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Saiten und Griffbrett reinigen

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Basst! Profilseite von Basst!, 05.10.2019, 12:42:59
Saiten und Griffbrett reinigen

Hallo zusammen

Vor einiger Zeit habe ich mal gefragt, wie ihr eure Saiten von dem Kolophonium reinigt. Ich bekam den Hinweis, dass ich ganz simpel Alkohol nehmen kann. Dies tue ich jetzt schon seit einiger Zeit und es funktioniert sehr gut.

Ich weiss, dass es auch Stifte gibt die für diesen Zweck geeignet sind, aber eigentlich komme ich mit meinem 96%igen Alkohol gut zurecht. Meine Frage ist aber, ob es dem Griffbrett etwas ausmachen würde, wenn da einwenig Alk draufkäme. Und ist es nötig, dass ich das Griffbrett noch besser als bloss mit einem guten Mikrophaser-Lappen reinige? Die Lagenwechsel gingen bis jetzt noch ganz flott in alle Richtungen (und dies seit ca. 6 Jahren), aber schadet es langfristig dem Bass/Griffbrett?

Könnt ihr mir da eure Erfahrungen mitteilen? Vielen Dank schon im Voraus!

UgoBassi Profilseite von UgoBassi, 05.10.2019, 14:51:07

Hallo, Basst,

Besser Alkohol auf dem Griffbrett vermeiden, obwohl es bei Ebenholz nichts ausmachen dürfte, bei lackiertem Holz schon.

Griffbrett reinige ich immer nur mit Lappen, gelegentlich den Lappen zwischen Griffbrett und Saiten klemmen und bis unter den Obersattel ziehen.

Das reinigt die Saiten von unten.

Das mache ich seit ziemlich genau 50 Jahren, schadet weder Griffbrett noch Lagenwechsel (obwohl ich gelegentlich den Eindruck habe, Lagenwechsel gingen früher schneller)4

Basst! Profilseite von Basst!, 05.10.2019, 17:06:11

Vielen Dank UgoBassi

Dann habe ich bis jetzt ja alles richtig gemacht. Den Alkohol habe ich nur zwischen Steg und Griffbrettanfang benutzt. Hatte eben immer Angst wegen Schäden am GB. Allerdings rutscht der Bogen ja manchmal auch etwas höher und somit auch das Kolophonium. Dies putze ich ab jetzt also sehr ohne Druck damit der Lappen nicht aufs GB kommt.

Zwischendurch mache ich es auch wie du und gehe mit dem Lappen zwischen GB und Saiten. 

Deine 50 Jahre sind beeindruckend und ich stehe im Vergleich mit dir noch in den Kinderschuhen, aber da besteht ja noch hoffnung, dass ich etwas schneller werde beim Lagewechsel, bevor es wieder bergab geht3

Uli Profilseite von Uli, 08.10.2019, 15:27:13

Bei Alkohol (Ethanol, 96%) wäre ich für die Saiten skeptisch, solange ich nicht weiß, was sich unter der Metallumspinnung verbirgt. Sollte es eine Kunstfaser sein, weiß ich nicht, ob die auf Dauer Ethanol verträgt. Deshalb reinige ich die Bogenkontaktstelle sehr gelegentlich mal mit einem trockenem Mikrofasertuch. Überhaupt kolophoniere ich die Bogenhaare sehr selten mal nach. Wenn der Bogen drei Monate lang zieht, warum sollte ich ihn nachkolophonieren?

Bei einem Ebenholzgriffbrett mache ich mir wegen Ethanol überhaupt keine Sorgen. Wenn es gefärbt sein sollte, viellleicht- ist meins aber nicht. Überhaupt setzt sich dort meist Metallabrieb der Saiten ab. Bei einer Aluminiumumspinnung der Saiten besonders. Bei jemandem, der während des Spiels ein Leberwurst- oder Marmeladenbrot ißt, sieht das natürlich schon anders aus...

UgoBassi Profilseite von UgoBassi, 08.10.2019, 19:08:31

Uli,

ich würd gern mal sehen, wie es ausschaut, wenn man beim Spielen ein Leberwurst- oder Marmeladenbrot isst - mit links oder rechts?

