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Kontrabass-Stimmungen

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Zugeordnete Kategorien: Stimmen & Stimmungen

Silvio Dalla Torre Profilseite von sidato, 07.04.2007, 08:38:05
Kontrabass-Stimmungen

Liebe Bassgemeinde,

wer hat sich noch nicht über das Tohuwabohu der Kontrabass-Stimmungen gewundert?

Peter A. Langisch bringt nun Licht ins Dunkel mit seinem Artikel "Die Stimmungen der Kontrabass-Streichinstrumente". Er hat ihn dankenswerterweise auf meiner Website veröffentlicht.

Über Erfahrungsberichte zum Thema "Kontrabass-Stimmung", Gedanken dazu, Diskussionen, Anregungen usw. würde ich mich freuen.

Frohe Ostern wünscht

SDT

 

 

G. Sang Profilseite von , 08.04.2007, 15:15:41
Eh, man kann ja echt aus allem ne Wisenschaft machen. Wen intressiert denn eigentlich, wie die Kollegen im Mittelalter ihr Gerät gestimmt haben? Also ich hab nach fünf Sätzen aufgehört, kein Bock auf son Fachchinesisch. Beim Basspielen iss doch die Haupsache, dass es fetzt. Mein Bass stimmt auserdem eh nie so genau.
bassogrosso Profilseite von bassogrosso, 08.04.2007, 18:18:26

Also, es gibt sicher viele Ignoranten und Stümper da draußen - aber wohl wenige, die sich so offen dazu bekennen: chapeau ! und    FROHE OSTERN

 

Samy Profilseite von Samy, 09.04.2007, 10:22:51

Das klingt eindeutig so, als wärest Du kein Freund der "Wisenschaft".... auch wenn das der Fall ist, muss man ja nicht gleich totale Ahnungslosigkeit propagieren. Es gibt leider schon genug "kompetenzfreie Zonen" und u.a durch das Internet verstärkt sich deren Einfluss bzw. der Eindruck, dass "Ahnung" keine Rolle mehr spielt. Ja ich weiss...der Trend geht zu "drei-Wort-Sätzen"....aber nicht jede sprachliche Konstruktion, die einen oder mehrere Nebensätze beinhaltet, ist gleich Fachchinesisch...

Übrigens "fetzen" kann es auch mit einem gestimmten Bass

kontrajan Profilseite von kontrajan, 09.04.2007, 12:10:04

Daumen hoch für diesen Beitrag :-)

Bernd K. Profilseite von , 09.04.2007, 13:59:04
Das ist wieder mal typisch. Dem Problem eines offensichtlich geistig Unterbelichteten schenkt man mehr Aufmerksamkeit als der eigentlichen Thematik. Zu dieser möchte ich sagen, dass der Artikel für jeden Bassisten, der an seinem Instrument wirklich interessiert ist, absolut lesenswert ist.
Samy Profilseite von Samy, 09.04.2007, 18:46:43

Zitat:"Dem Problem eines offensichtlich geistig Unterbelichteten schenkt man mehr Aufmerksamkeit als der eigentlichen Thematik".....

ohne Dir das Recht auf die eigene Interpretation absprechen zu wollen, ging es mir weniger um die erwähnten Probleme, sondern genau um das Thema und den erwähnten, interessanten Artikel, den ich auch für lesenswert halte. Allerdings war der "Hinweis" darauf etwas "versteckter". Darüber hinaus hielt ich die Tatsache des "interesant seins" allein nicht unbedingt für sooo erwähnenswert...

aber wenn nur solche Beiträge "legitim" sind... ja ich finde den Artikel auch interessant(s.o.)

auch wenn ich nicht gleich anfange, das Instrument umzustimmen....

Frank W Profilseite von , 09.04.2007, 17:28:01
Hallo Kollegen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der sog. "Wiener Stimmung", also A-D-Fis-A.
Ich kann nur allen Interessierten, Studenten und Kollegen raten, es einmal zu probieren.
Früher hatte ich mit der ganzen klassischen Literatur so meine liebe Not. Jetzt habe ich einen ganz neuen Zugang zu den Werken von Sperger, Dittersdorf und Co gefunden.
Literaturtip: "Der Wiener Kontrabass" von Josef Focht.
Grüße
Frank
Buzz Profilseite von Buzz, 22.06.2007, 13:36:53

die ist ja fast so wie die Ukulelenstimmung A-D-Fis-H

;)

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 11.04.2007, 13:00:44

Die unbefangene Freude des Dilletanten/Kleinkinds ist doch nicht Unterbelichtung!

Siehe Nietzsche, oder wem der noch zu optimistisch ist, Bukowski - Wir werden alle als Genies geboren und sterben als Idioten.

Leider laesst sich naive Verzueckung  (alles ist neu und kickt) nicht nachhaltig aufrecht erhalten, ausser vielleicht durch massive chemische Intervention, mit moeglichen Nebeneffekten von persoenlichen, gesundheitlichen und sonstigen Regressionen.

