GEBA-online

Gesellschaft der Bassisten in Deutschland

www.GEBA-online.de

Gesellschaft der Bassisten in Deutschland



• • • Forum

Betrug auf GEBA? <

der ideale Kontrabass-Stuhl

> Orchesterstudien Kontrabass Friedrich Hofmeister

Auf diese Beiträge antworten | Zurück zur Liste | Zum neuesten Beitrag springen

Zugeordnete Kategorien: Sitzgelegenheiten

streichbass Profilseite von streichbass, 18.03.2006, 22:17:41
der ideale Kontrabass-Stuhl
Mittlerweile sind viele Orchester schon sehr gut mit Kontrabaß-Stühlen ausgestattet, doch wie sieht das im privaten Bereich aus? Worauf sitzt Ihr, wenn Ihr übt, probt, spielt usw?
Ich möchte mich in der hinsicht verbessern und bitte daher um (ernstgemeinte) Tips.
dave 1 Profilseite von , 18.03.2006, 23:46:15
Es haben sich schon viele Fachärzte für Orthopädie heimlich die Hände gerieben, als sie sahen, auf welchen Wirbelmördern die Amateure so "sitzen". Hocken müssen, weil die Zubehörindustrie 435 verschiedene Saiten und 268 Kolophonia anbietet, aber nicht einen einzigen basstauglichen Stuhl. Ein Trauerspiel.
Basstauglich heisst: Höhenverstellbar, etwas gepolstert, mit Lehnchen vielleicht, besonders aber auch mit relativ weiten Fussrasten. Basstauglich heisst aber auch: Im Gewicht so niedrig, dass evtl. ein gleichzeitiges Tragen von Bass und Stuhl möglich ist! Und ins Auto soll er natürlich auch noch mit rein.

Damit entfallen schon mal die Basstühle der Opernhäuser etc., die von jeweils 2 Orchesterdienern bewegt werden. Und ausserdem mehr kosten als der Durchschnittsbass des Liebhabers.

IKEA war zwar Vorreiter ("Schleppst Du noch oder spielst Du schon?") mit seinen zusammenklappbaren Barhockern in 2 Höhen; aber wer hat schon einen viereckigen Arsch, sodass zumindest die Sitzfläche nachgepolstert werden sollte. Die Raste ist natürlich auch nicht ergonomisch.

Relativ nahe den Anforderungen kommt jetzt ein verstellbarer Hocker für "Dirigenten, Keyborder" etc. von Musik THOMANN. Nachteil: Bassleute haben selten 3 Roadies, die das Dingens tragen, es wiegt etwa soviel wie mein Bass+Hülle.

Also ergonomischer Basshocker: Meines Wissens Fehlanzeige.

Es sei denn, man hat ca. 600 Euro für den Dänischen Kombifahrsitzstuhl, der in knapp 40 min von einer Funktion zur nächsten umgebaut ist, wie ein Digitalwecker made in China (keine Fussrasten).

Ebenso keine Fussrasten, aber in neckischem Design: Bügelstehhilfen vom Baumarkt. So wackelig wie billig.

Tja, das wars von meiner Seite. Würde mich freuen, wenn mir widersprochen würde.

