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Amp mit 2 Eingängen für Eb und Kb

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dr.bigbass Profilseite von dr.bigbass, 19.07.2018, 18:58:34
Amp mit 2 Eingängen für Eb und Kb

Hi,

nach viel expierementieren bin ich für mein Kb Setup mit Velvet Garbos, Bassbalsereit und Zadow extrem zufrieden, da es meinen Klang/mein Klangideal am besten verstärkt.

Nun spiele ich in einer Combo in der ich regelmäßig zw. E und Kb wechseln muss. Der Ebass klingt leider über den Zadow, ohne groß was zu verstellen, nicht so wie ich es gerne hätte wenn ich einfach die Kabel wechsel (und alles andere würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen).

Natürlich gibt es die Alternative auf den Zadow mit 2 Eingängen zu switchen aber ich wollte mal fragen, was es sonst für setups gibt, die beim ständigen Wechsel der Instrumente nicht nur praktikabel sind sondern die spezifischen Klänge auch adäquat wiedergeben. 

Was für ein 2-Eingang Amp und mit was für einer Box?  12er? 15er? Wer hat gute Erfahrungen? 



 

Horsti Profilseite von Horsti, 20.07.2018, 00:06:32

Hi, ich benutze zu diesem Behufe einen AER basic performer. Wenn dir der Zadow grundsätzlich gefällt, würde ich über einen zweiten Amp nachdenken, der dann nur für den E-Bass taugen muss, da ist die Auswahl wesentlich größer und du kommst unterm Strich auch am billigsten weg.

Oder, Plan B: Du gehst mit einem passenden Preamp für E-Bass, z.B. ein MXR M81, in den Effekt-return des Zadow. Ich weiß nicht, ob der Effektweg bei der Kiste seriell oder parallel geschaltet ist, falls seriell, müsstest du das Kabel immer wieder ein- und ausstecken, so dramatisch ist das nicht. Das ist eigentlich noch weniger Gewurschtel und noch günstiger.

Der Markt für Zweikanäler ist eher dünn, ohnehin muss man immer irgend einen Kompromiss machen. Neben AER gibt es den Realbass und ein paar Universal - Akustikamps (Acus one 10 oder one for bass, Hughes + Kettner era2), alles gut nutzbar, aber was genau da passt, musst du selbst ergründen. Bei den passenden Boxen ist es ähnlich, da lässt sich ganz schlecht ein pauschaler Tip geben.

Eine gute Übersicht bietet doublebassguide.com, Jonas Lohse betreibt auch das kontrabass-atelier.de, da kann man einfach mal anrufen. Über die Jahre würde ich sagen: Beide Instrumente auf gleich hohem Level mit dem gleichen Setup geht nur bedingt. Selbst mit dem AER nutze ich einen externen Preamp für den Kontrabass und gebe dem E-Bass den sehr guten Kanal 1. Ich bin aber oft mit noch mehr Instrumenten unterwegs, da passt der AER in der Summe seiner Eigenschaften schon sehr gut.

Ein Fass ohne Boden!!

Hen Profilseite von Hen, 20.07.2018, 07:52:52
Auch ich nutze den Aer Basic Performer und bin im großen und ganzen sehr glücklich damit. Vorredner Horsti beschreibt es treffend: Es geht beides auf sehr hohem Niveau aber nicht perfekt.

Ich mache es umgekehrt und gebe dem Kontrabass den guten Kanal. Den E-Bass jage ich vorher durch eine Röhrenvorstufen und nutze entweder direkt die Endstufe oder den zweiten Kanal, um den Sound an die Bühne anzupassen. Vorteil dabei ist das ich für die PA per DI das Signal nach der Röhre abgreifen kann und dieses so unabhängig bearbeiten kann. Damit habe ich auch zwei getrennte DI zu Verfügung für Kb und Eb - auf heutigen Bühnen mit digitalen Pulten Standard!

Je nach Kontrabass kann aber auch der Aer Basscube 2 interessant sein. Er funktioniert für E-Bass besser aber der Kontrabass-Sound ist etwas metallischer, direkter, nicht so offen wie der des Basic Performer. Aber das ist wirklich sehr vom Kb abhängig, daher probieren. Damit hat man die eine sehr runde und auch noch gut transportable Lösung (der Basic Performer ist recht schwer und unhandlich).

Wenn mann es richtig gut machen, ist ein Setup aus einzelnen Parts immer noch am besten. Es gibt in der Zwischenzeit tolle digitale Endstufen die nicht viel wiegen, dazu die passenden Preamps für E-Bass und Kontrabass und eine gute Allroundbox. Letzteres ist auch ein schwieriges Thema da die Anforderungen an die Speaker sehr verschieden sind, allerdings habe ich den Eindruck das man das noch am ehesten über den richtigen Preamp ausgeglichen bekommt. So habe ich zB eine 210er die wirklich sehr gut für beide Instrumente klingt.

