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Bogenköcher wie befestigen?

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Saskia Profilseite von Saskia, 05.07.2013, 23:24:51
Bogenköcher wie befestigen?

 

Hallo zusammen, ich habe jetzt auch einen Bogenköcher und wollte gerne wissen, wie ihr diesen befestigt habt. Wenn ich ihn mit den Bändern an den Saitenhalter Binde, rutscht er noch ganz schön herum oder bewegt sich, wenn ich beim Spielen den Bass bewege, ganz schön mit. Muss das so sein? Oder mache ich etwas falsch? Oder muss ich nur fester schnüren? Grüße, Saskia
AndiFant Profilseite von AndiFant, 06.07.2013, 19:54:58

Hallo Saskia,

in der Praxis hat sich der Siemens Lufthaken am besten bewährt.wink_smile

Grüße

Andreas

LowB Profilseite von LowB, 06.07.2013, 20:36:24

Hi Andreas!

Der ist gut 1! - Aber nur Open Air oder in hohen Kirchen einstetzbar...

Hi Saskia!

Den oberen Riemen durch ein Saitenloch des Saitenhalters führen, unten wo's paßt. Der Köcher muß dabei nicht parallel zum SH stehen, darf ruhig etwas schräg zum SH verlaufen. Köcher sollte nicht schlackern und erst recht nicht die Decke berühren. Wenn's nicht in den Griff zu bekommen ist, beispielsweise wenn man die Riemchen nicht stark genug festzurren kann, ohne daß der Köcher seine Form verliert, kann man sich auch Abstandshalter aus Moosgummi oder Zellkautschuk und Kontaktkleber basteln. Anleitung schlecht darstellbar weil es auf den Einzelfall ankommt.

Grüße

Thomas

Saskia Profilseite von Saskia, 08.07.2013, 07:10:59

 

Danke, ich bevorzuge dann doch die Variante von Thomas. Werde mal ein bisschen herumspielen und sehen, wie ich zurecht komme. Vermutlich dauert es auch noch ein Weilchen, bis ich bei einem Gig den Bogen tatsächlich einsetzen werde. Und zu Hause kann er ja griffbereit rumliegen. Ich mache dann mal ein Foto, wenn ich soweit bin. Grüße, Saskia
Uli Profilseite von Uli, 09.07.2013, 16:47:42

Hallo Saskia,

so recht glücklich bin ich mit meinem Bogenköcher nicht. Oben durch eines der Saitenhalterlöcher befestigt und unten auch am Saitenhalter schlabbelt das Teil doch etwas umher, und ich hatte zeitweise zwischen den Köcher und dem Saitenhalter noch ein Stück Schaumstoff geklemmt. Durch die Form der Köcheröffnung steckt der Bogen denn auch noch mit der Behaarung nach links, sodaß ich den Bogen nach dem Ergreifen noch wenden muß.

Die Frage ist: Wann nehme ich überhaupt einen Köcher?

In der Bigband, wenn ich den Bogen nur zum Stimmen oder mal für einen Schlußakkord o.ä. brauche, und ich einen fremden Notenständer nutze.

Zuhause, an meinem eigenen Notenständer verwende ich lieber den K&M 157 'trumpet holder'

Wenn, im Salonorchester, der Streichbass angesagt ist, habe ich überhaupt keinen Bogenhalter dabei. Bei pizz Stellen behalte ich den Bogen in der Hand, bei kurzfristigem Nichtgebrauch des Basses (Notenwechsel) stecke ich den Bogen durch den Steg bis in die Spitze des Saitenhalters, und bei längeren Spielpausen klemme ich den Bogen mit dem Frosch unter die E- Saite.

Grüße, Uli

midioma Profilseite von midioma, 09.07.2013, 18:20:42

Für's Üben zu Hause braucht man einen Bogenköcher nicht. Je nach Spielweise (z.B. sog. improvisierte Musik) kann er auch hinderlich sein (z.B. letztes Jahr auf der Bassmasse musste ich ihn abnehmen). Wenn man aber im Bass-Solo den Bogen mal riskieren will, dann ist es sehr angenehm den schnell aus dem Köcher ziehen zu können. 

