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Anklemmbares Stimmgerät sinnvoll?

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Zugeordnete Kategorien: Stimmen & Stimmungen - Werkzeug & Zubehör

Dröhner Profilseite von Dröhner, 24.02.2008, 13:45:58
Anklemmbares Stimmgerät sinnvoll?

Hallo Forum,

meinen Kontrabass stimme ich derzeit mit einem Korg GA-30. Das lege ich einfach auf den Steg und stimme akustisch. Ich habe zwar einen Piezo, aber das Hantieren mit Kabel ist mir zu nervig. Akustisch Stimmen geht aber leider nur in leisen Situationen.

Nun hatte ich die Idee, mir ein anklemmbares Stimmgerät zuzulegen. Sowas wie diesoder das.

Macht das Sinn, sich ein Gerät wie das Intellitouch PT-1 zum Stimmen an den Steg zu klemmen? Laut Beschreibung "fühlt" es ja den Ton, was in lauten Umgebungen gut funktionieren könnte. Und - ob auch das Harley Benton MT100 ausreichen könnte? Was meint ihr, hat jemand Erfahrung mit diesen Teilen?

Gruß,


Pablo

Uwe Profilseite von Uwe, 24.02.2008, 16:18:13

Ich benutze das Korg AW-1, das dürfte Deinen Favoriten entsprechen. Ich könnte damit auch in dem Höllenlärm stimmen, den die Bläser hinter mir entfachen. Durchstimmen nach Gehör liegt auch nicht mehr drin, wenn alle Streicher ihre Töne suchen.

Einfach an den Steg geklemmt, und schon kann man in Ruhe und ohne Hektik alle vier Saiten stimmen. Ob dies Gerät auch eine fünfte, eine H-Saite, "könnte", weiß ich leider nicht.

Noch ein Tip: die Neupreise von Stimmgeräten unterscheiden sich je nach Händler gewaltig, beim AW-1 gabs eine Bandbreite von 20 Euro.

Gruß, Uwe

Jörn Profilseite von fetti, 28.02.2008, 20:30:43

Bei Thomann kostet es im Moment 44,50 Euro.

http://www.thomann.de/de/korg_aw1.htm

Nasreddin Profilseite von Nasreddin, 24.02.2008, 23:08:02
So etwas eignet sich super für Standard Stimmgeräte mit Klinkeneingang: http://www.bass-shop.de/catalog/product_info.php?cPath=40&products_id=261 an den Steg klemmen und direkt vorm trötenden Blech stimmen :)
bassknecht Profilseite von bassknecht, 24.02.2008, 23:25:24

Ich habe mehrere anklemmbare Stimmgeräte angetestet, richtig zufrieden war ich mit keinem, die Lösung Korg CA 30 plus Anklippmikro ist für mich noch die beste Lösung. Das Kabel stört mich dabei nicht, es ist ja dünn und kurz, im Gegensatz zu einem Instrumentenklinkekabel, welches Du gebrauchst um Deinen  Piezopickup mit dem Tuner zu verbinden. Nachteil des Anklippmikros bzw dessen Kabel, es gibt schnell Kabelbrüche, man  muss beim Zusammenrollen total aufpassen, das nervt wirklich.

Nachteile der Anklipptuner, sie haben meist schlecht ablesbare Displays, reagieren zu schnell auf den langsam einschwingenden Kontrabasston, was erstmal zu einer Fehlmessung führt. Ausserdem  laufen sie meist mit Knopfzellen und haben dadurch deutlich höhere "Energiekosten" als das CA 30, immerhin werden die Geräte selbst schon billiger. Wenn es ringsumher richtig laut ist, dann setzten diese Schallquellen durchaus Teile des Resonanzkörpers vom KB in Schwingung, das nimmt dann das Klippmikro auf und dann nützt Dir die ganze Anklipperei gar nichts, Du kannst dann nur noch rausgehen oder laut "RUHE" schreien. Die beiden Thomann Stimmgeräte kenne ich nicht, wahrscheinlich hat das  Harley Benton das besser abzulesende Display, bestell beide und schick eins wieder zurück, das klappt immer gut bei Thomann. Wahrscheinlich funktionieren die Geräte besser wenn -Du sie am Wirbelkasten anklemmst, da kommen überwiegend Saitenschwingungen an und weniger Korpusschwingungen, die störend sein können.   Ciao Roland

Dröhner Profilseite von Dröhner, 24.02.2008, 23:30:02

Ulrich gab mir schon per E-Mail diesen Tip: Korg CM100

Das ist das Teil, was du meintest, gell? Ist echt eine günstige Alternative und man kann sein vorhandenes Stimmgerät weiter verwenden. So ein "All-in-One" Klemmgerät kommt mir aber trotzdem praktischer vor, weil ein Kabel weniger.

@ Uwe: Das Korg AW-1 sieht auch sehr tauglich aus, danke für den Tip. Ich wüsste gern, wie das günstige Harley Benton ist. Ansonsten: Intellitouch oder AW-1. Aber ich überlege noch. Hat jemand so ein Klemm-Teil? 

