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Hab nicht auf euch gehört!

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Zugeordnete Kategorien: Neuling - Bassbau

zzzzzzz Profilseite von Greenhorn, 30.08.2005, 19:39:41
Hab nicht auf euch gehört!
Hallo, ich spiele seit ca. 18 Jahren E-Bass und hab mir am Sonntag meinen KB (ersteigert) abgeholt. Ich habe überhaupt keine Ahnung von Kontrabässen aber mir immer einen gewünscht. Der Verkäufer hat mir gesagt, dass die KB\\\\\\\\\\\\\\\'s in seinem Auftrag in Spanien gebaut werden und ideal für Rockabilly seien .Er gefällt mir halt wahnsinnig gut und war super billig(schwarz lackiert, 590.-sFr.)
Mit dem Gittaristen unserer Band hab ich seitliche Markierungen angebracht und drauflos gespielt. Macht riesen Spass, trotz den Schmerzen und Krämpfen.
Es ist ein Billig-Ding aber ich denke es genügt meinen Anforderungen.
Jetzt sagt mir ,bitte, warum ihr billige KB\\\\\\\\\\\\\\\'s scheisse findet!
MFG Chris
Puck Profilseite von , 30.08.2005, 19:48:00
Viel Spass damit ;)
Jean Profilseite von Jean, 30.08.2005, 19:50:25
weil sie !leider! oftmals genauso scheisse klingen, wie sie bei ebay wenig gekostet haben...
vielleicht hattest du glück?
Herbert Profilseite von Herbert, 30.08.2005, 19:50:55
Meistens ist das Griffbrett uneben und auf vielen Tönen schnattern die Saiten daher,meist leiern die Mechaniken schnell aus und um nochmal zum Griffbrett zu kommen, in der Regel hat man schnell Rillen drin, da bei Billig-Bässen kein Eben-sondern Hartholz benutzt wird.
Beim Sound hat man manchmal wirklich Glück und die Bässe klingen dann gar nicht übel.Ich hatte mal so`n China Bass von Thomann,da hat sich in der Rückwand die Sperrholzverleimung der Sperrholzplatten gelöst.Sperrholz ist ja aus 2-3 aufeinander geleimten dünnen Holzplatten hergestellt,diese haben sich voneinander gelöst,wenn man gegen die Rückwand gedrückt hat,hat es richtig geschnalzt,da sich dadurch Luft zwischen den Platten gebildet hat....beim Spielen machte das auch komische Geräusche,hatte dann 30 Schrauben einfach von hinten reingedreht und von innen Profilholz gegen,damit sie halten...sah unmöglich aus,aber dann gings wieder...bis das Griffbrett durch war,dann hab ich ihn bei Ebay versteigert...120E oder so....
Slim Profilseite von , 30.08.2005, 20:04:20
Hallo Zzzzz,

Ich habe selbst einen billigen Kontrabass der Marke Palatino.
Ich finde es auch falsch, dass Billig Bässe sofort, ohne das Sie jemand gespielt hat, verteufelt werden.

Aber es gibt nunmal immense Unterschiede und da geb ich den anderen uneingeschränkt Recht.

1.) Das Griffbrett ist meistens nen weiches Holz. Das heisst das Du die ersten 2 Jahre vielleicht Ruhe hast aber danach so tiefe Riellen durch die Saitenschläge drin hast, das Du dadrin Ostereier verstecken kannst.

2.) Ist der Ton der sogenannten China/Sperrholz Bässe nicht sehr toll.

3.) Ist die Saitenlage meistens voll vorn Hintern. Manchmal muss man sogar das Griffbrett usw. abrichten lassen da ist man zusätzlich auch mit 500 Euro je nach Bassbauer bei.

So ein billig Bass hat sicher Nachteile, allerdings muss man immernoch abwägen wofür man Ihn nutzt.
Schau, ich spiele Rockabilly mit meinem Billig Bass.
Ich spiele Ihn Verstärkt. Somit hat sich das also mit dem nicht so Tollen Ton eh erledigt.
Wenn ich mit dem Teil rumwirbel und dem passiert etwas, würde ich mich bei einem 2.500-10.000 Euro Bass erschiessen.

