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Wie wird ein Stimmstock wieder aufgerichtet?

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Zugeordnete Kategorien: Bassbau

Uli Profilseite von , 26.08.2005, 18:12:14
Wie wird ein Stimmstock wieder aufgerichtet?
...wenn er z.B. bei Entspannen der Saiten verrutscht oder gar umgekippt ist? Muß dazu der Bass geöffnet werden oder gibts da spezielle Greifwerkzeuge...?
Fragt neugierig
Uli
pff^^ Profilseite von , 26.08.2005, 20:20:43
Dafür gibts den sogenannten "Stimmsetzer". http://www.celligence.com/shop/media/stimmsetz.jpg Mit der spitzen Seite kann man den Stimmstock "pieken" um ihn aus dem Bass zu hohlen oder reinzustellen und die etwas sternförmig aussehende Seite benutzt man um den Stimmstock dann richtig einzurichten. Das ganze geschieht natürlich durch ein f-Loch. http://www.bassbau.de/mediac/400_0/media/BassWeb4klein.jpg Da der Stimmstock nur gestellt/geklemmt und nicht reingeklebt wird muss es zwangsweise so gemacht werden.
Uli Profilseite von , 26.08.2005, 20:42:52
Danke! :-)
Gruß
Uli
karl Profilseite von , 27.08.2005, 11:24:52
hallo uli ,hast du das ding schon bestellt? wenn nicht kann ich dir schreiben wie man das problem auch mit hauusmitteln lösen kann.
karl
Uli Profilseite von , 27.08.2005, 19:35:49
Danke an alle, die geantwortet haben.
Ich habe noch keinen Bass, nur bin ich mir bei den üblichen Preisen im Klaren, daß ich mir nur einen leisten kann, bei dem der Stimmstock möglicherweise im Instrument umherkollert. Da wollte ich wissen, wie aufwe(ä)ndig sowas wohl ist. Ich denke, vielleicht würde es eine Tiegelzange auch tun...?
Liebe Grüße
Uli
pff^^ Profilseite von , 27.08.2005, 11:46:31
Ich würde das Einrichten des Stimmstocks auf jedemfall einem Geigenbauer überlassen. Wenn der Stimmstock falsch steht kann man viel am Ton und evtl. auch am Instrument kaputt machen.

Ein Geigenbauer hat mir mal erzählt, dass es oft Jahre dauert, bis ein Geigenbauer den Stimmstock so genau ausrichten kann, dass das Instrument den bestmöglichsten Klang bekommt.
Libuda Profilseite von , 28.08.2005, 08:53:30
Das schöne am Internet: es macht die Leute nicht schlauer, sonder doofer.

Die durch die weiten des wehwehweh kursierenden Halbwahrheiten treiben zunehmend absurdere Früchte.

Ein gekippter Stimmstock ist kein Grund, einen Bass zu kaufen oder nicht zu kaufen. Sieht das Instrument gut aus, lässt man die Stimme richten und wenn er dann gut klingt, kauft man ihn oder nicht.

Werkzeug oder Hausmittel zum Setzen derselben sollte sich nur zulegen, wer den Unterschied zwischen einem gut oder schlecht eingestellten Instrument überhaupt hört. Und dazu muss man halberlei spielen können. Für Anfänger ist das nix!!

Der Geigenbauer, der das Märchen durch die Gegend trägt, er habe eine Ewigkeit gebraucht, bis er das Setzen der Stimme drauf hatte, ist offenbar handwerklich völlig unbegabt. Weg damit!! Und kaputt geht da so schnell auch nichts.

Ein Kontrabass ist kein eBass. Da geht man zum Store: gutenTacheinmaleBassfünfhundertgebichausTschüss. Ein Kontrabass ist ein richtiges Instrument. Man braucht Ansprechpartner mit KnowHow, die einen an die Hand nehmen und durch die ersten zwei - drei Jahre führen. Einen Lehrer beispielsweise. Der kennt dann auch meist einen Bassbauer und irgendwen, der irgendwas zu verkaufen hat. Oft wundert man sich, dass so mancher Lehrer sogar Leihinstrumente hat und für akzeptable Bässe viel weniger Geld nimmt als man bei eBay für eine Gurke hinblättert.

Man braucht am Anfang Zeit UND Geduld und, ja, etwas Kohle auch, ganz billig ist der Spass ja nicht. Frage doch einfach, ob du einen der Forumanten mal besuchen kannst, dann hast du mehr gewonnen als in was für einem Forum auch immer.

Ist nur so ein Gedanke. Was ihr wollt, wie es euch gefällt.
karl Profilseite von , 28.08.2005, 17:31:45
AMEN.Auf relevante Fragen antworten macht mehr Spass.
AlexderK Profilseite von AlexderK, 29.08.2005, 12:30:43
nana, vonwegen

"Der Geigenbauer, der das Märchen durch die Gegend trägt, er habe eine Ewigkeit gebraucht, bis er das Setzen der Stimme drauf hatte, ist offenbar handwerklich völlig unbegabt. Weg damit!! Und kaputt geht da so schnell auch nichts"

wenn du geigenbauer bist libuda bring ich dir nicht meinen bass, du stellst ihn vielleicht unter den Steg. Den bestmöglichen Klang aus einem Instrument rauszuholen ist eine wissenschaft, kein handwerk.

Sonst gebe ich dir natürlich recht bei deinen ausführungen.

Alex
christoph reisdorf Profilseite von , 29.08.2005, 17:08:34
"Ein Kontrabass ist kein eBass. Da geht man zum Store: gutenTacheinmaleBassfünfhundertgebichausTschüss. Ein Kontrabass ist ein richtiges Instrument."

