GEBA-online

Gesellschaft der Bassisten in Deutschland

www.GEBA-online.de

Gesellschaft der Bassisten in Deutschland



• • • Forum

Verstellbarer Steg <

wieder einmal Tonabnehmer

> kolophonium

Auf diese Beiträge antworten | Zurück zur Liste | Zum neuesten Beitrag springen

Zugeordnete Kategorien: Pickup & Mikrofon

boogiepit Profilseite von boogiepit, 19.09.2006, 18:16:00
wieder einmal Tonabnehmer
Hallo Zusammen,
ich spiele seit 20 Jahren E-Bass,
seit einem halben Jahr nehme ich KB Unterricht und es läuft auch ganz gut.
Nun zu meinem Problem, ich brauche für meinen Massivholz
KB von der Firma Zachmann einen Tonabnehmer. Es sollte sich dann aber auch nach KB anhören und nicht nach E-Bass.
vielen dank im Vorraus
boogiepit
hanz Profilseite von , 19.09.2006, 19:53:12
hallo boogiepit, in nehme an, dass du mit dem kb in der jazz-richtung aktiv sein möchtest, also in erster linie dein pizzicato verstärken möchstest. es gibt magnetische tonabnehmer, die wirklich mehr nach e-bass klingen, aber die sind insgesamt eher selten anzutreffen. am üblichsten sind eigentlich piezokeramische tonabnehmer, die irgendwo am steg angebracht werden. sie sind relativ unempfindlich gegenüber rückkopplungen und in verbindung mit einem preamp auch vom pegel her ähnlich wie ein e-bass. häufig anzutreffen sind z.b.: "the realist" (ca. 200 euro), ein allrounder, der gepizzt und gestrichen sehr autentisch klingt, zwischen stegfuß und decke eingebaut wird und eigentlich wenig probleme verursacht. "shadow sh910", den es mit einem oder zwei piezoelementen gibt, und der in die stegflügel geschoben wird. beim wechsel zum bogen muss man meist etwas am eq kurbeln, damit es nicht zu schrill wird. der tonabnehmer von wilson, der vier elemnte besitzt, die durch eine bohrung unter jeder saite eingeschoben werden. habe ihn selbst nicht ausprobiert, weiß aber von einem kollegen, dass er sehr "echt" klingen soll. eine interessante neuentwicklung ist der clef "revolution solo" aus usa, der ein element besitzt, das in fichtenholz eingelassen ist und in einen der stegflügel geschoben wird. auf www.talkbass.com kann man einige rezensionen über ihn finden. er soll pizz und arco unglaublich "akustisch" klingen und auch ohne preamp wenig zicken veranstalten. ich selbst spiele zur zeit den k&k bassmax, der ebenfalls nur ein piezoelement besitzt und in den stegflügel gebaut wird. er besitzt einen unglaublich hohen output und das feedback lässt bei hohen lautstärken lange auf sich warten. allerdings gefällt mir der gestrichene ton nicht. wenn du eine absolut reale verstärkung anstrebst, kannst du auch ein kb-mikrofon (in der regel sehr teuer), oder eine kombination aus piezo und mikro in erwägung ziehen, deren signale in einem kleinen passivmischpult ausgesteuert werden können. das problem bei allen: jede kombination aus spieltechnik, saiten, bass, tonabnehmer und verstärker ist klanglich individuell verschieden und kann niemals pauschalisiert werden. ich würde dir für den anfang auf jeden fall zu einem piezo raten. von den größeren marken ist mir auf jeden fall kein absoluter nullinger bekannt. das sollte dann auch nicht mehr als 120-150 euro kosten. wenn du ein modell ins auge gefasst hast, kannst du z.b. hier im forum nach beitragen suchen, oder die gemeinde nochmals um aktuelle erfahrungsberichte bitten. grüße hanz
Christoph. Profilseite von , 19.09.2006, 21:44:38
Tausendmal gesagt und immer wieder gerne wiederholt:

da jeder PU an jedem Bass mit jedem Amp total anders klingt kommst du um eine gewisse try-and-error Phase nicht drumrum.