Begrenzt und gesundheitlich unbedenklich aber auch durch Umstimmung des Instrumentes!

- Hey, obwohl ich schon X Jahre spiele, weiss ich jetzt nicht mehr wo die Toene sind, alle abgenutzten Routinen ausser Kraft gesetzt!

Von daher kann ich nicht ganz verstehen wieso der Kollege oben so negativ ist.
 Na dann stimm doch mal dein Instrument um und probier's aus!
 Ich finde Quintenstimmung fetzt!

(bisher nur auf meinem E-Bass)

Hanz Profilseite von Hanz, 30.07.2007, 20:29:37

Wenn ich ganz normale Stahlsaiten für EADG habe, wie weit kann ich die denn hochstimmen, bevor sie kaputtgehen?

Kontracello Profilseite von , 19.06.2007, 01:46:17
Hallo, liebe Interessenten der Quintstimmung. Als Cellospieler habe ich früher gelegentlich auch einen 3/4 Kontrabass in Quartstimmung mit Simandl-Griffweise gespielt.
Nach vielen Jahren der Bassabstinenz kam mir bei dem berühmten Kanon von Pachelbel der Gedanke, dass in unserem kontrabassfreien Liebhaberorchester in der Tiefe doch etwas Wichtiges fehlt. Da im Kanon das Kontra-D verlangt wird, ist bei den Viersaitern hier leider Schluss und ein Oktavieren dieses Tones zerreißt gerade diese Basslinie. Ich trug mich schon mit dem Gedanken, einen kleineren Kontrabass zum Fünfsaiter mit H-Saite umzubauen, verwarf diesen Plan aber wieder. Durch das Gespräch mit dem Solobassisten eines Berufsorchesters wurde ich auf die Internetseite von Silvio Dalla Torre aufmerksam gemacht und fand hier alles, was ich brauchte. Durch ein persönliches Telefongespräch mit Herrn Professor Dalla Torre fasste ich Mut und legte mir zunächst einen 1/4 Kontrabass mit 89er Mensur zu, den ich auf Quintstimmung umbesaitete und nur mit Cellogriffweise spielte. Man braucht dafür eine Technik, bei der die linke Hand locker bleibt. Inzwischen bin ich auf einen 1/2 Bass mit 98er Mensur in Quintstimmung umgestiegen und spiele in meinem Orchester nur noch Kontrabass. Dieser Bass hat einen sehr großen Ton und reicht für ein mittelgroßes Kammerorchester völlig aus. Einen größeren Bass werde ich mir nicht mehr zulegen, denn ich habe keine übergroßen Hände. Der Umstieg von Cello auf 1/2 Bass war m. E. kein Problem, natürlich muss man dafür üben. Als Schule kann ich den ersten Band der Schlemüller-Etüden für Cello (Neuausgabe von J. Wolf), Zimmermann-Verlag, empfehlen. Die Cello-Fingersätze können dabei zu 100% übernommen werden. Auch andere Cello-Schulen kann man selbstverständlich benutzen. Silvio Dalla Torre empfiehlt die Cello-Schule von Sakom, die sehr gut aufgebaut ist.
Ein ganz wichtiges Problem ist die Saitenfrage bei Quintstimmung. Für die großen Bässe hat Pirastro bereits Saitensätze in Quintstimmung im Angebot. Bei kleineren Bässen muss man eine Saitenkombination finden. Die Firma Pirastro ist stets sehr hilfsbereit bei der Zusammenstellung eines geeigneten Saitensatzes für kleinere Bässe: Anruf oder Email genügen. Sicher wird man auch bei anderen Saitenherstellern freundliche Unterstützung bekommen. Herr Leonhardt von der Firma Lenzner-Saiten ist in der Lage, für jede Kontrabass-Mensur ordentliche Saiten in der Stimmung C4, G3, D2 und A1 zu sehr humanen (!!!) Preisen herzustellen.
Gerade die Cellospieler möchte ich mit diesem - sehr persönlich gefärbten - Bericht ermutigen, auch einmal etwas Neues zu probieren. Im Übrigen weise ich nochmals auf Sivio Dalla Torres Internetseite hin, die mir sehr hilfreich war und eine Fülle von Informationen bitet.
Mit freundlichen Cello- und Bassgrüßen Peter
dave2 Profilseite von , 09.08.2007, 15:36:12
Hallo Peter, kann alles unterstreichen. Habe neulich auch einen halben Bass in Quinten ne ganze Kirche füllen hören.