Man braucht ihn also am ehesten, wenn man durchgehend spielen muss und entweder nicht abschätzen kann wie oft und lang man den Bogen braucht, oder schon genau weiss, dass man sowohl länger Pizzicato als auch Arco spielen muß, ohne ein längere Pause zum Wechseln zu haben (oder keinen Platz für eine sichere und schnelle Bogenablage hat). 

Uli Profilseite von Uli, 09.07.2013, 22:11:31

>>dass man sowohl länger Pizzicato als auch Arco spielen muß, ohne ein längere Pause zum Wechseln zu haben (oder keinen Platz für eine sichere und schnelle Bogenablage hat). <<

Also, bevor *ich* den Bogen aus dem Köcher, bzw. in den Köcher 'gezielt' habe, sind schon zwei Takte um. Zu langsam.

midioma Profilseite von midioma, 09.07.2013, 23:01:53

Das liegt aber wohl an Deinem speziellen Köcherproblem.

Ich habe mir vor ewigen Zeiten meinen Köcher aus dickem Leder selbst gemacht und da ist der Bogen in einer Sekunde drinnen oder draußen. Der ist aber auch oben weit offen und die Haare liegen innen. Außerdem mit deutschem Bogen, mit französischem Bogen habe ich da keine Erfahrungen. 
Mein Köcher ist in vieler Hinsicht sicher auch nicht optimal, aber beim Bogenziehen und -wegstecken gibt es keine Probleme. 

Uli Profilseite von Uli, 10.07.2013, 10:56:53

>>...da ist der Bogen in einer Sekunde drinnen oder draußen.<<

Zu lange. Wie oft steht da: 4 Takte = 4 sek.  Und oft geht es noch schneller.

midioma Profilseite von midioma, 10.07.2013, 12:50:02

Eine halbe Sekunde braucht man immer zum Wechseln. Wer da was anderes notiert ist selbst schuld wenn es nicht ausführbar ist. In dem von Dir angegebenen Tempo ist ein Wechsel ziemlich sinnlos, solange da Viertel oder kürzeres mehr oder weniger durchgegend laufen. Ich interpretiere das mal als Scherz...

Wenn man ins improvisierte Solo-Spiel wechselt hat man die Sekunde, aber eher nicht 5-10 Sekunden. Wenn es notiert ist, spiele ich die letzten pizz-Noten ggf. mit Aufhämmern der linken Hand. Nicht ideal, aber besser als eine Lücke oder ein zu später Bogeneinsatz.

Und es spricht nichts dagegen den Bogen auch mal in der Hand zu behalten, wenn die Pizz-Stelle nur kurz ist. Für's Orchester braucht man den Köcher ohnehin nicht, da wird man mit Köcher eher etwas schief angesehen. Was mich früher im Studentenorchester aber nicht gestört hat. Praktisch ist er schon, nötig ist er dort nicht. 

Das soll eben jeder für sich selbst entscheiden ob er den Köcher will oder nicht. Bei den Jazzern ist er fast schon Standard, im Orchester sieht man ihn eigentlich nie (es sei denn ein Jazzer spielt mit und hat keine Lust den Köcher jedesmal dafür abzunehmen).

Ceperito Profilseite von Ceperito, 14.07.2013, 08:32:32

Foto0071.jpgFoto0070.jpgFoto0069.jpg

Hier ein paar Fotos:

Der obere Teil des Köchers wird am besten mit den Schlaufen durch die Öffnungen für die E- und A-Saiten am Saitenhalter befestigt.
Wenn sich der untere Teil des Köchers an der Rückseite des Saitenhalters befindet, ist der Bogen weiter weg vom Bass.
Wenn der untere Teil des Köchers an der Vorderseite des Saitenhalters befestigt ist, befindet sich der Bogen näher am Bass.

