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Anner Bylsma plays Bach

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Zugeordnete Kategorien: Klassik - Bogen & Streichtechnik

Hen Profilseite von Hen, 11.03.2010, 10:02:34
Anner Bylsma plays Bach

Hallo Leute,
letztens ist mir dieses unglaublich tolle Video unter die Augen gekommen und und ich dachte mir das es vielleicht den einen oder anderen hier interessieren könnte:

http://www.youtube.com/watch?v=wmbIgVSyLQA

Für meinen Teil kann ich sagen es in gewisser Weise mein Leben verändert hat denn was ich da gesehen habe konnte ich erstmal einfach nicht glauben. Das Streichtechnik, dieser Arm, ich weiß nicht wie ich das bescheiben soll. Ich habe noch nie in meinem Leben jemanden so spielen sehen oder hören (ja doch, 2 weitere fallen mir noch ein aber das ist nicht wichtig) und es hat mich total beeindruckt. Es ist einfach nur unglaublich wie er die die Saiten geht, wie er den Ton, den Klang formt. Ich habe mir die dazugehörige Dvd gekauft (http://www.amazon.de/Bach-Johann-Sebastian-Gy ... &qid=1268297888&sr=1-1), sie ist sehr zu empfehlen, und habe versucht herauszufinden wie er das macht. Leider musste ich feststellen das ich kein Prinzip wirklich endecken konnte an dem ich mich orientieren konnte. Mal ist der Bogen schief, mal ist er gerade, mal ist er gekanntet, mal Vollhaar, mal geht er in die Saiten rein, mein wieder raus... Ich glaube er hat auch nur ein einziges Prinzip nämlich seine Ohren und seine Klangvorstellung. Auf jeden Fall ist es einfach nur genial und für mich eine endlose Quelle der Inspiration. Wenn ich irgendwann mal in der Lage bin nur zu Erahnen wie dieser Mensch spielt und nur ein ganz klein wenig des Lebens seines Bogens in meinen Einhauchen kann dann ich bin ich mehr als glücklich mit dem was ich kann!

In diesem Sinne
Hoffe der eine oder andere freut sich darüber!
Gruß Hen

 

c_n_k_ Profilseite von c_n_k_, 11.03.2010, 11:14:54

 Hallo Hen,

 

Anner Bylsma habe ich in letzter Zeit auch mal auf Youtube entdeckt.

Er unterrichtet auch Bassisten (und zwar richtig gute! ;-))

Schau hier: http://www.youtube.com/watch?v=aAGFDk0szwI&feature=related

 

Gruß, Christian

Hen Profilseite von Hen, 11.03.2010, 14:18:05

Ach das ist interessant! Gut zu wissen in welcher Liga seine Schüler spielen, dann kann ich mir die Peinlichkeit sparen bevor ich mich bei Ihm mal bewerbe...

DrJohn Profilseite von DrJohn, 11.03.2010, 14:26:49

Wäre mal interessant, den Strich vom Bach-Präludium zu notieren. Ich finde es ja viel interessanter klingend, wenn dieser nicht zu streng schematisch ist (immer Abstrich auf 1 und 3 vom Takt), klingt dann schnell etüdenhaft, sondern variiert, wie es auch Anner Bylsma spielt. Wahrscheinlich weil ich damals selbst einen ziemlich unregelmäßigen Strich von meiner Lehrerin gelernt habe (auf dem Cello):

(g d h) a (h d h d)   (g d h) a (h d h d) etc.

Also drei gebunden, dann eine Note, dann vier gebunden. Man landet also mit Aufstrich auf dem zweiten g (Schlag drei des Taktes). Dieses Muster bei allen ähnlichen Passagen. Ist von der Bogentechnik ziemlich anspruchsvoll, führt aber zu einem großen Fluss im Stück. Mir ist die Interpretation von A.B. rhythmisch etwas zu frei, ich mag es lieber etwas näher am (imaginären) Metronomschlag, aber vielleicht kommt da auch der Jazzer durch :-) Trotzdem toll, wie das fließt.

Das Masterclass-Video ist auch sehr beeindruckend, vor allem der dort zu hörende Bassist. Als ursprünglicher Cellist kann ich es ja nicht so ganz nachvollziehen, welchen Aufwand Bassisten betreiben, um Stücke in Tonlagen zu spielen, die auf dem Cello viel einfacher sind und oft sogar besser klingen (Vorsicht, ketzerische Cellistenmeinung :-)). Aber das Video ist ja mal ein Beispiel für einen einzigartigen Bass-Solo-Klang. Bin beeindruckt.

Schöne Grüße,
Johannes

 

nagybögö Profilseite von nagybögö, 11.03.2010, 17:12:49

 @ Hen: Die Begeisterung für Bylsma teile ich. Ich finde es, neben der Technik, auch musikalisch ziemlich gut!

@Drjohn: Deine "ketzerische Cellistenmeinung" teile ich ebenfalls, auch wenn ich als Streichinstrument nur Bass gespielt habe. Die von Bach wie massgeschneiderten Stücke für das Cello auf dem Bass zu spielen macht für mich aus dem Grund keinen Sinn, weil die Eleganz und Leichtigkeit mit so vielen Lagen- und Saitenwechseln fast nicht hinzukriegen ist. Es gibt ein paar fantastische Bassisten, die die Stücke beeindruckend virtuos spielen, aber wenn ich Bylsma (oder H. Schiff oder ...) höre,  gibt es für mich keine Frage, was besser ist.

Neuester Beitrag Hen Profilseite von Hen, 07.07.2010, 11:47:12

Ein Frage in die Runde: Es gibt von Anner Bylsma das Buch "An Bachs Arm". Folgender Link dazu: 

http://www.bylsmafencing.com/html/duits.html

Hat das jemand oder kann mir ein paar Infos dazu geben um was genau es sich handelt?

Gruß Hen

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