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Saiten für Jazz gesucht!

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Zugeordnete Kategorien: Saiten

GroovieWoolfie Profilseite von GroovieWoolfie, 16.03.2013, 17:29:01
Saiten für Jazz gesucht!

Frage an die Bass-Profis:

Habe gerade begonnen Kontrabass zu spielen. Welche Saiten würdet ihr einem Anfänger empfehlen für eher gezupfte,s jazziges Spiel. Der KB ist ein Einstiegsmodell (GEWA Allegro 3/4)? Saiten sollen möglichst einen kräftigen, durchsetzungsstarken Ton haben und ein langes Sustain.

Danke schon mal für Eure Antworten!

Gruß, GroovieWoolfie

 

sekundus Profilseite von sekundus, 16.03.2013, 18:09:27
Hallo Woolfie,

Thomastik Spirocore sind Standardsaiten für Jazz. Sie haben allerdings einen Stahlkern und sind relativ steif. Dafür haben sie ein gutes Sustain und einen klaren Ton.
Alternativ gibt es noch synthetische oder Darmsaiten. Diese klingen meist dunkler, aber für meine Ohren auch holziger, außerdem sind sie weicher (z.B. Pirastro Obligato). Darmsaiten habe ich zuletzt vor 15 Jahren gespielt, diese klingen super, sind aber normalerweise auch relativ teuer.
Zu den Spirocore lässt sich noch sagen, dass es diese in 3 Stärken gibt; viele nehmen gerne weich, da diese einfacher zu spielen sind und angeblich mehr Sustain erzeugen. Ich persönlich spiele lieber mittel. Wenn ich mich nicht irre, gab es zum Thema Saiten hier einen Thread; vielleicht gibst du unter "Suche" mal Kontrabasssaiten ein.

Gruß
Ralf
midioma Profilseite von midioma, 16.03.2013, 18:13:20

Typischerweise wird da Spirocore (oder Helicore) empfohlen. 

Da Du Anfänger bist und die "normalen" Spirocore Mittel schon recht viel Spannung haben und auch etwas schwerer zu streichen sind, empfehle ich Dir Spirocore Weich. Die gibt es für 3/4 und 4/4 Bässe. Wenn Du noch nicht so viel Kraft in der linken Hand hast (um auch längere Zeit ohne Unterbrechung spielen zu können), dann empfehle ich Dir die 4/4 Saiten (S42W) zu nehmen, da diese auf einem 3/4 Bass weniger Spannung haben aals die 3/4 Saiten. Ansonsten kannst Du auch die 3/4 Saiten nehmen, die sind auch vom Klangcharakter her etwas ausgeglichener, haben aber auf 105cm Mensur noch einiges an Spannung. 

Helicore benutzen auch viele (für Dich am ehesten die Pizzicato, ggf. Light), die Spirocore sind aber deutlich langlebiger. Wenn Du neue Spirocore kaufst, dann musst Du Dich ggf. auf einige Wochen bis Monate einrichten bevor sie sich wirklich gut spielen lassen. In der Zeit ändern sie sich noch deutlich. Viele kaufen deshalb auch gebrauchte Spirocore. 

Wenn Dir Stahlsaiten aber zu dünn sind (insbesondere beim G), dann kämen auch Darm (eher teuer, aber geringere Spannung, oft klimaempfindlich und mit dem Bogen sehr gewöhnungsbedürftig) oder Synthetikkernsaiten in Betracht. Da hängt es aber von Deiner Klangvorstellung ab, was für Dich richtig ist. Mit den Spirocore hört man sich selbst jedenfalls recht gut beim spielen, und das kann auch ein Argument sein. 

Bigsby Profilseite von Bigsby, 16.03.2013, 19:10:56

Hallo,

schau mal hier im Marktplatz. Da tauchen sehr regelmäßig Spirocores oder Helicore (Hybrid und Pizz) auf.

Grüße

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 17.03.2013, 03:14:28

Hallo,

kann dem nur beipflichten, erstmal Spiros probieren --- die sind relativ preisguenstig, langlebig, und haben den drahtigen 1970-1980er Jazzsound mit viel Sustain. Ich wuerde erstmal die Staerke Weich empfehlen --- abgesehen davon, dass weniger Kraft erforderlich ist, lassen die sich auch noch ganz gut streichen.  Persoenlich spiele ich aber auch "mittel" weil das mehr wums hat. Ansonsten gibt es noch Pirastro "the jazzer" - sind staerke-maessig zwischen Spiros in weich und mittel, und haben noch mehr Hoehen und Sustain (nervt am Anfang fast ).