Bei allem besagten muss ich noch generell hinzu fügen, das es hier um 4-Saiter geht. Der Basic Performer klingt bei einem 5er mit Low B schon nicht mehr ideal. Hier fehlt einfach was. Ich habe lange nach einer guten Lösung gesucht denn in der Prof. Bigband ist der 5er in der Zwischenzeit Standard. Mein Setup ist etwas aufwändiger aber funktioniert dafür extrem gut:


Kontrabass + Aer Basic Performer

5er E-Bass + Röhrenpreamp + DI in den Basic Performer. Von dort über den Lineout in einen kleinen Digiamp an dem eine zusätzliche 210er hängt.


Vorteile:

- Getrennte unabhängige Kanäle für beide Instrumente
- Der Kb läuft nur über den Basic Performer und hat so den idealen Sound. Da ich den Basic Performer auf die 210er stelle ist diese ein wenig höher und macht die Ortbarkeit auf der Bühne nochmal besser. Dazu ist sie entkoppelt vom Boden, Feedback oder unerwünschte Resonanzen sind sehr selten.
- Der 5er E-Bass läuft über beide und hat genug Power. Der Sound kann über beide EQs entsprechend angepasst und optimal für die Bühne gemischt werden.
- Sollte mal was passieren mit einem Amp, ist immer ein Ersatz dabei. Die Wahrscheinlichkeit das beide Amps oder Boxen kaputt gehen, ist doch unwahrscheinlich.


Nachteile:

- Nun es ist einiges zu tragen, Kontrabass plus E-Bass plus Basic Performer plus 210er Box... Aber es geht noch, bei der Größenordnung ist man sowieso mit eigenem Pkw unterwegs.


Alles in allem ein schwieriges Thema, jede Lösung ist am Ende sowieso individuell.

Grüße Hen
joerghess Profilseite von joerghess, 23.07.2018, 23:34:05
Ich benutze einen A/B Switcher.
Ich stelle den Klang am Amp für den Kontrabass ein. Vor den E-Bass schalte ich noch einen Preamp.
Vg Jörg
badbone Profilseite von badbone, 24.07.2018, 17:43:41

Ich habe ebenfalls einen A/B switch vorgeschaltet. Der Amp (wenn ich einen mal nutze) selber ist bei mir flat eingstellt, den Klang des jeweiligen Instrumentes stelle ich an dem Kontrabasspreamp und an den Klangreglern des EBasses ein. Da ich mittlerweile hauptsächlich eine Aktive PA Box oder direkt in die PA gehe und den vorhandenen Bühnenmonitor nutze ist dieses zwingend notwendig.

Tangette Profilseite von Tangette, 27.07.2018, 12:34:15

Wie von den Kollegen schon angesprochen: Eine All-in-one-Lösung, die sowohl Kontrabass als auch E-Bass klanglich 100prozentig bedient und wunschlos glücklich macht, ist nur über eine Kombination der besten Teile (getrennte Preamps, Endstufe, Box) möglich. Ich selbst nutze in meiner Akustikband für den KB einen zweikanaligen Euphonic Audio Doubler-Amp mit Glockenklang Achtzoll-Box. In den gaaaaaaaanz seltenen Fällen, wo ich dort einen E-Bass einsetze (oder in einer E-Bass-Probe/-Auftritt mit kleinem Besteck) kommt der über diese Kombi auch ganz gut.

In den elektrischen Besetzungen, in denen der KB auch ab und zu zum Einsatz kommt, nutze ich entweder den analogen Glock Soul II (zweikanalig, aber mit einer gemeinsamen Klangregelung), da bleiben beide Instrumente verkabelt, ich muss nur den Kanal umschalten und evtl. am EQ - sofern ich den nutze - etwas ändern. Oder ich spiele den E-Bass über den Glock Steamhammer und den KB über einen Preamp (Fishman Platinum oder Headway EDB 2) in dessen EffectReturn. Da bleiben auch beide Instrumente verkabelt und ich muss nur ein Knöpfchen drücken (Effekt wet oder dry). Allerdings muss man dann da beim Soundcheck ein bißchen mit den jeweiligen Gains und Lautstärken spielen/rumprobieren. Aber während des Gigs ist das die unkomplizierteste Lösung. Box ist eine Glock Double light (2 x 12).

Die zweikanaligen Acoustic Image -Amps oder Preamps, die mir vom Hören für KB super gefallen, habe ich selbst noch nicht gespielt und weiß nicht, wie der EB da drüber klingt.

 

Gruß aus dem Schwabenland

Neuester Beitrag Frank Profilseite von Frank, 28.07.2018, 19:05:41

Mark acoustic Ac 101

2 Kanäle, Phantomspeisung, klingt gut und kost nicht die Welt

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