dave
karl Profilseite von , 19.03.2006, 11:50:13
die drummerhocker von k&m funktionieren für mich ganz gut zusammen mit einem gitarrefußbänkchen. allerdings ist mn dann ein ziemlich kleiner bassist. es gibt glaube ich unterschiedliche höhen.
makro Profilseite von makro, 19.03.2006, 12:07:05
perönlich verwende ich einen alten "Namenlosen" Schlagzeugstuhl mit ausreichender Höhenverstellung, den ich mir ein wenig modifiziert habe (grössere Gummifüsse, feste Verschraubung etc.). Ich benötige allerdings keine Fussrasten oder dergleichen da ich das Instrument in etwa wie ein Violoncello halte, womit eine jederzeit ausbalancierte und stabile Sitzposition gewährleistet ist. Einen dem Anschein nach recht barauchbaren Bassstuhl gibt es von K&M (K&M 14052) zu kaufen, dieser kann auch noch mit Rückenlehne und Fussrasten erweitert werden, anzusehen unter: http://www.thomann.de/de/km_stehhilfe.htm Markus
jonas Lohse Profilseite von , 19.03.2006, 12:31:40
Den K+M-Hocker verwende ich auch. Als ich ihn kaufte, war er der einzige verfügbare Schlagzeughocker, der sich ausreichend hochfahren ließ.
Ein sehr ordentliches Teil, dass sich mit der Fußraste und der Rückenlehne, sowie unterschiedlichen Sitzflächen-Stoffen noch "aufpimpen" lässt. Nachteil: das Ding ist relativ schwer, dafür aber natürlich grundsolide.
Nach dem Montieren der Fußraste hatte ich das Problem, dass sich zunächst die Hockerbeine nicht vollständig einklappen ließen. Ein Mitarbeiter von K+M, denn ich deswegen anrief, war aber vorbildlich hilfsbereit, und nach Zusendung einer gekürzten Schraube ließ die Fußraste dann auch dort anbringen, wo ich meinen Fuß gerne parke.
Wer also das Gewicht nicht scheut, ist mit diesem Qualitätsprodukt aus deutschen Landen sehr gut bedient.

Den Ikea-Hocker habe ich auch mal probiert. Da sitzt man furchtbar drauf - dann schon lieber stehen.
sluport Profilseite von sluport, 05.08.2015, 20:32:01

Habe diesen K&M-Hocker 14052/14053 jetzt auch. Verstehe jetzt auch das Problem mit der Fußstütze. Anscheinend fand sich in den letzten zehn Jahren keine Zeit, das zu verbessern confused_smile. Aber danke für den Hinweis, mit einer kurzen Schraube geht es. Ansonsten ist der Hocker natürlich schon super. Stabil, zusammenklappbar, dreibeinig, mit Fußstütze und sogar Rückenlehne optional. Ein anderes Problem ist allerdings die Befestigung der Sitzfläche oben auf der Hauptstange. Diese kann man nicht vollkommen fest machen, m.E. nicht gut gelöst. Gibt es da auch einen Trick? Außerdem fühle ich mich auf dem sattelartigen Sitz nicht wohl, da er vorne an der Spitze einen Buckel hat. Ich werde ihn wohl gegen einen runden austauschen. Wenn diese beiden Sachen noch gelöst sind, ist das mein idealer Basshocker.

Gruß

Uli Profilseite von Uli, 05.08.2015, 22:51:27

>>Außerdem fühle ich mich auf dem sattelartigen Sitz nicht wohl, da er vorne an der Spitze einen Buckel hat.<<

Ich habe mal einen Bassisten gesehen, der die Sitzhinterseite nach vorne gedreht hatte- ohne Rückenlehne natürlich. Ob das bequemer ist? Ich habe da so meine Zweifel...

Grüße

sluport Profilseite von sluport, 13.08.2015, 22:51:55

Lustig. Habe es mal ausprobiert: Das ist in der Tat gar nicht so schlecht. Ich will mich aber nicht, dass mich jemand so sieht 3. Müsste mir dann doch eher einen anderen Sitz besorgen.

Bassist14 Profilseite von Bassist14, 19.03.2006, 13:31:49
hallo streichbass

ich benutze auch den o.g. k+m, ohne lehne und ohne fußraste. bin damit sehr zufrieden.

habe den sitz mit stoff-bezug und finde dies sehr empfehlenswert, z.b. bei längeren veranstaltungen im sommer, wenn man eine dünne frackhose anhat, schwitzt und dann auf dem kunstledersitz... das ist nicht angenehm.

