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Steg nachjustieren?

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Zugeordnete Kategorien: Steg

Frank W. Profilseite von , 21.02.2004, 14:05:17
Steg nachjustieren?
Hallo Zusammen,
ich habe meinen Bass vor einigen Monaten neu einrichten lassen und er klingt wirklich deutlich besser als vorher.
Nun habe ich aber folgende Frage: Der Bass hat auch einen neuen Steg aufgepasst bekommen. Mit der Zeit steht der Steg aber nicht mehr so wunderbar plan auf der Decke wie vorher. Der Steg hebt sich in Richtung Saitenhalter so ca max. 1mm von der Decke ab.
Woher kann das kommen (bin zumindest nirgendwo gegengedengelt; kommt das vom stimmen?)und wie stelle ich ggf. den Steg wieder in die richtige Stellung?
Gruß
Frank
schoeni_fr Profilseite von schoeni_fr, 21.02.2004, 19:35:33
Folgendes solltest Du checken:
1. ist der Steg in sich noch plan (auf der Seite des Saitenhalters sollte er soweit ich das kenne völlig eben sein)
2. steht der Steg noch gerade, d.h. auf der Seite des Saitenhalters sollte der Steg einen Winkel von 90 Grad zur Decke bilden)
3. ist der Steg verschoben im Vergleich zum Zustand direkt nach dem Einrichten? Evt. Abdrücke im Lack suchen, Mensur nachmessen...

Meiner Erfahrung nach liegt meistens eine Kombination aus 1 und 2 vor. Du kannst das leicht selbst beheben, indem Du Dich über den Bass beugst (um ihn gut am Körper festzuklemmen) und mit beiden Händen den Steg an im oberen (Saitennahen) Bereich nach unten drückst, also den Winkel zwischen Decke und Steg wieder auf 90 Grad bringst (Saiten können gespannt bleiben). Falls der Steg in sich gebogen ist, kannst Du evt. für einige Zeit den Steg etwas zum Saitenhalter hin schiefstellen, häufig wird er dann wieder gerade - häufig z.B. jeden 2.Tag - Kontrollieren ist selbstverständlich, nicht daß er sich noch stärker biegt...

Passieren kann dabei eigentlich nichts, solange Du mit kontrollierter Gewalt vorgehst, ich habe diese Prozedur schon häufig erfolgreich an Bass und Cello durchgeführt.
Gruß,
Joachim.
frederikhf Profilseite von frederikhf, 21.02.2004, 19:46:02
M.E kommt das bei Dir vom heizen.

Hast Du Luftbefeuchter an der Heizung ?
Wahrscheinlich nicht, ist aber bei Bässen
falsch.

Der Feuchtigkeitsverlust im Winter läßt bei
einem Bass die Decke einsinken.
wenn du dann munter nachstimmst und der Steg
keine leichte Gegenneigung hatte, dann kann das
passieren.

Aber kein Drama. Leicht abspannen Steg mit etwas
Gegenneigung aufstellen und neu einstimmen.

Stehen lassen solltest Du ihn auf keine Fälle so.
Schlecht für den Klang, schlecht für die Decke und der
Steg wird krumm.

Grüße Frederik
Frank W. Profilseite von , 24.02.2004, 23:42:03
Hallo,
besten Dank für die Tipps, werde es mal mir leicht abgespannten Saiten versuchen. Das die Decke sich im Winter bei Feuchtigkeitsverlust einseken kann wusste ich auch noch nicht das kann natürlich eine Möglichkeit sein warum der Steg nicht mehr steht wie er sollte.
Ich benutze übrigens ein einfaches Hygrometer und wenn die Luftfeuchtigkeit unter 40% fällt hänge ich einen Dampit in den Bass. Ich hoffe das ist so korrekt jedenfalls stand das so in der "Bedienungsanleitung" vom Dampit.
Besten Dank für die Tipps und bis später
Frank
Dave Profilseite von Dave, 02.03.2004, 00:41:11
Lieber Frank,

bei mir steht ebenfalls eine Stegerneuerung und -Justierung an. Dazu habe ich 2 ziemlich differierende Preisangebote. Natürlich weiss ich, dass es SEHR sorgfältige und sorgfältige Bassreparateure gibt - demnach auch in Grenzen unterschiedliche Preise gerechtfertigt sind.

Dennoch, um zu einer gewissen Kosten-Transparenz zu kommen, die für uns alle nützlich sein könnte: Was in etwa musstest Du auf den Tisch des Hauses legen? (Kannst ja auch mit e-mail antworten).

Und weiss jemand, mit wieviel - wieder in grobem Durchschnitt - die Erneuerung eines 3/4 Griffbrettes in Ebenholz mittlerer Güte zu Buche schlagen sollte?

Die Preise für ganze Bässe werden ja auch veröffentlicht; warum nicht auch einmal die Kosten von Standard-Reparaturen?

merci, dave
Frank W. Profilseite von , 02.03.2004, 09:44:09
Hallo Dave, dein Anliegen Kostentranzparenz zu bekommen kann ich nur unterstützen da am Markt wirklich gravierende Unterschiede zu sein scheinen. Ich habe bei beinem Bass neben dem Steg auch den Stimmstock einstellen und das Griffbrett abrichten lassen. Der Mann meines Vertrauens war dabei Heiner Windelband (www.suennenblink.de) und er hat für sein "Setup" wie er es nennt 390€ genommen. Angesichts der wirklich ausgezeichneten Beratung (wer nimmt sich sonst noch für einen Anfänger locker 2 Stunden Zeit für Beratung und Erläuterungen???)und der tollen Einstellungen ein absolut fairer Preis der wirklich jeden Cent wert ist; meiner Meinung nach. Eigentlich hätte ich den "vorher-nachher-Effekt" irgendwie festhalten sollen aber sowohl vom Sound als auch von der Bespielbarkeit hatte ich den Eindruck einen neuen Bass in den Händen zu halten. Preise von anderen Anbietern waren zudem teilweise wesentlich höher. Wie du dir wahrscheinlich spätestens jetzt denken kannst würde ich sagen das sich der Weg nach Bramsche sicher lohnen wird. Damit will ich aber natürlich nicht sagen das andere Leute nix können, sondern das ist mein Eindruck. Gruß Frank
Neuester Beitrag Dave Profilseite von Dave, 02.03.2004, 11:47:58
Hallo, Frank,

vielen Dank für die prompte Antwort. Heiner Windelband habe ich auch kennengelernt: Ein nicht nur kompetenter, sondern auch interessanter und sehr lieber Mensch. Mit dem "set-up" Preis liegst Du sicher im grünen Bereich! Ähnlich liegen die Nauheimer WILFER's, excellente Bassbauer.
Die örtlichen Geigenbauer dagegen kalkulieren a)200 b)600 €

Ich weiss, iss'n heisses Eisen mit den Preisen (jeder Bass ist anders) und selbst das Waschmaschinen-Aufstellen kostet unterschiedlich. Aber so ein "Anhaltspunkt" ist doch ganz beruhigend.

Nochmals schönen Dank!!
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