Nur 1 Bemerkung zum Pachelbel: Hättest Du nicht aufm Cello bequem ein tiefes D spielen können? Ich hab mal das Kanonthema auf dem von E nach D runtergedrehten 3/4 Bass spielen wollen; hab mich aber prompt ein bisschen verhauen, sodass der mürrische Dirigent die Aktion doch einem Cellisten anvertraut hat. Shit happens.

dave
Kontracello Profilseite von , 10.08.2007, 00:31:40
Hallo Dave! Deine Reaktion hat mich sehr gefreut. Lass Dich auf gar keinen Fall entmutigen, eine veränderte Stimmung ist eben immer etwas gewöhnungsbedürftig und wenn die Aufregung dazu kommt, langt man schon einmal daneben. Sei Deinem Dirigenten auch nicht allzu böse, diese Menschen haben oft viel Stress und müssen den ganzen Verein irgendwie zusammenhalten.
Die Idee mit der heruntergestimmten E-Saite ist nicht schlecht, Du bist nicht der Einzige, denn andere haben das auch schon erfolgreich praktiziert. Auf Deinem 3/4 Bass kannst Du eine extrastarke E-Saite auf D herunterstimmen und der Ton sollte dann noch recht gut spielbar sein. Für die großen Bässe gibt es oft 3 verschiedene Saitenstärken. Du solltest aber eine Saite niemals höher stimmen, der Bass kann das sehr übelnehmen! Du kannst z. B. auch eine extrastarke A-Saite auf G herunterdrehen.
Das Bassthema von Pachelbel (Kanon in D) ist auf dem Cello ohne Veränderung gut zu spielen und wenn man auf dem Kontrabass unten ein D hat, bleibt die Linie ohne Oktavierungszwang in der tiefen Lage auch erhalten. Natürlich hast Du recht, den allerletzten Ton D vom Pachelbelkanon kann man dann auf dem Cello unten spielen und hat einen schönen Abschluss. Das haben einige von unseren Cellisten auch immer gemacht, bevor ich in unserem kleinen Orchester anfing, Kontrabass zu spielen. Ab und zu verfluche ich das Ding auch schon mal wegen des Transportes.
Meine Basstasche hat eine Rucksackgarnitur und die Kiste lässt sich gut damit tragen. Neulich bin ich allerdings mit dem Wirbelkasten unter der Decke eines Treppenhauses hängen geblieben, zum Glück hatte ich mich mit einer Hand noch am Geländer festgehalten. Aber großen Spaß macht mir das Ding trotzdem immer noch.
Auf meinem 1/2 Bass habe ich jetzt Obligato-Saiten von Pirastro in Quintstimmung (CGDA). Eigentlich sind diese Saiten für große Bässe vorgesehen, aber die Firma Pirastro hat mir auf Anfrage mitgeteilt, dass diese Saiten auch mit meiner 98er Mensur noch gut klingen würden, auch wenn manche Leute das wahrscheinlich nicht wahrhaben wollen. Pirastro hat mich übrigens um eine Rückmeldung gebeten, allerdings sollte ich die Obligato-Saiten erst einmal 4 Wochen lang spielen, bis die Saiten sich eingespielt haben. Diese Rückmeldung wird absolut positiv ausfallen. Selbst meine tiefe C-Saite lässt mich nicht im Stich!!!
Viele Kontrabässe sind im Laufe der Zeit im oberen Teil verkürzt worden, um sie mit reduzierter Mensur besser spielbar zu machen, aber es wird oft vom Spieler gar nicht bemerkt, wenn der Geigenbauer gut gearbeitet hat. Ich kenne einen uralten großen Kontrabass, der auf eine 95er Mensur verkürzt wurde und unten immer noch gewaltig brummt. Auf einer 98er Mensur wurde übrigens schon von einem Solisten ein Kontrabasskonzert von Kussewitzky gespielt. (Internet, einfach mal reinhören!)
Wenn Du spezielle Fragen hast, melde Dich doch einfach bei mir!
Mit herzlichen Cello- und Bassgrüßen Peter
dave2 Profilseite von , 11.08.2007, 23:08:50
Hallo Peter,

nette und ermutigende Zeilen! Danke.

Ein Tip hinter vorgehaltener Tastatur: Falls Du die OBLIGATO erst mal "probeweise" gekriegt und noch nicht bezahlt hast, lohnt sich allemal ein Gespräch mit dem äusserst netten, kulanten Herrn Inschenjör Müller von Pirazzi, Offenbach. Ihm gehts hauptsächlich darum, wie die Kunden zum Produkt stehen; Kohle erst mal zweitrangig. Aber das muss unter uns bleiben, gell?

Du schreibst, dass ich dem Dirigenten nichts übel nehmen soll. Das geht bei mir leider nicht: Ich leide seit Jahrzehnten an einer schwerwiegenden Dirigenten-Allergie, die schon beim Anblick dieser Exemplare bis hin zum anaphylaktischen Schock gehen kann. Meine Griffhand verkrampft sich dann zur Faust etc. Hab mir jetzt eine Lesebrille angeschafft, die mich gerade noch die Noten erkennen lässt, aber alles entfernter Liegende zu milden Schemen verklärt.