habe die höhe so eingestellt daß ich mit beiden füßen auf dem boden bequem spielen kann. (stachel fast ganz drin) wenn ich mal nach einiger zeit die sitzposition ändern will, stelle ich den linken fuß auf eines der beine (des hockers...)
ich fühle mich mit beiden füßen auf dem boden beim spielen auch irgendwie "besser geerdet" als auf einem hohen orchesterhocker ohne direkten bodenkontakt.

die fahradsattelform der sitzfläche finde ich nach langen jahren auf unbequemen tvk-orchester-hockern als (für mich) die einzig richtige und gesunde.

zugegebenermaßen ist der hocker nicht gerade leicht und auch zusammengelegt noch recht sperrig, aber je länger die mucke/probe dauert, desto weniger bereue ich den transportaufwand.

ich würde ich freuen wenn du uns hier mitteilst wie du dich entschieden hast.

viele grüße
bassist14
streichbass Profilseite von streichbass, 19.03.2006, 21:50:36
Das Teil von Thomann/k&m sieht echt sehr lecker aus.
Diese Sitzform suche ich und habe sie auch schon bei Drum-Sitzen probiert und für sehr gut befunden. Nur kann man diese leider nicht so weit rausfahren, wie man das für den Bass braucht.
Bassist14 Profilseite von Bassist14, 19.03.2006, 22:07:32
hallo streichbass

wenn du dich mal nicht täuscht...
der o.g. hocker geht schon recht weit raus, wie hoch brauchst du ihn? ich kann es bei meinem mal nachmessen und dir bescheid sagen.
makro Profilseite von makro, 20.03.2006, 07:23:26
laut Beschreibung hat der Hocker von K&M einen Verstellbereich von 560-930mm, das sollte auch für grosse Kontrabassisten ausreichend sein.
Bassfreund Profilseite von Bassfreund, 20.03.2006, 13:51:45
Ein guter Tipp mit dem K&M Hocker. Vielleicht habe ich jetzt mein Sitzproblem gelöst, denn alle andern Möglichkeiten (Barhocker, Bügelhilfen etc.) kann man getrost vergessen. Habe bei Thomann ein Exemplar geordert. Gut ist der Tipp mit dem Stoffbezug, den habe ich auch gewählt. Dadurch wird das ganze Gerät 2 Euro teurer, die Leute bei Thomann stellen das Set entsprechend zusammen. Bin sehr gespannt und werde von meinen Erfahrungen berichten.
streichbass_ Profilseite von , 07.04.2006, 00:23:19
Danke für Eure Tips - ich habe nun auch den Thomann-K&M-Sitz einmal bestellt. Bin gespannt.
streichbass_ Profilseite von , 05.05.2006, 21:28:58
Nun hab ich ihn. Bin beeindruckt. Allerdings noch nicht sicher, ob ich die Lehne wirklich brauche.
Bassesl Profilseite von , 26.05.2006, 07:10:18
Hallo,
um auf iKEA zurückzukommen: Da gibt es einen höhenverstellbaren Dreh-Hocker aus Holz, der sowohl Fußraste als auch genug "Freiraum" zum Nachbearbeiten bietet. (Kleiner Nachteil: keine Lehne) Mit einem Kissen ausgerüstet, und evtl. die Sitzfläche etwas angekippt, ist er ein prima Sitzplatz am Bass. Dank Holzbauweise ist er auch ziemlich leicht. Meiner begleitet mich schon seit Jahren überall hin und hat sich bis jetzt allen Herausforderungen gewachsen gezeigt. Und er kostet wesentlich weniger als ein Schlagzeugstuhl.
streichbass_ Profilseite von , 26.05.2006, 13:52:33
gibts den wieder? Als ich den haben wollte, war der leider ausverkauft.
Basskl Profilseite von Basskl, 26.05.2006, 15:10:44
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem "Multisitz" von Leifheit (Bügelhilfe) gemacht. Er hat eine kleine Lehne, ist sehr stabil (auch noch nach 2 Jahren), lässt sich schnell und platzsparend zusammenklappen, kostet ca 35€, ist auch für große Bassisten geeignet und sieht dabei ganz OK aus. Meine Empfehlung: Antesten

