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Zugeordnete Kategorien: off topic - Unterricht & Didaktik

mhalm Profilseite von mhalm, 21.07.2010, 11:53:25
Musikunterricht

 Hallo, interessiere mich Musikunterricht für Kontrabass. komme aus Bonn, wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte! Vielen Dank

rase Profilseite von wdrase, 21.07.2010, 14:14:18

Wie wäre es mit der Musikschule Bonn? Über www.bonn.de kommst du auf die Seite der Musikschule, da gibt's mehr Informationen, sicher auch zum Kontrabass-Unterricht.


Harami Profilseite von Harami, 22.07.2010, 15:32:43

 Meines Wissens nach ist dort Gunnar Plümer als Bassist - eine hervorragende Adresse !

mhalm Profilseite von mhalm, 22.07.2010, 18:30:45

Hallo Harami? Wo? An der Musikschule, oder hast du dazu eine Adresse? Vielen Dank

Ceperito Profilseite von Ceperito, 22.07.2010, 19:48:20

Hallo mhalm,
wenn Du auf
http://eu.ixquick.com/deu/phone.html
den Namen eingibst findest Du eine Bonner Telefonnummer.
LG Jan

bassknecht Profilseite von bassknecht, 23.07.2010, 12:20:59

Geteilte Meinungen haben für mich eine andere Qualität und andere  Auswirkungen bezogen, beispielsweise auf eine Saitensorte, als bezogen  auf einen freischaffenden Menschen, der u.U sehr auf einen Ruf  angewiesen ist. Ich finde es daher nicht gut, wenn hier Privatpersonen  als Lehrer angepriesen  werden und deren Kontaktdaten ausgetauscht werden. Zwangsläufig wird es  immer Anhänger eines Gurus, wie auch unzufriedene Schüler geben, die  kritische Dinge anzumerken haben, sowas kann sehr heikel werden. Dieses hier ist ein Forum, hier ist es erwünscht und üblich kontrovers zu diskutieren. Im Marktplatz (Unterricht suche/biete) geht das gar nicht, darum gehören konkrete Angebote und Kontaktdaten (auch Links) dorthin,  vielleicht wäre eine Unterkategorie Empfehlungen / Hinweise dort eine sinvolle Einrichtung.

Ein operationalisiert arbeitender Lehrer für unspezialisierten Kontrabass  Anfängerunterricht böte erstmal die breitesten Möglichkeiten. Es ist  nicht klar ob für Dich dieses erstmal anzuraten wäre. Auch wenn man  selbst genau zu wissen scheint was man eigentlich und ausschliesslich  nur will, vergibt man oft  viel, wenn man seine Scheuklappen nicht  ablegen kann. Die Möglichkeiten mit einem Kontrabass sind derartig breit  gefächert, da kommt man als Interessent anfänglich kaum drauf,  was  einem Spass machen könnte. Landest Du bei einem musikalischen Profi, der mehr Künstler als Pädagoge ist, und vielleicht auch noch sehr  spezialisiert und fixiert auf eine Richtung, kann es sein, dass Du  verbogen wirst, vielleicht ist es aber auch genau der richtige Impuls  und die Anregung die Dir noch fehlt, pauschal warnen möchte ich daher nicht.  Auf so einen Lehrer zu stossen kann Dir überall passieren, auch  an einer Musikschule, dennoch sprechen einige Punkte dafür sich zunächst  dort erstmal zu orientieren.