Also man sieht, der Billig Bass reicht für meinen Einsatz komplett aus. Ausserdem lassen die sich garnicht so beknackt spielen wie viele sagen. Zumindest die die ich gespielt habe.
Aber es gibt auch Ausnahmen. Andere haben manchmal nicht so viel Glück wie Du oder ich. Ich habe mal einen Bass gespielt den ein Nachbar bei Ebay ersteigert hatte. Schlimm sag ich Dir daran hat aber auch nichts gestimmt. Saitenlage zu hoch, Holz angesplittert. Schlimm.. Sowas kann auch passieren.
Aber generell würd ich Die Bässe nicht verfluchen. Zumindest nicht, ohne sie angespielt zu haben.

So das warn meine 20 cent...

Jedenfalls viel Spaß weiterhin mit Deinem neuen Bass :)

Slim
Christoph. Profilseite von , 30.08.2005, 22:59:15
Ich finde billige Sachen nicht per se Scheisse. Aber du hast dir die Antwort selbst gegeben: wegen der Krämpfe und Schmerzen!!

Wenn ich Musik mache, tut nix weh. Höchstens das Ohr des Zuschauers, das liegt dann aber nicht am Bass.
Greenhorn Profilseite von Greenhorn, 31.08.2005, 17:08:15
Ich hab doch nur Krämpfe und Schmerzen weil die Saitenlage noch zu hoch ist. in Zukunft werde ich auch Nylon Saiten spielen.
Herbert Profilseite von Herbert, 31.08.2005, 19:28:12
Kannst von mir für gute 80E Nylonsaiten(Rotosound Rockabilly Satz) bekommen,kosten in der Regel so 160E neu
Greenhorn Profilseite von Greenhorn, 31.08.2005, 19:44:38
Danke für dein Angebot, aber ich wohne in der Schweiz!?
Herbert Profilseite von Herbert, 31.08.2005, 20:08:43
Ist doch kein Problem...Geld kann man ja überweisen und Saiten kann ich dir schicken...
bassknecht Profilseite von bassknecht, 05.02.2006, 12:29:08
@greenhound
Berichte doch mal wie das Teil dann klingt nachdem Du ihn tiefer gelegt hast und dann noch Plastiksaiten aufgezogen hast, besser noch mach eine Aufnahme (pentatonische Skala über drei Oktaven im FFF) und stell sie per MP3 zur Verfügung. Zumindest wirst Du dabei den von Dir produzierten Geräuschen zuhören wenn Du nicht auf Menschen hören magst die vorab gewisse Ratschläge erteilt haben. --Keep on Rappel (aber steady) wünscht Roland der Schnarrschnarz Papst
hanz Profilseite von , 31.08.2005, 01:32:50
also ich spiele seit einem halben jahr ungefähr auf einem eigenbau, also eher noch billiger als billig, habe auch vorher e-bass gespielt und nachdem ich einmal gelegenheit hatte einen "richtigen" kb auszuprobieren, kann ich sagen, der fühlt sich ähnlich an wie mein eigenbau... also wenn man vom e-bass umsteigt, ist kontrabass am anfang erstmal richtige maloche, oder seht ihr das anders? inzwischen geht´s aber schon viel besser. oder spielen sich 2500 euro bässe so leicht wie ein e-bass?
Libuda Profilseite von , 31.08.2005, 08:55:22
2 Freunde inner Kneipe, leicht angetrunken. "In Amerika habe ich eine Ranch, die ist so gross, da brauche ich einen ganzen Tag, um mit dem Auto einmal quer durch zu fahren". Darauf der Andere: "Ja, geil, so ein Auto hatte ich auch mal!!"
Jörn Profilseite von , 31.08.2005, 19:23:31
Billige Bässe können unsympathische Folgeschäden haben, z.B. schnell aus dem Leim gehen. Vor kurzem schrieb im Forum einer von seinem China-Baß, bei dem sich der Hals aus dem Körper löste. So etwas passiert bei einem guten Baß nicht. Neulich wurde mir ein gar nicht so schlecht klingender Fabrikbaß angeboten. Mich hat er halt nicht angemacht. Wenn Du zufrieden bist, gut.
Billige Bässe haben neben ihrem Preis den Vorteil, daß sie billig sind, d.h., wenn in einer Kneipe mal einer sein Bier drüber schlabbert, spielt man eben weiter und wünscht sich nicht des Schlabbernden Jenseits.
Jean Profilseite von Jean, 31.08.2005, 22:43:46
So seh ich das auch, ich werd mir wahrscheinl für solche Kneipenjobs neben meinem 170 jahre alten schätzchen nochmal einen billigen sperrholz-wemser anschaffen, wo ich nicht gleich in tränen ausbreche, wenn jemand mal was draufkippt... aber im Orchester oder für ein Vorspiel reicht so ein bass einfach nicht. also wenn ich für 500€ einen bass gefunden hätte, der mir das bietet, was meiner jetzt tut, hätte ich ihn sofort genommen, egal ob aus china oder sonstwo! nur leider ist das einfach nicht möglich, dafür muss man sich einfach mal von einem kontrabass-bauer erzählen lassen, auf was man beim bau des instrumentes alles achten muss (damit der klang später stimmt) das kann man bei massenproduktion einfach nicht!!
Jörn Profilseite von , 02.09.2005, 14:41:07
Hallo Jean,

