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Tips zur Vermeidung von Anfängerfehlern

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Zugeordnete Kategorien: Neuling

Nathalie Profilseite von , 25.03.2006, 07:41:44
Tips zur Vermeidung von Anfängerfehlern
Hallo,

ich bin 39 Jahre alt und habe jetzt meine erste Stunde mit dem Kontrabass gehabt. Ich sehe schon einige "Fehler" auf mich zukommen, die einfach die Größe und Bespielbarkeit dieses Instruments mit sich bringt - ich muss dazu sagen, dass ich eher kurz und somit auch mit kurzen Fingern ausgestattet bin ;- )

Könnt Ihr mich an euren Erfahrungswerten teilhaben lassen? Ich bin absolute Beginnerin! Selbst das mit dem Notenlesen habe ich im Laufe der Jahre vergessen *schandeübermich* ;- )

Gruß

Nathalie
bassknecht Profilseite von bassknecht, 25.03.2006, 12:06:55
Hallo Nathalie, einen typischen Anfängerfehler machst Du schon mal nicht, Du scheinst Dir nicht einzubilden Kontrabass planlos, rein autodidaktisch und ohne Kontrolle von erfahrener Seite lernen zu können. Du schreibst von deiner ersten Unterrichtsstunde , scheinst demnach also einen Lehrer zu haben der genau dieses zu leisten in der Lage sein sollte. Von daher solltest Du Dir keine Gedanken machen müssen das Du Dir allzuviel Ungünstiges aneignen wirst. Der Versuch dieses Forum zusätzlich zu einem Lehrer zu Rate zu ziehen wird mit Sicherheit in Chaos und Zwietracht enden. Solltest Du das Gefühl haben Dein jetziger Lehrer ist für Dich nicht Ok, dann ist das eine ganz andere Frage aber dann stelle diese Frage bitte auch genau so. Einen einzigen Tip will ich Dir dennoch geben: orientiere Dich in der Anfangsphase ausschließlich an einem einzigen Lehrer und lass Dich nicht vom Tratsch und Geschwätz gelangweilter Besserwisser kirre machen. Ciao Roland
dave 1 Profilseite von , 25.03.2006, 18:59:48
Roland, Roland, nix füa unguat, aber:
wer sät hier mit dicken Verbalinjurien Zwietracht?

Nathalie, lass Dir bitte den (jungen) Schnabel nicht verbieten. Auch beim besten Arzt lohnt sich's manchmal, in der Apotheke nachzufragen...

mfg,
dave, bekennender Autodidakt, glücklich und zufrieden in mehreren Ensembles des Inlandes und Auslandes (Bayern).
bassknecht Profilseite von bassknecht, 27.03.2006, 00:57:28
@dave1 Eigentlich liebe ich Metaphern aber diese hier finde ich grottenschlecht, vielleicht bist Du sowohl vom Arzt als auch vom Apotheker schlecht beraten worden als Du was gegen Deine miese Laune haben wolltest. Woher soll man z.B. wissen ob der Apotheker nicht der grösste Schlechtschwätzer der Region überhaupt ist und aus Prinzip einen Hals auf den dörflichen Pferdedokter sowieso hat, stets hüh sagt wenn er hott und gerade jetzt kocht er , wo Dokter seine Lobby bei der KAB mal wieder ausgereitzt hat und sich dort zum Faschingsprinzen hat küren lassen und wo doch der Apotheker doch schon seit August fleissig gereimt hat: „Ei, Lache is die beste Medizin, wer net lacht braucht Aspirin„ Tä Tä
Wolf-Dieter Profilseite von , 25.03.2006, 14:34:33
Liebe Nathalie, herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, auch im fortgeschrittenen Alter dieses tolle Instrument spielen zu lernen. Die erste Zeit wird etwas hart sein, bis sich die Muskeln in beiden Händen und die Fingerkuppen der linken Hand an die hohe Belastung gewöhnt haben. Auch wenn es schmerzt: Halte durch, es lohnt sich! Ansonsten kann ich Roland in allen Punkten nur zustimmen. Mit freundlichem Gruß, Wolf-Dieter
Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 25.03.2006, 20:26:49
Hallo Nathalie,

schliesse mich den Gratulationen an : Gute Entscheidung!

Aber bitte keine Angst vor Fehler haben! Das ist eine Neurose ausschliesslich für professionelle Klassik-Musiker!

Thelonius Monk sagte mal nach einem Konzert, es sei sehr schlecht gelaufen, er habe ständig die falschen Fehler gemacht.

Finde das sehr klasse gesagt: Um Jazz überzeugend zu spielen, muss man lernen, die richtigen Fehler zu machen! Solange du Anfängerin bist, bleibt dir gar nichts anderes übrig, als Anfängerfehler zu machen, aber keine Sorge, mit Geduld und fleissigem Üben wirst du schnell zu fortgeschrittenen Fehlern graduieren.

Bon courage!

