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Zugeordnete Kategorien: Neuling

berni Profilseite von , 18.10.2006, 15:01:54
kontrabass-kauf
grüss euch liebe bassgemeinde gleich vorweg: bitte nicht lachen! ich hab in der letzten zeit sehr viel geld in meine wohnung gesteckt, mein auto zerschrottet und möchte mir aber trotzdem JETZT einen kontrabass (meinen ersten) kaufen. ich würde ihn vorwiegend für ein paar nummern bigband pizzicato brauchen. was sagt ihr zu dem: http://www.thomann.de/at/thomann_kontrabass_111.htm mir ist klar, der bass wird sicher nicht der beste sein, ich möchte nur wissen, ob er grundsätzlich brauchbar zum reinschnuppern in die kontrabasswelt ist... PS: ich spiele seit 16 jahren gitarre, 5jahre bass, 2 jahre fretless.
Bassist14 Profilseite von Bassist14, 18.10.2006, 15:23:25
hallo berni,
herzlich willkommen "in der kontrabasswelt"!
wenn du die suchfunktion des forums benutzt und "thomann" eingibst bekommst du schon einiges an infos.
versuchs doch mal.
viele grüße
bassist14
Bassist14 Profilseite von Bassist14, 18.10.2006, 15:28:47
okok, habs grad überprüft, es kommt jede menge zeug in dem häufig peripher das wort "thomann" vorkommt...
jedenfalls irgendwo dabei sind viele threads die sich genau mit deiner frage befassen.
ehrlich... musste halt mal gucken...
Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 18.10.2006, 17:17:28
Hallo Bernie,

kann dir direkt zu diesem Thomann Modell nichts sagen, aber es muss dir schon klar sein dass du bei dem Preis nicht den blanken Wahnsinn erwarten kannst. Ich habe hier im UK mal geguckt, die billigsten Baesserum/unter £ 500 im Einzelhandel, und nehme mal an das laesst sich vergleichen. Also fuer mich waere das nichts, sehen scheisse aus und klingen nicht. Gerade wenn du schon so lange Musik machst - absolute Billiginstrumente sind dann vielleicht nicht das Ding, da kommt einfach nichts raus, und das werden deine geschulten Ohren merken , mit resultat frust (der sich bei einem totalen Anfaenger auch einstellen wuerde, aber vielleicht ein bisschen spaeter). In Hamburg habe ich mir vor kurzem bei World of Basses die Instrumente im unterem Preissegment angeguckt (was da aber eher so bei knapp ueber 1000 Euro losgeht) und war ueberrascht dass die gar nicht sooo schlecht klangen - waren alle auch gut eingestellt und wirkten verarbeitungsmaessig solide. Vielleicht ist das bei Thomanns billigsten MOdellen ja auch so. Wo ich allerdings skeptisch waere - Kontrabaesse sind einfach nicht billig, und von nix kommt nix. Ich wuerde mir an deiner stelle Zeit nehmen, und abgesehen von Meinungen und erfahrungen anderer letztendlich selber antesten und dein Feeling entscheiden lassen. Gut 300 Euro sind- wenns dann fuern Arsch ist- auch viel Geld - kannst du nicht erstmal unterricht nehmen und dir einen Bass leihen?