ich habe mich mal mit einem Baßbauer über das Thema unterhalten. Du hast prinzipiell recht: Aus einer Fabrik kommt keine Kontrabaßstradivari. Der Baßbauer meinte aber, daß mittlerweile das Niveau von Fabrikbässen aus China doch enorm gestiegen sei und teilweise ganz gute Bässe hergestellt werden, deren Preis-/Leistungsverhältnis von einem abendländischen Baßbauer nicht erreicht werde. Der Baß, von dem ich oben in meinem Kommentar geschrieben habe, war einer von den bei ebay angebotenen Weißware-Bässen, und zwar 4/4. Der wurde dann von einem Geigenbauer lackiert, mit Mechaniken, Steg etc. versehen und eingerichtet. Der Sound war gut und der Baß ziemlich laut, hatte aber keinen Charme und machte einfach nicht an. Manchmal sehe ich einen Baß und denke mir: Lecker! Diese Schultern! Was für f-Löcher! Die Schnecke! Ein dicker Stachel! Das ist mir bei einem billigen noch nie passiert.

Jörn
x Profilseite von , 02.09.2005, 15:21:24
"Lecker! Diese Schultern! Was für f-Löcher! Die Schnecke! Ein dicker Stachel! Das ist mir bei einem billigen noch nie passiert."

- Dazu fallen mir gerade jede Menge pubertäre Witze ein!
HendrikNehls Profilseite von HendrikNehls, 03.02.2006, 01:34:16
...DAS muss Liebe sein
xX Profilseite von , 27.09.2005, 22:48:34
""Lecker! Diese Schultern! Was für f-Löcher! Die Schnecke! Ein dicker Stachel! Das ist mir bei einem billigen noch nie passiert."

- Dazu fallen mir gerade jede Menge pubertäre Witze ein!"


lol
Tiger Army Profilseite von , 02.02.2006, 11:23:23
Hallo Slim habe grade gelesen das du Rockabilly spielst kann man sich da mal irgentwie was anhören oder so?! melde dich!
KlausHörberg Profilseite von KlausHörberg, 02.02.2006, 22:46:32
Hoi,

ich hab ja auch 2 china-böller (siehe Marktplatz).
Das Problem ist, wenn man die Mal wieder loswerden will, ohne einen schlechten Ruf zu bekommen.
Du mußt ja alles angeben, was gemacht werden sollte, um den Bass in korrekten & spielfertigen Zustand zu bekommen. Wenn Du bei so einem Billigteil dann die üblichen Geigenbauerlöhne hernimmst......ist das dann ein Fall fürs Selbermachen.
Will heißen: Billigbässe sind nicht schlecht, können gut klingen, erfordern aber Heimwerkergeschick, wenn mal was ist.