Klaus
swisspen Profilseite von , 08.06.2006, 17:35:02
Meine Stehhilfe seit vielen Jahren (er ist schon so alt, dass die Verchromung der Rohre vollständig verschwunden ist): http://www.kaiserkraft.ch/Section/613 gibts bei vielen Online-Büromaterial-Versendern. Meinen Stuhl habe ich etwas veredelt mit einem geklebten Lederbezug auf der Sitzfläche und einer angeschraubten klappbaren Fussraste. Mein Tipp zur Rückenschonung: den Sitz so hoch einstellen, dass das Körpergewicht auch auf den Beinen lastet, dadurch streckt sich der Rücken und der Bass kann näher zum Körper gestellt werden.
wolfen Profilseite von , 29.12.2006, 12:57:16
wenn auch nicht billigste, aber viele professionelle Varianten: http://products.kolberg-percussion.com/de_DE/155/category/0/50.html
Wolf-Dieter Profilseite von , 30.12.2006, 09:25:27
Eine interessante Kombination aus Transportkarre und Sitz ist bei www.doublebass.info zu finden. Ich weiss nicht, wie gut die Karre und der Sitz in ihrer jeweiligen Funktion sind und wie lange der Umbau dauert. Hat jemand das Gerät gekauft und kann dazu was sagen?
Uli Profilseite von Uli, 05.08.2015, 22:46:33

der ideale Kontrabass-Stuhl:

Ich habe seit einiger Zeit den Bergerault Chair DoubleBass Player 1025/F vom großen T. Den Stuhl mit der rechteckigen Sitzfläche. Der ist unglaublich bequem- erst letztes Wochenende bei einen Projektorchester habe ich viele Stunden darauf zugebracht. Wunderbar, muß ich sagen. Die Fußstützen sind so stabil, daß man darauf stehen kann. Zum Transport hatte ich die Rückenlehne abgenommen, den Sitz in die unterste Lage gebracht, die Umkippstützen nach hinten gedreht und ihn auf dem Beifahrersitz mit dem normalen Autositzgurt angeschnallt. Prima und stabil auch bei Vollbremsung.

Grüße, Uli
 

ulesti Profilseite von ulesti, 06.08.2015, 00:03:29

Hallo,

habe viele professionelle und Semiprofessionelle Lösungen besessen oder besitzt. I.d. Regel sind die professionellen Lösungen unbrauchbar für den "Selbstschlepper", darunter würden für mich auch einige der oben genannten zählen.

Der genannte umbaubare Transportstuhl, die korrekte Internetadresse ist: http://www.doubletrolley.com/ (ich hoffe das darf man jetzt, sonst bitte löschen) ist eingeschränkt empfehlenswert. Ich besitze diesen Stuhl auch. Für lange Transportwege ist er super, auch unebenes Gelände wie Plastersteine in historischen Altstädten (luftbefüllte Reifen), für die Benutzung in der Bahn eher etwas zu sperrig und nicht fest genug am Bass befestigt (mit Gummiexpandern). Der Stuhl ist soweit bequem wenn --- wichtig --- man eine Sitzhaltung mit beiden Füßen auf dem Boden praktiziert. Alles andere geht nicht! Der Stuhl ist ein Dreibein, die Beine sind eng beieinander und entsprechend wackelig ist die Angelegenheit, wenn man einen Fuß hochstellen zu will. Mit beiden Füßen auf dem Boden ist er ausreichend bequem. Der Stuhl selbst ist wirklich leicht, manchmal, wenn ich keine Lust auf schleppen habe und ich die Transportmöglichkeit nicht benötige nehme ich trotzdem diesen Hocker mit. Aber das ganze ist doch sehr teuer. Für die meisten wahrscheinlich zu teuer für den gebotenen Nutzen.