Armin
jonas lohse Profilseite von , 18.10.2006, 19:02:11
Vergleiche einfach mal den Preis des Basses mit dem Preis eines Satzes guter Saiten, oder einem neuen KB-Griffbrett, oder einem Setup beim Bassbauer. Dann kannst Du ungefähr abschätzen, wie der Bass in Sachen Qualität einzuordnen ist.
Tatsächlich gibt es hier schon einige Kommentare zu diesen Einstiegs-Bässen, und die Erfahrungen sind da natürlich durchmischt - je nach Erwartungshaltung und Anspruch. Deswegen musst Du das wahrscheinlich schon selbst entscheiden, wenn Du den Bass in den Händen hälst.
P.S: Wenn Du mit dem Bass wirklich Spass haben willst, kommen noch ein paar weitere Kosten auf Dich zu. Tonabnehmer, Saiten, eventuell ein Setup und eine Tasche. Kalkuliere da besser gleich nochmal ein paar Euro zusätzlich ein, denn KB ist kein billiges Vergnügen.
StefanE Profilseite von StefanE, 18.10.2006, 20:38:12
Ich stand vor 1 1/2 Jahren auch vor dem Problem. Habe mich zum Glück gegen einen Bass im dreistelligen Bereich entschieden, habe alle verfügbaren Reserven zusammengekratzt, bin zum Bassbauer gefahren, und habe dort einen wunderschönen Massivbass erstanden. Das ganze hat mit Tasche und neuen Saiten 2200,- Eier gekostet. Und er klingt super, läßt sich gut spielen und macht einfach nur Spaß. Andersherum würde ich mich heute wahrscheinlich nur ärgern und an einen zweiten Neukauf denken.

Gruß,
Stefan
MarcP Profilseite von , 19.10.2006, 07:59:15
hallo berni,
Lehrgeld bezahlen kann ja auch sehr nützlich sein. Ich persönlich bevorzuge den alten aber immer noch zutreffenden Spruch: "Ich kann mir billig kaufen nicht leisten".
Jonas hat da ganz Recht. Gerade der Satz Saiten ist doch recht entscheidend wie das gute Stück dann klingt und sich spielen lässt.
Für den Preis kann man z.B.: ein paar Eimer Wandfarben, ein Satz Saiten, eine Kontrabasstasche oder einen Tonabnehmer kaufen. Oder brauchst Du ein Dekorationsstück ?
Gerade gestern habe ich mal wieder einen swingmaster es9 gespielt und da weis man wieder einmal wie ein Bass klingen kann.
Der Kontrabass ist ein Holzinstument und stammt nicht aus einer Gußform.
Meine Empfehlung: Richte Deine Wohnung fertig ein und spar etwas mehr zusammen.

Marc
berni Profilseite von , 19.10.2006, 08:46:00
danke für eure ersten reaktionen!

ich bin momentan sehr verunsichert, da ich vor ein paar wochen bei einem wiener geigenbauer einen massiven kontrabass angetestet hab (preis € 2.200).
wunderschön gearbeitet mit ebenholzgriffbrett (oder palisander?! auf jeden fall kein lackiertes!!!).

bei antesten (pizzicato) klang allerdings nur die A saite voll und kräftig. E,D,G waren deutlich leiser.

als ich in einem anderen geschäft einen billigen gesperrten um €700 (Fa. GEWA- allerdings lt. verkäufer gebaut in fernost) angetestet hab, klang dieser wie ein kontrabass IMHO klingen soll: alle saiten gleich laut, angenehmer erster eindruck beim spielgefühl.

ich weiss jetzt echt nicht mehr was ich tun soll...

BITTTE HEEELLLFFFEEENN!!
ich bin extremst kontrabass-geil!!
;-)
jonas Lohse Profilseite von , 19.10.2006, 13:05:16
Teste noch ein wenig weiter, dann bekommst Du selbst ein bisschen Gefühl dafür, was man für wieviel Geld bekommt. In ein paar Wochen/Monaten wird es immer noch Bässe zu kaufen geben, eine urplötzliche Verknappung ist nicht zu erwarten. Also ist von daher keine Eile geboten, wenn Du Deine spärlichen Ersparnisse an den Mann bringen willst.
Außerdem sind Bässe sehr individuell; zwei äußerlich baugleiche Bässe können klingen wie Tag und Nacht - vorallem im Einstiegssegment.
Hochwertige Griffbretter sind übrigens aus Ebenholz, Palisander ist die Billig-Variante. Wobei es damit aus so eine Sache ist: besser ein gutes Palisander-GB als ein schlechtes aus Ebenholz. Ein wirklich richtig gutes Griffbrett+Setup kostet Dich übrigens mindestens so viel wie ein billiger Bass - das nur am Rande.
Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 19.10.2006, 12:09:39
Hmm,

da laesst sich so in Ferndiagnose nicht viel zu sagen.

