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Zugeordnete Kategorien: Bassbauer - Steg

Dea Profilseite von Dea, 19.09.2005, 16:11:37
Geigenbauer
Hallo!
Ich möchte in der nächsten Zeit den Steg meines neuen Basses niedriger stellen lassen, da mir die Saitenlage zu hoch ist. Kann mir jemand einen Tipp geben, auf was man achten muss, um dann keine Überraschung zu erleben? Oder reicht es, wenn ich dem Geigenbauer sage: "Bitte, ich hätt gerne den Steg so niedrig, dass die Saiten am Ende des Griffbrettes nur 1 cm über dem Griffbrett liegen."??
Danke, Andi
jonas Lohse Profilseite von , 19.09.2005, 16:31:59
Ich würde zu einem spezialisierten KB-Bauer gehen. Manche Geigenbauer scheuen sich, die Saitenlage wirklich niedrig einzustellen. Denn je niedriger die Saitenlage, umso besser muss das Griffbrett abgerichtet sein. Und da ist KB-Erfahrung wichtig, die hat nicht jeder Geigenbauer.
Dea Profilseite von Dea, 19.09.2005, 17:11:25
Danke für die Antwort.
Wenn aber der Bass ganz neu ist, müsste doch eigentlich am Griffbrett nichts geändert werde. Es hat noch keine abgenutzten Stellen...soweit ich es beurteilen kann.
Andi
jonas Lohse Profilseite von , 19.09.2005, 17:26:14
Mit abgenutzten Stellen hat das nicht so viel zu tun, und sehen tut man das auch nicht mit bloßen bzw. unerfahrenem Auge.
Wenn ein Bass neu ist, heißt das leider noch nicht, dass er auch spielfertig eingerichtet ist (wie Du ja selbst festgestellt hast). Die hohe Saitenlage lässt mich vermusten, dass Dein neuer Bass vom Hersteller auf die Schnelle für den Verkauf eingerichtet wurde, aber das Feintuning (also spielfertig machen: Saitenlage, Griffbrett) noch aussteht.
Dea Profilseite von Dea, 20.09.2005, 15:12:31
Na dann eine weitere Frage: hat zufälligerweise schon einmal jemand seinen Bass von einem Geigenbauer namens Otahal in Laxenburg, Österreich, richten lassen? In Wien wurden mir zwei weitere Herren empfohlen,- günstiger zu erreichen wäre jedoch Laxenburg.
Jörn Profilseite von , 20.09.2005, 17:19:58
Ich sehe das nicht ganz so polemisch wie Jonas Lohse. Einen Baß einrichten heißt doch bei neuen Bässen, die Saitenlage zu erniedrigen. Die Saitenlage zu erniedrigen, ist relativ leicht, sie zu erhöhen aber schwerer und im schlimmsten Fall erheblich kostspieliger (neuer Steg).
In jedem Fall stimmt seine Bemerkung zum Griffbrett. Je nach Bedarf, Jazz und langes Sustain, Jazz à la alte Schule mit Darmsaiten, Klassik etc. ist der gesamte Baß einzustellen, nicht nur die Saitenlage. Konkret geht es um die sogenannte Höhlung des Griffbretts, das für einige Zwecke nicht genau gerade sein soll. Zu diesem Standardthema dürftest Du im Forum einiges finden.

Viele Grüße
Jörn
jonas Lohse Profilseite von , 20.09.2005, 17:37:34
Was ist denn da polemisch? Ich habe ja nicht behauptet, dass das für alle Geigenbauer gilt, nur eben für manche. Denen kommt alle Schaltjahre mal ein Bass auf die Werkbank, und deswegen kennen die die Bedürfnisse der Bassisten nicht so wie ein Spezialist. Umgekehrt dürfte es ähnlich sein: mit einer Geige geht ja auch niemand zum Bassbauer.
Jörn Profilseite von , 22.09.2005, 17:32:52
Hallo Jonas,

mit polemisch meinte ich die Passage: "Die hohe Saitenlage lässt mich vermusten, dass Dein neuer Bass vom Hersteller auf die Schnelle für den Verkauf eingerichtet wurde". Ich sehe nicht, wie ein Hersteller anders arbeiten kann. Neulich bin ich auf Darmsaiten umgestiegen und habe mich von meinem alten Steg verabschiedet, weil er zu niedrig ist. Soetwas braucht sich ein Hersteller nicht zu leisten.

Viele Grüße
Jörn
FLorian Hoheisel Profilseite von , 20.09.2005, 20:08:20
Entschuldigt bitte, dass ich mich hier kurz mal zwischenschalte, auch wenn ich kein Bassist, sondern Cellist bin, aber auf einige Dinge möchte ich aufmerksam machen:
1. Das Einstellen und Einrichten eines Instrumentes kann meiner Meinung nach NUR in Zusammenarbeit von Instrumentenbauer und Spieler vernünftig gestaltet werden.
2. Das Prinzip des Einstellens ist bei ALLEN Streichinstrumenten gleich, egal, ob es sich um eine Geige, ein Cello oder eben einen Bass handelt.
3. schlechte bzw. ungenügende Erfahrungen diesbezüglich habe ich schon häufig machen müssen, das heisst, man suche sich einen Fachmann seines Vertrauens und nehme sich ZEIT dafür, was auch für den Geigen-bzw. Bassbauer gilt, woran man im Übrigen auch die Qualität seines Arbeitens ablesen kann.

Beste Erfahrungen habe ich dabei mit der Werkstatt Daniel Kress in Köln machen können, was für Euch insofern interessant sein könnte, als dass er auch über viel Erfahrung im Umgang mit Kontrabässen hat.
Bass-Kollegen von mir ( bei den Essener Philharmonikern) haben mittlerweile auch schon gute Erfahrungen dort gemacht!
jonas Lohse Profilseite von , 21.09.2005, 01:09:57
Mir ist noch eine nette Analogie dazu eingefallen.
Als ich noch ganz frisch am Kontrabass war, habe ich mir den Bass vom ortsansässigen Geigenbauer einrichten lassen. Trotz allen Zuredens war die Saitenlage immer noch höher, als dass ich als Anfänger leicht hätte drauf spielen können. Eine "Klassiker"-Saitenlage eben.
Mit den Frisören ging es mir zu der Zeit genauso. Damals hatte ich ja noch Haare, die es sich abzuschneiden lohnte. Aber es war noch nicht so üblich wie heute, sich den Kopf bzw. Nacken rasieren zu lassen, wenn man nicht gerade Skinhead war. Deswegen gelang es mir nur selten, die Frisöre dazu zu bringen, die Haare auf die von mir gewünschte Länge (bzw. Kürze) zu schneiden oder rasieren. Irgendwann habe ich dann eine "Pudelschermaschine" angeschafft, und seitdem bin ich autark.
OK, etwas off topic, das Ganze. Ich gehe jetzt wohl doch besser ins Bett ...
Neuester Beitrag Dea Profilseite von Dea, 23.09.2005, 08:26:04
Guten Morgen!
Nachdem mein Bass nicht den höheren Preisklassen angehört,- für mich war er trotzdem teuer,- wurde er mit liegendem Steg geliefert. Den Steg habe ich vorerst selbst aufgestellt, aber die Feinabstimmung fehlt natürlich. Drum hätte ich gerne gewusst, ob es jemanden in diesem Forum gibt, der entweder den Geigenbauer in Laxenburg oder einen anderen im Bezirk Baden (Österreich) kennt und empfehlen kann.
LG
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