Viel Freude an Deinem Halben!

dave
Kontracello Profilseite von , 12.08.2007, 14:46:04
Hallo Dave! Danke für die nette Antwort. Es tut gut, Kontrabassspieler wie Dich in diesem Forum zu treffen, mit denen man sich in freundschaftlicher Form austauschen kann. Gute Tipps, die sich aus der Praxis ergeben, können wir alle dringend gebrauchen. Vor Irrtümern sind wir nie sicher. Was wir aber absolut nicht gebrauchen können, sind arrogante Sprüche von oben herunter. Sachliche Argumente überzeugen viel eher und sind auch glaubwürdig, wenn sie nicht durch menschliche Überheblichkeit geprägt sind. Übrigens habe ich vor dem Saitenkauf (Obligato in Quintstimmung) mit Herrn Adrian Müller von Pirastro lange telefoniert und kann Deine Erfahrungen zu 100% bestätigen. Von ihm bekommt man wirklich Hilfe und es ist erfreulich, dass man hier auch als Amateur mit seinen Problemen noch ernstgenommen wird. Was Deine Erfahrung mit Dirigenten anbetrifft, habe ich Deinen Fall sicher falsch eingeschätzt, denn ich habe es ja nicht persönlich miterlebt. Auch ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und war zeitweise orchesterfrei!!! Ich war nicht der Einzige, der gegangen ist, auf einmal waren alle Cellisten weg und das nicht ohne triftigen Grund. Auch als Amateur muss man sich nicht alles gefallen lassen. Als die Taktstockposition neu besetzt werden musste, rief man mich sofort an: "Wir haben einen Neuen, du musst unbedingt wiederkommen!" Leider verstarb dieser tüchtige junge Mann einige Jahre später an einer schweren Krankheit - eine einzige Tragödie: alle Prüfungen hatte er noch ganz großartig geschafft und kurz darauf das Aus für ihn. Wir waren alle erschüttert! Diese Lücke konnte nie mehr richtig geschlossen werden und damit begann das Ende unseres Orchesters. Ich musste mir dann später einen neuen Kreis suchen. Wenn man über 40 Jahre lang im gleichen Orchester gespielt hat, ist ein Neuanfang nicht mehr so ganz leicht. Cello spiele ich seit meinem 15. Lebensjahr ohne größere Pause und habe mit 17 in meinem Orchester angefangen. Übrigens bin ich dieses Jahr mit 65 Jahren pensioniert worden und habe das Kontrabasspiel (Allerdings in ganz anderer Form) erst vor wenigen Monaten wieder aufgenommen. Zum Kontrabass bin ich während des Studiums eigentlich nur so aus Spaß gekommen. Wir hatten auf der PH zusätzlich noch ein kleines Streicherensemble, das stets ohne Dirigenten spielte. Bei einem Sommerfest führten wir mit Professoren und Dozenten die Kindersinfonie von Leopold Mozart auf. (Das Stück war damals vor 45 Jahren noch unter dem Namen Joseph Haydns bekannt.) Die Herren spielten dabei die Kinderinstrumente. Ohne Dirigat gingt aber nichts mehr, also dirigierte unser Kontrabass spielender Student das Ganze. Die Stelle des Kontrabasses war plötzlich vakant geworden. Mich reizte das ungemein, die PH besaß 2 Bässe, auf denen keiner spielte. Also besorgte ich mir die Schule von Michaelis aus dem Zimmermann-Verlag, natürlich nur den 1. Band und übte fast täglich. Die Stimme war nicht allzu schwer, reihenweise der gleiche Ton und ich hatte meistens genügend Zeit, um mir auszurechenen, wo der nächste Ton wohl liegen könnte - vor allem wegen der ungewohnten Quartstimmung und der völlig neuen Fingersätze. Natürlich wird man damit noch lange nicht zum Kontrabasspieler. Es war zunächst nur ein Jux. Später nach dem Studium habe ich mir dann aber doch einen eigenen Bass gekauft und weitergemacht. Wir hatten einige Jahre eine kleine Band und spielten auf Feiern. Dann kam mit wenigen Unterbrechungen eine ziemlich lange Basspause. Am Montag geht es abends wieder ins Orchester und unsere nette Dirigentin bleibt auch in den schwierigsten Situationen stets freundlich und erklärt uns ganz genau, wie man bestimme Stellen noch anders spielen könnte. Sie wird auf Grund ihrer hohen Kompetenz von uns allen anerkannt. Nur so kommen wir weiter. Das war schon fast mein Lebenslauf. Du kannst mich unter auch persönlich erreichen. Eine eigene Homepage habe ich nicht. Lass Dir auf gar keinen Fall das Musizieren vermiesen, denn dein Kreis braucht Dich als Kontrabassisten garantiert und soll froh sein, dass Du überhaupt mitmachst. Aber wir wissen ja alle, dass Dankbarkeit für einige Menschen ein Fremdwort zu sein scheint. Ohne Kontrabass ist das kein richtiges Orchester! Herzliche Grüße von Peter
Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 18.08.2007, 12:30:52

Hallo Forum,

ich habe mir gerade bei Heiner Windelband einen 1/2 Bass gekauft um die Quintstimmung auszuprobieren. Nachdem ich verschiedene Meinungen und Angebote  eingeholt hatte, habe ich mir fuenf Saitzen von der Fa. Lenzner machen lassen, die in Quniten den Tonraum von Kontra C bis e abdecken, so dass ich auf einem Viersaiter alternativ die tiefe Quintenstimmung (wie Cello aber 1 Oktave tiefer) oder die Bassetto-Stimmung ausprobieren kann. Der Spass hat 196 Euro gekostet.

