich monatelang hungern werde, weil der Hals ein Stück aus der Fräsung gerutscht ist und ich plötzlich eine Saitenlage von 4 cm hatte. Eine teure Reparatur war unumgänglich und hat sehr lange gedauert..... schmerzlich wars allemal!
jonas L. Profilseite von , 06.06.2005, 14:44:20
Auf www.talkbass.com ist folgende, weniger amüsante Begebenheit zu lesen: "In Atlanta, the plain wire ones [Saitenhalter-Einhängedrah] have a bizarre degree of paranoia associated with them since apparently a player here died a few years ago when the single wire broke and the tailpiece flew up and struck him in the head. I know that sounds like an urban myth, but the stranded steel cable sounds fine to me, too." Den Wahrheitsgehalt stelle ich allerdings in Frage ...
Katha Profilseite von , 06.06.2005, 16:48:49
Mir ist einmal beim Konzert der Steg von meinem Bass weggebrochen, beziehungsweise weggerutscht. ich hab mich die ganze zeit schon gewundert warum sich der gute bass die ganzee Zeit verstimmt, kam aber nicht auf die Idee, dass es am STeg liegen konnte. dann stand ich auf der Bühne und an irgendeiner nichtssagenden langweiligen 1-Note-pro-Takt pizzicato Stelle stand ich plötuzlich im Mittelpunkt. naja das wird mir wohl auch nicht noch mal passieren, hoff ich jedenfalls, Tschüss, und ade, eure Katha
Jean Profilseite von Jean, 06.06.2005, 19:08:26
wenn man sowas hört, weiß man warum man teure instrumente besser versichern sollte. ist übrigens gar nicht besonders teuer!
Meyer-Eppler Profilseite von Meyer-Eppler, 17.06.2005, 20:02:49
So, habe gerade mal die neuen Geschichten in unseren Juni-Tipp übernommen.

Sonst noch jemand mit solchen Unfällen?


Viele Grüße

Mark
von GEBA-online
Jürgen Michel Profilseite von , 18.06.2005, 11:38:37
In jungen Jahren (glückliche 15)musste ich mit der Staßenbahn zum Baßuntericht fahren. Ich hatte einen teuren Leihbogen der Musikschule (Fretschner)und nur eine Bogenhülle aus Stoff. Beim Einstieg bemerkte ich zwei sehr hübsche Mädchen und Ihnen gegenüber freie Plätze. Ihr wisst was kommt: Cool schwang ich mich auf den Sitz, dabei geriet der Bogen unter meinen Allerwertesten und ""knirsch"", extremer Splitterbruch. Die Stange war so zersplittert, das sie irreparabel war. Das liegt jetzt 20 Jahre zurück, aber ich erinnere mich immer noch genau an jede Sekunde dieser Peinlichkeit. Grüsse
Jörn Profilseite von , 22.06.2005, 15:58:18
Am 31. Dezember 2003 bekam ich von einem Baßkollegen einen hysterischen Anruf, ich müsse ihm unbedingt helfen. Der Grund war, daß er einen Sylvestergig hatte, jedoch am 29. abends sich hatte so volllaufen lassen, daß die Konzentration - nach der Darstellung des Kollegen - mehr zwei Passantinnen, die angesichts des Pegels - nach meiner Vermutung - auch nur eine gewesen sein kann, gehörte. Der Baß wurde also in der U-Bahn vergessen, fuhr bis zur Endstation mit und wurde dort dem Fundbüro des Berliner Verkehrsverbunds übermittelt. Das Fundbüro hatte aber über die Feiertage zu. Ich durfte also einen meiner Bässe verleihen, was ich angesichts dieser Story nicht gern gemacht habe.
Die Abholaktion war dann wohl ähnlich humorvoll. Der Kollege wurde mit Spott begrüßt: Da kommt der Mann mit dem Kontrabaß, und es wurde ihm versichert, daß seine Story in der Geschichte des Personennahverkehrs einmalig sei.
