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Collins-Bässe

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Zugeordnete Kategorien: Kauf & Verkauf

Herbert Profilseite von Herbert, 17.06.2011, 10:37:28
Collins-Bässe

 Hallo, ich hab' mal 'ne Frage und zwar, ob jemand Erfahrungen mit den Collins-Bässen hat...gibt es ja recht günstig auf Ebay oder Musik-Produktiv. Ich will mir evtl. 'n günstigen Back-Up Kontrabass (Rockabilly) zulegen. Hat jemand Erfahrungen mit diesen Bässen? Sind das die gleichen, wie die Rockabilly Kontrabässe von Thomann für 499E? Das sind die Teile, falls ich den Link hier posten darf:  http://www.musik-produktiv.de/collins-rockabilly.aspx

Bigsby Profilseite von Bigsby, 17.06.2011, 13:14:25

 Hallo,

das ist ein anderer Bass. Kauf dir liber das Thomann Modell. Der hat dann ein Ebenholzgriffbrett und ist auf Rockabilly eingestellt (kann man da angeben).

http://www.thomann.de/de/thomann_kontrabass_rockabilly_01.htm

oder der hier von Gedo

http://www.gedo-musik.de/shop/product.php?id_product=416

Beide Firmen richten den Bass ein.

Christoph63 Profilseite von Christoph63, 04.07.2011, 01:44:53

 Hallo Kollegen!

Nach fast dreissig Jahren E-Bass wollte ich mir meinen Traum vom KB erfüllen, aber erst mal nicht so viel Kohle ausgeben, da ich ja nicht wusste, ob es wirklich etwas für mich ist! Habe mir deshalb im Mai 2010 bei einem bekannten Musikhaus einen Collins-Bass bestellt und nach ca 14 Tagen auch bekommen (musste ihn aber in der Zentralniederlassung der Spedition dann doch selber abholen).

Habe dann angefangen, mich auf dem Teil zu versuchen und nachdem ich Lagenmarkierungen angebracht hatte ging es ganz gut. Seit einem Vierteljahr habe ich aber jetzt bei einer tollen Bassistin und Lehrerin an der Musikschule (Solobassistin der hiesigen Landeskapelle) angefangen Unterricht zu nehmen um die Sache richtig zu lernen.  Ihr erster Kommentar zum mitgelieferten Bogen - "der ist nicht zu gebrauchen - völlig gerade und aus irgendwelchem Holz mit Synthetikhaaren" der zweite Kommentar betraf den Steg - " der ist Schrott!!!!  und das war auch so. Dritter Kommentar zum Bass -" Ganz solide gebautes Instrument mit Vollholzkorpus und Fichtendecke. Aber der Hals und das Griffbrett sind 1. total rauh und 2. schwarz angemaltes Billigholz! Den Hals habe ich mit feiner Stahlwolle geschliffen, bis er glatt war, das Griffbrett mit viel Öl poliert.

Habe mir einen guten Bogen zugelegt, welcher fast so teuer wie das ganze Instrument war und einen neuen Steg, welches zusammen mit Einrichtung beim Geigenbauer insgesamt mehr Geld gekostet hat als der ganze Bass.

Werde meine jetzige "Schülerzeit" zu Übungszwecken noch mit diesem Instrument bestreiten, aber wenn der Zeitpunkt kommt, wo ich glaube, dass ich dem Ziel meiner Wünsche näher komme, kaufe ich mir einen "richtigen" KB und spare dafür meine Musikergagen als recht erfolgreicher E-Bassist.

Fazit zu den Collinsbässen: ganz guter Korpus, machbarer Saitenhalter, Stachel geht auch und nette Tiroler Mechanik - der Rest ist einfach nur Schrott!!!!! Selbst das Gigbag hat sofort die Zips der Reissverschlüsse abgeworfen! Wer es ernsthaft meint - Finger weg von diesem Angebot!

Aber für ca 500 Euro gibt es eben kein gutes Instrument und auch keine Schnäppchen- leider!!!  Ich kann diese Bässe nicht empfehlen, wenn man ernsthaft KB spielen will!!

Muss das leider einfach so sagen!

Gruss!