Gruß,

Pablo

EDIT: Roland ... eben, als ich meinen Beitrag schrieb, war deiner noch nicht zu sehen. Danke für deine Tips! Hast ja echt schon Erfahrung mit den Klemmdingern gemacht.

bassknecht Profilseite von bassknecht, 25.02.2008, 12:49:05

Das AW 1 hatte ich schon, fand das Display schlecht ablesbar und auch den Anzeigevorgang ungünstig. Das liegt an meiner Art einzustimmen, ich mag es, wenn ich die Tonhöhenveränderung kontinuierlich ablesen kann, das ging bei dem AW 1 definitiv nicht bzw. nur ruckweise, die E Saite machte ihm grosse Probleme, Kontra C ging entgegen Herstellerangabe überhaupt nicht. Damit sind meine Erfahrungen anders als die von Uwe, vielleicht gibt es eine Qualitätsstreuung nicht nur in Bezug auf Stromverbrauch.

Nochmal eine Lanze für das CA 30, dieses wird mit 2 Mignon Zellen betrieben, da diese eine erheblich grössere Ladekapazität als jede Knopfzelle haben ist die Betriebszeit ungleich länger. Überdies braucht man um an Mignonzellen zu gelangen keinen geöffnetern Hörgeräteakustiker oder Fotoladen, Mignons sind in jedem Supermarkt und an jeder Tanke zu bekommen, wesentlich preisgünstiger sowie als Akkus erhältlich. Für mich, der ich bisweilen ganze Klassenverbände von Streichinstrumenten einzustimmen habe ist das durchaus ein Thema, mag für Normalanwender  vielleicht egal sein, trotzdem erwähnenswert. Das Korg CM 100 Anklippmikro, wennauch überteuert,  in Verbindung mit z.B. CA 30 ist eine probate Alternative zu allen Anklipptunern. Wie ich schon schrieb nervig, weil man so auf das "zarte" Anschlusskabel Acht geben muss, mittlerweile habe ich das Kabel an den Anschlussstellen mit Gaffa gepanzert und hoffe es so gegen Kabelbrüche etwas geschützt zu haben. Noch etwas zur Transportpraktikabilität, ich finde die meisten Anklipptuner sperrig und anfällig gegen Drücken und Quetschen, daher nur in speziellen Transportboxen mit Reliefeinsatz mitzuführen, Gerät aussschalten und ab in die Basshülle ist nicht zu empfehlen. Wenn ich schon eine Transportbox benutzen muss, dann ist meine in der ich CA 30 plus CM100 unterbringe eher kleiner. Vorschlag, bestell Dir einen Anklipptuner, egal welchen, plus das CM 100 und schicke die für Dich schlechtere Lösung wieder an Thomann zurück, ich denke es muss sowohl funktionieren als auch prakitsch sein, woll?

Wie üblich nach so einer Stellungnahme, ich habe mit Firma Korg nichts zu tun, antworte hier lediglich auf Grundlage meiner  Erfahrungen und weil es eine gute Gelegenheit ist Erfahrungen für mich selbst auf den Punkt zu bringen.  Ciao Roland            

Uwe Profilseite von Uwe, 25.02.2008, 06:51:20

Zu Rolands Anmerkung:

Es stimmt, daß der Korpus des Basses die Schwingungen von nebenan aufnimmt und sie an das Stimmgerät weitergibt, Wenn ich dann aber die leeren Saiten streiche, dann kennt es nur His Master´s Voice - nämlich die meines Basses. Wenn das Gerät also am Steg sitzt,  sind auch die Hörner von nebenan chancenlos.

An der Bemerkung zum Stromverbrauch ist etwas dran. Ein Kollege, dem ich das AW-1 empfohlen hatte, beschwerte sich bei mir darüber, daß sein Gerät die Knopfzellen "fresse". Das ist bei meinem zwar nicht der Fall, aber wohl ein Hinweis darauf, daß diese Anklemm-Tuner eine große Streuung haben, was den Stromverbrauch angeht. Also danke für diesen Hinweis.

Gruß, Uwe

tubass Profilseite von tubass, 29.02.2008, 15:54:47

Ich habe jahrelang meinen Bass mit Hilfe eines Stimmgerätes (KORG DIGITAL TUNER DT-1) gestimmt oder ihn zumindest nach dem Transport am Spielort vorgestimmt. Bald war ich abhängig von dem Teil, und wenn mal die Batterie zu schwach war kam ich echt ins Schleudern...

Irgendwann bekam das Gerät Altersmalaisen, und ich liess es zuhause.

Seitdem hat sich mein eigenes Stimmgerät (Baujahr 57) zuhörens verfeinert. Mittlerweile unterscheidet mein Autotuner zwischen unserer Orchesterstimmung (443 Hz), der Bandstimmung (442 Hz) und der öfters in Clubs und von  "Classic Jazz" Bands bevorzugten 440 Hz - Stimmung (u.a. wegen der alten Hörner).

