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Kontrabasserwerb vor Ort im wilden Osten

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Zugeordnete Kategorien: Kauf & Verkauf

jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 15.06.2012, 14:46:31
Kontrabasserwerb vor Ort im wilden Osten

Liebe Bassisten, liebe Bassistinnen,

 

nun studiere ich das Handwerk eines Kontrabassisten schon geraume Zeit und die anfängliche Vermutung, das Potenzial eines Stagg EDBs würden alsbald schöpft sein, hat sich nunmehr zu einer unabstreitbaren Gewissheit verfestigt. Damit auch: Ein echter muss her.

 

Dann begann die Suche. Bisher recht erfolglos, obschon einiges ok-es dabei war. Dann haben sich meine Urlaubspläne konkretisiert und ich kam auf eine zündende Idee: Wieso nicht Global-Player-like im Osten das Einkommensgefälle zu meinen Gunsten nutzen?  Ich gedachte mich primär in der Gegend um Budapest rumzutreiben mit einem KB-Budget von 2000€ welches für einen betagten vollmassiven ausreichen möge.

 

Nun, soweit Denkfehlerfrei, oder schätze ich die Situation falsch ein?

Bigsby Profilseite von Bigsby, 15.06.2012, 15:53:53

Wenn es kein gebrauchter Bass sein muss, bekommst du auch hier in Deutschland einen vollmassiven ungarischen Bass für dein Budget. Vorteil wäre Garantie und Rückgaberecht...Diese Bässe gibt es z.B. bei thomann.de oder gedo-musik.de Wenn du bei deinem ungarischen Bass noch Sprit und Geigenbauer draufrechnest, wird der warscheinlich teurer als ein in Deutschland gekaufter Bass...

Im Marktplatz gibt es momentan einen vollmassiven Musima für 1200€. Wenn ich einen vollmassiven Einsteigerbass suchen würde, wäre das auf jeden Fall ein Kandidat (nein, ist nicht meiner:-) )

jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 15.06.2012, 16:15:26

Ja, rein preislich ginge es auch so. Die Überlegung dahinter war aber, dass ich eben fürs selbe Geld mehr kriegen könnte, sprich einen alten handgefertigten, eingeschwungenen, etc. Spritmehrkosten verursacht der Bass keine nennenswerten und die Sache mit dem Geigenbauer, die zählt denke ich zu den Dienstleistungen, deretwegen es uns dort ja "so günstig" dünkt. Eine andere Beobachtung: Der Markt für KBs scheint dort käuferseitig nur mager frequentiert zu sein, sonst würden die Herren Hegedükeszitö ja nicht den deutschen Markt aufmischen; denke ich mir. Mag in mancher Festangestellten Ohren ausnehmend perfide klingen, aber hey.

 

Also, Gedanken dazu höre ich mir gerne an, noch lieber aber Erfahrungen.

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 15.06.2012, 18:03:37

Hallo poster mit dem komischen Nick (scheint irgendwie in ein anderes Forum zu gehoeren):

Klar, wenn du gerne lange im Auto sitzt, und dir das zutraust, Qualitaet mal so auf die Schnelle zu beurteilen - tu es.

Ich eher abraten aus den folgenden Gruenden:

- eine Solche Aktion hat "abenteuercharakter" , dadurch wirst vielleicht deine Faehigkeit, einen kuehlen Kopf zu behalten, und auch gegebenenfalls "Nein" zu sagen, eingeschraenkt. Du hast im Gegensatz zum Kauf in Deutschland nicht die Moeglichkeit, den Bass Deinem Lehrer oder Lehrerin oder befreundeten Musikern, die sich etwas auskennen, zu zeigen. Unterschaetz den psychologischen Faktor nicht --- klar bist du heiss auf das neue Instrument, das kann allerdings auch nach hinten losgehen, wenn du an einen versierten Abzocker geraetst.

- in der Preisklasse in der du suchst, sind das eh alles Fabrikbaesse. Frachtkosten sind nicht so hoch, und deursche Geigenbauer haben im Einsteigerbereich generell Baesse aus Osteuropa oder Fernost, die sie dann nochmal kurz einstellungsmaessig ueberarbeiten. Von daher wirst das ganze finanziell gar nicht soo viel bringen, waere mein Tipp.