Ich persönlich bevorzuge simple Piezos in Kombination mit einem nicht mehr ganz so simplen Preamp, dann ist der eigentliche Amp nicht mehr ganz so wichtig. Also z.B. der recht günstige shadow 951 plus fishman preamp und dann als Endverstärkung das, was am Set ohnehin rumsteht. Meistens klingt das ganz gut, man muss auch kein Abitur haben für die Installation.

E-Bass amps mit zu dicken Boxen klingen fast immer extrem Scheiße mit dem Kontrabass, das muss man probieren und heißt eigentlich nichts, wenn ich das so pauschalisiere. In vielen Proberäumen stehen irgendwelche Gesangsanlagen, das klingt meist besser als ein Kühlschrank mit 2 Fuffzehnern drin. Testen!!

Ach ja: Mikros kann man live eigentlich nicht benutzen.

mfg
Co Profilseite von Co, 23.09.2006, 03:47:00
Ich meine, man kann live sehr wohl mit Mikro spielen. Kommt immer drauf an, was man für ein soundideal hat.
Wer auf einen Mark Johnson mäßigen Sound steht, für den isses nix.
Wer mehr auf Old School steht sollte ein Mikro schon in betracht ziehen.
Mein Setup: Audio Technika ATM35 Mikro (KleinmembranKondensatorAnklipp-Mikro)
                      DTAR Solstice Preamp (liefert auch die Phantiomspeisung)
                      lumpiger Thomann Aktivmonitor  oder  SAD DBA1 an PA-Endstufe
Klingt besser als JEDER Pickup. Koppelt nicht, obwohl ich 1m neben Lautsprecher stehe. Kostet auch nicht die Welt.

P.S.: Finger weg von E-Bass 2x10"/4x10". Hab ich mit Kontrabass, egal ob Pickup oder Mikro nur schlechte erfahrungen gemacht.
jonas Lohse Profilseite von , 19.09.2006, 23:04:43
der Vollständigkeit halber möchte ich noch zwei Linktipss ergänzen: http://www.doublebassguide.com/4_pickups.html (eine Übersicht über so gut wie alle PUs) http://www.kontrabassblog.de/?page_id=13 (ein kleiner historscher Abriss zum Thema)
boogiepit Profilseite von boogiepit, 20.09.2006, 15:45:41
hallo leute,
danke hanz für deine empfehlungen, danke jonas, die links habe ich mir schon reingezogen. mein problem, vielleicht ein bisschen doof, kann schon sein, ist. ich hätte gerne verstärkt auf dem kb einen kb sound. ansonsten kann e-bass oder akustik bass spielen.
ich dachte es gibt möglicherweise erfahrungswerte z.b. vollholzbass und pizzicato ist der xy pu nicht schlecht. u.s.w.
liebe grüße
boogiepit
jonas Lohse Profilseite von , 20.09.2006, 17:34:37
Wenn das nur so einfach wäre ... dan würde dieses Thema auch nicht seitenweise dieses und andere Foren füllen. Die Sache mit der KB-Verstärkung wird mit wachsendem Anspruch immer komplizierter, damit musst Du Dich wohl abfinden. Ein TA, der auf einem Bass gut klingt, klingt auf dem nächsten unbrauchbar. Und selbst das ist dann noch Geschmackssache.
Und um gleich noch ein Fass aufzumachen: neben dem TA ist ja auch der Amp nicht unwesentlich an der Klangreproduktion beteiligt.
hanz Profilseite von , 20.09.2006, 16:43:55
wie gesagt, vollholz und pizz lässt sich eben nicht pauschalisieren. es gibt billige sperrholzinstrumente, die verstärkt besser klingen können als der beste massivbass und umgekehrt.

