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Salon-Tanz-Orchester in Kassel sucht Kontrabass!!!

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Zugeordnete Kategorien: Stimmen & Stimmungen - off topic

Thomas Sosna Profilseite von , 17.02.2007, 00:33:24
Salon-Tanz-Orchester in Kassel sucht Kontrabass!!!
Hallo,

ich habe im vergangenen Jahr ein Salonorchester in Immenhausen bei Kassel gegründet. Wir spielen Tanzmusik der 20er und frühen 30er Jahre, also vor allem Foxtrots, Tangos, Charlestons etc. Wir brauchen allerdings noch dringend ein Bassinstrument, nämlich Kontrabass oder ein in C gestimmtes Sousaphon. Wenn Sie aus der Kasseler Umgebung kommen und bereit wären bei uns mitzuspielen melden Sie sich bitte bei mir. Ich stehe gerne für alle Fragen zur Verfügung.

Anmerkung: Unser Orchester besteht nicht aus an einer Musikakademie ausgebildeten Profimusikern. Wir sind vielmehr alle sehr gute Amateurmusiker, welche die Orchestertätigkeit als Freizeitaktivität betreiben. In nächster Zeit sollen bereits Auftritte anstehen.

Liebe Grüße

Thomas Sosna
Uli Profilseite von , 17.02.2007, 09:56:47
Warum ein in C gestimmtes Sousaphon (selten zu finden)? Tubisten spielen im Gegensatz zu anderen Blasmusikern immer klingend.
Grüße
Uli (Tubist)
Thomas Sosna Profilseite von , 17.02.2007, 10:34:25
In den 20er Jahren wurden eigentlich keine Tuben in Tanzorchestern verwendet. In C gestimmte Sousaphone waren damals recht häufig. Das Problem ist, dass ja heutzutage die Sousaphone üblicherweise in B gestimmt sind. Da allerdings die Noten in C geschrieben sind müssten man sie um einen Ganzton hoch transponieren, was sehr zeitaufwendig wäre. Sicher, erfahrene Musiker können die Note im Kopf in beliebige Tonarten transponieren, aber leider können das ja nicht alle ...
Uli Profilseite von , 17.02.2007, 15:57:13
>> Da allerdings die Noten in C geschrieben sind müssten man sie um einen Ganzton hoch transponieren, was sehr zeitaufwendig wäre. << Hallo Thomas, ich weiß schon, was du meinst, aber es ist nicht so. Wenn ein Klavierspieler z.B. ein g liest, wird es ein g anschlagen und erklingen lassen. Genauso natürlich jemand mit einem in C gestimmten Blasinstrument- >>und Tubisten<<, die lassen auch ein g erklingen, egal, ob ihre Tuba in B, C, Eb oder F gestimmt ist. Natürlich muß das g für jede Instrumentenstimmung anders gegriffen werden und ein Tubist muß, wenn er auf eine anders gestimmte Tuba umsteigen will, neu lernen. Bei den übrigen Bläsern (Blech und Holz), muß der Komponist/Arrangeur die Anpassung (Transponierung) über die Notation vornehmen, so, wie du das beschrieben hast. Ich beherrsche z.B. die B und die Eb Tuba und fange übrigens gerade als (B)- Tubist beim Großen Salonorchester Rurland, Düren, an und muß sagen, daß es ganz schön anspruchsvoll ist. Mitte des Jahres werde ich dann auch den Kontrabass mitnehmen. Grüße Uli
Thomas Sosna Profilseite von , 17.02.2007, 18:14:01
Leider spiele ich persönlich kein Blasinstrument, daher möchte ich nicht versuchen bei etwas mitzureden, wovon ich keine Ahnung habe. Wenn ich dich aber richtig verstanden habe müsste das Prinzip zumindest auch auf Trompeten zutreffen, die gibt es ja auch in diversen Stimmungen (B, A, C ...).

