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Anfänger BassCombo

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Zugeordnete Kategorien: Verstärker&Bassboxen

Maze Profilseite von Maze, 23.10.2010, 18:15:28
Anfänger BassCombo

 Hallo zusammen,

ich bin absoluter Anfänger in sachen Verstärkung des Kontrabasses (spiele jetzt seit etwa 9 Monaten) und möchte damit jetzt angfangen.

Da dachte ich mir das ich mit einer Combo am Anfang am besten fahren würde.

Meine Erste wahl fiel auf dem Ashdown T15-250S http://www.thomann.de/de/ashdown_t15250s.htm

oder den Warwick Sweet 15.3 http://www.thomann.de/de/warwick_sweet_153.htm

die jeweils knapp 300€ kosten hat jemand Erfahrung mit einem der beiden Combo?

Auf was muss man beim Kauf einer Verstärkung vom Kontrabass achten?

Wieviel Watt sollte ein Verstärker/Combo mindestens haben? Hatte von einem Freund einen 10W E-Bass Combo und der hat absolut gar nichts gebracht! (war irgendwie zu erwarten)

Als Tonabnehmer habe ich zur Zeit (noch) einen TA1 aus dem Geba-Shop, und die Gut a like strings, spiel meist Richtung Slappen/Zupfen.

Gerdi Profilseite von Gerdi, 23.10.2010, 18:54:42

 huhu,

wenn 100 W nichts gebracht haben, liegt das sicherlich an der eingangsimpedanz - du wirst einen impedanzwandler brauchen.

ich spiele seit fast 30 jahren auf meinem Hiwatt 100, der war noch nie zu leise (mit e-bass) - eher zu laut ^^

nächste woche baue ich mir mal so ein teil...habe hier ne bauanleitung gefunden (projekte / piezo preamp).

Scheppertreiber Profilseite von Scheppertreiber, 23.10.2010, 19:15:38

 Die Wattzahl ist egal (es kommt auf den Wirkungsgrad der gesamten Anlage an, außerdem schrieb er "10 W" - für einen Bass generell recht knapp).

Meist ist eh eine PA vorhanden die dann die Lautstärke macht.

 

Grüße Joe.

Gerdi Profilseite von Gerdi, 23.10.2010, 23:44:09

 ooops...tatsächlich .. muss meine brille beschlagen gewesen sein^^  klar - 10W sind deutlich zu wenig fürn bass!

Bigsby Profilseite von Bigsby, 24.10.2010, 01:19:31

 Hallo,

wenn du deinen passiven Tonabnehmer direkt mit dem Verstärker verbinden willst musst du auf eine Eingangsimpedanz von mehreren MOhm achten. Das ist in der 300€ Klasse kaum zu haben...Du brauchst also einen Vorverstärker zwischen Tonabnehmer und Verstärkereingang. Als Verstärker kann ich dir den Roland Cube 100 empfehlen. Er ist vom Klang sehr neutral, laut und leicht zu transportieren. Außerdem wird er mit seinem 12er Lautsprecher nicht so leicht zu Rückkopplungen führen wie die schweren 15er Verstärker von Warwick und Ashdown.

Grüße

Reisdorf Profilseite von Reisdorf, 27.10.2010, 13:52:52

Hallo Maze,

es kommt natürlich immer auf die Verwendung des Amp an - möchtest Du Dich z.B. leicht gegenüber anderen Instrumentalisten verstärken, oder geht es um eine Schlacht gegen einen kräftigen Drummer ? 

Die Klasse unter 100 Watt wird gemeinhin als Übungsverstärker gehandelt. Hier geht es also darum, zu Hause zu üben. Die genannten Amps sind klar auf den Ebass ausgelegt, und werden Ansprüchen an einen linearen Klang nicht gerecht, aber auch das ist Geschmacksache. 

Joe hat wahrscheinlich den Nagel auf den Kopf getroffen - wenn Du viel über PA's spielst, ist ein guter Preamp vielleicht die bessere Anschaffung, als ein halbherziger Übungsamp.

Was Deinen persönlichen Hörgeschmack anbelangt - probier die Amps einfach aus. Das eigene Ohr ist sicher besser als 1000 Meinungen. Bei einem vernünftigen Händler kann man die Sachen i.d.R.  auch mal für einen Probe ausleihen, um sie mit der Band zusammen auszuprobieren. Versandhäuser bieten fast alle ein Rückgaberecht ohne Nennung von Gründen - so ist auch ein Kauf relativ risikolos.