ich kenne eigentlich nur einen pu, der nach ebass klingt, und das ist der schaller magnettonabnehmer. bei dem werden, wie beim ebass, allein die saitenamplituden verstärkt. beim akustikbass ist in der regel ein piezo im korpus versteckt (deshalb das feedback), kingt aber im grunde wie eine tiefalterierte westerngitarre.

kontrabass-piezos nehmen nicht direkt die saitenschwingung, sondern das was ständig zwischen saiten und korpus passiert, auf. das ist eben nicht nur der ton, der über den steg auf den klangkörper übertragen wird, sondern auch sämtliche nebengeräusche und die für den kontrabass charakteristischen frequenzen (formanten).

du kannst eigentlich davon ausgehen, dass ein piezo deinen bass immer mehr nach kb, als nach eb klingen lassen wird. wie ausgeglichen, sauber, höhenlastig, laut, etc. der verstärkte klang im endeffekt ist, entscheidet dann das jeweilige modell.

gruß
hanz
sammy Profilseite von , 20.09.2006, 18:20:49
und damit es ja nicht "zu unkomplex" wird...*g*;-) auch bei gekauften Piezo-TA's scheint es durchaus eine nennenswerte Fertigungstoleranz zu geben, die zum "gut" oder "schlecht" funktionieren mit dem einen oder anderen Bass beiträgt... dazu kommen noch die Möglichkeiten der Soundbeeinflussung durch leichtes Bewegen des TA's oder Veränderung des Drucks usw.....will sagen, Piezo_PU's desselben Herstellers klingen auf demselben Bass über dieselbe Anlage nicht automatisch gleich........ein "Spiel" mit vielerlei Variablen....;-) und wie hier schon mehrfach gesagt... da hilft einfach nur ausprobieren.... aber um mal konkret zu werden, ohne daraus gleich einen "Tipp" zu machen.. ich habe an meinem Vollholz-KB einen "growlin tiger" und der klappt anscheinend ziemlich gut.....jedenfalls fragte nach der letzten Probe der Gitarrist, ob ich über den Amp gespielt hätte.. nicht weil es zu leise war, sondern weil es anscheinend "relativ" akustisch klang;-) :-)....und der scheint auch bei anderen mir bekannten Bässen ganz gut zu funktionieren....allerdings sollte man sich -egal mit welcher Lösung- von dem "100%"-Gedanken verabschieden.... (um nur in die "Nähe" eines 100%-Akustik-Sounds zu kommen, wäre mir persönlich der Aufwand aber auch einfach zu hoch....) und was den erwähnten -sicher nicht zu vernachlässigenden- Einfluss von Amp und Boxen angeht.... bei den Piezos sollte man einfach schon mal auf eine ausreichend hohe Eingangsimpedanz des Amps (oder Preamps) achten, damit da nicht schon das Signal "verhunzt" wird.... leider sind die meisten Verstärker-Eingangsstufen der für E-Bass gebräuchlichen Amps dafür zu niederohmig.... als "Ergebnis" solcher Fehlanpassungen geht zum einen die Dynamik "flöten" und zum anderen gibts Beschneidungen des übertragenen Frequenzbereichs..... da hilft dann nur der erwähnte Preamp.. aber auch da gibts welche mit ziemlich niedriger Eingangsimpedanz... 10 MOhm sollten es dann schon sein... und wenn der Amp dann erstmal relativ neutral klingt und noch eine wirksame( aber überschaubare) Klangregelung hat, sollte es damit eigentlich klappen.... ;-) die Frage der Boxen und/oder Speaker "ignorier ich jetzt einfach mal...;-) und dann doch noch ein Link...*g* ;-) http://www.jazzpages.com/JohannesSchaedlich/main_d.htm und dann auf "Texte" und weiter mit "Zum Thema Equipment".... da gibts auch eine Menge Erfahrungen.. aber vielleicht kennst Du den Link ja auch schon...