Der bereits vorgeschlagene K&M Stuhl 14052 ist bequemer als er aussieht, die dreieckige Form empfinde ich als sehr bequem. Leider ist der Stuhl aus meiner Sicht eine völlige Fehlkonstruktion: Der Sitz wird mit einer kleinen Knebelschraube am Gestell gesichert, wenn er drehbar sein soll, ist er nicht wirklich gesichert. Zum Transport habe ich also entweder 2 Teile (Fußteil u. Sitzteil, evtl mit Lehne) oder ein extrem sperriges Teil. Für den Transport in einem Gang mit Bass nicht wirklich gut. Zudem kommt die völlig ungeeignete Fußstütze. Einmal angebracht, lässen sich die Füße (je nachdem wo die Raste angebracht ist) gar nicht oder nur noch teilweise zusammenfalten. Viel schlimmer ist aber: die Fußstütze ist klappbar, jedoch nicht arretierbar, so dass hier ein echter Fingeramputiermechanismus includiert wurde wie ja oft bei K&M, siehe Keyboardständer, die aber dann wenigstens beim Transport nicht selbsttätig ausklappen. Zu Transport eher ungeeignet habe ich diesen in meinem Unterrichtszimmer endgelagert und seit einigen Jahren in Benutzung. Leider ist dieser Stuhl nicht leise. Er knarzt. Und wie! Anfänglich war das ziemlich wenig und kaum wahrnehmbar (allerdings auch so, dass damals, kurz nach der Neuanschaffung mir ein Studiomensch diesen Stuhl untersagt hat). Inzwischen  hat sich die Hülse unter dem Sitzteil, die auf die Stange des Fußteils gesteckt wird, abgenutzt, geweitet, was weiß ich. Der Stuhl ist inzwischen so laut, dass man sein eigenes Bassspiel nicht mehr hört! Ich habe diesen deshalb jetzt gerade entsorgt.

Deutlich besser: die Stehhilfe K&M 14044/14045. Dieser Stuhl besteht aus einem Stück, die Sitzfläche ist fest mit dem Fußteil verbunden und über eine Knebelschraube abklappbar. Die Fußraste ist geschraubt, nicht aber klappbar, was aber kein Problem ist, da der Stuhl im Transportmodus, also mit abgeklappter Sitzfläche, zwar nicht klein aber eher zweidimensional ausladend ist, wodurch der Transport mit Bass und Stuhl gleichzeitig kein wirkliches Problem darstellt, bis auf die Tatsache dass er kein wirkliches Leichtgewicht ist.

Wenn es in erster Linie um den Faktor Gewicht geht sind vielleicht etliche der erhältlichen Bügelstehilfen oder Stehhilfen aus dem Arbeits-/Werkstattausstatterbedarf besser geeignet, allerdings zu Lasten der Bequemlichkeit. Für meine Beürfnisse aber ist der K&M 14044/14045 zumindest der beste Kompromiss aus guter Transportabilität und maximaler Bequemlichkeit für den Selbsttransporteur ist, den ich kenne.

Herzliche Grüße

Uli

sluport Profilseite von sluport, 13.08.2015, 22:45:28

Danke für die ausführlichen Berichte. Das neu gelernte Wort Knebelschraube hat mir schon bei einem anderen Projekt weitergeholfen. Ich war noch mal im Geschäft und habe mir noch einmal Stehhilfen und Schlagzeughocker angeschaut. Die K&M Schlagzeughocker 14015/14016 und 14055/14056 haben ja die gleiche Befestigung der Sitzfläche auf dem Rohr wie die 14052 Stehhilfe. Ergebnis: Von vier oder fünf Stühlen haben alle an dieser Stelle geknarzt oder gewackelt. Überhaupt haben fast alle Schlagzeughocker gewackelt. Das scheint technisch schwierig zu sein. Fairerweise muss man sagen, dass die einzigen Schlagzeughocker, die unter der Sitzfläche stabil waren, auch von K&M sind, und zwar diejenigen mit einem "Druckguss-Aufnahmeflansch" aus Kunststoff für das Rohr (z.B. Grande oder Gomezz), den man mit einer Flügelmutter festziehen kann. Wer seinen Stuhl 14052 verbessern will, könnte probieren, das Polster auf diesen Aufnahmeflansch zu montieren. Die Rohre haben ungefähr den gleichen Durchmesser. Der 14052 hat ca. 35 mm, der Grande tendiert eher zu 36 mm. Der Aufnahmeflansch hat nominell 35 mm Innendurchmesser, passt aber eher zu den 36 mm. Von drei Hockern vom Typ 14015 oder 14055 (die auch ca. 35 mm haben) hat er nur auf einem genau gepasst. Vielleicht hilft Tape.