Viel Spass bei der Suche.

Christoph

 

   

 

jlohse Profilseite von jlohse, 27.10.2010, 17:52:13

 Nicht alle 100W-Amps sind Übungsamps. Mein alter Walter Woods hat auch nur 100W, der GK hat mit 120W auch nicht viel mehr und auch die aktuellen "kleinen" von Phil Jones haben nur 100W – das kann durchaus reichen. Zumal man die "kleinen" Amps ja mitunter auch als Preamp für eine PA nutzen kann. Muss also nicht halbherzig sein, sich was kleines anzuschaffen.

Übrigens sind die Bestimmungen zum Widerruf gesetzlich geregelt, und gelten für *alle*, nicht "fast alle" Versandhändler.

DrJohn Profilseite von DrJohn, 27.10.2010, 15:37:03

 Hallo Maze,

es kommt natürlich auch auf den Sound an, den Du erreichen möchtest. Möchtest Du einen möglichst bassigen, fetten, lauten Sound haben, eignen sich 15"-Amps sicher ganz gut (eine entsprechende Impendanz-Anpassung für Deinen Tonabnehmer vorausgesetzt). Mich persönlich haben 15"-E-Bass-Amps allerdings bisher nicht überzeugt. Ich bin jedoch auch auf der Suche nach einem möglichst natürlichen Sound (Ideal: Unverstärkter Sound, nur lauter). In diesem Zusammenhang habe ich mit meinem Bass und dem Shadow Nanoflex Tonabnehmer sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Tonabnehmer ist vergleichsweise günstig und hat einen Vorverstärker integriert. Er funktioniert also von der Impedanz her an den meisten (E-Bass-)Amps und kann sogar mal direkt ans Mischpult angeschlossen werden (für Bandproben). Aber, wie gesagt, vielleicht ist das nicht der Sound, den Du für Slappen haben möchtest - und es hängt natürlich immer vom Bass ab. Ich hab mal verschiedene PU-Typen miteinander verglichen: http://www.moonalley.net/johannes/pu-vergleich/ . Die Stegflügel-PUs klingen meiner Meinung nach etwas perkussiver und sind daher vielleicht für Slappen besser geeignet.

Eine sehr schöne Übersicht über Pickups und KB-Amps gibt es hier: http://www.doublebassguide.com/?page_id=4

Schöne Grüße,
Johannes

Maze Profilseite von Maze, 07.11.2010, 08:06:20

 Danke erstmal für die Antworten,

habe es bis jetzt noch nicht geschafft einen der beiden oder einen anderen anzuspielen. Welcher Preamp ist zu empfehlen?Ich habe mir bis jetzt den K&K (Dual Channel Preamp) rausgesucht, da er 2 Eingänge hat.

Woran erkennt Ihr, das die Combos für E-Bass ausgelegt sind, was müsste ein Kontrabasscombo anders haben?

jlohse Profilseite von jlohse, 07.11.2010, 10:38:09

 Amps sind meistens dann für KB ganz brauchbar, wenn die Eingangsimpedanz ausreichend hoch ist. Was "ausreichend" ist, kommt immer auf den Piezo an. Aber in der Regel stellen 1 MOhm das Minimum dar. Nicht alle Hersteller gehen mit dieser Angabe hausieren, aber hat ein Amp eine hohe Eingangsimpedanz, hält der Hersteller damit meistens auch nicht hinterm Berg. In meiner List auf http://www.doublebassguide.com nenne ich auch, soweit verfügbar, die Eingangsimpedanz der Amps. 

zwar Profilseite von zwar, 07.11.2010, 11:11:07

 ich spiele auch den von bigsby erwähnten roland bass cube. der merkt ob ich vorverstärkt reinkomme oder passiv mit dem TA2.

ich habe den damals gekauft, weil er mir von den probierten geräten am neutralsten rüberkam (es gibt eine einstellung superflat mit shaping, die am sound nichts verändert.) und nicht viel wiegt.

außerdem hat der cube einen compressor und einige ampsimulationen, vierband eq, drei effekte, hat einen nassen line out und einen trockenen di out, tuner out und footswitch für die effekte, pegelabsenkung( wechsel auf bogen) was alles ganz nützlich ist, wenn man auf der bühne selber was regeln will und den cube als (zusätzlichen) monitor nimmt.

laut genug ist er auch, es geht die legende, dass 100 watt roland lauter sind als 100 W woanders. obs stimmt weiß ich nicht.

allerdings liegt er preislich etwas über deinem budget. ich glaube er kostet so um die 500€.