Mit links gibts wohl eine ziemliche Sauerei auf dem Griffbrett und mit rechts gibts Maulsperre, wenn der Bogen mitkommt y

Basst! Profilseite von Basst!, 10.10.2019, 21:12:53

Hallo Uli

Auf meiner Packung wo die Saiten drin waren (empfehlung meines Lehrers) heisst es Belcanto, Rope Core, Chrome wound. Keine Ahnung was ich damit und deiner Aussage anfangen soll, denn das bedeutet doch dass Chrom "um" die Saite gewindet ist und ich immer noch nicht weiss, was drunter ist. Ich reinige sie ja auch nicht nach jedem Üben mit Ethanol sondern ca nach 10x Mikrofaser 1x Ethanol.

Aus welchem Holz mein Griffbrett ist weiss ich nicht.

Ich habe aber vorallem gestaunt, dass du so wenig kolophonium brauchst. Brauchst du den Bogen auch zum streichen oder schaust du ihn bloss an??? All 2-3mal üben muss ich sicher Kolophonium schmieren. Mit meinem kleberigen Pops zwar nur wenige Abzüge, aber trotzdem...

Uli Profilseite von Uli, 10.10.2019, 21:58:09

Hallo, rope core heißt Seilkern, also wohl zum Seil gedrehte Fasern (die dann mit Chrom umsponnen sind). Keine Ahnung, woraus der Seilkern bei Belcantos besteht. Könnten Kunstfasern sein.

Wenn das Griffbrett aus Holz ist, macht Ethanol nichts. Sollte es gefärbt sein, kann es Farbveränderungen (in Form von Flecken) geben.

Kolophonium gehört zu den 'religiösen' Zutaten. Da hat jeder seines, oder ist auf der lebenslangen Suche. Auf eine eingeschworene Empfehlung folgt: avatar  Ich sage nur, daß ich im Gegensatz zu sehr vielen anderen Pops nicht mag, da mir zu kleberig. Und daß ich am Ende meiner lebenslangen Suche bei Clarity Winter gelandet bin. heart

https://geba-online.de/6-15-Super-Sensitive-Clarity-Winter

midioma Profilseite von midioma, 10.10.2019, 23:56:43

Belcanto-Saiten haben einen Kern aus spiralig verseilten Stahldrähten. 

Zwischen Kern und äußerer Umspinnung liegen noch Lagen aus Fasern (Seide, evtl. Auch Kunstfaser) und anderen Runddrähten aus verschiedenen Materialien. Der Alkohol kann durch die Ritzen zwischen der äußeren Umspinnung in das Innere der Saite eindringen und da liegt, insbesondere bei Streichersaiten, meist eine Faserumspinnung. 

Zum Kolophonium hängt es auch vom Musikstil ab (und von der Umgebungstemperaturen) was besser geeignet ist. Ich stehe auch nicht so auf POPS, aber etwas abgelagertes finde ich für Tango, bei dem die Saite oft knallig angerissen wird durchaus besser als mein sonst gebrauchtes Kolstein All-Weather oder Petz Premium. Und für Tango kann gar nicht genug Kolophonium auf den Bogen. Klassik würde ich so höchstens in Ausnahmefällen im Orchester spielen. 

Uli Profilseite von Uli, 11.10.2019, 10:57:33

Danke,  midioma, für die Erläuterungen zu Belcanto Saiten. Demnach würde ich da nicht mit Ethanol drangehen. Aber wenn man das unbedingt möchte, kann man ja den Hersteller nach der Unbedenklichkeit fragen.

Neuester Beitrag Basst! Profilseite von Basst!, 12.10.2019, 16:52:45

Vielen Dank midioma (und auch uli!) da haben wir nun meine frage zum ethanol doch noch mit ziemlicher sicherheit klären können :-)

kolophonium habe ich zuerst Nyman lange gespielt. Kolstein all weahter habe ich auch kurz ausprobiert, aber das passte mir gar nicht. wie du sagst ist das wohl eine geschmackssache und eben auch musikstil abhängig. ich spiele viel klassische solostücke und dazu noch in einem orchester. da bin ich mit pops nun sehr wohl. also besser nicht mehr allzu fest ausprobieren sondern geniessen :-)

schönes wochenende allerseits!

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