Als ich den Bass abholen wollte, hatte Heiner die Quintsauiten noch nicht aufgezogen. Er war skeptisch, ob diese klingen würden und wollte dass ich den Bass nochmal mit "Normalsaiten" höre. Dieses waren ein alter Satz Obligatos (für 3/4 gemacht) = klang trotzdem amtlich. Leider bestaetigte sich Heiner Skepsis. Zumindest auf diesem Bass und gemessen an meinen Klangvorstellungen konnten die Lenzner Saiten nicht überzeugen. Heiner machte mich darauf aufmerksam, dass es sich um Sauiten mit einem Stahldraht als Kern handele, wogegen die meisten gängigen Marken von Stahlsaiten einen Stahlseilkern haetten. Ihm sei noch keine gut klingende Saite des ersteren Konstruiktionsprinzips untergekommen sei. Konkret gefiel mir an den Sauiten nicht, dass die tiefe C und G Saite dumpf waren und leiser als die beiden anderen, waehrend die hohe D und A saite gepresst und naeselnd klangen. Ersteres ausgeprägter im Pizz-Spiel als mit dem Bogen.

Ich habe jetzt Thomastik Spiros in Quintstimmung drauf (weich) und die klingen, obwohl fuer 3/4 konzipiert,  ganz gut -  bis auf die Kontra-C Saite. Obwohl ich eine mittelhohe Saitenlage habe (13 mm) scheppert es gefährlich sobald man beim Pizzen ein bisschen Stoff gibt. Ich werde wahrscheinlich irgendwann (wenn  die Ebbe in meinem Potrtemonnaie abebbt) die angesprochenen Obligatos ausprobieren. Falls Ihr Tipps habt, welche einzeln zu beziehende Saite als Kontra-C Saite auf einem 1/2 Bass zusammen mit den Thomastiks klingen koennte, waere ich dankbar.

Cheers

Armin

 

 

Lu Profilseite von , 19.06.2007, 08:41:12
Ich spiele auch Cello und Kontrabass, dabei bleibe ich aber bei beiden Instrumenten in der Standardstimmung, als Quinten CGDA auf dem 4/4-Cello und Quarten EADG auf dem 3/4-Kontrabass. Ich habe die Quintstimmung auf dem Baß ausprobiert, kam damit aber nicht zurecht, meine Intonation wurde deutlich schlechter. Auf einem 1/4 Baß könnte ich mir eine Quintstimmung allerdings gut vorstellen, davon habe ich aber abgesehen, da ich nicht glaube, das so ein kleines Instrument für die tiefen Töne geeignet sind. Das ist bei einem halben Baß wohl eher gegeben, allerdings habe ich hier Bedenken, das die weiten Cello-Griffe durch die lange Mensur dann für mich mit guter Intonation nicht mehr benutzbar sind. Für ein Experiment ist mir die Anschaffung eines solchen Basses mit den entsprechenden Saiten eindeutig zu teuer.
Bei meinem 3/4-Bass spiele ich übrigens in der 3. und 4. Lage häufig mit einer 4-Finger-Technik (allerdings keine weiten Griffe), darunter (1/2, 1. und 2. Lage) sind mir die Abstände zu groß, darüber (5.,6. und 7. Lage) ist der Einsatz des kleinen Fingers nicht mehr sinnvoll.
bassknecht Profilseite von bassknecht, 22.06.2007, 11:58:58

Hallo Lu, interessanter Praxisbericht, obwohl von Hause aus Kontrabassist und Cellist nur aus interdisziplinären Interesse, kann ich das was Du schreibst durch indentische Erfahrungen  buchstabengetreu unterstreichen. Ich denke, dass Bemühungen um Innovationen bezgl. Kontrabass schnell eine zwanghafte Komponente bekommen können (z.B Quintstimmung plus Cellofingersatz) und darob etliche Leute Gefahr laufen sich nicht einzugestehen, dass die Intonation auf Dauer schlechter wird, nicht nur in der Umlernphase! Kleinmensurierte Kontrabässe haben nach meiner Erfahrung gegenüber grossen Instrumenten veschiedene Nachteile, sind daher eine schlechte Krücke und Ausdruck von Inkonsequenz. Natürlich werden immer Leute behaupten das es 1/4 Bässe mit 87er Mensur gibt die mit einer Subkontra C Saite toll und durchsetzungsfähig klingen - schöne neue Welt!  Wenn dies Herr DT nicht betrifft  und er gut spielen kann, dann freut mich das für ihn, macht mich aber nicht neidisch. Ich weiss wohl, dass er das nicht alleine so macht, habe aber ausser ihm noch keinen gehört der das vernünftig kann, daher habe ich nicht das Gefühl einen Trend verpasst zu haben.