Dann gibt es bei Jazz natuerlich noch die Darmasitenabteilung, sowie Saiten aus diversen Materialien, die versuchen den Darmsound zu emulieren. Das ist dann weniger Sustain mehr Anfangskick.

Anhoeren kannst du dir das hier,

http://www.hervejeanne.de/saitenmatrix.php

wobei das je nach Bass im Detail abweichen kann, tyrotzdem genial dass sich HJ die Muehe gemacht hat, die ganzen Saiten zu testen und die Aufnahmen zugaenglich zu machen --- gibt einem ein ganz guten Anhaltspunkt.

LG  Armin

Marius Profilseite von Marius, 18.03.2013, 12:08:48

Hallo,

Was sind "Darmasiten" - sowas wie Darmparasiten? Und können die meinen persönlichen "Darmsound" tatsächlich beeinflussen?

Fragen über Fragen...

Nix für ungut,

Marius.

Neuester Beitrag alexhaas Profilseite von alexhaas, 18.03.2013, 13:27:13

Ja, klar... die Darmsaiten sind wie alle Darmfauna und-flora anaerob, gehören allerdings zur großen Familie der Bandwürmer und hinterlassen beim Spielen manchmal einen etwas seltsamen Geruch. Frank Zappas Bonmot, daß Jazz zwar nicht tot sei, aber etwas seltsam rieche, kommt genau daher...

Und Saitenmäßig könnte ich auch die Presto Jazzicato empfehlen. Stahlkern mit Kunststoffummantelung. Haben zwar nicht den Bumm wie Darmsaiten, riechen aber dafür angenehmer :-)   - nein, sie haben trotzdem auch in den höheren Lagen einen etwas dichteren Ton als reine Stahlaiten. Und sind halt ziemlich billig...

Grüße
Alex

 

Sachsenbass Profilseite von , 17.03.2013, 09:09:32

Ich spiele selbst zwar Spiro mittel, aber für meine Schüler mit Jazz-Ambitionen haben sich die hier klar bewährt:

http://www.thomann.de/de/presto_nylonwound_ultralight.htm

Sie klingen sehr gut und sind total angenehm zu spielen. Mit Spiros (auch weich) hält man am Anfang nicht gut durch- man hat an der rechten Hand Blasen und die linke muss zuviel Kraft aufwenden.

Uli Profilseite von Uli, 17.03.2013, 10:32:22

Für mich war und ist die klangliche Offenbarung für diesen Zweck die Eudoxa  heart    - natürlich nur gebrauchte. Zu dem Klang kommt natürlich noch das herrliche Griffgefühl hinzu- und schwarze Finger vom Silber.

Grüße, Uli

GroovieWoolfie Profilseite von GroovieWoolfie, 17.03.2013, 11:16:35

Hallo Leute,

vielen Dank für Eure hilfreichen Beiträge!!! Schön, dass Ihr Euch so einig seid, das hilft enorm. Oft ist es ja bei solchen Foren, dass jeder was anderes sagt und einen Anfänger dann noch vollends verwirrt. Also werde ich mal nach gebrauchten "Spiros" schauen. Also was die Kraft betrifft, denke ich, dass ich nicht gleich zusammenbreche, bzw. eine Sehnenscheidenentzündung bekomme, weil ich ja auch schon ein paar Monate mit den Werkssaiten spiele und auch nicht gleich abendfüllende Konzerte spielen möchte. Ich versuche zwar täglich zu üben, aber nicht so lange am Stück, um meine Finger und meine alten "Knochen" an den KB zu gewöhnen.
 

Danke, Gruß GW

GroovieWoolfie Profilseite von GroovieWoolfie, 17.03.2013, 11:25:16

Habe mir gerade die genialen Beispiele der verschiedenen Saiten von Hervé Jeanne angehört. Nach meinem ersten Eindruck mit meinem minderwertigen Smartphone-Kopfhörer find ich die Obligatos super!

