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Stahlhammer Knickstachel

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Zugeordnete Kategorien: Bassbau

karl Profilseite von , 14.11.2006, 00:14:54
Stahlhammer Knickstachel
Hallo, ich erwäge die Anschaffung eines Knickstachels und hab leider wenig Infos gefunden. Ist der Stachel wirklich nur 12 cm lang??
Auf den Fotos sieht der Stachel immer recht wenig geknickt aus. Rabbath empfiehlt ja 44Grad. Ist der Effekt trotzdem spürbar?
Würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

Grüße Karl
Frank W Profilseite von , 15.11.2006, 13:53:37
Hallo, ich kann mich nur wiederholen. www.moser-klangwerkstatt.com Franz baut dir einen Knickstachel mit Parkettschoner nach deinen Wünschen. Er ist ein wirklicher Tüftler! Frank
bassknecht Profilseite von bassknecht, 15.11.2006, 22:04:24
Hallo Karl, der Effekt ist spürbar und für mich rundum zufriedenstellend. Die Möglichkeit den Abknickwinkel stufenlos zu verstellen ist soweit ich weiß einzigartig und genau diesen Aspekt möchte ich nicht missen. Der Winkel ist abhängig von der Relation  Instrumentengrösse / Spielergrösse  und vor allem von der Lage der Stachelbohrung. Ich habe einige Zeit mit verschiedenen Winkeln experimentiert und war froh dass mir dieses möglich war, so konnte ich selbst den für mich und mein Instrument optimalen Winkel austüfteln.  Ciao Roland
karl Profilseite von , 15.11.2006, 23:07:03
Danke für die Reaktionen. Der Moser-Stachel ist für mich nicht so interessant, weil es mir um eine Veränderung des Auflagepuntes im Verhältnis zum Schwerpunkt geht.
Das Instrument soll in (leichter) Schräglage ausgewogen stehen. Der Moser ist, soweit ich verstehe, lediglich als Alternative zum dauernden Wegrutschen gedacht.
Stahlhammer ist bestellt.
Bassknecht, hast du den Stachel gerade eingebaut oder leicht verdreht?

Grüße Karl
bassknecht Profilseite von bassknecht, 16.11.2006, 10:46:52
Hallo Karl, ich habe den Stachel so eingebaut, dass er in abgeknickter Position 90 Grad zur Symmetrieachse des Instrumentes steht, wenn es das ist was Du meinst. Ciao Roland
karl Profilseite von , 16.11.2006, 20:41:26
Danke,genau das hab ich gemeint.

Grüße Karl
Samy Profilseite von Samy, 07.01.2009, 11:02:39

 Es wird langsam Zeit, auch dieses Thema mal wieder "aufzuwärmen"...

aber jetzt im Ernst...

ich habe zu Weihnachten die Rabbath-DVD "The Art of Bow" geschenkt bekommen. Dies hat bei (mal wieder) die Frage nach der Verwendung eines Knickstachels in den Vordergrund "gedrängt". Allerdings habe ich keine Lust auf die nötigen Umbauten, die die Verwendung der Rabbath-Lösung nötig machen würden. Deshalb meine zwei Fragen in diesem Zusammenhang:

1) Wäre es keine Alternative zur Verwendung eines Knickstachels, einfach im Sitzen zu spielen und damit auch eine stabilere und von Ms. Rabbath favorisierte Basshaltung realisieren zu können? Oder was spricht gegen diese "Ersatzlösung"?

2) Gibt es als Alternative oder Ergänzung zu 1) die Möglichkeit, den hier im Thread beschriebenen Stahlhammer-Knickstachel in eine Ulsa-Birne einzubauen? Wenn ich das richtig sehe, sind die Durchmesser ja nicht ganz passend. (13 mm zu 16 mm) Falls jemand damit Erfahrungen hat, wäre ich für Tipps und Hinweise sehr dankbar

genau wie für alle Kommentare und Vorschläge

Hen Profilseite von Hen, 07.01.2009, 16:28:56

Hey Samy

zu 1) kann ich dir folgenes sagen: Du erreichst den gewünschten Saiten-Bogenwinkel auch durch das spielen im sitzen. Stabieler bist du damit nicht unbedingt, beide Haltungen haben Vor- und Nachteile. Nachteile, es gibt da verschiedene Aspekte. Bedenke dabei nur das du im sitzen wohl oder übel die Greifposition der linken Hand verändern musst das das Griffbrett ja auch in einem anderen Winkel liegt. Das hat meiner Erfahrunge aber eigentlich nur Vorteile da man den Daumen nicht mehr braucht um den Bass zu halten und Effektiv mehr Armgewicht nutzen kann und dadurch quasi nicht mehr "drücken" muss sondern nur "fallen lassen" kann. Die Freiheit den Daumen nicht mehr zur stabiliesierung zu gebrauchen finde ich genial. Dadurch kann man (wie Dragonetti) sogar eine Daumenlage in der 1. Lage spielen - und das ist ziemlich cool finde ich ;-)