boogiepit Profilseite von boogiepit, 21.09.2006, 15:50:18
hallo sammy,
danke für deinen "nicht tipp" habe leider kein bild von dem "growlin tiger" gefunden. wo wird der denn eingebaut?
was für ein preamp benutzt du denn?
ich habe auch schon mit dem "realisten" geliebäugelt.
ein paar erfahrungsberichte (die natürlich in der regel subjektiv sind, aber bassmann oder frau hat eine kleine richtungsweisung) wäre schön.
liebe grüße boogiepit
hanz Profilseite von , 21.09.2006, 22:49:22
ich habe seit heute wieder einen realist-nachbau in meinem bass. mir ist aufgefallen, dass, seitdem ich den bass klanglich bearbeitet habe (neuer lack, neuer stimmstock, andere saiten), der verstärkte klang auch besser ist. wie gesagt, das ding ist kein original, aber ich bin von der bauweise sehr begeistert (ich muss ihn manchmal suchen, so unauffällig ist das kabel und die buchse...). vor allem der gestrichene klang überzeugt mich und das verhältnis pizz-arco stimmt ebenfalls. der pizz-klang hat mehr sustain als z.b. der shadow 910 oder der kk bass max (ist laut und unkompliziert, aber der klang gefällt mir irgendwie nicht mehr) und wirkt akustischer. ich komme bestens ohne preamp aus, obwohl der output eher gering ist (weiß nicht der reale realist da so abschneidet). allerdings sollte man, und das gilt für viele alle piezos, eine umfangreiche klangregelung an amp oder vorverstärker vornehmen können, da piezos so um 700hz oft ein furchtbares quietschen und dröhnen veranstalten, das gekillt werden muss.
sammy Profilseite von , 21.09.2006, 16:54:02
Hallo...
ein Bild habe ich auch grad nicht zu Verfügung... ich müsste da mal eins machen.....eingebaut wird der genau wie der Underwood unter den Stegflügeln...und der ist auch sonst "sehr ähnlich".....zumindest äusserlich
zu sehen auf der von Jonas Lohse schon erwähnten Seite im doublebassguide....
gebaut bzw. verkauft wird der von Heiner Windelband.
Normalerweise nehme ich gar keinen Preamp, weil mein Eden auch so schon einen sehr hochohmigen Eingang hat:-) ansonsten hab ich es auch schon mal mit einem Fishman-Preamp und auch mit einem Preamp von Balsereit versucht, als ich meinen Amp nicht dabei hatte... beides hat problemlos funktioniert... allerdings sah ich danach erst recht keine Veranlassung, meinen Eden Time Traveler durch einen Preamp zu ergänzen...:-)
silver68 Profilseite von , 26.09.2006, 21:22:49
hallo, welchen eden hast du genau und was für eine eingangzimpedanz hat der eden?
Samy Profilseite von Samy, 27.09.2006, 07:07:31
Den Eden Time Traveler WT330 (Vorstufe ist identisch mit dem neueren WT400).
10 MOhm ist die Eingangsimpedanz
Schöne Grüße
Neuester Beitrag Samy Profilseite von Samy, 27.09.2006, 19:05:06
Tippfehler... es muss heissen "Vorstufe ist identisch mit dem neueren WT405"....
es gab auch mal einen WT400, aber bei dem weiss ich das nicht....
war noch etwas früh heute morgen...
boogiepit Profilseite von boogiepit, 26.09.2006, 23:37:43
hallo leute,
vielen dank erst einmal an alle.
ich habe mich entschlossen, einen \"realisten\" und einen \"growlin tiger\" zu testen.
wenn wer so ein teil zu hause herumliegen hat, bin ich gerne bereit es zu kaufen.
liebe grüße
boogiepit
Verstellbarer Steg <Zurück zur Liste> kolophonium

Nur angemeldete Benutzer dürfen Beiträge schreiben. Bitte hier einloggen: LogIn



Zuletzt aktualisiert von Besucher am 18.10.2019, 18:30:52.