Jonas L. Profilseite von , 22.06.2005, 16:13:23
Eigentlich erstaunlich, dass der Bass nicht geklaut wurde. Ich frage mich ja immer, wie man nur sein Instrument irgenwo vergessen kann ... Aber vor Jahren hat meine damalige Freundin und heutige Frau auf dem Weg von meiner Wohnung (Darmstadt) zu ihrer (Frankfurt) ihr Tenorsaxophon im Zug vergessen - einfach so (nein, sie war nicht betrunken, höchsten liebestrunken ;-). Da der Nahverkehrszug sofort wieder von Frankfurt nach Darmstadt zurück pendelte, konnte ich das gute Stück kurz darauf (meine Frau hatte mich ziemlich aufgeregt per Telefon informiert) wieder am Darmstädter Bahnhof aus den Händen des Schaffners entgegen nehmen. Nachdem ich mich ausgewiesen hatte, versteht sich.
Jonas L. Profilseite von , 22.06.2005, 16:22:31
Ach ja, eine Kontrabass-Geschichte habe ich auch noch, aber eine vergleichsweise harmlose.
Ich habe mal bei eine Video-Dreh den Kontrabassisten gespielt. Drehort war ein alter Wasserturm. In der Mittagspause, die wir in einer der unteren Etagen verbrachten, hörten wir ein komischen Geräusch ... wahrscheinlich ein Scheinwerfer, oder was anderes -- wir rätselten, aber keine hatte Lust, jetzt in der Pause hochzuklettern und nachzusehen. Irgendwann ging einer der Tänzer doch hoch, und kam mit den erschreckenden Worten wieder zurück: "Also, ob man den Kontrabass noch benutzen kann ... "
Sofort rannte ich panisch die Treppen hoch, um aber gleich beruhigt feststellen zu können, dass lediglich das Stahl-Einhängeseil aus der Verschraubung gerutscht war. Keine große Sache aslo, sogar der Stimmstock war stehengeblieben. Die Kollegen waren wesentlich geschockter als ich, und staunten nicht schlecht, als ich mit einer von irgendwo organisierten Kombizange das ganze schnell wieder zusammenbastelte.
Jörn Profilseite von , 22.06.2005, 17:41:18
Eine recht komische Situation - kein Unfall - geschah mir vor kurzem bei einem Gig in Kreuzberg. Ich hatte frisch meine Darmseiten drauf und in dem Klub waren zwei Hunde. Die Hunde kamen, während wir spielten, mehrmals auf die Bühne und hielten meine Darmsaiten offenbar für langgezogene Würstchen, von denen eins metallumsponnen ist. Sie haben zwar nicht reingebissen, aber ziemlich lange dran geschnüffelt.
jonas Lohse Profilseite von , 03.07.2005, 10:45:02
Habe gestern einen Stan Laurel - Oliver Hardy Film angesehen ("Unter Null"). Olli begleitet den Harmonium spielenden Stan auf einem Kontrabass. "Toll, ein Kontrabass" dachte ich zunächst, aber gleich darauf viel mir ein, dass er wohlmöglich bald einem Slapstick zum Opfer fallen könnte.
Es kam dann auch wie es kommen musste: irgendwann griff irgendeine erboste Frau nach dem Bass, und holte aus, um ihn Olli über den Kopf zu ziehen ... da habe ich die DVD sofort gestoppt, um mir das nicht ansehen zu müssen. Weiß jemand, ober der Film nicht doch noch gut für den Bass ausgeht?
AlexderK Profilseite von AlexderK, 03.07.2005, 12:49:42
Hey Jonas, mach dir keine Sorgen, ist ja nur ein Film! Dem Bass ist sicher nix passiert, weißt eh is ja nicht echt.... ;-)
Jonas Lohse Profilseite von , 03.07.2005, 17:33:36
Doch, doch, dem Bass ist sicher was passiert. In eine anderen Episode haben sie ja auch einen dieser schönen Oldtimer zerlegt. Der Bass hatte sogar Holzwirbel, war also sicherlich kein billiger amerikanischer Sperrholzbomber. Schade drum.