Armin
Nathalie Profilseite von , 26.03.2006, 10:32:05
DANKE - ihr macht mir Mut! Vor allem das mit dem \"fortgeschrittenen\" Alter *lautlach*!!! Nicht alt werden heißt jung sterben und Stagnation heißt Tod. Das Kontrabass hat mich gesucht und lasse mich jetzt auf dieses Instrument ein - mal sehen wie weit ich für mich persönlich komme. Vor den Fingerschmerzen habe ich keine Angst, nur davor, dass ich das nicht ganz blicke. Ich hasse Theorie (ich würde lieber Terrorie dazu sagen) wie ich bei Fremd- und Muttersprache Grammatik gehasst habe. Ich hoffe dass das für meine Musik nicht so wichtig ist *hoffhoffwünsch* - egal - ich stehe am Anfang und werde den Weg mit diesem Instrument beschreiten. Die erste Stunde war sehr entspannt und in den Fingern habe ich genügend Kraft. Meine Angst liegt eher in der Spannweite der Finger und darin, dass ich mit dem Üben nicht nachkomme....... ach watt - was man will bekommt man auch hin!

In diesem Sinne

Merci

Nathalie
Atomwaffel Profilseite von , 26.03.2006, 22:03:48
Also mal ganz ehrlich.
Aus Fehlern lernt man. Darum sind auch "typische Anfängerfehler" nicht verkehrt.
Christian Klein Profilseite von , 27.03.2006, 01:00:44
Hallo Nathalie,

nun muss ich den Kollegen mit dem "fortgeschrittenen Alter"
schnell in Schutz nehmen:
In anderen Kulturkreisen ist es üblich, sofort nach der
Entbindung mit dem Instrumentalunterricht zu beginnen ...

Dass dich "der Kontrabass gesucht" hat, finde ich bemerkenswert.
Für mich war er ein beängstigendes Provisorium (ich wollte
Gitarre studieren, kein Platz beim Scheidt, drum vorübergehend
1 Semester Kontrabass ... dachte ich) - und so wie jedes
Provisorium hielt es ein Leben lang ...

Hermann van Veen (Clown und Universalgenie) hielt mal einen
großen, wunderschönen, bunten Lufballon vor das Mikrofon,
"Theorie" - in der anderen Hand eine winzige Nadel: "Praxis".
Was dann passierte ... deutlicher und kürzer kaum möglich!

Deine 39 Jahre alten Kurz-Finger passen ganz gut zum Kontrabass:
"Je kürzer, desto weniger müssen sie gekrümmt werden" (Zitat Streicher).

Die einzigen 2 Fehler hast du schon gemacht:
1.) Eine kaum zu transportierende große Sorgenkiste.
2.) Eine Kiste, die alle, aber wirklich alle anderen Instrumente
übertönen wollen.

Ansonsten hab ich deinem Mut nichts hinzuzufügen.
Roland Müller Profilseite von , 27.03.2006, 23:25:47
Hallo Nathalie
Gratulation zu Deinem Entschluss, KB zu lernen und Anfängerfehler zu vermeiden. Da ich vor einem Jahr (da war ich 39 :-)) "richtig" mit KB anfing, kann ich vielleicht was weitergegen. Ich schreibe "richtig", weil ich vor etwa 20 Jahren falsch mit KB anfing und es nach kurzer Zeit bleiben liess, wegen den Anfängerfehlern.
Motivation, wenn Du Dich jeden Tag freust, Deinem KB um den Hals zu fahren, super, Gratulation, weiter so!
Wenn nicht, kann es am Instrument liegen: schlecht eingestellt, miese Saiten, krummes Griffbrett? Aber Achtung: das soll nicht heissen, nur das Teuerste ist brauchbar! Oder der Standort: bei mir seht der KB griffbereit im Wohnzimmer. Und ich kann wirklich nicht mehr als 2x daran vorbeigehen, ohne zuzugreifen...
Oder Du machst keine Fortschritte, oder Du merkst keine. Ich bezahle dafür einen Lehrer, der mir im "Montag" (KB-Schule) die Seiten anstreicht, und nebenbei noch zeigt, wie es geht. Und für die richtige Intomation ist ein 2. KB auch gut.
Oder der Lehrer bringt es nicht so, dass es Dich motiviert. Dann sprich mit ihm, und sag, wo der Schuh drückt.
Somit wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg
Roland
Neuester Beitrag Jörn Profilseite von , 02.04.2006, 15:26:45
Hallo Nathalie,

auch ich gratuliere zum Glück! Siehe Dir mal den Thread: "Fehler beim Unterricht" an. Du kannst die Suchfunktion auf der Forumseite benutzen. Dort gibt es Indikatoren dafür, ob Dein Lehrer zu Dir paßt. Durch unpassende Lehrer, die ja nicht schlechte Musiker sein müssen, kann sehr viel kaputt gemacht werden. Ich hatte als Sechzehnjähriger mit Blues- und Jazzambitionen einen Klassiker. Nach zwei Monaten war der Schrecken vorbei, obwohl der Typ als studierter klassischer Kontrabassist mir viel hätte beibringen können, aber eben nicht das, das ich derzeitig wissen wollte.

Viele Grüße und viel Spaß

Jörn
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