 

gruß zwar

 

brummwinsel Profilseite von brummwinsel, 09.11.2010, 03:35:20

 Moin, Moin,

also, die PS - Zahl ist nicht entscheidend. aus nostalgischen gründen aber wegen des super sounds spiele ich hin und wieder immer noch meinen wohl gehüteten Roland Cube 60, orangefarbende Nostalgie der 70 er, ich meine 1970 (nicht 1870), der hat auch nur 60 PS und die bringens, natürlich nicht im Station!!!.

in den letzten jahren hat sich für kontrabassverstärkung immer mehr der 12" speaker zzgl. regulierbarem Horn durchgesetzt, 15" hat zu viel Fläche, ist aber Geschmacksache und frage der musikrichtung. E - Bass, das ist glaub ich son Ding das um den hals hängt bzw. auf dem bauch liegt ist ein zustand und nicht mit dem kontrabass vergleichbar.

eine persönliche erfahrung und persönlicher grundsatz, ich kaufe meinen kram nie neu sondern immer gut gebraucht. da gibts hier ein reichhaltiges angebot auf der seite, ggf. einfach ein gesuch eintragen. mit ein wenig geduld kommt das richtige angebot und bis dato, toi toi, hab ich auch unter basskollegen keine schlechte erfahrung gemacht. ich würde mit einem standard - gerät anfangen, die blechdose von gallien z.b., warwick dosen sind in einfacherer ausführung, gerade mit 12 " und hochtöner auch öfter für 2 Hunnis zu finden. Viele Typen haben zu Hause ne Menge rumstehen und verkaufen manchmal gerne etwas günstig.

Guck im Musikgeschäft auf der Ecke, in der Uni, in der Musikhochschule, in der Musikschule aufs schwarze Brett. 10 PS sind in der Tat zu wenig, 100 im Fall eines Tippfehlers, reichen völlig aus. Die Erfahrung mit meinem Walter Woods kann ich nur bestätigen, verballer die 300 eus nicht job noch ein bischen, dann werden es rasch 400 und 500 Euronen, dann haste die wahl.

Dann man tschüß

 

gubi Profilseite von gubi, 22.11.2010, 14:32:15

 hallo zusammen! ich habe mir den Flightcase BG-150 von Phil Jones zugelegt. eine echte offenbarung. erstens einmal ist der sound den das kleine ding erzeugt wirklich schön und zweitens schleppt man sich mit dem ding nicht zu tode!

http://www.philjonespuresound.com/products/?id=10

nachdem ich schon diverse combos bespielt habe, darf ich sagen, dass dieser kleine winzling für kontrabass wirklich sehr gut geeignet ist, da er einen teil des schalles auch nach oben (gegen den spieler) abstrahlt. er ist nicht gerade ein billig-teil, aber sieht gut aus (v.a. die version in rot!! grins!) und klingt vor allem wirklich gut!

 

Maze Profilseite von Maze, 21.12.2010, 16:42:11

 Hallo zusammen,

ich habe noch immer nix passendes gefunden (habe auch nicht wirklich groß weiter gesucht aus Zeitgründen)

nach einigen lesen im Internet gefällt mir der Bass Cube 100 von Roland am besten und mit aktuell 400€ auch noch gut im Rahmen, kann mir jemand sagen wie gut dieser für Slap geeignet ist, da man dabei ja häfig einen 2ten Pickup unter dem Griffbrett benötigt.

 

Dann war ich heute in einem Musikgeschäft in der nähe, leider hatten sie den Roland nicht im Programm.

Sie hatten aber ein recht gut klingendes gebrauchtes Angebot, welches leicht über den Preis eines Roland liegt und bräuchte mal Eure Meinung über tauglichkeit für Kontrabass.