Eventuell schau ich mir's heute abend doch noch fertig an. Vielleicht gibt's ja auch ein Happy End: Stan und Olli leimen die Kiste wieder zusammen ...
Jules Profilseite von , 18.07.2005, 20:26:25
Hehe, also ich amüsier mich hier köstlich. Bin vielleicht doch masoschistischer veranlagt, als ich dachte.;)

Zur Belustigung (oder zum Schrecken, kommt auf die Person an: Jonas, lies' besser nicht weiter) kann ich aber auch ein paar Anekdötchen beitragen.

1)Dann fang ich mit meinen eigenen Schrecken an. Mit einem ordentlichen Pegel kam ich eines Nachts nach Hause und fand mich dann auch schnell im Bett wieder. Kurz darauf verspürte ich einen starken Drang mich gen Toilette zu bewegen, wollte aber das Licht nicht mehr anmachen, da meine Augen sich gerade an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Etwas hurtiger als sonst schwang ich mich aus'm Bett, stieß allerdings gegen meinen Sitzball, der nicht wie sonst unter meinem Schreibtisch festgeklemmt war. Wie man sich wohl denken kann, rollte das Teil in der Dunkelheit davon, natürlich Richtung meiner Schönen, die ich zu allem Überfluss nach dem Üben nicht eingepackt hatte. Dem Geräusch zu urteilen war die Bässin kurz vorm freien Fall und ich hechtete dorthin, wo ich das Unglück vermutete, bis die Kombination Kopf - Schnecke schmerzhaft den Fall bremste. Schaden habe nur ich genommen...

2)Nach einem Wochenende diverser, akustischer Mucken hatte ich Sonntagabends noch eine verstärkte Probe. Zwischen den Songs habe ich meine Schöne aus Gewohnheit ein paar Mal sehr schnell um sich selbst gedreht, ohne dass viel passierte. Nach ein paar weiteren Runden fing das 1500€ Mischpult plötzlich langsam zu kippen an und näherte sich bedrohlich dem Abgrund. Der Grund war schnell gefunden: meine 9-Meter Klinke machte ein paar Umdrehungen mit, hatte sich mittlerweile aber komplett um den Steg gewunden und riss nun mit ernstzunehmender Spannung am Pult.

3)Mein damaliger Lehrer hatte 2 gefährliche Angewohnheiten. 1: man versucht sich so oft wie möglich um sich selbst zu drehen, während der Bass stehen bleibt bzw gerade umfällt. Quasi zum Aufwärmen bevor der Unterricht beginnt. Und ja: das war an einer Musikschule! 2: Nachdem dem Schüler eindrucksvoll demonstriert wurde, wie eine bestimmte Stelle zu spielen ist, geht man einfach weg und lässt den Schüler den Bass übernehmen bzw auffangen! Das geht normalerweile auch immer gut, bis einer meiner damaligen Kollegen mit besagtem Lehrer gerade eine lange Treppe erklommen hatte und dieser nun eine Tür aufschließen wollte. Wie gewohnt wollte er also den Bass seinem Schüler "überlassen", der das allerdings nicht mitbekommen hatte und der Bass krachte quasi in Zeitlupe hinter unser aller Rücken die Treppe herunter.;) Das gute Stück war glücklicherweise "nur" für Unterrichtszwecke und natürlich versichert. Wir mussten die Tatsachen zwar etwas beschönigen, aber nach 3 Monaten gab's schon einen Neuen...
heini Profilseite von heini, 18.07.2005, 23:03:47
Warum, weiß keiner, aber mein Leihbass aus der Musikschule war NICHT versichert. Ich hab ihn immer sehr lieb behandelt, doch er entschloss sich doch eines Tags, sich des Wirbelkastens nach einem Sturz gegen das Klavier zu entäußern. (Ihr kennt das; man steht da und sagt: das KANN ich nur träumen!)