Wichtig ist schließlich nur, dass wir einen Musiker für unser Orchester finden der entweder Kontrabass oder Sousaphon spielt, egal in welcher Stimmung, aber so, dass wir die Noten nicht umschreiben müssen ...
Uli Profilseite von , 17.02.2007, 18:59:34
Hallo Thomas,
ein kurzer Ausflug eines Pianisten in die Bläserwelt: ;-)
Nehmen wir das c (erste Hilfslinie unter dem Violinschlüssel): Der Grundton bei fast allen Blasinstrumenten, wird z.B.bei Blechblasinstrumenten ohne Ventile (also "0") geblasen. Bei B instrumenten ertönt ein b, bei C Instrumenten ein c, bei Eb usw. Wenn Ventile gedrückt werden, sind die entstehenden Töne verschieden gestimmter Instrumente natürlich auch unterschiedlich.
Wenn der Komponist nun ein c hören will, muß er die Noten so verschieben, daß der Spieler auch ein c von sich gibt- außer bei C gestimmten Instrumenten natürlich.
Spielt ein Bläser für sich allein, ist das im Prinzip nicht nötig, aber im Zusammenspiel im Orchester gibt es eben für die Instrumentenstimmungen speziell angepaßte (transponierte) Notensätze. So blasen dann drei nebeneinander sitzende B Eb und C Trompeter auch das im Beispiel geforderte c. (und greifen dabei unterschiedlich)
Nicht so bei Tubisten: Die haben die gleichen Noten wie ein Klvierspieler und müssen zusehen, daß das herauskommt, was da notiert ist, egal welche Stimmung ihr Instrument hat. :-)
Grüße
Uli
Thomas Sosna Profilseite von , 17.02.2007, 19:25:14
Ehrlich gesagt kapiere ich das noch immer nicht richtig, es erscheint mir einfach unlogisch, dass es bei in kuriosen Tonarten gestimmten Tuben bzw. Sousaphonen nicht die Spielprobleme gibt, die es bei anderen Blasinstrumenten gibt. Fakt ist nunmal, dass früher Sousaphone in C verwendet wurden. Das muss ja einen Grund gehabt haben! Ich glaube dir aber mal, dass du recht hast. ich spiele nur einwenig Klavier und Geige. ich weiß zwar, dass Trompeten üblicherweise in B gestimmt sind, Posaunen und Tuben in C, Alt-Saxophone in Es und Tenor-Saxophone in B, aber die Spielweise an sich ist mir völlig fremd.

Wie gesagt, die Hauptsache ist schließlich, dass unser Orchester einen entsprechenden Musiker findet. Wir sollten uns nicht bezüglich der Stimmung streiten.
bassgeiger Profilseite von bassgeiger, 18.02.2007, 01:59:12

Da ist bei den Begrifflichkeiten aber so einiges durcheinander geraten. Ich versuche mal, das aufzuklären:

"gestimmt in ....." bedeutet nicht automatisch "notiert in.....", da liegt schon mal die erste Verwirrung. Trompeten und Posaunen sind normalerweise in Bb, damit gemeint ist: der Grundton der betreffenden Instrumente ist ein Bb ( der Grundton resultiert im Prinzip aus der Rohrlänge).

Jedoch werden sie unterschiedlich notiert: die Posaune wird klingend notiert, d.h. der Posaunist sieht ein C vor sich, spielt bzw. greift auch eins und man hört auch eins. Die Trompete wird transponiert notiert, der Trompeter sieht ein C und glaubt, eines zu greifen bzw. zu spielen, erklingen tut jedoch ein Bb. Wenn ich von einem Trompeter ein reales C hören will, muss ich ihm ein D aufschreiben. Leider ist das beim Blech völlig bekloppt, jedoch nicht mehr wegzukriegen. Begründung: in der klassischen Literatur wird häufig eine C-Trompete eingesetzt, die dann natürlich klingend notiert wird, und so muss sich unser Trompeter nicht umgewöhnen, denn alle Ventiele offen heisst bei ihm C und fertig.

Bei Saxofonen tickt die Uhr etwas anders: Tenors sind in Bb ("Blockflötengriff"= notiertes C, es erklingt aber ein Bb), Altos in Eb ("Blockflötengriff" = notiertes C, es erklingt aber ein Eb), das sind die häufigsten. Die Begründung ist klar: Saxofonisten können zwischen allen Saxofonen hin und her zappen ohne groß nachzudenken.

