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zu viel Hornhaut?!

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Zugeordnete Kategorien: Üben - Gesundheit

Sascha Profilseite von , 08.07.2006, 16:43:26
zu viel Hornhaut?!
Hallöchen,

Kann es sein, dass sich durch das Bassspielen zu viel Hornhaut am Finger bildet? Ich habe nämlich den Eindruck, dass sich bei mir eine so dicke Schicht Hornhaut gebildet hat, dass sie so tief in den Finger reicht, dass es weh tut.
Seit einiger Zeit habe ich nämlich Schmerzen im linken Zeigefinger, die ich mir absolut nicht erklären konnte. Meine Technik ist eigentlich ganz ok, und früher hatte ich keine Schmerzen, obwohl die Saiten noch vor einem Monat viel höher lagen.
Jedenfalls ist am Rand der Rille im Zeigefinger, der (bezieht sich auf den Rand, nicht auf den Zeigefinger) auf der Seite der Handfläche ist, nicht auf der bei der Fingerkuppe, ein relativ großer Hügel. Der ist so groß, dass ich beim e-Bassspielen bei Slides oder ähnlichem öfters mal ein wenig ins Stocken kam, weil ich damit an den Bünden hängen geblieben bin.
Ich wiederhole mal meine Frage: Ist es tatsächlich möglich ZU VIEL Hornhaut zu bilden? Wenn ja, wie kann ich das in Zukunft verhindern? Weniger spielen wirds bei mir nicht spielen. Ich werde die nächsten Tage versuchen ein wenig seltener zu spielen, um dem Finger eine leiche Erholungsphase zu gönnen. Ein wenig Hornhaut habe ich abgemacht. Wenn ich den Finger ins rechte Licht halte, dann kann ich noch sehen, dass am Rand der verhornten Zone eine knapp 2mm dicke Schicht ist.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, oder irgendwelche Tipps für mich?

besten Dank im Voraus und schönen Gruß aus Wien!
Sascha
makro Profilseite von makro, 08.07.2006, 19:12:53
Wie bei allem ist auch die Hornhautbildung beim Menschen individuell verschieden, wo sich beim einen nur eine dünne Schicht bildet, bilden sich beim anderen regelrechte Wucherungen.

Soltest du zu den zweiteren gehören, ist die (maßvolle) Entfernung des "Zuviel" mittels eines Hornhauthobels (Apotheke) und/oder einer Hautschere bestimmt sachdienlich. Desweitern kann ich die Anwendung von Hirschtalg (Hautpflegestift, Apotheke) zur Pflege der Hornhäute wärmsten empfehlen. Jeweils nach dem spielen auf die Fingerkuppen aufgetragen, hält Hirschtalg die Haut geschmeidig und verhindert Verhärtungen.

Die von dir beschriebenen Schmerzen müssen nicht ursächlich mit der Hornhautbildung zusammenhängen auch andere Überlastungserscheinungen wie z.B. eine Reizung des Knochens bzw. der Knochenhaut oder die Beschädigung eines Nervs kommen hier in Betracht, in diesem Fall führt an pausieren allerdings kein Weg vorbei.
Jean Profilseite von Jean, 08.07.2006, 23:04:29
Mir hat mal ein Profibassist gesagt: Alle Veränderungen des Körper, hervorgerufen durch das Spielen eines Instrumentes zeugen von falscher Technik. Das bedeutet, Rückenprobleme <= falsche Haltung, Probleme mit Handgelenk <= falsche Bogenhaltung... zu viel Hornhaut würde dann durch zu viel Druck auf die Saiten entstehen. Viele Bassisten spielen mit sehr viel Kraft, was allerdings eigentlich nicht nötig ist. Man sollte also mal einfach genau drauf achten, wie viel Kraft brauch ich eigentlich, damit ein sauberer Ton entsteht und wieviel Kraft wende ich beim Üben an? Also Tonleiten spielen und dann immer nur mit minimalem Druck auf das Griffbrett. Ich möchte das vorher gesagt allerdings ein wenig relativieren. Dieser Bassist hatte tatsächlich nicht die geringste Hornhaut. Kann aber auch Veranlagung sein. Trotzdem bin ich der Meinung, dass zu viel Hornhaut ein Technikproblem ist!
hanz Profilseite von , 06.08.2006, 19:53:45
Also ich kriege auch Hornhaut, aber nicht an der linken Hand, sondern an der rechten vom pizzen. Als ich mit KB angefangen habe, hab ich mir die Saiten erstmal so tief gelegt wie ging, damit mir nicht nach 5 Minuten schnellerem Spiel der linke Unterarm streikt, aber mit Hornhaut hab ich nur rechts Probleme. Ich spiele auch bisher nur ohne Verstärker und muß ständig fortissimo spielen, um mit den anderen mitzuhalten. Aber an der Greifhand? Wie schafft das denn dein Unterarm überhaupt, ständig so fest zu drücken?
Sascha Profilseite von , 09.07.2006, 11:59:07
Hallo,
Danke für die antworten!
Die Sache die mich da irritiert, ist, dass es erst seit einiger Zeit so ist, deswegen dachte ich auch meine Technik wäre unsauber geworden, aber von meiner Lehrerin kam diesbezüglich keine Bemerkung, und für mich sieht es auch richtig aus....
Ich habe gestern noch mehr hornhaut vom Finger entfernt, und es fühlt sich schon viel besser an, wenn ich auf die stelle drauf drücke. Insofern hoffe ich, dass es doch einfach zu viel Hornhaut war. Geschädigter Nerv und Knochen/Knochenhaut Reizung hört sich nicht gerade lustig an...trotzdem werde ich den Finger mal etwas schonen...

