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Erste Schritte - Kontrabaß lernen

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Zugeordnete Kategorien: Neuling - Basschulen

CharlieMingus Profilseite von CharlieMingus, 02.04.2011, 19:25:52
Erste Schritte - Kontrabaß lernen

 Ich habe jetzt einen Kontrabaß erworben und möchte gerne die Grundlagen lernen. Jeder wird mir wahrscheinlich raten, einen Lehrer zu nehmen, ich würde aber gerne an Hand von Literatur versuchen, mir die ersten Schritte selbst zu erarbeiten. Ich spiele Klavier und kenne mich auch auf den Bünden der Guitarre aus. Habe auch mal ein bißchen E-Baß gespielt, bin also kein musikalischer Anfänger.

Wie man aber den Baß richtig hält, wie man greift und sich auf dem Griffbrett orientiert und wie man den Ton (richtig) erzeugt, dies sind alles Dinge, die ich erst einfach mal wissen will, ehe ich mich vielleicht in einen Unterricht begebe.

--

Christoph

dr.bigbass Profilseite von dr.bigbass, 02.04.2011, 20:14:18

welche stilrichtung? Pizz? Arco? Rechte Hand oder Linke? Es gibt für Klassik und Jazz einige sehr gute Lehrbücher und wohl auch jetzt LehrDVDs wo Haltung etc. gezeigt werden. Ob das gut ist, weiß ich nicht, aber sicherlich besser als Beschreibungen in einem Forum.

Wenn der Weg zum Lehrer nicht sein soll, gibt es sicherlich auch auf youtube einiges gutes zu sehen...

Aber ein guter Lehrer der einem nicht geschrieben und nicht virtuell oder per video zeigt, wie es geht ist unersetzbar, nicht nur um richtig und gut spielen zu lernen sondern v.a. auch deshalb damit man es nicht von anfang an falsch und damit gesundheitsschädigend lernt.

 

 

CharlieMingus Profilseite von CharlieMingus, 03.04.2011, 11:45:20

 Danke, dr.bigbass,  für die Antwort.

Pizzicato, Jazz. L.H.,r.H? Beide.

 

Ich werde bestimmt auch einen befreundeten Jazz-Bassisten um Rat fragen.

 

--

Christoph

P.S. Den Baß (ja, jetzt schreit nicht auf) habe ich für 300 € erworben. Es ist ein "Made in China"-Sperrholz von einem Hamburger Importeur, wie mir der Verkäufer sagte.

4/4 Gambenform, Mensur ca. 106 cm.

 

 

old_slapperhand Profilseite von , 03.04.2011, 03:02:53

 

 

auf youtube oder einer dvd oder auf einem foto in irgend einem buch zeigt dir ein 1,80 großer bassist mit 80 kilo gewicht bei normalen proportionen und mit 10 jahren praxis im nacken, wie man auf einem dreiviertelbass mit 105er d-mensur einen blues in f spielt. du bist 1,70 bei 110 kilo gewicht, also alles andere als wohlproportioniert, hast noch nie auf dem bau gearbeitet und von dem ersatzbassgeklimpere praktisch null cojones in der fingermuskulatur, dafür hat dein bass aber eine 108er es-mensur und dummerweise als violinformkiste recht breite schultern. was lernst du aus diesem video/foto/whatever für deine persönliche haltung? nix!!!!!! und zwar: garnix!!!!!!! 

es gibt 2 durchaus gangbare wege, ich bin kein feind des gepflegten autodidaktismus. weg 1: du lässt dir von einem echten menschen zeigen, wie man dieses monster bedient. kostet geld und zeit, führt wahrscheinlich zum ziel. weg 2: du benutzt deinen verstand und dein gehör und machst lörning by doing, gehst in keinem forum niemandem auf den wecker mit deiner lehrgeldsparerei, findest einen für dich funktionierenden weg und wirst ein zumindest sehr individuell spielender spieler. kann klappen, muss aber nicht. 

das internet kann dazu genutzt werden herauszufinden, wer welchen saitensatz gerade wie billig vertickt. das wars. was nützliches auf deinem weg zum berühmten bassisten solltest du besser nicht erwarten. 

scheiße, wa????

 

CharlieMingus Profilseite von CharlieMingus, 03.04.2011, 11:52:37

 Ich bin 1,89 m, wiege (leider) 114kg, hoffe aber durch die dann folgende körperliche Ertüchtigung auch etwas abzunehmen :) Habe als Student mal in den Semesterferien auf dem Bau gearbeitet. Aber das ist Jahre her. Mit der fehlenden Muskulatur wirst Du recht haben, aber die bildet sich ja bekanntlich bei fleißigem Üben.

