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Kolophonium

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Basst! Profilseite von Basst!, 08.01.2019, 21:58:13
Kolophonium

liebes forum

da ich bei meinem vorderen anliegen so schnell, viele hilfreiche tips bekam probiere ich es nun gerade noch einmal :-)

eine frage zu kolophonium. begonnen habe ich mit nymann. da ich lange kein anderes kannte fand ich es auch ganz okay, bin jetzt aber nach etwas mehr erfahrung mit popp's wohler.

die frage ist nicht welches das richtige ist, das ist absolut individuell. mich nimmt nur wunder, ob es sinn macht für orchester und solospiel verschiedene kolophonium zu benutzen (wegen dem eventuell verschiedenen klangfarben...), oder ob ich egal für welche musik einfach das wählen soll wo ich am wohlsten bin?

Quenoil Profilseite von , 09.01.2019, 20:37:56

Pops pappt ja so schön. Für Orchesterpassagen würde ich das immer nehmen. Solistisch könnte es je nach Instrument, Stilistik usw. evtl. zu harsch sein. Da wäre dann Nyman oder Kolstein sicher etwas schöner/ausgewogener. Kolstein soft ist da sehr gut (im Sommer zerläuft es aber gern, wie das Pops).

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 10.01.2019, 22:34:01

Das Solospiel findet ja auch vermehrt in den höheren Lagen statt, wo die hohen Töne mit höheren Schwingungszahlen sind. Da kann so ein klebriges Kolophonium sich schon hemmend auf die Schwingungen auswirken, so dass der ein oder andere der ohnehin schon geringen Obertöne nicht zum Schwingen kommt. Es macht Spaß, da auch mal mit härteren Kolophoniumsorten der anderen Streicher zu eperimentieren...

btw: gibt es einen Plural von Kolophonium? Duden hat ihn nicht...

Basst! Profilseite von Basst!, 11.01.2019, 21:52:57

Ste-Fan, hast du ein vorschlag welches kolophonium ich mal probieren kann?

Die Deklination des Substantivs Kolophonium ist im Singular Genitiv Kolophoniums und im Plural Nominativ -. Das Nomen Kolophonium wird mit den Deklinationsendungen s/- dekliniert. Es bildet keine Pluralformen. Das Genus bzw. grammatische Geschlecht von Kolophonium ist Neutral und der bestimmte Artikel ist "das". 

dies ist zum thema mehrzahl alles wo ich gefunden habe im internet :-)

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 12.01.2019, 00:17:42

Ich denke, wir sollten alle froh und dankbar sein, dass es keine Pluralformen bildet! Es wird schon so viel anderes viral...

Ich bin beim Bernardel Universalkolophonium hängengeblieben (wohl auch, weil der "Behälter" Reminiszenzen an einen Tabaksbeutel hervorruft...) und benutzte es mit einem schwereren Bogen. Die Umstellung des Spielgefühls dauert ein Weilchen, wenn man vom klebrigen Kolophonium kommt aber wenn man sich in den neuen Klang hineingehört hat, funktioniert's.

 

Samy Profilseite von Samy, 12.01.2019, 10:36:46

Meinst Du dieses?

bernadel

Das habe ich auch mal probiert, aber vielleicht muss ich mich einfach noch mal länger darauf einlassen. 1

Ich habe "lustigerweise" zu Weihnachten 3 verschiedene Kolophonium(s) geschenkt bekommen...tounge_smile

Am besten gefällt mir bisher (auch im Vergleich zu den bisher probierten wie z.B. Pops, Gewa, Clarity oder dem schon erwähnten Bernadel) Oak Bass Rosin, das ein Freund aus den USA mitgebracht hat. Aber Kolstein Allweather ist auch sehr gut. Ich bin gerade in einer neuen Testphase7

Quenoil Profilseite von , 12.01.2019, 08:45:35

Achtung: Wenn man von Pops umsteigt, sollte man die Bogenhaare reinigen!