- Ich wuerde mir erstmal was anderes holen, und vor allem den deutschen Markt gut checken, mit Gebrauchtkauf usw warten bis du etwas Ahnung hast. Lass dir verschiedene Baesse zeigen, und frage, wodurch sich Preisunterschiede begruenden.

Viel Glueck

LowB Profilseite von LowB, 15.06.2012, 19:17:00

Hi!

Nur ein Beispiel: Wenn Du bei Strunal in Tschechien einen Baß direkt kaufst ist der teurer als beim großen T. Die Händler hier, der Besagte, Gedo u.s.w., kaufen große Kontingente und können die Bässe daher günstiger abgeben als Einzelinstrumente im Herkunftsland.

Ohne - ich nehme mal an - ausreichende Sprachkenntnisse, ohne Bekannte vor Ort die sich mit Bässen auskennen, ohne selbst ein profunde Kenntnis von Kontrabässen zu haben, würde ich mich auf so ein Wagnis nicht einlassen.

Grüße

Thomas

Bigsby Profilseite von Bigsby, 16.06.2012, 23:29:53

Hallo,

schau dir doch mal diesen Bass an:

http://www.kontrabassbau.at/gal_Cerrutti.html

Unter der Adresse gibt es immer wieder schöne Bässe von einem Hobbybassbauer.

Grüße

 

LowB Profilseite von LowB, 16.06.2012, 23:49:38

Hi!

Der Baß steht auch hier im Marktplatz: http://www.geba-online.de/KatalogDetail.php?katalog_db=12&id=8582 . Schönes Teil. Und Gerald ist bestimmt viel mehr als ein Hobbybaßbauer, was man so landläufig darunter versteht.

Grüße

Thomas

Bigsby Profilseite von Bigsby, 17.06.2012, 00:53:37

Ich wollte damit nur die überraschend günstigen Preise erklären. Die Qualität der Instrumente scheint sehr gut zu sein (soweit man das auf den Bildern erkennen kann). Mir ist schlicht und einfach keine bessere Bezeichnung eingefallen.

Wenn irgendwann auch mal ein 4/4 Bass im Angebot wäre, würde ich vermutlich schwach werden ;-)

jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 17.06.2012, 12:40:39

Zunächst herzlichen Dank für das Feedback.

 

Eure Argumente leuchten mir weitestgehend ein, jedoch redet ihr immerzu von Fabrikbässen. Wann begann diese Art der arbeitsteiligen Fertigung denn? Blauäugig wie ich bin bildete ich mir ein, ich könne mit moderatem Glück auch einen alten abgreifen. Und tatsächlich, in lauen Nächten träume ich von einem kernigen Charakterbass, dem man anhört, dass er den Tod seines geliebten Franz Josef nie wirklich verwunden hat.   

 

Aber mal auf den Punkt gebracht: Ein und derselbe KB würden in Ungarn und Schland in etwa gleichviel kosten? Hat niemand eines der Gebraucht-Angebote von dort angenommen, oder auch nuir ernsthaft erwägt?

Bigsby Profilseite von Bigsby, 17.06.2012, 15:25:38

Nenn doch mal ein Beispiel am besten mit Link!

jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 25.06.2012, 11:13:13

Für Online-Angebote aus Ost, oder Bässe, mit denen ich liebäugle?

Bigsby Profilseite von Bigsby, 25.06.2012, 13:20:28

Beides:-)

LowB Profilseite von LowB, 17.06.2012, 12:52:41

Hi!

Zur Geschichte der Manufakturbässe: http://www.kontrabassblog.de/?page_id=416 . Nicht alles was alt ist, ist auch gut. Da prozentual gesehen wohl viel mehr gute als schlechte Instrumente überlebt haben dürften, ist unser Blick auf die "gute alte Zeit" wohl etwas verzerrt. Was vor 100 Jahren Mist war ist auch heute noch Mist, man sollte in diesem Punkt mal keine Ehrfurcht vor dem Alter haben. Es ist wie bei den Autos: Es ist sicherlich viel leichter einen guten Ferrari aus den 50ern zu finden als einen guterhaltenen VW Käfer - womit jetzt nicht gesagt werden soll, daß der Käfer Mist war.

