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geringe Luftfeuchtigkeit im Winter

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Zugeordnete Kategorien: Pflege

Atze Profilseite von Atze, 29.08.2006, 14:26:00
geringe Luftfeuchtigkeit im Winter

Hallo,

da der Sommer ja nun wohl endgültig vorbei ist für dieses Jahr, stellt sich mir wieder die Frage, was ich mit meinem Kontrabass in der Heizperiode mache. Ich heize mit Gas, habe total miese, undichte Fenster in der Wohnung, und das Resultat ist eine Luftfeuchtigkeit um die 20% im Winter. Das dankt mir mein Kontrabass mit heftigem Schnarren, so daß ich ihn eigentlich nur spielen kann, wenn ich nicht heize.

Ich habe inzwischen alles mögliche probiert über Verdampfer an den Heizkörpern, Handtücher auf den Heizkörpern, elektrischer Luftbefeuchter und diese Dinger, die man befeuchtet in die F-Löcher hängt - nix hat bisher wirlich was gebracht.

Hat jemand hier im Forum vielleicht einen Tip für mich? Ich möchte nicht riskieren, daß mir mein Kontrabass irgendwann einfach reißt, selbst wenn es sich nicht um ein wirklich wertvolles Instrument handelt. Bringt es was, den Bass den Winter über ins Gigbag zu packen und angefeuchtete Handtücher mit reinzupacken oder den o.g. Befeuchter fürs F-Loch?

Gruß aus München, Atze

Uwe Profilseite von Uwe, 29.08.2006, 15:05:33

Hallo Atze,

Aus eben diesem Grunde bin ich gerade dabei, mir einen Topf mit Zypergras heranzuziehen (in Blähton, als Hydrokultur). Das steht vorm Fenster und muß lediglich fleißtg begossen werden.

Die Sache mit den Stecklingen hat meine Frau organisiert; ich kann dazu nur wenig sagen. Ich meine gesehen zu haben, daß sie abgeschnittene Köpfe dieser Pflanzen (die Blattspitzen ebenfalls abgeschnitten) kopfüber in die obere Schicht dieser kleinen Brocken eingebettet hat.

Und sie wachsen auch schon, ich bin fleißig am Gießen, etwas Flüssigdünger brauchen die auch. Wenn sie im Winter kräftig und groß sind, verdunsten sie das Wasser, das man unten reingießt, oben durch ihre große Oberfläche. Wieviel man braucht, hängt von der Zimmergröße und -temperatur ab. Für einen Raum von 20 Quadratmetern, der 20 Grad warm sein soll, muß man täglich etwa 3 Liter Wasser verdunsten, vor allem wenn die Fenster undicht sind und die Tür offen steht. Hoffentlich reicht es aus, was ich angeleiert habe. Meine Weisheit habe ich aus einem alten Hobbythek-Buch von Jean Pütz. Wenn Du interessiert bist, laß ich Dir die nähere Info zukommen.

Den DampIt-Verdunster fürs F-Loch habe ich auch schon versucht, bei mir aber keinen Effekt gebracht.

 

Gruß, Uwe

HendrikNehls Profilseite von HendrikNehls, 29.08.2006, 16:15:40
Umziehen...
bassatuba Profilseite von bassatuba, 29.08.2006, 17:05:23
Hallo Atze,

ich denke das Grundübel sind die undichten Fenster (wahrscheinlich auch Türen und vielleicht noch weitere Ritzen). Die befeuchtete Luft kann so ständig entweichen. Hast Du eine Möglichkeit die Fenster zu dichten? Es gibt dazu spezielle und nicht teure Dichtungsbänder, V-Profile, usw. Wenn's gelingt sparst Du überdies bei den Heizkosten!

Viel Glück und Gruss, bassatuba
stimpy Profilseite von stimpy, 30.08.2006, 00:52:40
meine güte, dies wird der erste winter in der liason mit meinem kontrabass. (macht mir nicht mehr sorgen als nötig!)

aber mal im ernst; steckt der bass das mit dem winter eventuell nur mit tricksen weg?
ich denke mal (bin leider erst seit 4 monaten in meiner neuen wohnung) das es mit dem heizen, bzw konstanter temperatur
nicht das problem sein sollte.

ist wärmer oder kälter besser?
konstant sollte es sein; das auch mir klar. bis jetzt ist er stimmtabil geblieben (egal wie das sommerwetter ausgefallen ist)....
christoph reisdorf Profilseite von , 30.08.2006, 11:47:08
Ich denke, mit einigen kleinen Tricks bekommt man das Problem ganz gut in den Griff. Nur vor aller Sorge sollte man bedenken, dass viele Instrumente auch schon viele trockene Winter überlebt haben, bevor es ordentliche Hygrometer und Raumluftbefeuchter gab, und so mancher 100jährige Bass dürfte noch zum "Aufwärmen" vorm Kaminfeuer gestanden haben....

