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Kontrabass von MEINEL & HEROLD

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Zugeordnete Kategorien: Bassbau - Kauf & Verkauf - Geschichtliches

double_is_bässer Profilseite von double_is_bässer, 04.05.2013, 19:10:59
Kontrabass von MEINEL & HEROLD

Hallo, liebe Bassistengemeinde,

weiss jemand etwas über Kontrabässe von MEINEL & HEROLD?

Taugen die zu DDR-Zeiten von MEINEL & HEROLD gebauten/gehandelten Bässe was? So im Vergleich zu z. B. zu Sperrholzbässen von  GEWA, Framus, Musima oder aus Tschechien?

Ich habe mir gerade einen angeguckt (vollständig Sperrholz), bin nun aber leider nicht so der Fachmann. Der Bass soll so aus den 60ern/70ern stammen und ist nicht direkt in den Export gegangen sondern in der DDR verkauft worden. Mir kam der Klang etwas dünn bzw. dumpf  vor, was aber auch an den uralten Saiten gelegen haben kann. Die Verarbeitung sah auch nicht so sorgfältig aus: diverse Lacknasen, besonders am Hals und am Wirbelkasten. Na ja: und die altersbedingten Dings und Dongs. U. a. wirkte unten der Teil der Zarge, wo die Stachelbirne durchgeht, schon recht instabil.

Ich hab mal gehört, dass zu dieser Zeit die guten Instrumente gen Westen exportiert wurden, und die B-Ware auf den heimischen Markt gelandet ist. Kann dies jemand bestätigen oder wiederlegen?

jlohse Profilseite von jlohse, 04.05.2013, 19:36:18

Falls du dir von Allgemeinplätzen zu Marke und Herkunft eine Hilfe zur Kaufentscheidung erhoffst: das wird dir nicht weiterhelfen. In der Billigklasse macht ein gutes Setup und gute Saiten schon einen Großteil der Kosten (bzw. des Kostenrisikos) aus, da ist der Preis für den Bass eigentlich fast schon Nebensache.

Sachsenbass Profilseite von , 04.05.2013, 20:02:29

Das ist eben auch nur ein Label. Es sagt auf keinen Fall, dass der Bass höherwertig ist. Ein gebrauchter Sperrholzbass ist natürlich nach Zustand und Klang zu bewerten, sowie nach Folgekosten (neue Saiten usw.)

Generell hatten die günstigen Ostbässe Schwächen bzgl. Stachel, Mechaniken und auch in der Verarbeitung die von dir beschriebenen Unsauberkeiten. Ich habe aber auch schon ordentliche gesehen, die durchaus an die 1000 wert waren.

double_is_bässer Profilseite von double_is_bässer, 05.05.2013, 10:36:02

Schon klar: es kommt immer auf das jeweilige Instrument und das Setup an.

Was ich mir erhofft hatte, war wirklich so eine Art Ranking bezogen auf die genannten Firmen und die Info, wo da dann Meinl & Herold zu verorten ist. Geht aber wahrscheinlich nicht so pauschal.

Ich nehm auch inzwischen schon Abstand von dem Instrument. Vom Klang her finde ich meinen 1994er GEWA-Bass (auch Sperrholz) deutlich klarer. Und die Stelle, wo die rechte und linke Zargenhälfte unten zusammenstoßen und die Stachelbirne umschliessen, kam mir recht instabil vor - wenn man mit dem Finger drauf rumgedrückt hat. So als ob sich da schon einiges an Leimung löst. Da da ja das ganze Gewicht des Instruments draufsteht und dann noch der Saitenzug ansetzt, ist mir das nicht so geheuer. Da weiss ich gar nicht, wo ich mich drauf einlassen würde. Wie seht ihr das?

Neuester Beitrag Sachsenbass Profilseite von , 05.05.2013, 11:03:43

Leider gibt es aus meiner Sicht kein generelles Ranking zwischen Gewa, Musima, Meinel&Herold, Eberhard Meinel und anderen... Besser waren auf jeden Fall ein paar Bässe von Migma (http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzei ... -spielfertig/106548824-74-3848). Und eben die vollmassiven Modelle der jeweiligen Marken generell.

Wenn es unten an der Birne wegbricht wird es ziemlich teuer... Einer meiner Schüler hat letztes Jahr einen 90er Jahre Gewa-Sperrholzbass gekauft, und der ist so schlecht nicht. Er ist auf jeden Fall solide gebaut.

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