Ich wuerde mir an deiner stelle noch Zeit nehmen und weiter testen. Am besten mir einem Freund - dann kannst du auch mal hoeren wie sich der Bass in einiger Entfernung anhoert. Es wird bei mehreren Malen antesten wahrscheinlich auch deine Wahrnehmenung aendern - abgesehen von laut oder leise gibt es ja noch 100 andere Variablen. Letztendlich kann dir niemand die Entscheidung abnehmen.

Ich sehe mich sein einiger Zeit nach einem Zweitbass um, naja und die Preise sind in den 20 Jahren seit ich meinen jetzigen Bass gekauft habe schon ganz gut gestiegen. So um die 2000 Euro bekommt man halt schon einen Massivbass, aber beim Antesten war ich von denen eigentlich eher etwas enttaeuscht, und fand bei den billigen massiven kein wirklich eklatanten Unterschied zu den besseren halbmassiven und gesperrten. Der billigste Bass, der mir wirklich gefiel, sollte 9000 Euro kosten - natuerlich ausser Frage, und entsprechend ist das Projekt Zweitbass erstmal auf eis gelegt. Aber das ist alles natuerlich subjektiv und Resultat von 2 min antesten - bevor ich was kaufen wuerde, wuerde ich mir auf jeden Fall mehr Zeit nehmen. Technisch kenne ich mich nicht gut genug aus, aber der Fakt dass du z.B. einen halbmassiven Bass bei Thomann wahrscheinlich fuer weniger als die Haelfte von dem bekommst was z.B. der deutsche Bass-Pontifex Heiner Windelband verlangt zeigt schon dass es sich bei beiden Baessen nicht um das gleiche Objekt der Begierde handeln kann.

Armin
Neuester Beitrag christoph reisdorf Profilseite von , 19.10.2006, 13:33:35
Hallo Berni,

die Warnungen vor dem Lehrgeld solltest Du durchaus ernst nehmen. Was hier umschrieben wird, bedeutet bei einem schlecht eingerichteten Kontrabass im Klartext:

Neuen Steg anpassen und einrichten: ca. 200 €
Satz guter Saiten: runde 150 €
Stimmstock neu stellen: ca. 50 €
Griffbrett abrichten: etwa 100 €
Ordentliches Futteral: min. 200 €, in besserer Qualität auch schnell 400 €.
Tonabnehmer: ab ca. 80 - 100 €, darf aber auch gerne mal 500 € und mehr kosten.
Vorverstärker: ab ca. 70 €

Bei diesen Kosten ( die durchaus nicht alle fällig sein müssen, aber könnten ), entpuppt sich ein vermeindliches Schnäppchen sehr schnell als Groschengrab.

Schau Dich doch mal im Marktplatz um. Es gibt ja auch dort schonmal einen ordentlich eingerichteten Bass für um die 1000 €, manchmal sogar etwas billiger. Unter Berücksichtigung aller Folgekosten, ist das sicher oft die bessere Wahl. Dazu kommt, dass so ein Instrument auch eingespielt werden will, und erst dann seinen Klng entwickelt - da steht Dir bei einem fabrikneuen Bass ja auch noch ein nettes Stück Arbeit bevor. Daher wundert mich der erste Eindruck von dem beschriebenen GEWA Bass nicht.

Du findest hier im Forum unendlich viele Beiträge von Bassisten, die wie Du dachten, das müsste doch billiger zu machen sein - die meisten sind dann letztendlich doch den Ratschlägen der erfahrenen Bassisten gefolgt.

Ich halte den bereits erwähnten Weg, sich einen Kontrabasslehrer zu nehmen, und dann mit diesem gemeinsam nach einem Instrument zu suchen, für den mit Abstand sichersten Weg. Autodidaktisch wirst Du Dir am Kontabass sowieso viel zu viele Fehler aneignen, die Du dann nur mit viel Mühe wieder rausbekommst.

Viel Spass bei der Suche !

Christoph
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