Normalerweise kann man als  freischaffender Musiker, der ausreichend sozialversichert ist, Steuern  zahlt und in seine Fortbildung investiert nicht mit den  Unterrichtspreisen einer subventionierten Musikschule konkurrieren.  Preise von privaten Anbietern die gleich oder darunter liegen haben  entweder für den Lehrer oder für den Schüler Haken. Die Preise mus man  natürlich von der Jahressumme auf eine 30, 45 oder 60 Min Stunde  runterrechnen um zu vergleichen, die häufige Empörung über zu bezahlende  Ferienzeiten relativiert sich dann meistens. Das Unterrichtsverhältnis  ist primär eine 1:1 Zweierbeziehung (im Einzelunterricht), dennoch sind  daran angegliederte Kontakte und Aktionen mit anderen Schülern und  anderen Instrumenten eine wichtige und prägende Triebfeder. Musik  profitiert gerade beim Lernen viel von den Mechanismen eines  Mannschaftssportes. Gemeinsame  Vorspiele, Ensembles usw, kann ein  Privatmusiklehrer in aller Regel nicht bieten, auch bei Unterrichts- und  Mietinstrumenten in verschiedenen Grössen hat man ausserhalb von  Musikschulen meistens schlechte Karten. Ciao Roland (Musikschullehrer nicht aus Bonn, und gerade in den Ferien)

Harami Profilseite von Harami, 23.07.2010, 16:18:54

 Ups, was hab´ich da gemacht - hatte nur gehört, dass G.P an der Musikschule Bonn ist (oder einmal war?). Ich hätte aber keine Namen in die Diskussion werfen sollen. Es gibt sicherlich dort noch sehr viele gute Bassisten/Basslehrer. Ganz allgemein wäre die Musikschule sicherlich eine gute Adresse für den Anfang, vor allem auch, das kann ich nur unterstützen,  wegen der Möglichkeit des frühen Zusammenspiels in Ensembles.

Jörn Profilseite von fetti, 23.07.2010, 17:06:06

Offenbar ein schwieriges Thema, ich sehe es aber anders. Zum einen sind mittlerweile Bewertungsportale auch von Menschen Standard, z.B. www.meinprof.de; das hat die Vorteile, die Evaluationen im Lehrbetrieb allgemein haben: Einschätzung dessen, was die Studenten von einem halten. Zum anderen ist doch in beidseitigem Interesse, daß Enttäuschungen oder auch Streit vermieden werden. Wenn ich slappen möchte und Kontrabaßakrobatiktips brauche, dann ist doch gut, daß ich nicht zu einem Klassiker gehe, bzw. für die Verbesserung meiner Bogentechnik würde ich nicht bei Lee Rooker anfragen, auch wenn der in seinem Stil ein guter Bassist ist.

Wenn man so alt ist, daß man Kontrabassunterricht sucht, dann dürfte man auch musikalische Vorlieben haben. In einem Unterrichtsthread auf geba-online habe ich von meiner Erfahrung erzählt, daß ich mit ca. 16, nach erster Bluesbanderfahrung, Lust auf Jazz hatte. Meine Eltern steckten mich auf meinen Wunsch hin in die Musikschule - und nach drei Monaten wurde wieder gekündigt. Das lag nicht an meiner mangelnden Motivation, aber der Lehrer und ich passten sowenig zusammen, daß man sich das besser ganz gespart hätte. Eine angemessene Einschätzung im vorhinein wäre sehr hilfreich gewesen.

Harami Profilseite von Harami, 23.07.2010, 18:31:43

Völlig richtig - und das heißt, dass man zunächst einmal wissen/sagen sollte, welche Art von Musik man später spielen will und sich nach Möglichkeit einen Lehrer sucht, der in diese Richtung geht. Was nicht ausschließt, dass man die Richtung auch wieder wechseln/erweitern kann und en Lehrer auch mal wechselt. Falls es nicht so gut zusammen läuft, oder auch nur, um auch einmal das Bassspiel von anderer Seite zu sehen.

bassknecht Profilseite von bassknecht, 24.07.2010, 13:45:04

Hallo Jörn, ich sehe widerum einiges anders als Du. Mag sein, dass es sogenannte Bewertungsportale gibt, die Tatsache dass sie existieren belegt vielleicht einen Bedarf danach, nicht aber deren Sinnhaftigkeit.