Viele Grüße vom Hersteller der GEBA-Shop Köcher

Jan

Saskia Profilseite von Saskia, 14.07.2013, 08:48:49

 

Danke, Jan, für die Bilder. Was für ein schönes Köcher-Exemplar Du da hast! Ich bin noch nicht dazu gekommen, weitere Befestigungsversuche zu starten, mache ich aber bald. Grüße, Saskia
ronniebass Profilseite von ronniebass, 16.07.2013, 12:51:37

Hallo Saskia,

vorrausgesetzt du trägst Hosen, kannst du es auch so machen:

http://www.youtube.com/watch?v=MOk5yYLAQvU

 

 

midioma Profilseite von midioma, 16.07.2013, 13:11:49

Hose allein genügt nicht. Gerade bei Damenhosen, die meist keine Gesäßtasche haben. Außerdem muss diese einigermaßen tief, auf jeden Fall aber sehr robust sein. 

So etwas würde ich aber allenfalls mit einem Carbon- oder Fiberglasbogen machen, der es nicht allzu übel nimmt wenn er doch mal hinfällt.

Ralf_Bass Profilseite von Ralf_Bass, 16.07.2013, 14:45:38

Rechte Gesäßtasche funktioniert wunderbar. Ich mache das mit verschiedenen Jeans und hab den Bogen noch nie verloren. Allerdings kommt diese Technik auch nur bei ruhigen Stücken zum Einsatz, wo man eher ruhig stehen bleibt. Wenn ich die "normalen" pizz- und slap-Stücke spiele, kommt der Bogen an den Bass-Ständer und ist dort auch auf einer rauhen Bühne sicher untergebracht.

keep on rockin...

....Ralf

JanF13 Profilseite von wmsbasket, 16.07.2013, 15:17:07

http://www.arcocliphook.co.uk/

Den benutze ich in der Band bei Wechseln zwischen arco und pizz und bin ziemich begeistert. Man kann den Bogen direkt in der richtigen Haltung aus dem Haken nehmen und somit richtig schnell wechseln. Funktioniert bei mir sogar im Sitzen.

 

illie Profilseite von illie, 02.08.2013, 14:59:02
Moin, Gemeinde,
ich sehe das mit dem Köcher, insbesondere der Befestigung am Saitenhalter
sehr skeptisch. Physikalisch ist eine Dämpfung zu erwarten, weil der Köcher
und seine Befestigung die (gewünschten) Schwingungen des Halters dämpfen.
Erinnert Euch a. Die Diskussion um die Befestigung des Saitenhalters, Stahl-
Draht, alte Saite, Kevlarseil um nur einige zu nennen. Alles, um das freie
Schwingen des Halters zu befördern.
Zum Vergleich klemmt mal ein Stück Schaumstoff zwischen Decke und Halter, oder fixiert
den Halter anders
und lasst den Klang unabhängig begutachten- hörbarer Unterschied.
Alles was das Schwingen bremst, außer Wolfstöter gehört m. E. nicht
an den Bass.
Sieht cool aus, aber auch bei schnellen Wechselstellen definitiv zu langsam.
Da übe ich lieber wie Wyett Earp das schnelle ziehen bzw. den schnellen
Wechsel während ich den Bogen in der rechten Hand behalte.
Sommerliche Grüsse
Jens
Neuester Beitrag midioma Profilseite von midioma, 02.08.2013, 15:45:12

Ich denke das muss jeder für sich entscheiden. Darauf hinzuweisen, dass es den Klang beeinflussen kann ist richtig, aber die Entscheidung, was wichtiger ist, Bequemlichkeit oder unbeeinflußter Klang muss jeder für sich selbst entscheiden. 

Wer hauptsächlich verstärkt spielt, dem wird der Deckenklang nicht so wichtig sein, da der ohnehin kaum hörbar ist. Wer viel akustische Musik spielt, dem mag es wichtig sein, aber nur, wenn er bei der Handhabung nicht gestört wird. Was wiederum davon abhängt welche Möglichkeiten ohne Köcher zum Bogen zu Wechseln dem Spieler bekannt oder (z.B. Aufgrund von äußeren Umständen) möglich sind. 

Der Vergleich mit der Hängelsaite hinkt. Der Köcher trägt zum einen keine wesenliche Last und ist vibrationstechnisch nur locker an den Saitenhalter gekoppelt. Er macht auch manche erweiterten Spieltechniken unmöglich, wie z.B. das Anstreichen des Saitenhalters. Das dürfte aber die meisten Spieler wenig stören, nehme ich an. 

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