Ich hatte erst den Stul 14053 und habe ihn jetzt gegen den 14044 getauscht und bin sehr glücklich und zufrieden damit. Ein super Teil. Nur die Fußstütze finde ich nicht so perfekt, die müsste für mich nicht parallel zu den Stuhlfüßen sein, sondern angewinkelt.

 

FJTBass Profilseite von FJTBass, 17.09.2015, 01:30:20

Beim Üben, und da verbring ich jedenfalls die meiste Zeit am Bass, "besitze" ich einen Wilde+Spieth Basshocker, und den geb ich nicht mehr her!!! Erst kürzlich schneite ein Kollege rein, sah, saß Probe und - bestellte umgehend ...:  ) allerdings muss ich euch vorwarnen, iss nich ganz billig und hat Gewicht, also nix für Strassenmusik.

wen`s interessiert: www.wilde-spieth.de     weiter Orchester usw....

Bass auf!!!

rase Profilseite von wdrase, 17.09.2015, 08:49:00

Bezugsquelle für die Wilde-Spieth-Bassstühle und -hocker? Preise? Auf der Website habe ich nichts dazu gefunden.

midioma Profilseite von midioma, 20.09.2015, 17:55:29

Aber eben ohne Preise!

Uli Profilseite von Uli, 20.09.2015, 21:33:26

Auf der diesjährigen Musikmesse (Fft/M) habe ich mir den Stuhl angesehen. Bald kam ein Mitarbeiter und klappte die Fußrasten ein: 'Die seien nicht geeignet, darauf zu stehen!' Das fand ich auch- deshalb hatte ich auch nicht darauf gestanden. 'Aber es kommen ja mal Kinder und so.'      'Die kosten doch wohl um die 900€?'-     'Nein, soo teuer sind die nicht.'

Was sie nun kosten, hat er nicht gesagt, und ich hatte auch nicht gefragt, denn ich hatte schon was weit besseres- den Bergerault Bassstuhl. Übrigens kann man da auf den Fußstützen stehen...3

 

Roderick Profilseite von Roderick, 03.08.2019, 15:41:28

Das Thema ist ja schon etwas älter ... aber mich würde interessieren, ob es in der Zwischenzeit irgendwas neues gibt und wie die genannten Hocker/Stühle sich über die Jahre bewärt haben.

Ich habe seit 2015 die K&M 14053 Stehhilfe ("Fahrradsattel" mit Stoffbezug, 5,7kg) im Einsatz. Nach wenigen Wochen hat auch das bekannte Knarzen begonnen. Die Sitzfläche wachelt und dreht sich dauernd. Dass sie sich drehen lässt stört mich eigentlich nicht, allerdings bin ich mir beim Transport nie sicher ob der Sitz hält. Darum habe ich an einer Seite wo die Schraube reindrückt eine tiefere Mulde gebohrt. Den Sitz kann ich jetzt richtig feststellen, das Knarzen ist damit auch fast verschwunden.

Ich bin gerade wieder auf der Suche, weil ich gerne noch einen 2. Hocker/Stuhl hätte. Entweder einen leichteren für unterwegs oder etwas stabileres für zuhause. (Ich spiele nur Klassik, falls das bei der Wahl des Hockers wegen Haltung etc. irgendwie wichtig wäre)

Was ich mir näher anschauen möchte:

  • Wilde+Spieth Reisehocker
  • Kolberg Reisemodell, zerlegbar oder pneumatisch
  • Irgendwas von Mey Chair Systems?
  • K&M 14044 (laut K&M 400g schwerer als mein 14053), taugt die Fußablage bei längerem spielen oder muss man das Bein dafür zu stark einknicken?