Wenn ich Schüler hätte, würde ich versuchen deren Egotuner zu entwickeln.

Und wenn ich Ohren hätte, wäre ich nicht Bassist geworden....

bassknecht Profilseite von bassknecht, 29.02.2008, 16:33:40

Sehr konstruktiver Beitrag, herzlichen Glückwunsch - möchte ich an dieser Stelle noch nicht sagen, weil ich nicht sicher bin ob du die Frage und den thread bisher überhaupt verstanden hast und ernstnehmen konntest, oder ob du nur mal eben der Gemeinde verkünden willst, dass Du ein durch jahrelange Arbeit erworbenes Supergehör hast. Spiesst du Deine Pommes mittlerweile eigentlich mit der Stimmgabel auf? Die hat bei Mr.Lauschangriff doch sicher ausgedient. Wenn mich die Silikonallegie je packen sollte, dann wird Band in a Box direkt geschreddert, ich schalte meinen  Rechner ab und nicht wieder an. So schlimm ist es um mich  nicht bestellt, um Dich Gott sei Dank auch nicht, wahrscheinlich lesen wir doch wieder voneinander, hören lieber nicht.

tubass Profilseite von tubass, 29.02.2008, 19:52:26

geschätzter bassknecht!

es freut mich, Deine prompte (15:54:47 bis 16:33:40, also 0:38:53 incl. Formulieren, Eintippen, Absenden - Respekt!), kompetente (als Einer die Frage und den thread längst verstanden Habender) konstruktive (durch geschickte Formulierungskunst mich zu einem konstruktiven Beitrag ermunternde) und witzig-weiterschweifende (s.o.) Antwort lesen zu dürfen!

Aber jetzt zur Sache, bassschätzchen (sorry for that!): Mein obenstehender Beitrag fasst zusammen, was ich zur Frage "anklemmbares Stimmgerät sinnvoll?" zu sagen habe.

Zu Mr. Lauschangriff schweige ich lieber in diesem öffentlichen Silikontal; bin als Assimilant vorsichtshalber eine Stummgabel. Kommt`s dann wirklich so schlimm wie angedroht, wäre es zumindest von mir aus wünschenswert, nach der Schredderung unserer virtuellen Kommunikationsmittel mein egogetuntes Supergehör Deinem unerhörten Sprechorgan zuzuwenden... an einem verschwiegenen Ort selbstredend.

mit servilem Gruss, Matubass.

P.S. Pommes ess ich nicht.

P.S. 2 der Schriftartwechsel ist nicht beabsichtigt. Also ein schscht!äubliches Menetekel?

Dröhner Profilseite von Dröhner, 29.02.2008, 21:27:23

Ich habe doch geschrieben, dass ich das Stimmgerät für Situationen brauche, in denen es nicht grad leise zugeht. Außerdem kann ich sehr wohl nach Gehör stimmen, aber deshalb hab ich den Thread nicht gestartet. Ich wollte wissen, ob anklemmbare Stimmgeräte für Kontrabässe Sinn machen. Und nicht, ob Stimmgeräte generell Sinn machen.

Ich hoffe ich habe das so klar formuliert, dass auch der größte Depp das versteht.

Gruß,

Pablo

tubass Profilseite von tubass, 29.02.2008, 22:17:20

Lieber Pablo; 

Danke für Deine klare Formulierung!

Wenn Du mir trotzdem noch eine Frage erlaubst: Welche Situationen in denen es nicht grad leise zugeht hast Du erlebt?

Herzlich grüsst der grösste Depp.

Neuester Beitrag Hen Profilseite von Hen, 13.03.2008, 09:04:57

Hmmm, da bin ich doch auch auf der Suche nach einem neuem Stimmgerät und muss entdecken das hier auch wieder nur sich beleidigt wird anstatt konstruktiv diskutiert wird. Vorallem scheint der eine oder andere in der Geba doch immer sehr schnell eifersüchtig und entzürnt über wirklich gute Leistungen anderer zu sein....

Ich kenne zumindestens die Situation in denen man eins braucht (ich beutze da dann das von Kork), und das ist bei mir in Orchesterproben, wo jeder laut umherspielt und man nix hört und der Dirigent dann auch mal meint auf das Stimmen könne man verzichten (oder er lässt dafür einfach sehr wenig Zeit, besonder für die Kontrabässen, die stimmen doch eh immer)..

Ansonsten finde ich es auf einer Bühne zum Jazzen schon schwierig nach Gehör zu stimmen wenn im Hintergrund der Drummer aufbaut und der Posaunist gerade Übungen macht um seine Lippen auf touren zu bekommen. Und die 2 min zum "Bass stimmen nach Gehör" nehme ich mir da aber auch nicht gerne denn wir reisen gerne kanpp zu Gigs an da ist dann net mehr zu viel Zeit ;-)

Was ich interessante finde ist folgendes: Wie stimmt ihr nach Stimmgerät? Leere Saiten pizz oder arco? Oder über die Obertöne?

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