Grüße

Thomas

jlohse Profilseite von jlohse, 25.06.2012, 22:19:46

Es gilt hierbei das selbe, was auch beim Kauf in heimischen Gefilden gilt: wenn man sich nicht wirklich auskennt, läuft man Gefahr, etwas angedreht zu bekommnen oder überteuert zu kaufen. Und die meisten guten Stücke wurden sowieso schon längst von „Profis“ eingesammelt.

 

LowB Profilseite von LowB, 27.06.2012, 18:11:58

Hi jenny18baßkaufwillig!

Jetzt erwartest Du wohl eine genaue Empfehlung für einen dieser Bässe?! Völlig unmöglich! Entscheidend ist, wie ein Baß klingt und ob Dir der Klang gefällt, wie er eingerichtet ist, wie Du mit dem Instrument zurecht kommtst, daß nichts klappert oder scheppert, daß keine Mängel vorhanden sind, die weder aufgrund der schriftlichen Beschreibung noch der fotographischen Dokumentation erkennbar sind. Hat ein Baß eine Es- oder D-Mensur? Eine Angabe die für mich entscheidend wäre, diese Angabe fehlt zumeist.

Meine beiden Favoriten aufgrund der Beschreibungen/Fotos aus Deiner Liste - würde ich mich für eines der Instrumente interessieren - stehen schon 1/2 b.z.w. 3/4 Jahr im "Marktplatz". Entweder wurden die Anzeigen nach Verkauf nicht gelöscht oder die Instrumente haben doch irgend eine Macke, die aus dem Angebot nicht ersichtlich ist - oder sie klingen einfach schlecht.  

Was ist davon zu halten, wenn bei einem wesentlich günstiger angebotenen Instrument der Satz steht: "Wenn es ein teureres Musikinstrument ist, zähle ich es bis 3500 € ein". Kapier' ich nicht so ganz... Da könnte wohl in Erwartung des zunächst genannten Kaufpreises (nach langer Fahrt!) wohl noch eine unerfreuliche Überraschung warten, seriös erscheint mir das nicht.

So wohl, daß ich hier jetzt meine persönliche (und sehr subjektive!) Favoritenliste veröffentliche, geht's mir nicht - wenn's dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis...

Grüße

Thomas

 

 

Fodera Profilseite von , 27.06.2012, 20:14:02

Es gibt doch genug Bässe hier in Deutschland. Bevor man mit ungewissem Ausgang nach Budapest fährt immer auch die Reisekosten im Blick behalten, Sprit und Logis ist nicht umsonst.

Gerade in deinem Preisbereich (bis 2000€) gibt es immer mal gute DDR- oder Ungarn-Fabrikate in gutem Zustand.

jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 29.06.2012, 12:41:50

Also die Beispiele wurden ja gewünscht um meine Frage, ob es ein signifikantes geographisches Preisgefälle gibt, besser beantworten können. Eine Fernbeurteilung der Bässe habe ich nicht verlangt. Vieleicht läuft es auch aufs selbe hinaus.

Das Argument mit dem Alter der Anzeigen hat mir nun doch einen Dämpfer versetzt. Werde jetzt mal sehn und dann ggf nochmal Hilfe hier erbitten. Vielen Dank an dieser Stelle für eure Fürsorgliche Unterstützung.

Fodera Profilseite von , 29.06.2012, 14:02:11

Möchte da aber noch aus eigener Erfahrung hinzufügen: Wie lange die Inserate schon drinstehen, sagt nicht viel aus. Daraus auf einen "Fehler" oder versteckten Mangel zu schließen halte ich für gewagt.

Zumal man ja auch jederzeit seine Annonce neu aufsetzen kann.

LowB Profilseite von LowB, 29.06.2012, 17:31:46

Hi Fodora!

Eigentlich hast Du Recht, die Verweildauer einer Anzeige besagt per se nichts über die Qualität eines Instruments, zu viele Faktoren spielen da eine Rolle. Insofern relativiere ich meine Aussage: Es kommt auf den Einzelfall an.

