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Zugeordnete Kategorien: Bogen & Streichtechnik

sog i ned Profilseite von , 20.11.2005, 17:33:20
Bassbogen
Hallo!

Ich würd mir gern nen eigenen Bassbogen kaufen. Im deutschen Stil.
Taugt da einer, der 200-300€ kostet und nen recht guten Klang macht auch schon oder ist ein teurerer bedeutend besser?
Ich bin noch Schülerin und hab deswegen nicht soo viel Geld...
Lg und schon mal Danke
Wolf-Dieter Profilseite von , 20.11.2005, 18:36:32
Ich habe mir einen Karbonbogen für 269 Euro gekauft, der als Ersatzbogen für meinen teuren Fernambukbogen (mit Stempel) gedacht war. Nach zwei Proben habe ich den guten alten Fernambukbogen als Ersatzbogen eingestuft und spiele jetzt nur noch mit dem Karbonbogen. Gut muss nicht immer teuer sein.
Markus Profilseite von Markus, 22.11.2005, 10:19:56
@ Wolf-Dieter

Ich bin ebenfalls auf der Suche nach einem guten und relativ günstigen Karbonbogen (für deutsche Bogenhaltung). Wäre nett, wenn Du uns mitteilen könntest, wo Du den Bogen gekauft hast, bzw. von welchem Hersteller der Bogen ist. - Hat der Bogen einen Ebenhozfrosch? Ist die Qualität der Bogenhaare ebenfalls gut?

