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"Baßtaugliche" Geigenbauer im Raum Karlsruhe?

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Zugeordnete Kategorien: Bassbauer

LowB Profilseite von LowB, 05.05.2012, 12:34:16
"Baßtaugliche" Geigenbauer im Raum Karlsruhe?

Hi!

Man sollte es nicht für möglich halten: Da gibt es in einer Großstadt wie Karlsruhe eine Badische Staatskapelle, eine Musikhochschule und auch sonst ein reges musikalisches Leben, aber von wirklich baßkompetenten Geigenbauern meiner Meinung nach weit und breit keine Spur - oder habe ich etwas und jemanden übersehen? Klar kenne ich die Adressen in Nauheim, Münchweier und Reutlingen, die sind aber alle 100+ km entfernt.

Ulrich Gleißner in Baden-Baden (der "auch" Bässe betreut, auch die des SWR-Orchesters) soll sehr gut sein, aber vielleicht hat jemand noch einen weiteren Tipp für mich.

Wenn wir schon dabei sind: Mit (Baß)-Bogenmachern sieht`s wohl noch trüber aus oder gibt's da jemanden, der meiner Aufmerksamkeit entgangen ist?

Grüße

Thomas

 

jlohse Profilseite von jlohse, 05.05.2012, 13:38:33

Die Verteilung von Bassbauern ist in Deutschland alles andere als gleichmäßig, das sieht man auch ganz gut auf meiner Google-Map (http://www.kontrabassblog.de/?page_id=297). In manchen Gegenden ballt es sich, andere Gegenden sind Bassbauer-freie Zonen. Aber Grund zu klagen ist das eigentlich nicht: ich glaube nirgendwo auf der Welt gibt es mehr qualifizierte Werkstätten als hierzulande. Frag mal einen Australier oder Amerikaner, was er zu 100 km Entfernung sagt … .

LowB Profilseite von LowB, 05.05.2012, 14:39:24

Hi Jonas!

Einerseits hast Du ja Recht, 100 km sind nicht sooo viel. Aber hinbringen, zurückfahren, abholen, zurückfahren macht halt schon 400 km. Und in den genannten Ländern sind die Spritpreise etwas niedriger... Es ist aber auch eine Frage des (pardon) Dünkels oder der fehlenden Kompetenz der gut einem halben Dutzend GB in Karlsruhe nach meinen Erfahrungen, die es anscheinend nicht notwendig haben sich mit dem Thema "Baß" auseinander zu setzen. Von "meine Werkstatt ist zu klein" über "solche Arbeiten* mache ich generell nicht" (*Eindruck: er meinte "Tischlerarbeiten") über suboptimale Empfehlungen reichen meine Erfahrungen. Würde man solche Einstellungen auch bei den GB in den von Dir genannten Ländern finden?

Ich erwarte vom "normalen" GB nicht, daß er beispielsweise alle erdenklichen und sehr teuren Fräser zum Einpassen der Stachlebirne bereit hält. Aber einfache Leimungen oder Hilfe für das optimale Setup sollten meiner Meinung nach möglich sein. Ohne daß ich einen halben Tag auf der Autobahn verpämpern muß, irgend einen Vorteil sollte ja die "Enge" dieses Landes auch haben.

Grüße

Thomas

jlohse Profilseite von jlohse, 05.05.2012, 15:11:29

Ich vermeide es ebenfalls nach Möglichkeit, 400 km bzw. 4 Std sinnlos im Auto zu verplempern, da bin ich ganz d'accord.
Wie das mit Geigenbauern und Bässen anderswo ist? Vermutlich ähnlich. Aber es hängt sicher auch mit der Auslastung (sprich: Markt) zusammen, und dem Ausbildungs-Hintergrund. In Amerika machen viele Geigenbauer auch ganz selbstverständlich Gitarren und Mandolinen mit, das ist hier eher selten. Aber dort ist die Ausbildung auch anders organisiert, „Lehrberufe“ in unserem deutschen Sinne gibt es dort ja nicht. Der Begriff „Luthier“ umfasst auch erstmal alles: Streich- und Zupfinstrumente.

Ich finde aber es nichts unehrenhaftes, wenn ein Geigenbauer sich nicht an Bässe herantraut. Du schreibst ja "Hilfe für das optimale Setup" – gerade das bei einem Geigenbauer zu bekommen, der mit Bässen keine Erfahrung hat, dürfte schwierig werden. (Genausogut könnte man möglicherweise zu einem Gitarrenbauer gehen …)  Da ist es doch ehrlicher zu sagen: „mach ich nicht, gibt's anderswo besser als bei mir.“

Apropo: Es gab mal Zeiten, da gab es unter den hiesigen Bassbauern (wenn überhaupt) nur eine Handvoll, die sich mit den spezifischen Wünsche von Jazzbassisten auseinander setzen wollten. Das hat sich aber inzwischen gewandelt – auch sowas regelt bekanntlich der Markt ;-) 

Es gibt zwar Lücken auf der Landkarte, und die Hausärzte-Dichte ist selbst im ländlichen Bereich noch immer höher als die der Bassbauer, dennoch sehe ich die deutschen Bassisten sowohl im internationalen als auch geschichtlichen Vergleich ziemlich gut versorgt. 

Neuester Beitrag badbone Profilseite von badbone, 05.05.2012, 16:36:40

Naja, wie oft bringt man auch einen Bass zum einstellen oder Reparatur? Wäre das jede Woche der Fall wären 400 km recht recht viel. Aber die Häufigkeit solcher Arbeiten relativiert die Strecke meiner Meinung nach etwas.

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