Endlich mal wieder ein Kontrabassist, der richtig Ahnung von E-Bässen hat. So habe ich endlich gelernt, dass ich mich völlig umsonst Jahre AUCH mit dem E-Bass beschäftigt habe. Hätte ich diesen Rat schon vor Jahren bekommen, hätte ich mir viel Mühe sparen können - DANKE Libuda!

Mal im Ernst - hattest Du jemals einen ordentlichen E-Bass in der Hand ?

Christoph - der ist gekränkt, weil E- und Kontrabasser !
Libuda Profilseite von , 29.08.2005, 22:52:32
Christoph,

sehe mich selber auch als E- und Kontrabasser und noch ein paar andere (schlimmere) Bezeichnungen. Mein Statement sollte keine Kränkung sein!! Ich kenne etliche sehr gute e-Bassisten, auch etwas bekanntere, natürlich ziehe ich den Hut vor ihnen als Musiker.

Was die Komplexität der Klangerzeugung, Artikulation, Tonbildung u.s.w. ausmacht bleibe ich dabei: ein eBass ist kein Kontrabass!! Du kannst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Bleiben wir mal bei dem 500-Euro Beispiel: dafür kriege ich einen durchaus akzeptablen neuen Fabrikbass, gut eingestellt und mit annehmbarem Klang. Ich denke an Ibanez, Yamaha, Cort u.s.w.. Diese Instrumente sind nicht so gut wie Custom-eBässe, aber auch nicht soviel schlechter, wie der Preisunterschied suggeriert. Einen Kontrabass in dieser Preisklasse kann man bestenfalls zum Feuermachen verwenden. Und in einen Laden spazieren und auswählen und mit nach Hause nehmen geht auch nicht.

Ich bin, by the way, grosser eBass-Fan, spiele ein Instrument aus einer kleinen schwäbischen Manufaktur, weil mich die Mentalität: mir doch egal, was alles mit Kinderarbeit gemacht wird! ziemlich anekelt. Der Arbeitsaufwand, um einen guten eBass-Sound zu erzielen, ist dennoch erheblich geringer als beim Kontrabass.
pff^^ Profilseite von , 29.08.2005, 19:46:17
@libuda:
Ich weiß nicht woher zu deine Kenntnisse über Geigenbau beziehst, aber mehr als die Bild Zeitung kanns wohl nicht gewesen sein.
Du scheinst einer von den Bassisten mit einem "außen hui, innen pfui"-Bass zu sein.
Wenn Stimmstockeinrichten so einfach für jeden mit "Hausmittel" zu bewältigen wär, würde es keine Geigenbauer geben....

Ich weiß nicht, was du mit deinem Bass machst, aber ich lege Wert auf saubere Arbeit und guten Klang.
Bevor ich auf nem selber zusammengeschraubten, mit irgend ner coolen alten Farbe aus der Garage angemalten Bass spiele, lass ich es lieber bleiben.
Libuda Profilseite von , 29.08.2005, 22:34:27
Hallo pff^^,

du musst mir bei Gelegenheit deinen Namen mal erklären, den verstehe ich nicht. Bei uns Amerikanern bedeuten Namen einen Scheissdreck, Esmeralda.................

Ansonsten: super Antwort, leider exakt am Thema vorbei. Ich habe explizit dargelegt, dass das Stimmstockrichten NICHT von einem Anfänger zu bewerkstelligen ist. Gestört hat mich nur die Mystifizierung des Themas. Es ist keine Wissenschaft. Es ist Handwerk, gepaart mit Erfahrung und manchmal Intuition.

Meine Bässe sind in hervorragendem Zustand, weil ich sie einrichten LASSE!! Und Garagenfarbe ist da auch keine drauf.

mfG
blondie Profilseite von , 31.08.2005, 13:23:01
...lso mir ist ganz am Anfang mal der Stimmstock beim Saiten aufziehen umgefallen (da ich davon ausging, dat Dingens wäre festgeleimt...) und ich habe ihn mit zwei zurechtgebogenen Drahtkleiderbügeln wieder da uffgerichtet, wo ich dachte, daß er da in etwa hingehört - damit konnte ich erst mal den Gig spielen.

Die Feinabstimmung hat dann ein Kontrabassbauer vorgenommen, der dann aber noch einiges an Klang rausgehohlt hat, mich aber bestätigte, den Stimmstock "einigermaßen richtig" uffgerichtet zu haben.

Fazit: Ist meines Erachtens für einen "normal doofen" Laien sicher kein Hexenwerk, wenn selbst ich das hingekriegt hab´ (& ich habe immer Drahtkleiderbügel und ne Zange im Kabelkoffer - von wegen spezielles Greifwerkzeug :-) ).

PS: was haben den andere Kontrabasser so an spezial Werkzeug in der Handtasche???????
Neuester Beitrag Jonas Lohse Profilseite von , 31.08.2005, 13:49:56
Wenn der Stimmstock unsachgemäß aufgestellt wird, *könnte* es beispielsweise passieren, dass die Decke oder der Boden Schaden nimmt. Wenn die Stimme zu schräg steht, und mit einer Kante eine Kerbe in die Decke drückt, dann ist das schonmal nicht so schön. Weil dann die Stimme an dieser Stelle nicht mehr 100%ig passt. Oder die Decke reißt, weil die Stimme zu kurz oder zu lang ist.
Kann, muss aber nicht. Deswegen die Warnungen, die Geigen- und Bassbauer dahingehend aussprechen.
Im Zweifelsfall, wenn kein Fachmann zur Hand ist, ist eine schlecht aufgestellte Stimme natürlich besser als keine - solange keine bleibenden Schäden zurückbleiben. Und ohne Werkzeug und Spiegel ist das eben mitunter schwer hinzukriegen.
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