SWR 350 mit 1x Box Ashdown 1x10" +Horn und 1x Box Ashdown 1x15"

infos zum SWR350

http://www.music-town.de/Gitarre-Bass/Bass-Am ... tt-Basstop-Retoure::41786.html

 

Bigsby Profilseite von Bigsby, 22.12.2010, 00:05:17

 Du kannst vor den Roland einen kleinen Mischer schalten und so mehrere Tonabnehmer zusammenmischen.

Bevor du ein Topteil mit zwei Boxen kombinierts, würde ich dir eher einen Roland D-Bass 210 oder 115 empfehlen, wenn es jetzt doch etwas größeres sein soll. Dieser Amp hätte sogar einen speziellen Piezo-Eingang. Damit könnte z.B. der Pickup aus dem Shop direkt verkabelt werden. Die Eingangsimpedanz ist entsprechend hoch (ich meine 4Mohm). Beim Roland 100 ist sie 1MOhm was auch noch sehr viel ist.

Wenn du in Hamburg wohnst: http://cgi.ebay.de/Roland-D-Bass-115-Kontrabass-E-Bass-/170580013402?pt=Amps&hash=item27b75c715a

Samy Profilseite von Samy, 22.12.2010, 07:32:53

wenn Du an einen "alten" D-Bass Kombo von Roland kommst, würde ich den allen anderen genannten vorziehen. Diese Kombos hören für meine Ohren mit zu den unterbewertesten Kombos, die es gibt. Da kann ich mich Bigsby nur anschliessen.... sie sind nicht die "kleinsten" und sehen etwas "altbacken" aus, aber sie sind sehr dynamisch, haben für ihre Größe unglaublich viel "Druck" und klingen trotzdem ausgewogen. Und die Klangregelung funktioniert auch noch musikalisch. Insgesamt ein toller Combo. Als Antwort auf die Frage, warum die nicht mehr gebaut werden, fällt mir nur ein, dass es mittlerweile auch bei Verstärkern anscheinend mehr auf das (optische) Design ankommt als auf den Klang:) 

Maze Profilseite von Maze, 23.04.2011, 10:52:19

 Hallo zusammen,

 

habe mir nun (endlich) vor kurzem den Roland Bass Cube 100 zugelegt und es klingt echt super. Für den Einstieg auf jeden Fall top zu empfehlen.

Nun kommt die nähste Frage bei mir auf.

Zur Zeit nutze ich den TA1 aus dem GEBA Shop zur Tonabnahme und gehe dirkt in den Cube und es funktioniert, was würde sich ändern, wenn ich jetzt noch einen Preamp dazwischen schalten würde?Würde es einfach nur lauter werden?

 

Gruß und alle die dies lesen schöne Osterfeiertage.

 

Bigsby Profilseite von Bigsby, 24.04.2011, 17:27:38

 Hallo,

dann müsste der Sound noch etwas transparenter werden. Die ganz hohen und ganz tiefen Frequenzen werden weniger bedämpft. Wie stark der der Effekt ist muss man individuell ausprobieren. Der Roland hat ja immerhin auch einen 1MOhm Eingang. Ist zwar nicht das Optimum aber schon recht OK.

Grüße

Neuester Beitrag chazz Profilseite von chazz, 27.04.2011, 15:58:19

 den Roland Cube 100 kann ich nicht empfehlen, da er mir durch den 12 Zoll großen Lautsprecher mit dem Kontrabass zu tieffrequent u. undefiniert klang, außerdem viel zu wenig Leistung hat (ich finde, dass er das Geld generell nicht wert ist). 10 oder 8 Zoll Lautsprecher klingen mit Kontrabass am besten. Mehr oder weniger preiswert kommt man mit einer Aktivbox + Pre-Amp (z.B. Headway EDB1, Fishman Pro-EQ Platinum, L.R.Baggs Para Acoustic DI  od. Tech21 Para Driver DI) weg. Die Aktivbox sollte eine Leistung von ca. minimum 200 Watt haben. Empfehlen kann ich da eine Makie SRM350 (bekommt man sicher auch gebraucht noch etwas billiger. Auch das Vorgängermodell der V2 ist nicht schlechter). Aktivboxen gibt es aber auch "Neu" preiswerter (teurer ist aber eben doch besser!). Hat man erstmal einen vernüftigen Pre-Amp, kann man später immer noch die Box austauschen.

BAss-GruSS

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