Christoph

LowB Profilseite von LowB, 04.07.2011, 05:27:02

 

 Hallo Christoph!

Danke für Deinen Bericht. Nur sag mal: "Ganz solides Instrument mit Vollholzkorpus..." - das kann doch wohl kaum sein für € 500,--?

Trotzdem: Für um die € 750,-- kann man bei G. oder T. einen spielbaren Baß bekommen - wenn man ihn selbst dort abholt, kritisch begutachtet und gleich einrichten läßt.

Ansonsten läuft der Thread derzeit ja parallel zu "chinesische kontrabässe".

Grüße

Thomas

Christoph63 Profilseite von Christoph63, 15.07.2011, 00:58:34

 Hallo Kollegen!

Also der Bass als solches ist garnicht mal verkehrt, besteht echt aus Vollholz und ist solide gebaut, aber der ganze Rest war eben Müll! Nun ist der Müll fast weg und ich habe ein ganz gut klingendes und bespielbares Instrument, welches ich live zwar nicht einsetzen kann, aber im Studio überascht er mich auf den Aufnahmen immer wieder mit einem schönen, druckvollen und warmen Sound. Als Pizz-Bass unschlagbar und nach der Einrichtung und Einbau eines neuen Steges vom, hiermit sehr empfohlenen, Geigenbaumeister Göllner aus Meiningen, geht es auch con arco gut. Werde mir dann demnächst noch einen richtig guten neuen Saitensatz gönnen und dann hoffe ich alle Mängel ausgemerzt zu haben, so das der Bass dann meinen Vorstellungen entspricht. Leider ist das so eine Geschichte wie mit den billigen Schuhen beim Schuhmacher: "neues Oberleder, neue Sohlen und neue Ösen, die Schnürsenkel sind gut!" So ähnlich! Wer billig kauft, kauft eben doch dreimal, hätte ich eigentlich wissen müssen!

Nun noch zu einem anderen Thema, welches auch häufig auftaucht - die Abnahme und klangliche Verarbeitung eines Kontrabasses im Studio. Habe auf dem neuen Steg die Piezo-Pu von Shadow wieder mit Plastikisolierband befestigt (dieses Mal in blau - hat aber keine Soundauswirkungen - oder geht mit blue mehr Blues?), etwas näher am Korpus und muss wieder sagen, ey, das funktioniert einfach gut! Mit Preamp dann ins Pult, oder auf den Live-Amp - kein Problem! Noch ein kleiner aufnahmetechnischer Tipp für das Samplitude-Programm: Ich gehe niemals mit dem Instrument (und auch alles Andere nicht) per Interface direkt auf den PC, sondern spiele alles auf die 24-spur Maschine und lade dann das Signal als VIP in das Bearbeitungsprogramm. Der nächste Schritt ist dann die Funktion Deklipping und erst danach mixe ich. Wobei ich zur Pegelanpassung auch nicht den Kanalfader benutze, sondern den Gainregler im Compressor und erst danach die Funktionen im Mixkanal benutze, sowie ich auch mehr mit Objekttrennungen arbeite und dabei den Sound verändere. Hat zur Folge, dass weniger Nebengeräusche entstehen (gibts eben auch bei digital und da sind die fürchterlicher als analog - Ecken sind Ecken - wer sich auskennt weiss, was ich meine) und das Signal bleibt authentischer. Erst dann bekommt unser Studioingenieur meine Musik in die Finger, respektive die Signale auf sein System! Man zieht ein Baby ja auch erst mal selber einigermassen gross und fit, bevor man es in den Kindergarten und in die Schule lässt! - Oder? ( als Vater von 7- in Worten sieben- Kindern weiss ich das genau!) So ist das auch mit dem "Kind" Musik, leicht inspiriert, schwer zu gebären und teuer im Unterhalt!!!  hi, hi, hi

Ich wünsche allen Kollegen einen schönen Sommer und weiterhin viel Erfolg!

Mit Gruss an alle "Uprighten"!