--

Christoph

Robin Profilseite von Robin, 03.04.2011, 11:26:44

 ich finde das hier ganz gut und ausführlich:

http://www.amazon.de/Grundlagen-Kontrabass-Te ... &qid=1298249936&sr=8-5

ist mit theorie über haltung usw vollgepackt... geht aber speziell um arco. piz kommt wenig drin vor.

Bigsby Profilseite von Bigsby, 03.04.2011, 13:33:47

 Hallo,

wenn es dir als Einstieg um Wissen und  nicht ums Können geht, würde ich mir in der nächsten großen Bibliothek die Kontrabass Schule von Streicher ausleihen. Ist zwar nicht für Jazz aber man bekommt einen ersten Eindruck was dann technisch beim Unterricht auf einen zukommt.

Nimm doch einfach 2-5 Stunden bei deinem befreundeten Jazz Bassisten. Danach kannst du sicher auch eine zeitlang alleine weiterkommen. Wenn man die technischen Basics dann kann (Re-Li Hand, Haltung) kann ich dir zum Einstieg in den Jazz Bass das Buch "Garantiert Walking Bass lernen" von Eddi Andreas empfehlen. Der Titel klingt vielleicht ein bisschen albern...Ist aber sehr praxisbezogen, leicht umsetzbar und extrem verständlich geschrieben. In dem Buch geht es allerdings nicht um Technik. Da wird ein Grundwissen vorrausgesetzt. s.o.!

Deinen bass solltest du auch von deinen Bassisten angucken lassen. Es macht keinen Spass, wenn einem das Instrument und nicht das eigene Können im Weg steht. Die saiten sollten OK sein und die Saitenlage muss auch einigermaßen stimmen.

Grüße

rase Profilseite von wdrase, 03.04.2011, 15:03:56

Ich rate Dir dringend, Dir wenigstens ab und zu von einem KB-Profi (muss kein Berufsbassist sein) buchstäblich auf die Finger gucken zu lassen. Die Belastung durch die hohe Saitenspannung zusammen mit der weiten Fingerspreizung führt oft bei Anfängern dazu, dass sie sich Fehler in der Haltung beider Hände angewöhnen. Diese Fehler sind später nur schwer wieder zu beseitigen. Darüber hinaus kann nur ein erfahrener Bassist Ratschläge zu der für Dich am besten geeignete Technik geben, etwa zu Drei- oder Vierfingertechnik, Haltung des Bogens, Bogengewicht, Zupftechnik, Saitenabstand usw.

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 03.04.2011, 17:08:45

 Ich haue nochmal in die gleiche Kerbe und moechte Dir raten, ein paar Stunden zu nehmen, und zwar gezielt zu Haltung und Technik. Wenn du da was falsch machst, droht erstens Aua, und zweitens langsamer Fortschritt.

Was Theorie angeht, z.B. wie man Basslinien aufbaut, das kannst du dir auch selber draufschaffen, bzw. von anderen Musikern lernen.

Gruss, Armin

 

c_n_k_ Profilseite von c_n_k_, 03.04.2011, 17:16:34

 Hallo Christoph,

tu Dir selbst etwas Gutes und nimm gerade für die ersten Schritte Unterricht. Das dauert ein paar Wochen oder Monate, aber dann kannst Du (egal wohin) weitergehen.

Es ist wesentlich schwerer sich schlechte Angewohnheiten abzutrainieren, als auf guten Grundlagen aufzubauen.

Auch wenn Du heute denkst "es ist ja nur für den Spaß", lass Dir lieber das Türchen für eine ambitionierte Entwicklung offen. Man weiß ja nie ...

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Gruß, Christian

CharlieMingus Profilseite von CharlieMingus, 03.04.2011, 18:52:57

 An alle ganz herzlichen Dank. Ich werde nach all dem sicher in Kürze einen Baßlehrer aufsuchen und ein paar Stunden nehmen. Was die Läufe, walking bass etc. betrifft, habe ich vom Hammondorgelspiel genug an Ideen, so daß ich da vielleicht nur wenig Rat brauche.

Allerdings gibt es sicher bestimmte "Licks", Idiome oder wie man sie immer nennen mag, die sich aus den Saitenintervallen ergeben und dadurch typischer für en Kontrabaß sind als spielte man sie auf einer Tastatur oder Baßpedal der Orgel.