 

Gruß GW

Sachsenbass Profilseite von , 17.03.2013, 11:48:38

Spiros sind ein bisschen durchsetzungsfähiger als Obligatos, die Obligatos fühlen sich aber definitiv besser an beim Zupfen und haben einen schönen runden Klang (die aber am besten nicht gebraucht kaufen, weil die als umsponnene Saiten viel schneller verschleißen als reine Stahlsaiten (Spiro)). Ansonsten klingen die Evah Pirazzi weich gezupft auch sehr gut, sind sehr komfortabel aber auch weniger durchsetzungsfreudig, dumpfer als Spiro.

Bassist_0815 Profilseite von Bassist_0815, 17.03.2013, 12:08:39

Ich will nur als Vorschlag die Presto Balance Hybrid nennen, weil sie hier bislang noch nicht genannt wurden. Es sind Stahlseiten, die recht "warm" klingen aber weniger Sustain haben als andere Stahlseiten. Dafür zupfen und streichen sie sich gut und sind günstig. Gibts in 3/4 Medium und Light. (Ich spiele light mit 109cm Mensur). Im Vergleich mit Darmsaiten auch stimmstabil und dünner und damit in Daumenlage spielbar, aber weniger voll. Wie alle Saiten brauchen sie 1 bis 2 Wochen zum vollen Klang. Anfangs sind sie noch nicht ausgewogen und voll. Aber das gibt sich. Soundbeispiele auch beim Herve Jeanne.

Übrigens:

Für Intonationsübungen, Technik und Soundentwicklung ist der Bogen auch im Jazz sinnvoll.

Und ein synthetisches Hängelseil (-> Lohse) ist in jedem Fall deiner Saitenwahl zu empfehlen: kostet ein paar Euro, kann man selbst installieren und bringt viel (!) Dynamik (lauter und mehr Bässe und Höhen).

 

GroovieWoolfie Profilseite von GroovieWoolfie, 17.03.2013, 16:01:52

Hi Bassist 0815,

bringt eine andere Saitenaufhängung tatsächlich so viel??? Als Anfänger kann ich mir das nicht so recht vorstellen? Die Schwingungsübertragung findet doch hauptsächlich über den Steg statt, oder nicht? Ein lauterer Ton wäre schon sehr schön, wenn man das mit so einfachen Hilfsmitteln hinbekommen würde! GW

Bassist_0815 Profilseite von Bassist_0815, 17.03.2013, 18:43:17

Genau. die Schwingung geht über den Steg. Und mit dem synthetischen Hängelseil schwingen Saitenhalter und Saiten mehr. Am Ende kommt auch mehr Schwingung auf den Steg. Im Vergleich viel mehr als mit Stahldraht oder dickem Messingdraht. Das Ganze kostet bei Eigenbau 10 Euro oder so.

Und der Eigeneinbau ist nicht so schwer: 1) Bass aufs Bett ruhig gestellt damit der Stimmstock nicht kippt, das ist die einzige Gefahr. 2) Ein Handtuch unter den Saitenhalter, um die Decke zu schonen. 3) Saitenmensur abmessen hinterm Steg und unterm Saitenhalter. Mit Post-it die Stegposition markieren und den Winkel vom Steg zur Decke merken oder fotografieren. 4) Saiten runterstimmen und 5) vorsichtig Saiten, Steg, Saitenhalter bzw. Draht abmontieren. 6) Dann alles wieder montieren. Knotenanleitung dürfte beiliegen, hier wichtig: etwa 3-4 cm kürzen knoten als voriger Abstand zum Saitenhalter war, weil der Knoten nachgibt bzw. enger wird. Achtung: auf richtige Stegposition und seinen Winkel achten. Have fun!

Ansonsten frag deinen Geigenbauer, der macht das für ein paar Euro mehr...

midioma Profilseite von midioma, 17.03.2013, 19:00:36

Das mit dem synthetischen Hängelseil sehen Bassbauer verschieden. Wenn Du noch einen massiven Messingdraht oder etwas ähnliches aus massivem Metall als Hängelseil hast, dann ist alles andere eine Verbesserung. Manche sagen Synthetik ist am besten, andere ein geschlagenes Stahlseil ist optimal, wieder andere sagen, dass es von den verwendeten Saiten abhängt. 