Christoph

 

zwar Profilseite von zwar, 15.07.2011, 11:43:00

 hey christoph,

was ist denn ein "VIP-Signal"?

mit maschine ist wahrscheinlich ein mischpult gemeint, oder etwas anderes?

grundsätzlich kann man sagen, wenn es zu digitalem clipping kommt, stimmt im einspielweg irgendwo was nicht. es passiert ja nichts anderes, als dass dem analog-digitalwandler die relativen zahlen ausgehen, d.h. der akzeptierte zahlenbereich wird nach oben überschritten. also entweder gainregler runter, evtl  zwischengeschaltete aggregate wie zb compressoren zurückfahren oder den samplitude-gain-regler benutzen.

die übliche art etwas auf harddisk aufzunehmen ist: möglichst trockenes (heißt unbearbeitetes) signal hinter dem mixer gain abgreifen (prefader - compressor, eq, fx und volumen wirken nicht auf das abgegriffene signal).

zum clipping: die clippinganzeige am kanalzug des mixers darf nichts anzeigen (bei kontrabass auch nicht ganz kurz blinken, anders als zb bei gesang). die clipping-anzeige evtl zwischengeschalteter geräte darf auch nichts anzeigen und die pegelanzeige im kanal der DAW muß unter null bleiben, und zwar ohne tricks wie compression oder limiter. dann gibts nichts zu declippen. wenn doch, liegts an der konfiguration und/oder leistungsfähigkeit von rechner, audiokarte oder DAW. oder irgendein bauteil erzeugt pegelspitzen weils zb kaputt ist.

zu den nebengeräuschen: das darf nicht sein. wenn der rechner mehr aufnimmt als da ist, stimmt was nicht mit der technik.

gruß

zwar

Franzenstein Profilseite von Franzenstein, 28.07.2011, 05:12:47

Hey,

also ich kann nur sagen, dass Musik Produktiv kontrabasstechnisch der letzte Mist ist! Ich wohnte praktisch neben dem Laden und hab da so meine Erfahrungen gesammelt, die mich doch zum bekennenden Thomannkunden gemacht haben. Die haben dort halt niemanden, der sich sich mit Kontrabässen richtig auskennt und die bieten auch sonst nichts für den Kontrabass an. Die wollten mir damals noch nicht mal Saiten bestellen. Einen Freund wollten die für 200€ gebrauchte Darmsaiten (Clef) andrehen...

Die Bässe sind nicht "gut". Die Hälse so dick wie Unterarme von sowjetischen Kugelstoßerinnen, der Korpus besteht aus Schrankrückwand, schlecht lackierte Griffbretter und Saitenhalter, teilweise mit Nasen vom verlaufenden Lack - alles aus Hartholz, (was ich schöner für den Slap finde...), aber insgesamt klingen die nicht so schön. Ich finde den Ton sehr "klein" und "winzig", sowohl das Ausstellungsstück, als auch der von meinem Kumpel. Da kommt halt nicht viel raus, verglichen mit anderen Bässen z.B. den von gedo (ebay)

Naja, aber mit vernünftigen Saiten und Tonabnehmern übern Verstärker tun die Bässe das wohl und für den Preis... Passt schon

Neuester Beitrag LowB Profilseite von LowB, 01.08.2011, 14:33:53

 

Hi Franzenstein!

Danke für Deinen Beitrag, man bekommt für sein Geld einfach nicht mehr, als man auszugeben bereit ist. Wenn dann aber auch der Service katastrophal ist, nimmt das die Lust am spielen, von den Zusatz- und Folgekosten gar nicht zu reden.

Ich weiß, es ist meine Gebestsmühle, aber ich kann's nicht oft genug sagen - und bekomme keine Prozente dafür: Wer einen preisgünstigen Baß sucht, soll zu Thomann oder Gedo gehen, Gedo ist nicht nur Ebay. Und das "gehen" bitte wörtlich nehmen, die Bässe anschauen, spielen und in den hauseigenen Werkstätten gleich einrichten lassen, beide Anbieter haben fähige Geigenbauer, zumindest für Einstellarbeiten, mehr kann ich nicht beurteilen. Bei den sehr freundlichen Gerigks von Gedo wird sich wirklich Zeit für den Kunden genommen, außerdem gibt's leckeren Kaffee und Kekse. 

Grüße

Thomas

 

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