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Hartke HA 3500 <

Kolophonium

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Uwe Profilseite von Uwe, 14.04.2011, 13:54:48
Kolophonium

 

 

Seit vermutlich fünfzehn Jahren benutze ich das Kolophonium von Nyman, und war immer sehr zufrieden damit.

Aber seit letztem Jahr gab es Probleme beim Streichen: der Ton sprang im Piano nur unwillig an. Häufiges Nachkolophonieren, Auswaschen und Neukolophonieren half nichts, auch mit meinem Reserve-Kolophonium, und ein anderer geliehener Bogen schien nur zu Anfang etwas zu bringen. Kurzum, es war zum Verzweifeln.

Vor zwei Wochen – ich wusste nicht mehr weiter -  kaufte ich mir schließlich ein anderes Kolophonium (Thomastik Weich), damit waren die Probleme beim Streichen behoben. Und dann erst fiel es mir auf. Mein bisheriges Kolophonium war inzwischen einfach zu alt, übrigens genau so alt wie das andere Exemplar; das eine lag immer in der Basstasche, und das andere benutzte ich zu Hause. Beide gleich alt, und beide überaltert. Das Prinzip „Gürtel plus Hosenträger“ hatte mich genarrt.

Ich habe Nymans Kolophonium also zu Unrecht verdächtigt. Aber was mache ich jetzt mit meinen beiden Exemplaren? Wochenlang in warmes Wasser legen? Mit Heißdampf behandeln? Ultraschallbehandlung im Wasserbad? Einen Elektronikbastler beglücken?

4saiter Profilseite von , 14.04.2011, 19:06:08

 Sieht man dem Kolophonium an wann es nicht mehr zu gebrauchen ist oder zählt da das Ohr?

Uwe Profilseite von Uwe, 15.04.2011, 12:19:55

Eines sah aus wie immer, das andere hatte einen Riß, den ich bisher immer auf einen Stoß zurückgeführt hatte. Aber nun interpretiere ich ihn als Schwundriß, zumal er nicht tief geht.

altes_kolophonium

Neuester Beitrag LowB Profilseite von LowB, 16.04.2011, 00:06:32

 Guten Abend, Uwe!

Manche Dinge werden mit der Zeit - bis zu einem gewissen Grad - immer besser, ordentliche Weine, Käse und Bässe etwa. Und auch viele Menschen, nebenbei gesagt. Andere Dinge altern einfach ab dem ersten Tag, dazu gehört auch Kolophonium für Streichinstrumente, weil es eben kein reines Kolophonium ist, sondern auch ätherische Substanzen (Herstellergeheimnis!)enthält, die sich ab dem ersten Tag verflüchtigen. Und damit wird es hart.

Was machst Du mit Deinen zwei Kolophoniumdöschen? Eines schenkst Du einem Geiger, der kann vielleicht noch etwas damit anfangen, weil der härteres Kolophonium braucht. (Geigen: Das sind 1/256 Bässe, falsch gebaut, gehalten und gespielt...) Das andere hebst Du für extrem hohe Temperaturen auf - mein Proberaum liegt unter dem Dach einer Industriehalle, Temperaturen über  40°C sind da im Sommer möglich, da ist dann auch ein "hartes" Kolophonium nicht mehr wirklich hart. Sonstige "Rettungsversuche" scheinen mir nicht möglich zu sein. 

Und Dein Foto zeigt es ja deutlich: Schwund - weil sich Substanzen verflüchtigt haben. 

Und zu 4saiter sei noch gesagt: Man sieht es nicht unbedingt, hört und fühlt es aber umso schneller.

Gruß, Thomas 

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