Das mit dem Austauschen ist an sich nicht schwer, allerdings sollte man die Unterlängen und/oder den Abstand der oberen Saitenhalterkante vom Untersattel messen bevor man das austauscht. Sonst könnte der Effekt nämlich auch von der geänderten Unterlänge der Saiten hervorgerufen werden. Diesbezüglich gibt es auch Faustregeln, wie lang die Unterlänge sein soll, die aber nur als AUsgangspunkt verwendet werden. Der Ton der Unterlänge soll 2 Oktaven und eine Quarte oberhalb der entsprechenden leeren Saite klingen. Das geht u.U. nicht bei jeder der vier Saiten, aber das wäre angeblich das Optimum. Das das auch sehr von den Saiten abhängt brauche ich hier wohl nicht zu erklären, denke ich. Wenn man das optimal gelöst haben will ist u.U. der Bassbauer, der bereit ist dort etwas zu tüfteln sinnvoller als es selbst zu machen. Wenn man aber ohnehin noch nicht weiss, welche Saiten man auf Dauer verwenden will, hat eine solche Feinarbeit wenig Sinn. 

midioma Profilseite von midioma, 17.03.2013, 12:21:17

Man kann auch Obligato (G/D) mit Spirocore (A/E) mischen, dann aber 3/4 Spiro Weich (bzw. 4/4 Spiro Mittel). Obligato A und E sollen öfter unangenehm rollen (um ihre Längsachse stark drehen). Das ist aber eine Kombination mit etwas höherer Saitenspannung. 

Dass Du schon länger mit den Werkssaiten spielst, sagt leider gar nichts aus. Oft haben die Werkssaiten eine sehr niedrige Spannung und daher einen eher geringen Trainingseffekt. 

Innovation Super Silvers oder Presto Nylonwound sind für's reine Zupfen sicher auch nicht schlecht. Kommt aber ein bisschen auf den Musikstil an. Streichen lassen sie sich aber nur mäßig gut bis schlecht, und zum besseren Einüben der Intonation ist die Verwendung des Bogens schon sinnvoll. 

Eventuell kommen auch Solo-Saiten (für die Stimmung einen Ganzton über der normalen Orchesterstimmung) in Betracht, wenn man sie auf Orchesterstimmung verwendet. Dann haben sie deutlich weniger Spannung und es sind gerade auch Saiten, die normalerweise eher stark gespannt sind, für Dich geeignet. Ich denke da insbesondere an Spirocore 3/4 Solo, Dominant Solo, eventuell auch Obligato Solo. Das kommt aber auch sehr auf Dein Instrument an. 

Am besten Du besorgst Dir einen günstigen gebrauchten Satz aus dem Marktplatz (obwohl da im Moment eher wenig bzgl. Saiten passiert). Wenn Dir der nicht passt kannst Du ihn dort für fast das gleiche Geld wieder loswerden und uns Deine Erfahrungen und den Saitentyp mitteilen. Dann können wir Dir auch besser helfen. Das Finden passender Saiten kann leider eine recht teure Angelegenheit werden...

DrJohn Profilseite von DrJohn, 17.03.2013, 12:56:04

Obligato haben den Nachteil, dass sie sich nicht besonders gut streichen lassen (falls Du das mal ausprobieren möchtest, wirst Du schnell frustriert) und dass sich manche Saiten (vor allem die A-Saite) unter dem Zupf-Finger mitdreht. Daran gewöhnt man sich zwar, schön ist das aber nicht.

Außerdem empfinde ich den Klang mittlerweile als etwas synthetisch, verglichen mit anderen Varianten. Das ist aber für einen Anfänger vielleicht nicht so ausschlaggebend. Du solltest auf jeden Fall, wenn Du Dich für die Obligato entscheidest, nach etwas Zeit auch mal andere ausprobieren (vielleicht mal Stahl-Hybrid-Saiten wie die Daddario Hybrid Light, vergleichsweise günstig mit gutem Klang und guter Pizz- und Arco-Spielbarkeit).

