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Beethoven 6. Gewitter-Sturm

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Kontrafrank Profilseite von Kontrafrank, 02.10.2019, 15:23:13
Beethoven 6. Gewitter-Sturm

Servus zusammen,
sagt mal, wie spielt ihr denn die 16tel ab Takt 21 - 28? Einfach nur wischen? Oder gibts da ein Geheimnis.....
Oder Takt 74 und 75 oder 113 und 117?
Oder kann man da percussive Funktion übernehmen und nur Viertel spielen? ;-) 
Danke für ein paar Tipps
Grüße
Frank

nagybögö Profilseite von nagybögö, 02.10.2019, 17:03:58

Die Violoncelli spielen 16tel Quintolen, während die Kontrabässe die gebundenen Sechzehntel spielen (T 21 - 32, T 68 - 78, T 106 - 110). Von daher ist klar, dass Beethoven hier zuerst an einen Klangeffekt dachte, nicht an präzise Sechzehntel. Die Taktschwerpunkte solltest Du genau spielen, Tohnhöhe wie Rhythmus. Ansonsten so viel spielen wie möglich, keine grauen Haare wachsen lassen und schweigen...  Achtung: Ab T 111 - 117 sind die Viererbindungen unisono mit den Vcl! Die getrennten Sechzehntel-Läufe ab T 41 sind unisono mit den Violoncelli und zum Teil recht offen. Die Sechzehntel von rechts her gut artikulieren und links so viel wie möglich abgreifen. Die Stelle ist leider übelst schnell und schwer.

Die aufsteigende Quartfigur in T 64-65 und T 144-145 ist übrigens ohne Vcl, die Sechzehntel auf einem Ton spielen.

Was Beethoven hier klanglich mit der Bassgruppe macht, ist ziemlich genial und aussergewöhnlich. Bei allem Stress nicht das Geniessen vergessen. ;-)

Basst! Profilseite von Basst!, 02.10.2019, 18:30:23

lieber nagybögö

das mit dem stress und trotzdem geniessen ist aber eine kunst für sich. ich spielte letztens bruckner eroica und für meine verhältnisse hat es dort auch ziemlich viele 16tel v.A. im vierten satz, geschrieben.

okay ich bin jetzt auch nicht der held schneller noten, aber ich hatte erst gegen schluss irgendwann die einsicht, dass ich es nicht besser hinbringe in dieser zeit und konnte beginnen zu geniessen... also falls sich kontrafrank da noch nicht so entspannen kann verstehe ich das sehr gut. 

beethoven 6. habe ich noch nicht gespielt, aber ihr bringt mich auf eine gute idee, wenn ich mal wieder planlos vor meinen orchesternoten stehe und nicht genau weiss wie und wo und was. fragen schadet nie!

viel erfolg mit beethoven!

nagybögö Profilseite von nagybögö, 02.10.2019, 22:16:03

Hallo Basst,

den Stress-Faktor kenne ich nur zu gut, gerade bei technisch extrem anspruchsvollen bis überfordernden Passagen. Gerade deshalb habe ich den Genuss-Gedanken ergänzt. Zudem bringt eine gelassene Grundhaltung meistens mehr Erfolg als alles richtig machen zu wollen. Dann fehlt halt mal hie und da ein Ton, aber das Grosse und Ganze stimmt.

P.S. Vermutlich meinst Du Beehovens Eroica.

Bassta7 Profilseite von Bassta7, 03.10.2019, 14:31:46

E-Saite auf F stimmen. Fertig.

Kontrafrank Profilseite von Kontrafrank, 03.10.2019, 16:50:57

Hallo Bassta7,
das kapier ich so schnell nicht....
Du spielst die ganze Sinfonie mit F? Oder wann stimmst du um?
Danke

Bassta7 Profilseite von Bassta7, 03.10.2019, 17:38:54

 

 

 

Hallo Frank, die ganze Sinfonie wäre in diesen Fall etwas übertrieben, weil ma in den andern Sätzen doch auch oft das tiefe E braucht. In anderen Werken kann man oft die E-Saite auf F oder D (sehr oft) stimmen, für die ganze Dauer des Werkes. In diesem Fall stimme ich schnell vor dem Anfang des Satzes um. Wenn man das vorher ein paar Mal übt, dann weiss man ziemlich genau wie weit man drehen muss :-) In Klassichen oder Barocken Werken ist das umstimmen der tiefsten Saite sehr oft eine wunderbare Lösung für schwierige oder "unspielbare" Sachen. Tiefste Saite auf F war übrigens lange Zeit üblich, ist also historisch belegt. Viel Spaß!

Bassta7

 

 

 

 

Kontrafrank Profilseite von Kontrafrank, 04.10.2019, 07:10:46

Vielen Dank! Das werd ich mal ausprobieren..... :-)

Neuester Beitrag nagybögö Profilseite von nagybögö, 04.10.2019, 11:54:02

Die Idee mit der F-Saite ist für diesen Satz eine gute Idee. Es braucht aber Übung, da die automatisierten Fingersätze nicht mehr funktionieren. Ich habe verschiedentlich mit anderen Stimmungen auf der E-Saite gespielt, bin bei schwierigeren Werken aber davon abgekommen, verwende es vor allem bei (früh-)barocken Stücken. Meine Sorge wäre bei diesem Satz gross, die offenen 16tel-Läufe in den Sand zu setzen.

Das Umstimmen wird auch nur einen kleinen Teil der anspruchsvollen Passagen lösen helfen.

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