Ich achte auf eine halbwegs konstante Temperatur, und habe neben meinem Bass ein Messgerät für die Luftfeuchte stehen. Geht die Luftfeuchtigkeit unter einen Wert von 50 %, setze ich den Luftbefeuchter ein. Das ist ein Verdampfer, und der bringt die Raumluft relativ langsam wieder auf einen Wert um die 50 - 60 % zurück.

Meinem Griffbrett gönne ich regelmässig ein wenig Zitronenöl. Ich habe das Gefühl, dass sich so behandelt das Griffbrett nicht merklich ausdehnt oder schrumpft.

Das Problem gibt es aber ja auch im Sommer. Nach der extrem heissen und trockenen Phase im Juli mit z.T. Werten unter 35 % Luftfeuchte hatten wir dann im August z.T. über 70 % Luftfeuchte und hohe Temperaturen.

Sehr spannend finde ich, wie unterschiedlich mein Bass unter bestimmten Wetterbedingungen klingt. Rein vom Gefühl her würde ich sagen, den besten Klang hat mein Instrument, wenn die Luftfeuchte nicht so hoch ist - vielleicht ist das aber auch nur eine Ausrede dafür, dass ich so schlecht spiele ;-)).

MfG,
Christoph
Uwe Profilseite von Uwe, 30.08.2006, 12:16:33

Christoph Reisdorf hat natürlich recht, wenn er meint, daß die alten Bässe schon viele Sommer und Winter, Temperatur- und Feuchtigkeitszyklen überstanden haben.

Aber eines hat sich in den letzten fünfzig Jahren geändert. Die Zentralheizung ist erfunden worden, mit der mühelos in jedem Raum eine einigermaßen erträgliche Temperatur gehalten werden kann, leider jedoch ausschließlich die Temperatur. Die Luftfeuchte geht dabei kräftig nach unten und gefährdet auch die Leimungen den Basses. Ganz schlimm in dieser Hinsicht waren die Dampfheizungen, die es wohl heute nicht meht gibt.

Diesen Sommer mit seinen niedrigen Feuchtigkeitswerten ist mir übrigens schon wieder eine Leimstelle aufgegangen. Es ist also wirklich die Luftfeuchte, die mein Baß nicht mag.

 

Gruß, Uwe

bigintelligence Profilseite von bigintelligence, 30.08.2006, 20:24:33
Hallo,

was Christoph Reisdorf anmerkte, dass der Bass bei niedriger Luftfeuchtigkeit besser(bei mir knorriger, sonorer, weniger knödelig und nasal) klingt, kann ich nur bestätigen, allerdings klingt er auch umso besser, je mehr er gespielt wird.
Zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit benutze ich einen "Venta Luftwäscher", ist zwar nicht gnaz billig, aber höchst effektiv>>
soviel Behälter und nasse Tücher kann man gar nicht aufhängen, was das Teil rausbläst. Im Raum habe ich dann noch ein ganz altmodisches Fadenhygrometer mit Zeigeranzeige hängen, wenn das auf 60-65% Ludftfeuchtigkeit steht, schalte ich den Venta einfach mal einen Tag ab.

Grüße
Hans aus Großgeschaidt
bass-me-up Profilseite von bass-me-up, 31.08.2006, 10:26:01

den venta luftwäscher kann ich auch empfehlen. man sollte aber beim kauf unbedingt auf das richtige modell zur entsprechenden raumgröße achten. bei zu großen räumen hat auch das große ventamodell probleme die luftfeuchtigkeit über 40% zu bringen. ich hab mir übrigens meinen venta bei ebay besorgt. dann ist er schon garnicht mehr soooo tuer.