Die Saitenwahl ist etwas sehr Subjektives - da muss man auch erst mal einen gewissen Geschmack ausbilden (der sich über die Zeit auch ändert). Viel Erfolg!

midioma Profilseite von midioma, 17.03.2013, 17:13:45

Dem "nicht besonders gut streichen" kann ich so global nicht zustimmen. Zumindest die hohen Saiten lassen sich prima streichen, jedenfalls deutlich leichter als die Spirocore. Wenn sich die unteren drehen wird sich das natürlich auch schlecht auf das Streichen auswirken. 

Der D'Addario Hybrid Serie sagt man sowohl nach, dass sie für arco und pizzicato geeignet ist, als auch dass sie für beides eher nicht geeignet ist.

Mit Saiten muss man ein wenig experiementieren. Ggf. mal ein paar verschiedene einzelne G-Saiten bestellen, die sind nicht so teuer, dann kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen, was am ehesten in Frage kommt. Teuer wird es ohnehin, wenn man neimanden kennt, der einen seine alten Saiten ausprobieren lässt. Mit ganzen Sätzen wird es aber richtig teuer oder man muss zu früh aufhören ohne etwas passendes gefunden zu haben. 

Das mit den Saiten ist zum einen Geschmackssache und zum anderen ein Frage des Trainings (wieviel spielt man regelmäßig auf dem Instrument), sonst hält man bei manchen Saiten einen Auftritt nicht durch. (Dürfte bei Darm nicht zutreffen.)

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 17.03.2013, 15:13:42

Evah Pirazzi finde ich nicht soo komfortabel, ich habe sie in der "weich" Ausfuehrung auf einem meiner Baesse, und ich vermute dass sie mehr Zug haben als Spiros in weich. Mir persoenlich haben sie als Pizz-Saite zu wenig Hoehen.

midioma Profilseite von midioma, 17.03.2013, 16:56:02

Das ist richtig, Zumindest, wenn man die 4/4 Spiro Weich als Referenz nimmt. Der 3/4 Spiro Weich dürfte sie aber ähnlich sein oder knapp darunter liegen.

Akustisch geht es mit den EP Weich noch, aber verstärkt sind die Höhen weg, da hört man seine Intonation kaum noch. Trotzdem nicht schlecht.
Ich bevorzuge da Innovation 140B (Braided). Sehr günstig, wenn man sie in Grossbritannien bei einem der grossen Versender wie z.B. StringExpress bestellt. Haben etwas weniger Spannung als EP Weich. Meiner Meinung nach haben die auch noch etwas Höhen, wenn auch nicht so viel wie die Obligato. Derzeit müssen die aber die Produktion umstellen, mit dem neuen Satz bin ich noch nicht ganz glücklich. 

4saiter Profilseite von , 17.03.2013, 16:46:24

Hier mal eine Frage an die Darmsaitenspieler unter den Jazzern:

Sollte man umsponne Darmsaiten  wählen, oder sind blanke Darmsaiten besser für Jazz geeignet?

midioma Profilseite von midioma, 17.03.2013, 17:04:20

Das hängt sehr vom persönlichen Geschmack ab. So pauschal kann man das nicht beurteilen. Allerdings sollen stark gedrehte Därme für's Pizzicato besser sein. Optimal sollen wohl die amerikanischen Gamut Pistoy sein, da din Untergruppen in die eine Richtung gedreht und diese widerum zusammen in die andere Richtung. Kostet aber auch ein Menge Geld...

Bei den tiefen Saiten ist es so, dass Umsponnene Saiten einen dünneren Kern haben und daher meist besser/länger Ausklingen. Das merkt man insbesondere beim E. Bei den hohen Saiten ist die Umspinnung so dünn, dass die leicht mal bricht, dann ist die Saite hin. 

Ich habe probeweise mal einen Satz Efrano Elite (G/D nackt, A/E umsponnen) ausprobiert. G und D waren OK, obwohl das D etwas dicker hätte sein können, damit es mehr Spannung bekommt. A war gut, E schon etwas zu trocken für Jazz-pizz nach meinem Geschmack. 

Umsponnene Darmsaiten sind sehr viel klimaempfindlicher als nackter Darm. Wohl auch aus diesem Grund ist die Kombination nackter Darm mit Synthetikkern oder Sahlseilkern auf A und E eher beliebt. 

Für's Streichen war der komplette Efrano-Satz aber völlig OK.

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