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Mechaniken knarren (wieder)

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Tiefes-C-Saft Profilseite von Tiefes-C-Saft, 30.12.2020, 23:20:16
Mechaniken knarren (wieder)

Meine Kontrabass-Mechaniken knarren wieder beim Stimmen.

Sie wurden zuletzt vor Jahren bereits wohl mit spezieller Seife professionell vom Geigenbauer behandelt.

Kann man das nicht auch selbst schmieren ohne das Holz zu beschädigen? (z.B. Teflon Gel)

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 31.12.2020, 01:14:49
Vaseline? Ist ein ernst gemeinter Vorschlag und falls nicht gut, klärt mich bitte auf!
Tiefes-C-Saft Profilseite von Tiefes-C-Saft, 31.12.2020, 11:37:00

Naja, ich weiß nicht ob und wie tief Vaseline (mit Erdöl?) ins Holz eindringt und dort trocknet.

Zum Beispiel dringt Olivenöl ins Holz ein, aber trocknet dort nicht. Anders als Leinöl, das eindringt und trocknet.

Bei Wirbel-Seife dürfte es ähnlich sein wie bei Wachs: sie liegen nur auf, aber ziehen nicht ein...

Wie häufig müssen Wirbel eingeseift werden?

Neuester Beitrag bassknecht Profilseite von bassknecht, 25.03.2023, 19:55:54

Ich denke das Hauptproblem ist es den Schmierstoff genau an die Stelle zu bekommen wo die Reibung herabgesetzt werden muss, dass ist eigentlich immer zwischen der Haspel, mir der die Saite aufgewickelt wird und den Auflagepunkten der Haspel in den Bohrungen im Wirbelkasten. Geht praktisch nur, wenn man man die Saiten runternnimmt und die Mechanik löst, so dass man die Haspel aus dem Wirbelkasten raussziehen kann. Dass die Fachleute dann Seife als Gleitmittel nehmen liegt sicher nicht daran, dass noch niemand Wachs, Oliven - oder Leinöl ausprobiert hätte, anderes Zeugs nehmen fände ich nur sinnvoll wenn ich wüsste, dass das länger hält und ich die Arbeit in längeren Zeitintervallen machen muss. Ich tippe die weisse Kernseife von Lidl ist ziemlich das Optimalste, ich nehme feste Kernseife keinesfalls irgend was flüssiges oder parfümiertes. Die sogenannte Wirbelseife die man bei Klemmstimmwirbeln nimmt muss sicher nicht sein. 

Tiefes-C-Saft Profilseite von Tiefes-C-Saft, 05.01.2023, 10:27:36

Übrigens knarren die Wirbel nicht mehr, seit dem ich sie gegen Ebenholz ausgetauscht habe:

https://geba-online.de/12-15357-EBENHOLZWIRBEL-fuer-Kontrabass-Mechaniken 

midioma Profilseite von midioma, 13.01.2023, 15:34:11

Bei höheren Streichinstrumenten, bei denen es keine Mechaniken an den Wirbeln gibt versucht man alternativ mit Kreide und Wirbelseife eine Haftung zu erzeugen, welche die Reibung hoch genug hält, damit die Saitenspannung nicht den Wirbel drehen kann aber andererseits die Reibungskraft niedrig genug hält um den Wirbel fein einstellen zu können. 

Das ist bei Kontrabässen aufgrund der (nahezu) immer vorhandenen Mechaniken nicht erforderlich. Hier soll der Wirbel möglichst geringe Reibung haben.
Das wird mit Wachs oder nicht-einziehenden Fetten erreicht. 

Ich würde es mit Bienenwachs oder eventuell noch mit reinem Hirschtalg versuchen (z.B. von Gewa für Holzinstrument-Korke, in der Apotheke ist der typischerweise inzwischen zur Hälfte mit Vaseline gestreckt). 
Stearin (Standardkerzen) ist meines Wissens nach auch ein Erdölprodukt und etwas zu bröckelig um gut zu haften. Mit erwärmten Stearin mag es aber gehen. 

Der Hirschtalg wird ja von (zupfenden) Kontrabassisten auch gern für das Aufweichen dickerer Hornhaut eingesetzt. Könnte also schon ein wenig einziehen, vor allem bei Wärme. 

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