Jedenfalls gab es einen Riesenknatsch zwischen der Musikschule, die den Schaden nicht hinnehmen wollte, und meinem Vater, der nicht einsah, dass er nun dafür gradestehen sollte (ich war mit 13 ja noch nicht straffähig ;o) ), wo die Schule nicht mal ihre Instrumente versichert...
Aber letztendlich gab er doch zu, das Teil wenigstens zum Instrumentenbauer ins 100 km entfernte Dresden zu bringen. Und ich MUSSTE mit und meine Lehrerin WOLLTE mitkommen.
So fuhren wir zu dritt im Trabi (kein Kombi!) mit dem zwar etwas verkürzten, aber noch raumintensiven Bass über Holperstraßen und Autobahn dahin.
Seitdem weiß ich, dass ein Bass IMMER im Auto zu transportieren ist, man muss ihn notfalls aber etwas zurechtquetschen!
Übrigens hat die Musikschule immer noch nicht ihre teureren Instrumente versichert, glaub ich; nur ist das heute eine reine Geldfrage, damals hat man das einfach nicht gemacht an einer staatlichen Institution wie so 'ner kleinen Musi.
Roderick Profilseite von Roderick, 20.07.2005, 19:07:23
@Jules:
Wer ist/war dein Lehrer?
Die Beschreibung erinnert mich irgendwie sehr an meinen :)
Früher hat er auch immer den Bass "so stehen lassen" und man musste ihnr schnell "erhaschen". Irgendwann hat er das aber sein gelassen... ka warum.
Zudem kommt noch dass irgendwann ein bestimmter Bass, auf dem ich für gewöhnlich spielte, nicht mehr da war.
Vielleicht ist es ja Zufall und "meinem" Bass ist nix passiert, aber vielleicht haben/hatten wir auch einfach nur den gleichen Lehrer.
Jules Profilseite von , 21.07.2005, 15:10:18
Moin, Roderick. Hehe, da der Kerl noch praktiziert, will ich ihm nur ungern ans Bein pissen.;) Der Vorname muss daher reichen: Stefan. Hab den Unterricht übrigens nach fast 'nem Jahrzehnt vor 2 1/2 Jahren aufgegeben (das Spielen natürlich nicht), aber an ihm hat's nicht gelegen.;)
FJTBass Profilseite von FJTBass, 21.07.2005, 04:04:21
Tja, dann muss ich wohl auch rausrücken:
Mit damals noch "süßen 16" Jahren, mein erster
und nicht letzter Versuch am Grossgerät, geliehen vom Schulorchester (der Lehrer hoffte wohl auf tiefetönenden Zuwachs).
Habs tatsächlich geschafft, das Teil allein auf dem Fahrrad (!)heimzubringen und an meinen Erziehungsberechtigten vorbei zu schmuggeln.
Ging auch alles gut, bis....
eines Tages zur Probe mit Kumpel (Saxophon), mein Fahrrad
kaputt, also blieb nur.....jawohl.... wir habens tatsächlich hinbekommen...Sax über Lenker... Kumpel fährt...ich auf Gepäckträger...unter rechtem Arm Bass
geklemmt....so haben wir immerhin einige (Kilo-)Meterchen hinter uns gebracht, aber irgendwann wurde uns doch eine kräftige Linkskurve zum Verhängnis, was uns der Bass leider krumm nahm (gebrochener Hals).
Der Rest kahm wie´s kommen musste:
Ärger mit den Eltern, mit Lehrer war man ja gewohnt
aber hat sich dann nach viel Aufregung alles gelöst.
Allerdings wars das (vorläufige) Ende meiner Kontra-Karriere, bin auf´s Brett umgestiegen.
War einfach fahrradtauglicher.