Aber dazu wirst du bestimmt noch paar Glaubenskriege hären :P

Gruß Hen

Samy Profilseite von Samy, 07.01.2009, 21:45:48

 Hallo Hen...

danke für Deine Erfahrungen... die andere Greifposition der linken Hand will ich ja gerade ausprobieren.. wenn es geht, eben ohn große Umbauten am Bass... so wie Du es ja schilderst, scheint Sitzen ja durchaus eine überlegenswerte Alternative zu sein.... Stabilität ist vielleicht auch nicht der zentrale Aspekt.. es geht - wie Du ja auch sagst- vor allem um die Entlastung der linken Hand von der "Haltearbeit", ohne dass das Instrument dabei instabil wird....

auf die "Glaubenskriege" bin ich schon gespannt und auf die darin "verborgenen" Informationen und Einschätzungen....

dave 2 Profilseite von , 11.01.2009, 02:54:26
Hallo Samy,

es ergibt sich natürlich für Dich das Problem eines richtigen Stuhles. Leider scheint es weltweit kommerziell keinen idealen zu geben. Ich sitze einigermassen ordentlich auf einem Keyboardsitz von Thomann, mit Fussrasten. Höhenverstellbar.
Damit mir der Bass auf keinen Fall nach vorn wegrutscht, befestige ich ein Ende eines Bandes an der Stuhlraste; das andere Ende hat eine gleitsichere Stachelspitzenaufnahmeplatte (SSAP).
Nachteil: Ziemlich gewichtig!

Viel Glück,
dave
Samy Profilseite von Samy, 11.01.2009, 09:09:25

 Hallo Dave,

die Idee mit dem Band klingt interessant. Vielen Dank für den Tipp. Allerdings klingt "Stachelspitzenaufnahmeplatte" doch sehr beeindruckend... wo kriegt man so etwas?

Das Problem mit dem richtigen Stuhl ist mir auch schon aufgefallen. Ein normaler geht nach meinen Tests eher gar nicht. Allerdings ist der Barhocker, mit dem ich es versucht habe, nahc meinem Eindruck auch nicht so wirklich geeignet. Höhenverstellbar und trotzdem sicher stehend scheint danach das KO-Kriterium zu sein..... und bequem sitzen sollte man auch noch. Hast Du eine genauere Bezeichnung dieses Keyboard-Stuhls? Ist das zufällig dieser ? Für alle Erfahrungen mit Stühlen, Hockern und sonstigen Stehhilfen bin sehr dankbar, weil das Ausprobieren sich ja doch eher kompliziert gestaltet. Ich habe auch diesen Thread über die K&M Stehhilfe gelesen, die mir danach auch ziemlich geeignet erscheint.....

dave 2 Profilseite von , 11.01.2009, 12:30:07
Richtig, Samy, DIESER ists. Wenn auch nicht ideal - die Fussraste müsste länger nach vorn reichen, aber m.E. viel besser als die amtlichen Ikeabarhocker oder die Bügelhilfen aus dem Baumarkt. Denn das höhere Gewicht macht das Teil standsicher! Zudem kann man die Lehne abmachen und zuhause lassen.
Das verstellbare Gurtband mit Stachelanker habe ich von Paganino (www.paganino) Best. No. Cello/Kontrabass 5020 377.

Viel Erfolg, dave
Uwe Profilseite von Uwe, 11.01.2009, 13:44:34

 Da ich mir die Schlepperei eines Hockers ersparen will, brauche ich auch keinen Gurt für den Stachel.

Aber ich sehe, daß eine Cellistin aus unserem Orchester immer mit einem alten Gürtel aus massivem Leder anrückt und damit prima klarkommt. Das Stuhlbein kommt in die (ehemalige) Gürtelschnalle, und nach Gebrauch wird alles platzsparend wieder aufgewickelt.

dave2 Profilseite von , 11.01.2009, 20:37:49
Uwe, das mit dem Gürtel habe ich auch schon gemacht; aber die Hose ist mir beim Spielen in die Kniekehlen gerutscht!

Man kann auch den Traggurt von der Basshülle nehmen.

Servus, dave
Uwe Profilseite von Uwe, 12.01.2009, 07:38:12

Zur Hose: Ein Kontrabass ist eh so imposant, daß man keinen zusätzlichen Blickfang braucht.