Bei den neueren K&M Stehhilfen ist jetzt oft eine Gasdruckfeder für die Höhenverstellung verbaut. Bringt die irgendwas außer mehr Gewicht?

Für diese habe ich in DE leider noch keinen Händer gefunden:

  • RATstands Bass Stool
  • Amadeus Opus (mit Teleskopfüßen)
Chris. Profilseite von sluport, 04.08.2019, 12:45:57
Ich habe den K&M 14044 seit ein paar Jahren im Einsatz und finde ihn immer noch fast perfekt. Das einzige, das nicht ideal ist, ist in der Tat die Fußstütze. Ich kann da länger drauf spielen, das Bein ist aber eingeknickt und der Fuß sitzt auf dem Rohr natürlich auch nicht so gut wie auf einer flachen Fußstütze. Man könnte natürlich eine separate Fußstütze nehmen oder sich etwas dranbauen.
Wenn die Gasdruckfeder-Version sogar schwerer ist, sehe ich da keinen Grund für. Außerdem könnte es sein, dass man den Hocker dann nicht so gut auseinandernehmen kann. Wenn im Auto nicht viel Platz ist, nehme ich oft den Sitz mit Rohr ab vom Rest des Hockers. Bin nicht sicher, ob das mit der Gasdruckfeder noch geht.
ESchu Profilseite von ESchu, 04.08.2019, 21:02:12

Ich habe den K&M 14045 und bin voll zufrieden.

Er lässt sich gut einstellen, und tragen kann ich ihn zusammengeklappt ohne größere Probleme: linke Hand: Stuhl / rechte Hand Bass mit BassBuggyRollen, auf dem Rücken ein Rucksack mit Notenständer und persönlichem Kram. So bin ich meist unterwegs vom Auto zum Spielort. Allerdings habe ich mir für dem Probenraum einen zweiten geleistet. Der steht da schon seit einigen Jährchen und wird jede Woche regelmäßig genutzt.

 

streichbass Profilseite von streichbass, 04.08.2019, 21:28:03

Ich habe nun schon lange den Stuhl von  K&M 14052-000-55

Er ist prima in der Handhabung, eine verbesserte Fußraste mit Brettchen habe ich auch schon einmal gesehen und werde sie mir irgendwann auch da dran bauen.

Um den Sitz auf dem Rohr angemessen zu befestigenm, habe ich das Gewinde neu geschnitten ( sechs statt fünf Millimeter) und die originale Schraube durch eine „Sterngriffschraube“ (google, Baumarkt) ersetzt. Nun ist alles top.
Einziger Nachteil: Der Sitz knarrt zuweilen ein wenig.


 

Neuester Beitrag Roderick Profilseite von Roderick, 05.08.2019, 20:30:43

Der Bergerault würde mich auch reizen, der Preis ist ja super für so viel Stuhl, aber mit der Größe/Gewicht ist er mir selbst zuhause zu unflexibel. Ich glaube ich werde den K&M 14044 ausprobieren. Falls mir die Fußstütze nicht passt, kann ich vielleicht eine Erweiterung in das Rohr stecken oder ranschweißen. Wenn ich so drüber nachdenk, sollte ich bei meinem 14053 den Sitz vielleicht auch einfach festschweißen.

Bei den ganzen Basteleien gäbe es so langsam auch einen Markt für einen professionellen K&M Veredler.

Betrug auf GEBA? <Zurück zur Liste> Orchesterstudien Kontrabass Friedrich Hofmeister

Nur angemeldete Benutzer dürfen Beiträge schreiben. Bitte hier einloggen: LogIn



Zuletzt aktualisiert von Besucher am 18.10.2019, 18:30:52.