Ciao Roland

Mingus-Thingus Profilseite von Mingus-Thingus, 24.06.2007, 14:48:51

Ich find E-A-D-G am besten.

uli.g. Profilseite von uli.g., 30.07.2007, 13:29:11

Hallo zusammen!

Zunächst ganz herzlichen Dank an Herrn SDT und natürlich v.a. auch an Herrn Langisch für den spannenden Beitrag! Es ist ja schon traurig, wie viele Leute - auch in diesem Forum - einfach schlicht nicht mehr neugierig ( im Wortsinn! ) sind........

Aber zum Thema "Stimmungen" noch ´ne kurze Frage:

Als Bassist bin ich dafür zwar noch nicht fit genug, aber als "gebürtiger" Gitarrist treibts mich doch um: Verwendet man auf dem Kb eigentlich auch "offene" Stimmungen? Z.B. würde mir DADG sofort einleuchten und auch DGDG oder DGDF# müßte doch teuflich gut klingen, gerade auch bei polyphonem Spiel; oder ist sowas auf dem Kb tabu? Oder ruiniere ich mir durch´s Umstimmen den Bass?

Liebe Grüße

Uli

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 31.07.2007, 00:32:00

Naja, ein Bass ist keine Gitarre. Weiss nicht, was du mit polyphonem Spiel meinst, aber wenn du mal versuchst, in welcher Lage auch immer beispielsweise drei Saiten gleichzeitig zu druecken, womoeglich noch im gleichen "Bund", dann hast du erstens ein Kraft und zweitens ein Intonationsproblem. Des weiteren kannste ja mal auf nem E-Bass versuchen, wie sich irgendwelche Gitarren-Ideen in tiefen Lagen anhoeren - leider meistens nicht so prickelnd. Verboten ist natuerlich gar nichts, aber Polyphonie auf der KB spielt sich oft als Kombination von leersaite und gegrifenen Toenen in den mittleren und hohen Lagen ab. In dieser Hinsicht ist eigentlich die Quartenstimmung schon ganz ok, auf 2 benachbarten Saiten lassen sich gut Terzen, Quinten oder auch Quarten greifen, und wenn du das mit den Leersaiten kombinierst, hast du polyphone Moeglichkeiten bis der Arzt kommt.

Was du an Stimmungen ansprichst, manche stimmen wohl die ES einen Ton runter, habed ich auch mal probiert, doch die Vorteile (tiefere Reichweite) werden durch Nachteile (wenig flexibel, ungleiche Saitrenspannung) wettgemact. Was mich zu deiner letzten Frage bringt. Saiten hoeher stimmen, da waere ich extrem vorsichtig oder wuerde es besser sein lassen. Runterstimmen kannst du, doch das gibt natuerlich schnell das Problem der unausgeglichenen Spannungsverhaeltnisse, sowie dass die Saite anfaengt eimerig zu klingen.

Cheers

Armin

 

 

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 31.07.2007, 10:01:46

Kannst du mir bitte kurz "offene" Stimmungen erklären? Eine Stimmung, die mit leeren Saiten einen bewusst gewählten Zusammenklang ergibt? 

uli.g. Profilseite von uli.g., 31.07.2007, 22:54:28

Hallo Ste-fan,

zunächst zur Idee der offenen Stimmungen; es geht in der Tat darum, das Instrument ganz oder teilweise auf eine Grundharmonie zu stimmen; ich nehme an, dass die ersten die alten Blues-Gitarristen mit dem abgebrochenen Flaschenhals auf´m Finger waren...... Der Effekt auf der Gitarre ist - jede Menge (mitschwingende) tonarteigene Grund-, Ober- und Flageolett-töne (Beispiele bei L.Kottke für die Folk- und P. Metheny/ akustisch für die Jazz-epigonen).

Hallo Achim,

natürlich dachte ich bei der "Polyphonie" offener Stimmungen v.a.  an die o.g. Möglichkeiten und nicht daran, auf´m Kb nun (Barrée-)-Akkorde zu drücken....... ich hatte mir das eigentlich ganz nett vorgestellt; nach dem ersten, vorsichtigen Selbstversuch von E nach D bin ich aber gründlich geheilt! Was Du höflich als "unausgeglichene Spannungsverhältnisse" bezeichnest, ist - würde ich sagen - eher der Versuch, den Kb mit aufgezogenen Fruchtgummischlangen statt Saiten zu spielen. Schauderhaft! Ich bleib´für´s erste bei der alten Dame, die geht.......

 

Liebe Grüße

Uli

 

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 08.08.2007, 10:46:21

Danke, Uli!
@Metheny: Hat er diese Stimmung immer? Oder sagen wir mal so: Kennst du "Beyond the Missouri Sky" mit Haden/Metheny? Hat er da solch eine Stimmung (Auf der kompletten Aufnahme oder nur bei diversen Songs?)? Dann würde ich da mal mehr auf die Gitarre achten, als immer nur wegen des Basses zu schmachten....

uli.g. Profilseite von uli.g., 09.08.2007, 13:59:32

Hallo Stefan,

darf ich Dir erst nach Urlaub und -svorbereitung - auch auf die Gefahr hin, dann wg. git. hochkant aus dem Forum gefeuert zu werden ;-)  - antworten? Die Antwort dauert ein bissel länger und mein Schreibtisch biegt sich vor Akten .....

verregnete Sommergrüße!