UhuSchuhu Profilseite von UhuSchuhu, 13.01.2019, 13:21:35

Zu diesem Thema gibt es auf dieser Seite etwas zu lesen:

http://www.gerbeth.at/Fachartikel_Kolophonium.htm

Auch hier im Forum gibt es einen neulich exhumierten Thread, wo die Problematik angeschnitten wurde.

 

 

Basst! Profilseite von Basst!, 12.01.2019, 10:57:28

Danke für diesen Tip, Quenoil! Das hätte ich wohl nicht berücksichtigt...

Mit Kolstein Allweather hatte ich das Problem, dass mein Bogen das Kolophonium nicht annehmen wollte. Selbst als ich (Tip von meinem Lehrer) mit Cellokolophonium vorarbeitete... Irgendwelche anderen Tips?

Ist Bernardel Universalkolophon auch mit einem eher leichten Bogen (französisch...) gut zu spielen oder wird dies wirklich nur für schwere Bögen empfohlen? Einfach ausprobieren?

Ste-Fan Profilseite von Ste-Fan, 14.01.2019, 09:11:00

Ja bitte, ausprobieren und dann hier postulieren! ;-)

Bei französischen Bögen habe ich das Gefühl, dass da das Gewichtsverhältnis etwas günstiger zur Spitze hin verteilt ist und dass das Armgewicht mehr ins Gewicht fällt, so dass man garnicht mehr Masse benötigt.

Zum Bild: Ja, das meinte ich.

Zum Plural des Kolophoniums: Gold, Natrium, Blei - die ganze Periodentabelle bildet auch keinen Plural! Immerhin besitzen alle einen Genitiv...

midioma Profilseite von midioma, 16.01.2019, 22:01:33

Frisches Kolophonium ist an der Oberfläche spiegelglatt. Da muss man die Bogenhaare mit Druck und schnell und wiederholt (ohne große Pausen) drüberziehen bis das Kolophonium von der Reibung warm wird und schmilzt. Die daraufhin entstehende rauhe Oberfläche erhöht di Reibung, so dass man an dieser Stelle mit weniger Druck und Wiederholungen das Kolophonium auf die Bogenhaare bekommt. 

Kolstein All-Weather habe ich im Sommer bekommen und da war es auch gut (aufgrund der höheren Temperaturen), jetzt im Winter wäre etwas weicheres besser, z.B. Pops oder Kolstein Soft. Ich benutze auch gern Petz Premium. Außerdem trocknet Kolophonium mit der Zeit aus, d.h. Man braucht (um gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen) jährlich oder halbjährlich ein neues. Wenn man im Winter mit weichem anfängt kann man das vielleicht im Sommer wenn es nicht zu heiß ist noch brauchen, aber wenn es dann wieder kälter wird ist das alte weiche schon deutlich härter als im Vorjahr. Das muss man aber ausprobieren.

Ich habe auch schon mit Akohol und Terpentin altes Kolophonium wieder weich bekommen, bei Alkohol war es aber nach ein bis zwei Wochen wieder wie zuvor, mit Terpentin hat es etwas länger gehalten, da habe ich es aber sehr weich gemacht (zähfliessend) damit es bis ins Innerste vordringt und nicht nur oberflächlich aufweicht (ca. zwei Wochen) und dann eine Woche gewartet bevor ich es verwendet habe. Nach vier Wochen war es dann aber auch schon wieder deutlich härter. Vor allem bekommt man es nicht genau so wieder hin wie ein Neues.

Es soll da noch ein Kolophoniumbefeuchterdöschen geben, das wurde auch schon hier im Forum diskutiert. Damit hält Kolophonium länger. Trotzdem ist Sommer und Wnterkolophonium weiterhin sinnvoll.