Vielen Dank und viele Grüße
Markus
Wolf-Dieter Profilseite von , 22.11.2005, 18:01:12
Karbonbögen gibt's zum Beispiel bei - Tobias Pöhler (siehe Marktplatz hier unter Bögen, Marke Sielam), - Geige24 (www.geige24.com/boegen/bogen309.htm, Marke Carbondix) - Thomann (www.thomann.de, Eigenmarke und Glassner) und noch von anderen Anbietern. Die Bögen von Arcus (www.arcus-bow.de) sind die Ferraris unter den Karbonbögen, mit entsprechenden Preisen. Gruß, Wolf-Dieter
Möhrle Profilseite von , 22.11.2005, 14:33:08
Ich hab nen Bogen über ebay gekauft, allerdings von nem geigenbauer. der hat nich über 100 euro gekostet und is auch gut zu spielen. vor allem kommts meiner meinung net zu sehr auf die qualität vom bogen an, sondern auch auf bogenhaltung, spiel-art allgemein und colo. ;-)
lg
sog i ned Profilseite von , 25.11.2005, 13:44:46
Naja, also das macht schon nen Unterschied. Ich hab mir zwei Bögen ausgeliehen, der teuerere is leichter und kürzer, aber der billigere (100€ billiger!!!) macht nen viiiiiiiiel besseren Klang. Beim gleichen Kolophonium, selber Bass und selbe Spielerin;-)
Ich schwanke immer noch und schau mir jetzt noch mal ein paar andere an.
möhrle Profilseite von , 25.11.2005, 14:23:23
ich glaub du hast mich falsch verstanden, sog i ned, weil ich meinte doch eben, dass jemand der fabulös spielt, auf jedem bogen, egal ob teuer oder billig fabulös spielen kann. und deine aussage, dass der billige besser is, bestätigt meine meinung auch noch darin, dass net immer der teuerste am besten is.
lg
David Moss Profilseite von , 25.11.2005, 21:33:54
Ich habe gerade auf Rat von meinem Kontrabass-Lehrer den Bogen aus Manilkara Kauki-Holz bei www.ymak.de gekauft, für 175 Euro. Ich verstehe nicht viel davon, aber mein Lehrer war hin und weg, als er den Bogen in die Hände bekam - meinte, unter 1000 Euro bekäme man keinen besseren.
Uli Profilseite von , 30.11.2005, 19:28:50
Habe neulich bei mezzo-forte einen Karbonbogen für 145 EUR
gekauft. Sehr preiswert für Karbon und gefällt mir gut
sog i ned Profilseite von , 03.12.2005, 10:32:39
ähhm, was ist denn überhaupt ein karbonbogen? und was gibts noch für andre???
lg
Uli Profilseite von , 03.12.2005, 21:20:44
sog i ned :-)
Google ist dein Freund
Wolf-Dieter Profilseite von , 04.12.2005, 13:47:14
Die Hauptteile eines Bogens sind die Stange, der Frosch und die Bespannung. Die Stange wird traditionell aus Holz gefertigt. Da die dünne Stange eine hohe Spannung aushalten muss, wird tropisches Hartholz bevorzugt, zum Beispiel Fernambuk (kommt von Pernambuco), Schlangenholz und noch andere Holzarten. Da Tropenholz teuer ist und in den letzten Jahren auch gut geschützt wird, haben die Bogenbauer auf einen Verbundwerkstoff zurückgegriffen, der auch im Flugzeugbau und in Formel-1-Rennautos verwendet wird. Der Stoff besteht aus Kohlenstoff-Fasern (deshalb Karbon- oder Carbon-Bogen) und einem Bindemittel, die unter Druck und Hitze zu der Bogenstange geformt werden. Die Eigenschaften der Karbon-Stange sind vergleichbar mit denen von gutem Tropenholz, die Herstellung ist aber preiswerter. Es gibt braune und schwarze Karbonbögen. Sorry für die Klugscheisserei, aber die Kollegin verdient eine Antwort.
christoph - frei Profilseite von , 27.02.2006, 21:19:20
Der Bogen ist sehr wichtig. Ich hab nach 6 Jahren Geigenspiel mal einen guten Bogen in die Hände gekriegt. Ich spielte mit diesem Bogen wirklich eine Klasse besser.
Christian_Klein Profilseite von , 28.02.2006, 00:39:53
Die Antwort ist wieder mal: kommt ganz drauf an! Wenn du, sog i ned, eine solistische Karriere anstrebst, ist ein guter Bogen verdammt wichtig - von Anfang an. Für´s Orchester (außer du wirst Stimmführerin und musst daher die Solostellen grunzen) tut´s ein Durchschnitts-Prügel auch (*duck*). Ich bekam meinen Pfretschner damals von Ludwig Streicher, hab ihm (dem Bogen!) später einen Substituten spendiert, gedacht für wilde Reisen, wüste Beisel/Kneipen etc. - aber ein Zweitbogen wurde er nie, denn bei den "Feinheiten" (z.B. Gewicht, Spiccato, Spiel im oberen Bogen-Viertel usw.) kann er nicht mithalten, nicht mal annähernd. Ich würde meinen: Wenn´s dein Buget (also das Knödel, das du nicht hast) erlaubt, dann investiere - denn ein guter Bogen verliert meines Wissens nicht an Wert.
makro Profilseite von makro, 28.02.2006, 11:56:30
zum Thema Bogen möchte ich noch anmerken das, so wir uns über den Kontrabass als Streichinstrument unterhalten, der Bogen "die Seele des Instruments " ist. Ich bin der Meinung das die Kombination eines Mittelmässigen Intstruments und eines guten oder auch sehr guten Bogens der umgekehrten Möglichkeit in jedem Falle vorzuziehen ist. Daraus resultiert das der Anschaffung eines Bogens eine entsprechende Aufmerksamkeit zukommen sollte. Zu empfehlen ist auf jeden Fall gründliches Ausprobieren, gg. auch den Rat des Kontrabass-Lehrers oder eines spieltechnisch fortgeschrittenen Kontrabassisten einzuholen. Es gibt nichts frustrierenderes als sich mit unadäquatem "Handwerkszeug" herumzuplagen, von daher gesehen ist eine Fehlinvestition, insbesonder bei schmalem Budget, gleich doppelt ärgerlich. Mein Rat wäre Zeit lassen mit der Suche und lieber etwas mehr für die den Anforderungen entsprechende Qualität investieren. Denn leider ist es doch i.d.R. so, das gute Bögen schlicht nicht für Kleingeld zu haben sind (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).
Viel Erfolg bei der Suche.
Markus Kroell
Jean Profilseite von Jean, 28.02.2006, 19:38:11
ich habe ich es ganz anders gemacht als in diesem forum häufig empfohlen. witzigerweise bereue ich es gar nicht!als es darum ging mir einen guten bogen zu kaufen, hat mir ein bekannter und ehemaliger profi-musiker einen bogen angeboten, der, wie sich dann herausstellte sehr wertvoll und im gebräuchlichen sinne gut war.
leider schien der bogen nicht zu mir zu passen, ich kam einfach nicht damit klar. aus naivität oder faszination für diesen bogen habe ich ihn trotzdem gekauft, teuer aber weit unter dem wert.
inzwischen bin ich überglücklich, mich so entschieden zu haben! ich kann mit keinem bogen auch nur im ansatz so gut spielen wie mit meinem eigenen.
was ich damit sagen will, es ist ein wenig glück dabei. manche bogen habe eben ihre eigenheiten, an die man sich erst gewöhnen muss und die man vielleicht erst später schätzen kann...
was nützt das jemanden, der sich grade einen bogen kaufen möchte: keine ahnung! ;)
David Profilseite von David, 28.02.2006, 20:14:15
> was nützt das jemanden, der sich grade einen > bogen kaufen möchte: keine ahnung! Ich denke, folgendes: Als Unerfahrenen sollte man zunächst einen günstigen kaufen - wie z.B. mein bereits empfohlene von www.ymak.de für 175 EUR - und mit der Anschaffung eines wirklich guten Bogens abwarten, bis man sich besser auskennt. Oder nicht?
Neuester Beitrag KlausHörberg Profilseite von KlausHörberg, 01.03.2006, 03:11:14
Hoi soig i ned,

wichtig ist bei der Entscheidung auch Deine Bogenhaltung.
Auch innerhalb der "deutschen Bogenhaltung" gibts ja verschiedene Möglichkeiten.
Auch sollte der Bogen von Länge, Gewicht, Festigkeit der Stange, Froschgöße etc. her zu Deinem Körper passen.
Ist alles sehr individuell.

Ich hab in meiner Bogensammlung z.B. einen Stecken, bei dem jeder Geigenbauer mich erstmal zweifelnd anschaut, ob ich als Profi das ernst meine....mit dem Prügel (178 g) spiel ich Dir aber jede Spicc. oder auch pp Stelle vor. Bruckners ffff gehn eh von alleine. Der Bogen hat so seine ganz spezielle Geschichte, so eine Art Excalibur. Nicht jeder kommt damit zurecht, aber wenn, dann :-))

Ganz wichtig ist auch der Bezug und dessen Pflege.
Ich bring meine Bögen seit Jahren exclusiv nach München zum Markus Wörz. Der macht nur Bögen, auch Neubau (ob er sich inzwischen an den Neubau von Bassbögen gewagt hat weiß ich nicht, die Bezüge von ihm halten so gut, daß ich schon länger nicht mehr hin mußte....).
Jedesmal, wenn ich einen Bogen woanders auffrisieren lassen habe, habe ich es bitter bereut. Klingt halt nicht so gut.



Mit lieben Grüßen, Klaus
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