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 10.08.2007, 10:42:51

Auhauer, wird das ein größeres Projekt? Urlaub geht natürlich vor! Ich werde hier also geduldig ausharren und dir bei eventuell drohenden Rauswürfen zur Seite stehen!

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 24.09.2007, 21:55:53

*räusper*

Immer noch im Urlaub?

uli.g. Profilseite von uli.g., 11.10.2007, 21:53:30

So, außer Stefan bitte alle weglesen; hat nix mit Kb zu tun!! 

Also: eigentlich wollte ich Dir nur raten, für offene PM-tunings einfach in die "one quiet night" reinzuhören und wollte nur mal schnell nach den dortigen Stimmungen hören - und wurde schier wahnsinnig beim umstimmen, bis ich merkte (Blick in den Klappentext......), dass das Instrument da ganz normal normal EADGHE bzw. - weil Bariton-git - ADGCEA gestimmt ist und die Verfremdung nur daher rührt, dass D und G, bzw. G und C nach oben oktaviert sind; das führt dann dazu, dass die "Daumensaiten" beim picking plötzlich zur "Melodiesaite" werden und sich plötzlich das ganze Klangbild verdreht; dann stellte ich fest, dass ich die "beyond the missouri.." nicht habe; jetzt hab ich sie mir über einen Freund besorgt (Danke für die Empfehlung!!) - alles voller wild übereinandergedubbten Klampfen; wie soll man da was raushören?! .... das "main theme.." ist aber ganz sicher offen gestimmt G- (DADGHD) oder A-Dur (EAEF#C#E) - hab grad keinen Referenzton, da der Bass im EG und der Rechner unter´m Dach steht; ähnlich z.B. auf der american garage "cross the heartland" und teilweise auf der Missouri im Hintergrund; demgegenüber sind gesamten jazzigen Melodie- und Harmoniegeschichten sicher "klassisch" gestimmt (moon song etc): also: ständiges Rumgestimme an der Gitarrenfront: das führt dann dazu, dass zwei unterschiedlich gestimmte Instrumente spielbereit auf Stative montiert stehen, während der Meister auf der dritten, die ihm vor´m Bauch hängt, virtuos herumnudelt.

Liebe Grüße - hatte mir eigentlich mehr vorgenommen, aber sonst kommt die Antwort ja gar nicht mehr!.....

Uli

Jörn Profilseite von , 08.08.2007, 13:48:42

Im Grunde haben wir ja auch eine offene Stimmung, nur keine, die wir als Akkord interpretieren. Die ersten, die offene Stimmungen nutzten, waren vor den Bluesgitarristen die Pythagoreer in der Vorsokratik. Die Pythagoreer hatten sogenannte figurierte Zahlen; heute haben wir noch Quadratzahlen oder seltener Kubik- oder Würfelzahlen, die man eben im Quadrat, in Würfeln oder anderen Formen anordnen kann. Bei den frühen Pythagoreern gab es auch Dreieckszahlen; die 10 war die sogenannte Tetraktys und heilig. Wir haben zehn Finger und fassen im Dezimalsystem nach zehn Zahlen zu einer neuen Einheit zusammen. Man muß sich die 10-Dreieckszahl wie beim Poolbillard vorstellen und eine äußere Reihe von den 15 Kugeln weglassen. Die Proportionen, die in diesem Dreieck vorkommen, bilden die Grundlage unserer Harmonielehre und auch der Stimmungen: 1 zu 2 ist die Oktave, 2 zu 3 die Quinte, 3 zu 4 die Quarte. Die antike Lyra war der Harfe vergleichbar (keine Möglichkeit, durch Runterdrücken die Länge der Saite zu verkürzen) und in den Proportionen der Zehnzahl gestimmt: Grundton, Quarte, Quinte und Oktave. Das war nicht funktionsharmonisch, wohl aber harmonisch. Es ging um die Darstellung von mathematischen Proportionen in einer Stimmung; in dieser Tradition stehen wir heute noch, wenn wir die A-Saite als 3/4 der E-Saite etc. stimmen. Umgekehrt könnte man auch eine Saite verlängern, um einen tieferen Ton zu bekommen. Beim Monochord im Physikunterricht wird das durch Verschieben des Stegs gemacht, beim Baß spielen macht man das im Grunde auch: Wenn ich eine Mensur von 100 cm habe und auf der G-Saite ein C spiele, dann schwingen 75 cm der Saite. Addiere ich ein Drittel, entspricht das der Addition von einer Quarte und ich komme zu 100 cm oder zum G. Es sei bemerkt, daß wir solche Proportionen besser hören als sehen können: Ob ich genau intoniere, kann ich nicht sehen, leider aber oftmals hören.