 

--

Christoph

 

BassAlex Profilseite von BassAlex, 11.05.2011, 22:05:22

Ich habe auch vor erst 2 Jahren mit 40 angefangen Kontrabass zu lernen, hab vorher allerdings schon 30 Jahre Gitarre und 25 Ebass auf dem Buckel gehabt.Ein Freund hat mir, trotz das ich eigentlich "nur" Jazzen wollte zu einem klassischen Lehrer geraten. Meine Erfahrung aus den 2 Jahren sind, das es sich lohnt. Mein Lehrer meint das ich auf dem Bass anstellen soll was ich will, aber klassischen Unterricht und "Experimentieren" klar trenne.Sicher sind Lagenwechselübungen nicht gerade wirklich auf Dauer erhebend, aber sie sind für eine gute Intonation unerläßlich.Ein guter Lehrer wird dich langsam und so wie es deine Praxis  zulässt, langsam, Schritt für Schritt anleiten, angemalte Bundstäbchen sind mit klassischer Methode unnötig. Die Intonation kommt mit dem Üben von selbst. E-Gitarre habe ich noch mit Lehrer gelernt, EBass autodidaktisch, Fretless Bass war dann sehr schwierig autodidaktisch zu lernen, ich habe da meine eigenen Methoden zur Lagenreinheit improvisiert so gut es ging, allerdings habe ich jetzt die Kontrabassmethode auch auf den Fretless übertragen und seitdem habe ich auch da immense Fortschritte gemacht.Aber beim Kontrabass habe ich dann doch lieber auf den Rat eines Freundes gehört.Ich hab mir ja auch einfach so den mehr oder weniger erstbesten Gebrauchtbass gekauft (und dabei riesen Glück gehabt,einen sehr guten Bass weit unter Wert gekauft, weil da jemand schnell Geld brauchte) und versucht loszulegen.

Mir ist das sehr schnell klar geworden das  bei DEM Instrument nix mit "autodidaktisch" iss.

Wenn du es ernst meinst und dabei bleiben willst, dann solltest du nicht nur hier und da mal Unterricht nehmen, sondern regelmäßig.
Und auch schnellstmöglich von deiner Chinagurke abstand nehmen. Ich habe bei den Preisen für Saiten und Zubehör auch GANZ tief schlucken müssen.

Mein Bogen war eine Plastikgurke für 130 Euro vom Thomann. "Oh, ähm, das ist ihr Bogen....naja, wenn sie dabei bleiben wollen, dann schauen wir mal.." meinte mein Lehrer dann nur. Als nach einem Jahr feststand das ich dabei bleiben wollte "Ja, ich kenn da einen sehr guten Bogenbauer, da lass ich dann mal für sie einen Bogen in Auftrag geben, kostet so um die 2000 Euro". Tiefes Schlucken meinerseits, habe dann aber in den sauren Apfel gebissen.Hat sich auch gelohnt.

Wenn Du dich erstmal in das Instrument verliebt hast, dann wirste auch so weit dafür gehen müssen damit da was gescheites bei rauskommt.Gerade die Grundlagen müssen wirklich sauber und akribisch ausgearbeitet werden, sonst hat man später immer wieder Ärger mit irgendwelchen Fehlhaltungen,Spielfehlern etc, die, wenn man zu lange wartet auch ein guter Lehrer nur noch schwer aus einem raus bekommt.

Andrelev Profilseite von Andrelev, 12.05.2011, 08:27:09

"Mir ist das sehr schnell klar geworden das  bei DEM Instrument nix mit "autodidaktisch" iss."

Mir nicht.....aber ich vermeide auch saure Äpfel und Gurken!

Chinesische Bässe finde ich aber gar nicht so übel und einen Lehrer, der mir einen Bogen für 2000 Euro aufdrängen will (und vielleicht auch die üblichen 10 Prozent Provision kassiert), würde ich, Entschuldigung, in den Ar... treten.

Marcel Profilseite von Marcel, 12.05.2011, 09:49:06

Da wurde hier aber jemand ordentlich veräppelt. 2000€ für einen Bogen, die für das Ding vielleicht sogar absolut gerechtfertigt sind, sind völlig überzogen für einen Anfänger, es sei denn, man steht drauf, zu viel Geld auszugeben. Ich betreibe das Basspielen jetzt seit einigen Jahren professionell und komme mit meinem 300€ Schülerbogen als Jazzer, der fast nur Klassik übt, immer noch ganz gut zurecht, nur mal so als Beispiel.

