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Headway EDB 1 Vorverstärker

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Konrad Profilseite von Konrad, 14.01.2013, 11:18:09
Headway EDB 1 Vorverstärker

Ich habe mir den Headway EDB-1 Vorverstärker gekauft weil ich zwei Piezo-Tonabnehmer (The Realist, Shadow) am Kontrabass miteinander mischen möchte.

Nun zu meiner Frage:

Wenn ich beim 1. Kanal mit dem Schieberegler die Eingangsimpedanz des Piezotonabnehmers ändere, es gibt 3.Möglichkeiten zwischen +Hi (20MegOHm, Hi (5MegOhm) und Active (1MegOhm), müßte sich nicht dann auch die Lautstärke ändern?

Ich dachte immer dass es einen Lautstärkeunterschied gibt wenn ich meinen Piezotonabnehmer an einen hochohmigen oder niedrigohmigen Eingang anschließe.

Eigentlich ist es doch die Aufgabe eines solch speziellen Vorverstäkers die unterschiedlichen Signale anzupassen, ansonsten kann ich mir auch ein kleines preiswertes Mischpult kaufen.

Oder ist etwas das Gerät defekt?

Neuester Beitrag midioma Profilseite von midioma, 14.01.2013, 14:04:04

Nein, eigentlich nicht. Aber manchmal sind die Verstärkungsfaktorn der passiven und aktiven Eingänge verschieden ausgelegt. Aktive Bässe verstärken selbst oft neben der (Strom-)Belastbarkeit auch die Spannung, daher sind die aktiven Eingänge oft weniger empfindlich ausgelegt um die Eingangsstufe nicht zu übersteuern. Aber das hängt sehr vom einzelnen Verstärker ab. 

Die Eingangsimpedanz des Vorverstärkers ist eine Belastung der Stromquelle. Wenn der Strom nicht aureicht geht die Spannung so in die Knie, dass es mit dem Strom bei dieser Spannung wieder hinhaut, d.h- das Signal wird verzerrt. Da insbesondere die tiefen Frequenzen eine hohe Amplitude haben (um vernünftig hörbar zu sein), ist die Signalveränderung gerade bei tiefen Tönen recht groß, sollte die Belastung durch den Verstärkereingang zu stark (d.h. zu geringe Eingangsimpedanz) sein. Die Impedanz kann man sich wie einen Kondensator in Reihe eschaltet vorstellen: Ist der Kondensator voll, dann kann kein Strom mehr fließen (nur in die umgekehrte Rchtung, z.B. von höheren Frequenzanteilen). 

Wenn die Einhangsimpedanz zu niedrig ist, dann wird es schon leiser, aber nur, weil die tiefen Frequenzanteile den "Kondensator" (der nicht wirklich als Bauteil vorhanden, sondern eine Neben-Eigenschaft des Piezokristalls ist) nicht passieren können und daher gedämpft sind. Es fehlt also was.
Bei höheren Frequenzen ist dieser Effekt aber geringer bis gar nicht vorhanden. 

Mischpulte sind bei Mikrophonen für geringe Signalstärke aber hohe Belastbarkeit (600 Ohm, um Einstreuungen zu vermeiden) oder bei Line- und XLR-Eingängeneine mittlere bis hohe Signalstärke und eine mittlere Eingangsimpedanz (ca. 50 KOhm) ausgelegt. Da gehen dann die Bässe flöten und/oder es ist viel zu leise.
Instrumentenverstärker haben in der Regel mehrere hundert Kiloohm Eingangsimpedanz und Akustikverstärker meist ca. 1 Megaohm.
Bei noch höherer Impedanz sollte man das Kabel zum ersten Verstärker möglichst kurz halten, da sonst das Kabel selbst mikrophonisch wirken kann und um Einstreuungen zu vermeiden. 

Das ist ganz schön kompliziert für einen Nicht-Elektroniker. 

5 Megaohm reichen in den meisten Fällen aus, die 20 Megaohm nur bei Piezoscheiben, Fishman BP 100 und Elektretfolie oder Piezofolie.
Aktive Verstärker wie der Shadow 965 NFX haben einen eigenen Impedanzwandler eingebaut, erkennbar an der notwendigen Batterie. Wenn es bei 1 Megaohm in den tiefen genauso klingt wie bei 5 Megaohm, dann lieber 1 Megaohm verwenden, dann ist die Gefahr der Einstreuungen und der Kabelmikrophonie geringer. 

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