Wissenschafts- und philosophiehistorisch ist interessant, daß die Akustik mutmaßlich die erste experimentelle Wissenschaft gewesen ist. Es gibt die Anekdote, daß Pythagoras bei einem Schmied vorbei ging und unterschiedliche Intervalle gehört hat. Dann hat er die Intervalle untersucht und Analogien von akustischen und arithmetischen Proportionen bemerkt, die sich in offenen Stimmungen niedergeschlagen haben.

uli.g. Profilseite von uli.g., 09.08.2007, 14:02:11

Chapeau!

ein Mal off-topic und Punktlandung zurück! Es gibt Gründe, in diesem Forum zu stöbern!

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 10.08.2007, 10:44:32

Und wenn du dann jetzt auch noch "Rhitmomachia" beherrschst, wäre mein Glück perfekt!

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 27.08.2007, 16:00:06

Hallo Leute,

wie oben berichtet habe ich Probleme die richtigen Saiten fuer Quintenstimmung auf einem 1/2 Bass zu finden.

Momentan habe ich den Thomastik-Quintstimmungssatz in weich drauf. Er ist fuer 3/4 konzipiert und wenn man den 1/2 Bass auf C G D A stimmt, ist es bei den beiden tiefen Saiten einfach zu schlapp - scheppert und hat keine Power und kein Sustain - halt wie runtergestimmte Saiten so klingen.

Ich fahre im Moment ganz gut damit, alles einen Ton hoeher zu stimmen: D A E B. Klingt alles ganz gut, auch das tiefe D hat noch einigermasen Power.

Im Moment habe ich eh kein Geld fuer weitere Saitenacquisitionseskapaden - teures Hobby... Da ich eh nur free improvised stuff spiele, wo es ja eher um Sounds als Toene geht, ist es ja eigentlich auch egal, wie det Ding jetzt gestimmt ist.

Jedoch wuerde mich schon interessieren, wie Eure Erfahrungen so aussehen - von dem was ich bisher hier gelesen habe, hatte ich den Eindruck, dass die Quintenstimmer zwar eine Minderheit sind, jedoch existieren, und dass ferner 1/2 Baesse gar nicht so selten sind bei den Quintlern.

Kontracello - Du bist mit den Obligatos ja auch auf einem 1/2 Bass zufrieden - kommt denn da auch bei einem fetten Jazz-Pizzicato noch was raus? Meine oben beschriebenen Probleme waren gepizzt deutlicher - arco sind allerdings sowohl meine Faehigkeiten als auch meine Ansprueche geringer, so dass ich vielleicht hier nicht so kritisch hoere. Gepizzt war aber bei den Thomastik soifort klar, hier stimmt was nicht.

 

Gruss

Neuester Beitrag Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 27.10.2007, 16:49:39

Hallo Forum,

wie oben gesagt habe ich mir fuer 1/2 Mensur Quintstimmungssaiten bei der Fa. Lenzer machen lassen, die mir nicht gefallen. Ich biete sie daher zum Tausch an.

Es sind fuenf Saiten, d.h. KOntra-C in Quinten hoch bis e. Also mit einem Viersaiter 1/2Bass  kann man alternativ zwei Quintstimmungen ausprobieren, C G D A oder Bassetto-Stmng G D A e. Es sind Saiten mit einem Stahldraht (nicht Seil) als Kern, deswegen sind sie recht hart/hoch in der Spannung. Gepizzt fehlt mir bei ihnen eine gewisse Brillianz. Ich wurde von verschiedenen Leuten in meinem negativen Urteil korrigiert, anscheinend sind manche, die hauptsaechlich mit Bogen spielen mit diesen Saiten happy. Siehe oben Kontracello. Brauchen wohl lange Einspielphase. Ich habe den Saiten dann nochmal eine Chance gegeben, aber mir sind sie einfach zu hart und gefallen mir zumindest auf meinem Bass klanglich nicht. Waren insgesamt 2 Tage drauf.

Also, wer sie testen will, kann sie gegen einen 1/2 Mensur geeigneten, nicht zu abgenutzten Orchesterstimmungssatz haben.

Apropos 3/4 Saiten auf 1/2 aufziehen, ich hatte die Thomastik Quintsaiten auf dem 1/2 Bass drauf, und es ging "einigermassen" wenn ich sie einen GT hoeher gestimmt habe. Aber so richtig haut das auch nicht hin - Obertoene sprachen nicht gut an und klangen unsauber. Habe den Satz jetzt auf meinem 3/4 drauf und das klingt endlich.

Abgesehen von Tauschangeboten bin ich dankbar zu Tipps welche Saiten auf den 1/2 Bass draufzumachen. Gibt ja nicht so viele Marken die extra Saetze fuer diese Mensur machen. Habe ausser den Lenzersaiten nur einen THomastik Solostimmungssatz, der jetzt drauf ist. Klingt gut, aber was soll man damit als nicht KLassiker.

Danke
Armin

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