 

grüße

 

steffen
http://www.bass-me-up.de

Barmin Profilseite von Barmin, 05.09.2006, 14:38:47

Kann dir auch nur zum Dichten der Fenster usw raten. Abgesehen von Fugendichtmaterial wie Tesa Moll usw. kann ich dir Plastikfolie vor den Fensterscheiben empfehlen (falls du kein Doppelglas hast). Dazu doppelseitig klebendes Band auf den Fensterrahmen, dann Klarsichtfolie drauf, dann mit dem Foen etwas erwaermen wodurch sich eventuelle Runzeln glaetten. Bekommst du als Kit im Baumarkt. Hatte vor 10 Jahren mal eine spottbillige, aber auch sehr bohemische Wohnung im Prenzlauer Berg, die erst durch solche Massnahmen bewohnbar wurde. (Mittlerweile natuerlich saniert und nicht mehr bezahlbar)

Falls du was am Bass selber machen willst (damp it, handtuecher), pass auf dass es kein Wasserschaden wird. Es darf auf keine Fall Wasser aufs Holz!

bon courage

Armin

Atze Profilseite von Atze, 16.10.2006, 17:24:37

Danke für Eure Tips! Ich werde es mit der Klarsichtfolie probieren und zudem rechlich Tesa-Moll im Baumarkt kaufen. Schauen wir mal, ob ich die Fenster nicht doch dicht kriege ...

Gruß, Atze

Flitz Profilseite von , 18.10.2006, 00:27:21
Zu dicht sollten die Fenster nicht sein. Wenn Du mal beim Spielen einen fahren läßt, mußt Du die feuchte Luft rauslassen.
AdamJonas Profilseite von , 28.12.2006, 18:05:33
Hi leute,
hab auch mal eine Frage...
Ich muss um in meiner Band mit dem Kontrabass zu spielen
den Kontrabass im Proberaum lassen, anders geht es nicht, nun ist der Raum aber ungeheizt...im Winter ist es also so kalt wie draußen (fast so kalt), stellt das ein Problem für das Holz dar, wenn der Bass die ganze Zeit bei Temperaturen um 0 Grad oder kälter steht?

Ein weiteres Problem ist, dass wir dann jede Probe mit einem Öl-Radiator heizen, damit wir überhaupt spielen können, somit ist der BAss also auch noch Temperaturschwankungen ausgesetzt, ist davon abzuraten?

vielen Dank
MfG
AdamJonas
Herby Profilseite von , 28.12.2006, 22:59:31
Hi...also unser Proberaum ist auch ungeheizt an den Tagen, wo wir dort nicht proben. Ich stelle nach der Probe den Amp immer bei unserem Gitarristen(da ist der Proberaum in`ner alten Milchkammer)in den beheizten Vorraum und den Kontrabass nehm ich mit....ist auf keinen Fall ratsam, ihn bei Minustemperaturen so 7 Tage im Proberaum zu lassen. Dann lieber der Transport im Auto(wo ja auch im Winter unweigerlich Temperaturschwankungen sind). Ich kann dir nicht genau sagen, in welchem Maße dein Bass schaden nimmt beim "Rumstehen" bei Minusgraden...aber tu`s nicht!!!!!!!!!
Maagus Profilseite von , 30.12.2006, 12:15:00
Hallo,

also ich kann auch nur den Venta Luftwäscher empfehlen. Er ist zwar sehr teuer aber ist der einzige der ordentlich funktioniert. Ich hatte das gleiche Problem. Habe einen Raum mit ca. 30qm und lasse den venta jede Nacht laufen. Dabei verdunstet er 5-6 Liter Wasser !!!!!! pro Nacht. Also Handtücher aufhängen kannst vergessen.
Markus
Krispy---Jones Profilseite von , 02.01.2007, 20:36:15
wieviel prozent sind denn "richtig" ?

hab ein emessgerät und stell halt zumindest wassertopf auf die heizung.... besser wie nix, aber was is so der gute durchscnittswert ?

grüße

chris
Maagus Profilseite von , 02.01.2007, 22:55:36
55 % ist okay
Uwe Profilseite von Uwe, 08.01.2007, 13:04:07

für die, die mit der Naturmethode (Zimmerpflanzen / Hydrokultur) nichts am Hut haben:

Ich habe gerade bei Tschibo einen Ultraschall-Luftbefeuchter für 40 Euro gesehen;  vorsorglich  weise ich darauf hin, daß ich mit Herrn Tschibo weder verwandt noch verschwägert bin.

Gruß, Uwe

Neuester Beitrag AdamJonas Profilseite von , 08.01.2007, 22:02:31
Hi...ein Ultraschall-Luftbefeuchter?...Klingt interessant.
Bei mir ist das Problem aber eher die ständige kälte im proberraum.

Gruß
AJ
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