Aber: Der Verbrecher kehrte an den Bass seiner
Untat zurück....

Heutzutage krieg ich Schweissausbrüche wenn ich denk
dass mein "heiligs Bässle" evt.......
Jörn Profilseite von , 21.07.2005, 16:25:15
Zum Thema Musikschulbaß fällt mir auch noch eine Anekdote ein. Ein Schulfreund stand gerade, ca. mit 16, im Zenith seiner Revolutionsphase, die musikalisch von Hardcorepsychabilly begleitet war. Der Freund hatte von der Musikschule einen billigen tschechischen Baß teuer gemietet. Wie vermutlich alle wissen, entspricht die Dicke von den entsprechenden Stacheln der eines ungekochten Spaghetti. Hardcorepsychabillies pflegen, das Kontrabaßspiel neben der Rhythmik und Intonation noch um die Artistik zu ergänzen. Nun, der Freund kletterte auf den geliehenen Musikschulbaß und der Stachel beugte sich der Gravitation. Der Schaden war nicht groß.
Janny Profilseite von Janny, 22.07.2005, 08:54:00
Ich hatte mir 2004 einen nagelneuen GEWA Student 3/4 Bass zugelegt. Mit einer befreundeten Band hatten wir einen größeren Gemeinschaftsauftritt in einer Halle. Wunderschöne große Bühne und gute Lichtanlage. Das war der 2. Gig mit diesem Bass. Gleich in der ersten Runde bei einem typischen Break hab ich den Bass so richtig ellegant in eine Drehung versetzt. Sei es das er etwas schräg stand oder das meine Hände verschwitzt waren, ist er mir aus der had gelaufen und pünklich zum Einsatz quer über die Bühne gekugelt. Das war sehr deutlich über die PA zu hören. Ich hatte die volle Aufmerksamkeit der rund 300 Zuhörer. Mit einem Takt verspätung bin dic dann halb liegend wieder in das Geschehen eingestiegen. Ausser einer Bleibenden "Narbe" ist Gott sei dank nichts weiter kaputt gegangen.
bassknecht Profilseite von bassknecht, 26.07.2005, 14:26:18
Ich habe überlegt ob ich diesen Link unter Ebay- Stilblühten oder eben hier poste. Schaut euch die Geschichte mal an: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=74172&item=7533719626&rd=1 Es scheint sich nicht um den bekannten Witz entsprechender Seite des "Neuen Blattes" zu handeln sondern um tatsächliche Realisierung menschlicher Phantasie (oder sollte ich Perversion sagen?). Egal, ich bin was Modifikationen an Kontrabässen anbelangt bestimmt nicht zimperlich (bishin zum Ausschäumen von Rockabillybässen. Hierzu fiel mir allerdings spontan nur etwas psycho-philosophisches ein um meine Weltanschschaung zu defragmentieren "Jeder Gedanke hat die Tendenz sich zu materialisieren, - wenn ihm kein anderer Gedanke entgegensteht". Bleibt nur noch zu spekulieren ob es sich bei dem verursachenden älteren, hamburger Schlagersänger mit Neigung zu Alkoholfetischismus um Freddy Quinn oder Udo Lindenberg handelt? Aber auch das tut nichts zur Sache - Shit happens. Schönen Restsommer wünscht Roland
Neuester Beitrag Tilman Profilseite von , 26.07.2005, 16:10:04
Einem Kollegen ist mal folgendes passiert: Der hat einen schoenen Gruenert 5-Saiter in Violinform, ich glaube ein Panormo-Modell. Die Ecken an den Zargen stehen ganz ordentlich vor, so dass er irgendwann mit dem Bogen dahinter gekommen ist und mit einem schwungvollen Abstrich die Decke angehoben hat. Das hat einen ziemlichen Schlag getan, den man bis in die hinteren Zuschauerreihen, wo wir zuhoerend gesessen haben, vernehmen konnte.
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