Zusammengetragene Meinungen von Studenten stellen für mich keine "Evaluationen im Lehrbetrieb" dar, das sind persönliche Erfahrungen, mehr aber auch nicht!  Wir haben das im Studium in der Mensa bzw Cafeteria ausgetauscht, das war wichtig und klasse, vor allem wenn einer der "besprochenen" Lehrer vorbeikam und sich direkt zur Rede stellen liess. Vorab die grundsätzliche Entscheidung an welcher Hochschule ich welchen Lehrer kontaktiere hätte ich mir sowieso nicht von irgend welchen unkalkulierbaren Leuten abnehmen lassen, für soetwas wichtiges und persönliches habe ich einfach viel Zeit und Reisekosten inkauf genommen, wäre für mich anders gar nicht gegangen.  Eine Evaluation ist ein wichtig klingendes Wort, im eigentlichen Sinne aber etwas völlig anderes und selbst bei einer echten "Evaluationen im Lehrbetrieb" muss man gucken wer da auf welchen Grundlagen und wie wissenschaftlich gearbeitet hat. Abgesehen davon, dass es hier im thread um Instrumentalunterricht (Anfängerunterricht?) geht, ist das Geba Forum bislang definitiv kein Bewertungsportal únd ich fände es schade wenn es sich durch den Usus schleichend durch die Hintertür zu einem solchen entwickeln würde.

Ausserdem muss man sehen, dass das Geba Forum durch jahrelange Präsens kluger Köpfe und produktiver Beiträge sich einen positiven Ruf als Gesamtinstitution erworben hat.  Auf manche hier geführten Diskussionen wird von der bassistischen Öffentlichkeit daher viel Gewicht gelegt, dieses "Pfund" an Gewichtigkeit hat ein meckernder oder lobhudelnder Student der bei  meinprof.de schreibt aber nicht,  daher fände ich eine frei inszenierte Meckerecke in einem thread fatal. Jörn, willst Du entscheiden ab wann gewisse Schmutzkübel die ausgegossen werden zu stinkend sind und es um Rufschädigung geht?  Was ist mit den vielen weniger etablierten und unbekannten Lehrern die nichts vom Kuchen abbekommen, wenn gut  frequentierte Gurus alle Unterrichtsanfragen auf sich ziehen und zu vollkommen überlaufenen Institutionen werden?

Es sollte jedem Leser hier mittlerweile klar sein, dass ich mich längst auf einer hypothetischen Ebene fast schon OT befinde und es mir darum geht den Anfängen von Tendenzen im Forum zu wehren, das ist ganz ähnlich wie meine bekannte Ablehnung von Werbung die als Information getarnt wird. Meine Meinung ist, bitte keine Bewertungen von konkret genannten Lehrern im Forum, Inserate und Auflistungen (von mir aus unbewertet in 2 oder 3 Kategorien) gerne im Marktplatz.

Jörg, Deine persönlichen Erfahrungen mit dem "falschen" Lehrer und Frustration darüber kann ich absolut nachvollziehen, dennoch ist das für mich kein Grund die mangelnde pädagogische oder fachliche Kompetenz eines Instrumentalisten mit mit den Möglichkeiten heutiger Medien in die Öffentlichkeit zu zerren. Das Problem dabei ist einfach die Angemessenheit  einer Einschätzung eben "angemessen" hinzubekommen, das würde wirklich nur über handverlesene Einschätzungen gehen (und wer akzeptiert es leicht, wenn ausgerechnet seine Einschätzung als unangemessen rausgekickt wird?). 