Mit lieben Grüßen, Klaus
Baumkruste Profilseite von Baumkruste, 03.02.2006, 12:17:32
Hatte auch mal einen Chinabass. Zuerst dachte ich, man hätte mir aus Versehen ein höher wertiges Produkt zugeschickt, weil er sehr schön anzusehen war und einen wirklich kräftigen Ton hatte.
Nach einiger Zeit wurde mir dann so einiges klar...

- Saiten mist
- Tiefe Abgründe und "Warzen" im Griffbrett >> es schnarrte überall
- Griffbrettlack färbte auf Saiten und Finger
- irgendwann löste sich der Boden von der Zarge
- beim Stachel ein- und ausfahren brach man sich fast den Finger, weil die Mechanik so schwer ging.
- Steg nicht ausreichend gewölbt

Fazit nach 3 Jahren:
Weder zum Streichen, noch zum Jazzen geeignet, unmöglich zu handhaben und unglaublich schmutzig... aber hübsch
KlausHörberg Profilseite von KlausHörberg, 03.02.2006, 12:28:12
Vor allem, wenn man wie ich mit 2 wunderschönen Pöllmännern und einem ganz feinen alten Italiener verwöhnt ist....dann kann man den Chinaböllern nicht wirklich was abgewinnen.
Heinzer Profilseite von , 03.02.2006, 13:35:10
Baumkruste mag seinen China-Bass ja noch, aber wie Jörn sagte, ist das sinnliche/psychologische Moment nicht zu verachten. Damit meine ich nicht, dass das Instrument unbedingt teuer sein muss. Wahrscheinlich kann man zu einem China-Bass schwerer eine inspirierende Verbindung aufbauen, die man aber manchmal braucht, wenn das Üben keinen Spass macht oder man über kruden Etüden verzweifelt. Ich gebe deshalb Jörn recht: China-Bass erfüllt seinen Zweck, und für Anfänger, der noch nicht weiß, wohin die Reise geht, bei guter Verarbeitung vielleicht akzeptabel, aber wenn man einen anderen Horizont hat, führt kein Weg am Handwerk vorbei (Ich bin nicht von der IHK).

Hey ,das mögen Allgemeinplätze sein, aber who cares, ich habe meinen Punkt beim großen Wintergewinnspiel eingefahren!

Holger
Gurki Profilseite von , 03.02.2006, 13:44:30
Hey Heinzer,

Fleisch ist nicht zufällig dein Gemüse??
Baumkruste Profilseite von Baumkruste, 03.02.2006, 14:29:25
Naja, so ganz stimmt das ja nicht.
Ich gebe Heinzer vollkommen Recht. Deshalb habe ich den Chinabass ja auch wieder abgegeben und bin jetzt mit einem sehr gut eingerichteten großen deutschen Teilmassiven glücklich. Laut, charmant, schöner Ton, gut verarbeitet, spricht gut an...

Es führt eben kein Weg am Geigenbauer/Bassbauer vorbei. Aber das muss man selbst herausfinden. Erst dann weiß man so was zu schätzen, denke ich.

Anmerkung: Neulich hab ich einen vollmassiven Wilfer gespielt. Charmant, aber nicht mein Ton.
Heinzer Profilseite von , 03.02.2006, 14:54:40
@Gurki: Ein Bassist ist kein Beilagenesser.
Neuester Beitrag streichbass Profilseite von streichbass, 09.02.2006, 23:06:05
Ich habe (neben meinem Guten Bass) noch einen vom Möbelkombinat Moskau. Den nehme ich so für Jazz und so und habe wohl auch Glück gehabt. Damals für 600 Ost-Mark auf der Leipziger Messe erstanden und noch 200 EUro beim Geigenbauer reingesteckt, klingt er jetzt (für seine Verhältnisse) sehr gut, die Saitenlage ist absolut vernünftig, das Griffbrett hält sich erstaunlich und alles, was mal aus dem Leim gegangen ist, ließ sich problemlos reparieren. >>Billige Bässe haben neben ihrem Preis den Vorteil, daß sie billig sind, d.h., wenn in einer Kneipe mal einer sein Bier drüber schlabbert, spielt man eben weiter und wünscht sich nicht des Schlabbernden Jenseits.<< Genau!!
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