Die Sache mit zuviel Druck kann es eigentlich nicht sein, denn, wie gesagt, es war ja nicht immer so und früher habe ich viel mehr druck verwendet, wegen höherer Saitenlage!
Und außerdem habe ich hin und wieder den eindruck zu SCHWACH zu drücken...

Gruß,
Sascha
bassknecht Profilseite von bassknecht, 13.07.2006, 12:42:57
Hallo Sascha, ich kann mir nicht vorstellen, daß die Schmerzen von zuviel Hornhaut kommen. Nicht sehr wahrscheinlich ist eine Kochenhautreizung da besagte Hornhaut die Knochenhaut schützt. Naheliegender finde ich eine Reizung (= noch keine Schädigung) eines Nerves. Sollte das durch Übepausen (3 - 7 Tage) nicht deutlich besser werden brauchst Du ärztlichen Rat. Es gibt aber nicht viele Ärzte die Ahnung von musikerspezifischen Problemen haben.

Der deutsche Papst der Musikphysiologie und Musikermedizin ist Prof Dr Altenmüller vom Institut für Musikermedizin an der Musikhochschule Hannover, Kontaktdaten via Googlerecherche! Da kassenärztliche Zulassung, Behandlung ganz einfach mit Überweisung zum Neurologen. Wenn es denn so sein sollte kann Dir Prof Altenmüller wahrscheinlich eher helfen als jeder andere Arzt. Nachteil, Du musst Deinen Bass mit in die Sprechstunde mitnehmen und spielst wahrscheinlich gerade mal eine Tonleiter, dann hat er aber schon alles geschnallt, er ist gleichermassen Arzt wie auch studierter Profimusiker. Du hast lange Fristen für Termine da nur Montags Sprechstunde, der Mann ist eben ein international gefragter Topmediziner Forscher und Lehrstuhlinhaber, kann man nichts machen aber wenn´s sein muss. Toi toi Roland
Sascha Profilseite von , 13.07.2006, 14:29:57
Hallo Roland,

Danke für deine Antwort!
Ich habe die letzten Tage versucht wenig zu üben, also insgesamt pro Tag nicht mehr als eine Stunde. oder vielleicht auch 1 1/2 stunden, ist schwer abzuschätzen, weil ich versuche das in kurzen Stückchen auf den ganzen Tag aufzuteilen...
Jedenfalls ist es tatsächlich schon spürbar besser geworden :-), aber ich habe Angst, dass es, wenn ich wieder ausgiebiger zu üben beginne, wieder von vorne losgeht!
Nach Hannover will ich nicht fahren müssen, schon gar nicht wenn ich meinen Bass mitnehmen muss, von Wien aus ist das sicher keine lustige Fahrt...:-(

Naja, bleibt mir erstmal wohl nix übrig, als die weiter Entwicklung abzuwarten...

Nochmal Danke!
Grüße,
Sascha
Sascha Profilseite von , 08.08.2006, 17:33:12
Hallo,

Ganz ehrlich gesagt, ich habe noch nie von einem Bassisten gehört, dass er an der Greifhand keine Hornhaut gebildet hat! Das ist für mich ganz neu! Und wenn ich mich recht erinnere meinte der Geigenbauer, ich hätte jetzt eine ganz normale Saitenlage...Und kraftmäßig habe ich überhaupt keine Probleme, obwohl ich eher von etwas zärterer Gestalt bin (um nicht zu sagen spindeldürr - magere 62kg bei einer Körpergröße von über 1,80).
Mehr kann ich nicht dazu sagen hanz, die Hornhaut entsteht einfach...auch vom e-Bass bekomme ich Hornhaut, obwohl der Kraftaufwand da ja sehr viel geringer ist...

Aber ich wollte noch ein paar Worte zu der Entwicklung meines Problems loswerden: Die Schmerzen sind immer noch nicht ganz weg! Wenn ich so einfach auf die Stelle am Finger drücke, spüre ich meistens gar nichts, aber wenn ich zu spielen anfange, dann kommt der Schmerz meist wieder. Er ist zwar relativ schwach, aber eben noch nicht weg! Meistens mache ich immer nur ganz kurze Übungen, die über wenige Takte gehen, dann einen oder zwei Takte Pause (so wie das halt in der Streicher Schule ist), das läuft meist auch recht gut ab, aber wenn ich etwas spiele, das in den Noten eine halbe A4 Seite oder mehr lang ist, dann kommts wieder etwas mehr...um den Finger nicht zu überlasten mache ich dann immer etwas Pause (so wie jetzt gerade), aber langfristig kann das einfach keine Lösung sein, wenn ich mich nicht mal trauen kann ein ganzes notenblatt in einem durchzuspielen...
Kennt vielleicht jemand einen auf Musiker spezialisierten Arzt in Österreich?

Grüße,
Sascha
alfred Profilseite von , 08.08.2006, 20:19:33
Dr. Martin Donner (ich glaube, da pilgern auch die Philies hin..) http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=1910
Neuester Beitrag Bernie Profilseite von Bernie, 11.08.2006, 04:38:34
Also ich konnte beobachten, dass nur am Anfang
die Hornhautbildung sehr stark war.

Nach ein paar Monaten war die Hornhaut nicht mehr so
dick. Irgendwie kann die normale Haut wohl mehr ab,
wenn sie sich quasi gewöhnt hat

Grüße
Bernie
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