@jenny18... Zu Deiner eigentlichen Frage, ob die ungarischen Bässe nennenswert preisgünstiger als die heimischen sind: Aufgrund der Beschreibungen meiner Meinung nach ein klares: Nein!

Grüße

Thomas 

chazz Profilseite von chazz, 06.07.2012, 16:24:37

also, ich kann nur vermuten, dass der Knabe mit dem bezeichnenden Username viell. einfach nur einen netten Urlaub verbringen möchte u. nebenbei auch noch richtig "absahnen" (Entschuldigung für die Wortwahl).
Vorweg sei erwähnt, dass die Jungs u. Mädels in Ungarn auf zahlungswillige Touristen warten!
Ja, für einen schönen Urlaub (länger als eine Woche), sollte man schon etwas mehr Geld einplanen. Ob es dann noch für einen schönen Bass reicht, wage ich zu bezweifeln!
Vermutlich ist die Chance "einen alten abzugreifen" hier in Deutschland sogar realistischer, wenn z.B. aus einem Nachlass oder anderen Gründen Bässe verkauft werden. Der Markt in Deutschland hat viele Intrumente zu bieten, eben auch mit dem netten Nebeneffekt, dass man sich fürs Geld was aussuchen kann.
Die Auswahl für den Semesterferien-Basscheck ist doch ein guter Anfang.
Es gibt in Ungarn sicher auch gute, alte Intrumente, doch ganz sicher nicht zum Schnäppchenpreis!
Selbst habe ich mal bei einem Verkauf vermittelt, welcher über die Tochter eines ungarischen Intrumentensammlers, die hier in Dt. studierte, abgewickelt wurde. Sie brachte Bässe in den Ferien mit nach Deutschland u. vermutlich hat Ihr Vater auf diesem Wege tatsächlich mehr bekommen als vor Ort in Ungarn. Günstig war der Bass nicht, aber ein richtig schönes altes Intrument (u. er war vor allem tonlich ein Ohrenschmaus, obwohl er einen flachen Boden hatte). Das waren damals ca. 9000,- DM, die sicher nicht schlecht angelegt waren. Ob das Instrument wesentlich mehr Wert oder überteuert war, sei da mal dahingestellt, denn auch hier in Deutschland werden schöne Instrumente nicht selten "unter Preis" verkauft. Ob das auf die Marktsituation hinsichtlich der reichhaltigen Verfügbarkeit zurück zu führen ist, sei auch dahin gestellt, denn die Sache mit dem Wert ist sowieso fragwürdig.
Richtig alte Instrumente bekommt man nirgendswo geschenkt (es sei denn, durch einen dummen Zufall, den sich sicher viele Wünschen)! Der "Markt" in Ungarn wurde, wie schon erwähnt, auch von professionellen, international agierenden Instrumentenhändlern gecheckt (dann reden wir hier aber sowieso von einer anderen Preisklasse).
Ein Anekdote hab ich aber noch: mir wurde von einem Bassisten berichtet, der noch zu Ostblockzeiten, aus der DDR gern die Rubner-Bässe mit auf Tour nahm u. sie gegen eine gewisse Ablöse gegen irgendwelche Schrottbässe tauschte (dem Zoll viel das natürlich nicht auf, als der Bassist wieder heimkehrte, denn in der Hülle war ja einer).
So könnte es ja auch "jenny18willig" als "Global-Player" machen u. sich dann hier in Jermanie vom Profit was schönes kaufen.....immer noch besser als Menschenhandel !

LowB Profilseite von LowB, 07.09.2012, 20:01:01

Hi jenny18willig!

Die Urlaubszeit ist i.a. vorbei, berichte doch mal wie es weitergegangen ist...

Grüße

Thomas

Neuester Beitrag jenny18willig Profilseite von jenny18willig, 11.09.2012, 12:03:59

Nun, für mich fängt sie erst am Samstag an, da ich zur Geldbeschaffung noch den Gastroniedriglohnsklaven mime. Erste Berichte wirds Mitte Oktober geben, wenn die Uni anfängt.

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Zuletzt aktualisiert von Besucher am 15.07.2019, 16:53:34.