Nun zur Tuba. Es gibt F-, Bb-, Eb- und C-Tuben, das sind alles Tuben mit unterschiedlichen Grundtönen (also unterschiedlichen Rohrlängen). Jedoch nimmt die Welt der Arrangeure auf Tubisten keinerlei Rücksicht: völlig unabhängig vom benutzten Instrument sind die Noten generell klingend geschrieben, d.h. der Tubist sieht ein C, muss eins spielen und es erklingt dann auch eins (im Idealfall natürlich....). Sousaphone und Tuba sind natürlich das Gleiche (verzeiht, oh ihr Tubisten, genau so ist es nicht gemeint!!). Die Arbeit des Transponierens obliegt dem Spieler. Wenn ich ein mittleres C vor mir sehe muss ich auf einer Bb-Tuba das 1. Ventil drücken, auf einer C-Tuba gar keins, auf einer F-Tuba auch keins und auf einer Eb-Tuba 1.+2. Ventil. Ganz schön doof, so isses aber. Deswegen sind Tubisten meist schlaue Leute.

Du solltest folgendermaßen vorgehen: vergleiche, ob die Sousaphon-Noten bei einem Stück deiner Wahl die gleiche Tonart haben wie die Kontrabassnoten oder die Klaviernoten des gleichen Stücks. Wenn dem so ist (......es wird so sein......) ist alles klar, dann müsst ihr - egal, mit welcher Tuba euer Kandidat denn anrückt - nichts umschreiben, alles wird gut.

Sollte es jedoch so sein, dass die Tonarten des Sousaphons mit den Tonarten der Trompeten übereinstimmen (in Holland wird das schonmal so gemacht) dann muss der Tubist sich eine C-Tuba kaufen und eine halbe Stunde vor jeder Probe zu sich selbst sagen: dies ist eine Bb-Tuba dies ist eine Bb-Tuba................... so etwa hundert mal, dann klappt´s.

Keine Panik!!

 

Thomas Sosna Profilseite von , 18.02.2007, 15:30:29
Bei den alten Arrangements gibt es keine Sousaphon-Noten, sondern nur Kontrabass-Noten, die gegebenfalls eine Oktave tiefer vom Sousaphon geblasen werden können. Die sind daher immer in C notiert! Und sagt mir jetzt bitte nicht auch noch, dass es auch B-, Es-, A- oder F-Kontrabasse gibt, dann drehe ich hier ganz durch! Langsam glaube ich, dass mein Klavier in B gistimmt ist und dort das ganze Problem liegt ...
bassgeiger Profilseite von bassgeiger, 18.02.2007, 16:01:36

Aha, da haben wir´s und alles wäre geklärt:

Jeder (!!!!!!!!!!!!!!) Tubist wird aus euren Noten spielen können, ebenso jeder Sousaphonist und jeder Kontrabassist sowieso!! Egal, welches Instrument derjenige mitbringt: eure Noten sind kompatibel.

Ihr könnt eure Anzeige ändern, in etwa so: ....... sucht Bassinstrument, Kontrabass oder Tuba, gerne auch Sousaphon. Notenmaterial vorhanden.........................

Und schon werdet ihr euch vor Willigen nicht mehr retten können!

p.s.: lieber Kollege, der du dir EXTRA eine C-Tuba gekauft hast: du hättest dir das sparen können................

 

 

Thomas Sosna Profilseite von , 18.02.2007, 18:02:02
Ok, ich werde das Inserat neu schalten und hoffe, dass du recht hast!
Uli Profilseite von , 18.02.2007, 10:31:29
Hallo bassgeiger, >>Sousaphone und Tuba sind natürlich das Gleiche (verzeiht, oh ihr Tubisten, genau so ist es nicht gemeint!!).<< Korrekt. Die Instrumente sind nur unterschiedlich gewickelt. Natürlich ergeben sich dadurch unterschiedliche Klangfarben. >> ...sind Tubisten meist schlaue Leute.<< Endlich mal einer, der das Gegenteil der landläufigen Meinung äussert. Du bist mir sehr sympatisch :-)) Grüße Uli
Eastman Profilseite von Eastman, 18.02.2007, 10:47:20

Ich spiele Kontrabass und Tuba und um genau all diese Diskussionen und Probleme nicht zu haben habe ich mir eine C-Tuba angeschafft … so einfach ist das Leben :-)

Gruss Eastman

bassatuba Profilseite von bassatuba, 18.02.2007, 18:39:10

Hallo Eastman,

auch ich spiele Kontrabass und Tuba/Sousaphon in Eb und brauche oft die gleichen Noten, und lese auch manschmal dem Pianisten von der linken Hand - wie das das gelesen wird ist einzig die Sache des Bassisten (eben klingend lesen, unabhängig von der Stimmung des Instrumentes). Bitte nicht auch noch transponierte Bassnoten! oder gar transponierte Akkordchiffren?