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 12.05.2011, 09:42:38

"... music is basically autodidactic"

http://www.youtube.com/watch?v=g4sMEBh9C0A

DrJohn Profilseite von DrJohn, 12.05.2011, 15:52:51

Also prinzipiell kann man JEDES Instrument autodidaktisch lernen. Wobei sicher nicht JEDER das kann. Ich verstehe BassAlex' Kommentar so, dass FÜR IHN ein autodidaktisches Instrumentenstudium nicht in Frage kam. Allerdings sind solche Behauptungen nicht richtig:

Gerade die Grundlagen müssen wirklich sauber und akribisch ausgearbeitet werden, sonst hat man später immer wieder Ärger mit irgendwelchen Fehlhaltungen,Spielfehlern etc, die, wenn man zu lange wartet auch ein guter Lehrer nur noch schwer aus einem raus bekommt.

Es gibt nämlich tatsächlich Leute, die von alleine automatisch alles "richtig" machen (im Sinne von konventionell üblicher Technik). Am Bass fällt mir gerade keiner ein, aber ich erwähne mal den australischen Ausnahme-Multiinstrumentalisten James Morrison (Trompete, Saxophon, Posaune), der nach eigenen Angaben nicht mal übt. Genauso gibt es andere, die ihre eigenen Technik entwicken und damit sehr erfolgreich ihren Weg gehen (z.B. Charlie Haden).

All das soll einen natürlich nicht davon abhalten, zum Lehrer zu gehen oder wenigstens ab und zu mal einen Instrumenten-Kollegen seine Technik kontrollieren zu lassen, wenn man Wert auf "saubere" (konventionelle) Technik legt (wobei es hier natürlich auch viele unterschiedliche Varianten gibt).

 

Neuester Beitrag BassAlex Profilseite von BassAlex, 12.05.2011, 17:54:27

 Ne, für mich ist das nix, Kontrabass autodidaktisch, bei DEM Instrument sind mir da einfach zuviel Fehlerquellen drin.Auf der E-Gitarre habe ich nur ein, zwei Jahre Unterricht gehabt, die Grundlagen, den Rest habe ich mir selbst erarbeitet. Heute kann ich alles spielen was ich will. Ich bin auf der Klampfe der Metal Fraktion zugehörig und kann überdurchschnittlich gut spielen. E-Bass habe ich mir komplett selber beigebracht, nie Unterricht gehabt. Die Instrumente sind durch die Bundierung ja auch wesentlich einfacher zu spielen, sicher mag man sogar bei einem Bundistrument Intonationsfehler produzieren, so man es völlig falsch macht und ein untrainiertes Gehör hat, aber bei einem bundlosem Instrument hat man da große Möglichkeiten sich neue Fehlerquellen zu erschließen und zu verfestigen, so man nicht einen guten Lehrer hat. Von der linken Hand abgesehen hat man, wenn man streichen will, einen noch größeren Funduns an Fehlerquellen, die, haben sie sich erstmal autodidaktische verfestigt, hinter nur mehr sehr schwer rauszubekommen sind.

Ach, nur so nebenbei. Ich habe mich zum Kauf eines solch teuren Bogens nicht drängen lassen. Ich hatte einfach mal ne Zeit lang einen sehr teuren Bogen als Leihgabe bekommen und der Unterschied ließ mich dann doch lieber zum Bogenbauer gehen lassen. Meinen Lehrer schätze ich als absolut seriös ein, der hat in seinem Leben mit dem Bass genug Geld verdient und ist auf solche Spielchen wie "Provision vom Bogenbauer geben lassen" in keinster Weise angewiesen, noch würde das mit seiner Denkweise übereingehen. Als Orchestermusiker und Solobassist hat er eben andere Ansprüche und ich weiß, das ich, so ich den Bogen pfleglich behandele, NIE wieder einen anderen Kaufen muß. Das Ding ist so gut, der Kauf hat sich gelohnt.Ich habe am Kontrabass im Bereich Klassik ähnliche Ambitionen wie auf der E-Gitarre, und mit einem billigst Fernost-Gitärrchen mit pfeifenden Pickups und miesester Hardware wird man auch nicht weit kommen. Lieber direkt gutes Equipment und keinen Ärger mehr als halbherziges das einen hinterher ärgert.Ich hab die Kohle für so was übrig, also gönn ichs mir auch.

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