Samy Profilseite von Samy, 18.01.2019, 21:47:55

Mit Erpentin experimentiere ich auch gerade... aber da muss ich wohl noch etwas geduldiger werden...8 aber eigentlich wollte ich nur nach den Erfahrungen beim Wechsel zwischen Kolstein und Petz fragen. Da gibt es ja durchaus abschreckende Berichte vom "Verseifen" der Bogenhaare und dem nötigen Neubezug des Bogens. Meine ersten Eindrücke mit dem Petz auf einem älteren Carbonbogen, auf dem vorher Allweather-Kolstein war, sind allerdings andere, weil es sich momentan als völlig problemlos herausstellt. Hast du da andere Erfahrungen?

UhuSchuhu Profilseite von UhuSchuhu, 22.02.2019, 14:36:53

Ich habe in der letzten Zeit Nyman-Kolophonium benutzt. Als es neulich einmal nicht auffindbar war - soll vorkommen - habe ich Petz Premium drübergeschmiert und keine Probleme festgestellt, erst recht keinen "Seifeneffekt".

Der oben verlinkten Artikel ist übrigens auch als pdf erhältlich.

(So ganz verstehe ich die Erklärung der Temperaturabhängigkeit nicht: Es ist von einer Erwärmung des Kolophoniums "im  mikroskopischen Bereich" auf 70°C bis 90°C die Rede; vielleicht kann man ein paar Gittermoleküle o. s. ä. finden, denen man eine solche Temperatur zuordnen kann, aber macht das Sinn? Askenfelt jedenfalls schreibt in dem von Gerbeth zitierten Artikel von 1995 S. 29f, dass es die Hypothese vom tonfrequenten Schmelzen und Erstarren des Kolophoniums zwar gibt (Smith 1990), dies sich aber mit der Infrarotkamera eben NICHT nachweisen ließ, auch wenn er eine stärkere Erwärmung unterhalb der räumlichen Auflösung der Kamera nicht ausschließt. Die Temperatur der Kontaktstelle stieg auf maximal 36°C)

 

Neuester Beitrag midioma Profilseite von midioma, 22.02.2019, 22:28:13

Ich halte es gut für möglich, dass die Infrarotkamera zu grob auflöst und mittelt. Wenn die hohe Temperatur nur an der Oberfläche auftaucht und nur einen keinen Teil des Kolophoniums derart erwärmt (vermutlich aufgrund der Reibung), dann kann sich die Hitze über die große Menge des sonstigen Kolophoniums und der Saite und den Bogenhaaren verteilen und das könnte die gemessene Erwärmung auf nur 36 Grad (vermutlich von ca. 20 Grad Umgebungstemperatur) erklären.

Es hieß ja auch nur, dass sich über die Infrarotkamera kein Nachweis bzgl. der Erhitzung auf 70 bis 90 Grad finden ließ, was aber nicht heißt, das es nicht dennoch geschehen könnte und nur die Messmethode hierfür nicht geeignet ist. 

Im übrigen kennen wir wohl den Effekt, dass ein gut kolophonierter Bogen auf Saiten, die komplett vom Kolophonium befreit wurden (oder noch keines erhalten haben) zunächst nicht gut packt. Daher vermute ich, dass der Erwärmungs-und Abkühlungseffekt auf der Saite stärker ist (bei Metallumwicklung kann hier die Wärme besser abfließen sofern das Kontaktmittel Kolophonium den Wärmefluß auf die Saite erhöht) als auf dem Kolophonium des Bogens. Das könnte auch erklären warum sich kunststoffumsponnene Saiten schlechter streichen lassen als metallumsponne Saiten. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.

Petz Premium, Kolstein All-Weather und Nymans (seit kurzem auch älteres Pops) verwende ich auch abwechselnd ohne Probleme. Allerdings sind die alle schon älter (3-8 Jahre, kürzlich mit Terpentin mehr oder weniger weich gemacht). Aber auch als Kolstein und Petz Premium noch jünger waren gab es keine negativen Effekte. Es könnte aber natürlich sein, dass sich die Lösungsmittel/Wechmacher im Kolophonium unter gewissen Sorten nicht gut vertragen. 

Quenoil Profilseite von , 18.01.2019, 22:07:03

https://rosinsaver.com/

Ich habe so einen und bin zufrieden.

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