Gruss, bassatuba

Thomas Sosna Profilseite von , 18.02.2007, 15:23:41
Eigentlich hatte ich das Ziel mit diesem Beitrag einen Kontrabassisten bzw. einen Sousaphonisten für das Orchester zu finden, in dem ich mitspiele. Ich würde also die Leute bitten die daran Interesse hätten sich zu melden! Das ist wichtiger als híer über Stimmungen zu debatieren!
Harami Profilseite von Harami, 19.02.2007, 14:56:00
War doch trotzdem sehr lohnend. Wer weiß sonst schon, wie/was Tubisten spielen ...?
Thomas Sosna Profilseite von , 19.02.2007, 18:47:14
Was nützt es mir zu wissen, wie ein Instrument gestimmt ist, wenn ich niemanden finden kann, der es im Orchester spielen würde?!
Harami Profilseite von Harami, 19.02.2007, 18:55:53
Viel Glück! Wird schon werden... Stell´deine Anfrage doch auch noch mal im Marktplatz, Abteilung Mitspielmöglichkeit. Ich hatte eher gemeint: Lohnend auch für alle anderen Leser.
Thomas Sosna Profilseite von , 30.04.2007, 23:03:32
Nach so vielen Monaten haben wir noch immer keinen Kontrabassisten noch Sousaphonisten bzw. Tubisten gefunden. Langsam wird es eng, denn wir haben zahlreiche Auftritte absagen müssen, da wir keine komplette Besetzung hatten (neben dem Bass fehlt uns noch Schlagzeug und eine zweite Trompete). Also bitte, ihr Bassisten dort draußen meldet euch! Ich habe schon zahlreiche Inserate in Foren aller Art geschaltet und es hat sich bisher noch niemand gemeldet! Langsam bin ich am Verzeifeln und ich würde ungern das Orchester auflösen wollen, nachdem wir bereits mit 2 Geigen, Trompete, Posaune, Flöte, Oboe, 3 Saxophonen, Klavier und gegebenfalls bald Tenor-Banjo besetzt sind und immerhin habe ich auch über ein Jahr gebraucht um das Ensemble aufzubauen! Aber was anderes als Auflösen wird bald nicht mehr in Frage kommen, denn weder meine Musiker noch ich haben Lust sich über Jahre nur mit Proben zu beschäftigen, da zum Auftritt die Besetzung nicht reicht!

Grüße

Thomas
Harami Profilseite von Harami, 01.05.2007, 12:27:59

Schade, klang doch interessant - aber Bassisten scheinen gut beschäftigt zu sein. Sieh doch mal, wer von uns in der Nähe wohnt und frag direkt, auch ob sie nicht vielleicht jemand kennen, einen ihrer Schüler oder so. Da muss doch was zu machen sein, oder ist Kassel und Umgebung ein weißer Fleck auf der Bassisten-Karte?

Neuester Beitrag Godwin Profilseite von Godwin, 01.05.2007, 20:45:06

Danke für den Tipp, aber das habe ich auch schon vor einiger Zeit gemacht. Einer war sogar interessiert, hatte aber sehr wenig Zeit.

Das blöde ist ja eigentlich, dass wir zwar in einer Hinsicht sehr gut besetzt sind, aber wir haben halt derzeit nur Klavier in der Rhythmusgruppe und das allein klingt eben viel zu schwach! Ich hoffe, dass die interessierte Tenor-Banjo-Spielerin tatsächlich bei uns anfängt, aber um richtig authentisch zu sein brauchen wir eben noch einen Bass und ein Schlagzeug! Ohne können wir nicht auftreten!

 

Liebe Grüße

 

Thomas

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