Es hilft Dir nach Deinen Frustrationserfahrungen nicht mehr, aber lass Dir gesagt sein, das es zumindest an Musikschulen den Kontrabasslehrertypus "Nebentätigkeit vor dem abendlichen Dienst am dritten Pult Provinzorchester", in der Form nicht mehr lange geben wird, eigentlich heute schon fast nicht mehr gibt. Ich kenne noch KB Anfängerunterricht, auf der Grundlage dass man nur "genommen" wurde wenn man schon Noten, besser noch auf dem Klavier einige Beethoven oder Mozart Sonatinen konnte und musste dann monatelang schematisch fortschreitende KB Schulen durchackern, die Anfang des 20 Jahrhunderts geschrieben wurden. Diese Herangehensweise kann man heutzutage eigentlich nicht mehr anbieten, wenn man an kontinuierlichen Schülernachwuchs interessiert ist und die Realität von Konkurrenz durch pädagigisch sinnvoll arbeitende Lehrern richtig einschätzt. Musikalische Vorlieben darf man haben und hat auch jeder, die kann man mit 16 normalerweise formulieren und ein Lehrer sollte in der Lage sein zu sagen ob er das überhaupt kann und ob er es didaktisch für sinnvoll hält sich beim Lernen auf  reine musikalische Vorlieben zu beschränken. Wenn sowas beim Infotermin nicht klappt, liegen grundsätzliche, eigentlich systemische Probleme zugrunde, da hilft auch eine Meckerecke vorab nicht. Musikalische Vorlieben hatte ich auch, war aber (gottseidank) nie völlig fixiert und eingeschränkt  auf eine einzige Sparte dessen was mit einem Kb möglich ist, trotzdem war ich froh einen Lehrer gefunden zu haben, der mich da abholte wo ich war, und der mir geholfen hat über meinen Tellerrand zu sehen, das ging vor 30 Jahren schon, als noch kein Mensch an Internet gedacht hat.

Manche Dinge im Leben haben einfach mit Glück und Pech zu tun. 

Ciao Roland

Pollux Profilseite von Pollux, 21.07.2010, 18:55:47

 http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/musikschule/index.html?lang=de

Viel Glück und einen guten Start mit dem Kontrabass! Herzlichen Gruß, Pollux

 

Bassist_0815 Profilseite von Tiefes-C-Saft, 23.07.2010, 16:08:22

Insgeheim suche ich latent wieder nach einem Klassik-Lehrer in oder um Karlsruhe.

Aber meine bisherigen Erfahrungen mit einem Super-Schüler von einem hiesigen KB-Guru haben mich viel (!) Nerven gekostet. Deshalb bin ich gerade bei den Klassikern echt vorsichtig.

Da leiden Motivation und Ausdruck zugunsten von Technik und Tradition.

Als ehemaliger Punk-Bassist und jetztiger Jazzer bin ich vielleicht verwöhnt von Freiheit, kann sein. Und ich bin kein Profi, also verdiene mein Geld woanders.

Kurz: Wer kann einen "Freigeist"-Klassik-Lehrer empfehlen?

 

 

Uli Profilseite von Uli, 29.07.2010, 14:12:07

 >Kurz: Wer kann einen "Freigeist"-Klassik-Lehrer empfehlen?<

Ha! Schau Dir mal einige der Antworten zu meiner Frage nach Francois Rabbaths Lehrbüchern an:

Das ließ bei mir manchmal so unterschwellig das Gefühl hochkommen, ich hätte in der Katholischen Kirchenzeitung nachgefragt, ob man durch das Lesen des Wachturms (Zeugen Jehovahs) etwas für sein Seelenheil tun kann.

Grüße

Uli 

bassknecht Profilseite von bassknecht, 29.07.2010, 15:41:06

Ich verstehe diese Matapher, kann allerdings kerinen Zusammenhang mit den Reaktionen auf  Deine Frage zu Rabbath´s Lehrbüchern herstellen, solltest Du nur mit  Ja / Nein / weiss nicht,   Antworten zurechtkommen, hättest Du eine Votingliste mit drei Ankreuzmöglichkeiten posten sollen  oder vorher überlegen ob Du Dich hier im Forum an die geeignete Institution wendest.

Bassist  0815  stellt hier eine Frage, die ich verstehe, da er sie schlüssig begründet. Ich kann ihm darauf aber nicht antworten, weil ich dort keine Leute kenne, von Dir jedenfalls lese ich dazu nicht Erhellendes. Kommt da noch was Konkretes?   

Neuester Beitrag Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 29.07.2010, 16:02:25

 @ Uli:

Verstehe ich auch nicht ganz. Die Reaktionen auf deine Frage im anderen Thread waren doch ganz relaxt.


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