Uwe

bassknecht Profilseite von bassknecht, 12.01.2009, 13:11:15

@ Samy  Probier es aus und überleg Dir das, ob Du mit Fussraste(n) spielen willst (ich mache das nicht mehr). Eine Haltung die das Becken schräg stellt und die Lendenwirbelsäule seitlich krümmt, macht relativ unbeweglich und kann auf Dauer Probleme machen (ich mag keine Orthopäden). Die Haltung die Hen hier beschreibt ist OK, SiDaTo spielt auch so, es gibt einige Videos im Netz wo man das gut sieht, auf seiner Homepage schreibt er auch etwas dazu. Ich finde diese Sitzhaltung praktisch, weil kaum aufwändig und anatomisch günstig. Du bist ständig mit beiden Füssen auf dem Boden und hast Deinen Körperschwerpunkt in der Mitte. Du brauchst besagten Schlagzeughocker und ein Stachelbrett, was normalerweise mit in die Bogentasche in der Kontrabasshülle passt. Unter das Stachelbrett leime Dir etwas flaches Gummi (zerschnittener Einweckring), dann wird bei extrem glatten Böden ein seitliches Abdriften des Stachelbrettes verhindert.  Da Du  im Orchester etwas höher als die Celli sitzt, siehst du trotzdem gut über sie hinweg. Durch die relativ niedrige Sitzposition bist du eniger exponiert als sonst, dafür ist der Effekt des Aufstehens beim Schlussapplaus um so gewaltiger, aber eigentlich geht es dir glaube ich, zunächst nur um häusliches Üben und ausprobieren von Rabbathhaltung, genau so kannst du das tun.       Ciao Roland

Samy Profilseite von Samy, 12.01.2009, 15:34:26

 ja mir gehts vor allem erst mal um das Ausprobieren der Rabbath-Haltung ohne größere Umbauten, aber wenn es "funktioniert" und wirklich neue Möglichkeiten eröffnet, würde ich zumindest das Wechseln zwischen verschiedenen Positionen nicht ausschließen. Danke für den Hinweis mit den Fussrasten. So auf den ersten Blick kommt mir die von Dir beschriebene Haltung auch ergonomischer und sinnvoll vor. Ich werde also dem Erwerb eines Schlagzeug-Hockers näher treten und auf die Fussrasten verzichten und mir vorher auch mal die Videos von SiDaTo zu Gemüte führen. Vielen Dank auch für diese konkreten Tipps genau wie für alle Hinweise, die mein "Stochern im Nebel" doch sehr eingegrenzt und mir wirklich weitergeholfen haben.

Hen Profilseite von Hen, 11.01.2009, 12:08:28

Ich sitze mit Efolg auf einem Schlagzeugstuhl (Dreibein). Klappt wunderbar, ist leicht zu transportieren und lässt sich gut höhenverstellen. Wenn man sich oben einen runden holt hat man auch keine Probleme mit dem Anwinkeln der Beine und so.

5string Profilseite von 5string, 12.01.2009, 11:46:13

 Schlagzeughocker?

Kannst Du den so hochdrehen, dass Du die gleiche Spielposition hast, als wenn Du stehen würdest? Oder fährst Du den Stachel ganz ein, damit der KB tiefer kommt? Das würde aber bedeuten, dass Du nicht zwischendurch mal aufstehen und im Stehen weiterspielen kannst.

Hen Profilseite von Hen, 12.01.2009, 12:24:06

Also mein Stachel ist nur ganz wenig ausgefahren (deswegen werde ich mir demnächst auch den Stachel kürzen um Gewicht zu sparen ;-)
Die Haltung kommt eine Cello sehr nahe, nur etwas aufrechter. Es hhat nichts mit der Spielweise im stehen zu tun, ich bin deutlich tiefer.
Und das bedeutet auch das ich nicht aufstehen kann und einfach weiter spielen kann. Ist meine Ansicht auch nicht nötig. Ich sitze und bleibe auch sitzen. Ich habe bei Konzerten eigentlich auch keinen Grund aufzustehen. Ich spiele aber hauptsächlich Klassik und Jazz. Da muss man das ja auch nicht unbedingt.

Neuester Beitrag Co Profilseite von Co, 15.06.2012, 18:49:33

Entschuldigt, dass ich das hier wieder aufwärme.

Ich habe eine Frage zum Stahlhammer Knickstachel.

So wie das auf den Bildern aussieht, knickt man den Stachel in einem Scharnier, nachdem man ihn bis zu diesem Scharnier aus der Birne gezogen hat. Was ist denn hier die Mindestlänge? Also wie weit muss man den Stachel überhaupt rausziehen, bevor man ihn umknicken kann?

Ich ziehe meinen Stachel eigentlich nicht weiter als 5cm raus, so dass ich mit eher senkrechtem Instrument noch gut um den Korpus herum und in die Daumenlage komme. Wenn ich den Bass schräg stelle, könnte ich den Stachel auch weiter raus ziehen. Das Problem hierbei ist dann aber wieder die Balance  und das Festhalten müssen. Deshalb die Frage nach dem Knickstachel und dessen Mindestlänge.

 

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