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Zugeordnete Kategorien: Geschichtliches

DumDiDum Profilseite von DumDiDum, 22.02.2010, 09:59:25
Kontrabässe in Berlin

 Moin,
hier mal ein kurzer Hinweis auf einen lohnenswerten Ausflugsort in Berlin: Musikinstrumentenmuseum am Potsdamer Platz. Vorzugsweise sollte man am Sa hin, da wird das große Monsterkinoorgelinstrument von Wurlitzer gespielt. Aber der Besuch lohnt auch so mal zwischendurch. Lustig ist, daß in der ganzen Ausstellung verteilt Uraltkontrabässe und Gamben zu finden sind. Es ist echt eine Augenweide, und man muß sich sehr beherrschen, sie nicht anzufassen... Allein die Saiten sind einen Besuch wert ;-)

Gruß
Roman

 

RubnerOtto Profilseite von RubnerOtto, 22.02.2010, 11:31:55

da ich aus berlin  bin, kenne ich das mim ziehmlich gut.  es sind nur vier bässe dort zu sehen (plus einen der nicht gerade erwänenswert ist; der steht unten). 

1.ein ziehlich großer bass um 1700 aus deutschland oder österreich glaube ich, der aussieht wie eine schwangere frau: heller lack, ziehmlich dünne decke und eine sehr große, schöne schnecke. der bass ist wenig geflammt aber sehr beeindruckend.

2.ein kleinerer, ich glaube deutscher oder wiener (1/2 mit löwenkopf )  um 1730 mit schöner flammung und ohne ränder. der löwenkopf ist schön gearbeitet und die zunge die er ausstreckt ist gut erhalten.

3.ein stadlmann (wien 1770) mit ziehmlich dunklen lack (fast schwarz),  hat auf den beiden unteren saiten pirastro oliv drauf, vielleicht wurde vor nicht zu langer zeit mal drauf gespielt.  er besitzt schöne violinen-wirbel und ist nicht allzu groß. außerdem hat er bünde und ist fünfsaitig.

4.und einen franzosen aus mirecourt um 1880 der locker einem bassisten unserer zeit gehören könnte.  (er steht oben)

alle bässe sind mit darmsaiten bespannt

fazit: es lohnt sich allemal das mim zu besuchen, doch würde ich lieber mal nach rom oder paris. ich bin mir sich das dort mehr und interessantere bässe stehen und diese museen weitaus interessanter sind. 

Uli Profilseite von Uli, 22.02.2010, 16:26:44

 RubnerOtto schrieb:

>ein ziehlich großer bass ... der aussieht wie eine schwangere frau: heller lack, ziehmlich dünne decke und eine sehr große, schöne schnecke....

Das muß man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen!

Viele Grüße

Uli

DumDiDum Profilseite von DumDiDum, 22.02.2010, 12:30:59

 Ähem, also eine Sammlung von mehr als 3 Bässen ist ja in deutschen Museen schon eher eine Rarität ;-) Und ja, die Bässe sind natürlich keine Schönheiten, sie sind halt Zeitzeugen... Zudem sind neben den Bässen auch noch ein paar andere interessante Streichinstrumente wie z.B. eine recht ansehnliche Viola da Gamba und ein paar  witzige Violinen und Violen mit Resonanzbespannung zu bewundern. Alles in allem ist das MM recht streicherlastig (gemessen am Gesamtausstellungsbestand). Leider gibt es kaum bzw. gar keine Klangbeispiele für die Dicken ;-/ Apropos Klangbeispiele: Der Audioguide ist unbedingt zu empfehlen!

Zudem denke ich, daß die meisten deutschen Bassisten wohl auch eher mal nach Berlin denn nach Rom oder Paris kommen könnten ;-)

Gruß
Roman

 

 

rase Profilseite von wdrase, 22.02.2010, 14:37:36

"Zudem denke ich, daß die meisten deutschen Bassisten wohl auch eher mal nach Berlin denn nach Rom oder Paris kommen könnten": Lieber Roman, Paris liegt näher zu vielen Städten in Deutschland als Berlin. Allein das Musikinstrumenten-Museum in Paris ist eine Reise wert, insbesondere der dort ausgestellte Oktobass, meines Wissens das einzige noch der Öffentlichkeit zugängliche Exemplar. Leider darf man nicht darauf spielen.

Samy Profilseite von Samy, 22.02.2010, 17:05:10

 soweit mir bekannt ist auch der in Wien im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde befindliche Oktobass der Öffentlichkeit zugänglich. Aber zur Sicherheit werde ich das überprüfen, wenn ich das nächste Mal in Wien bin:-)

rase Profilseite von wdrase, 22.02.2010, 20:32:11

Hallo Samy, Du hast recht, ich habe eben bei Wikipedia gelesen, dass sich ein Oktobass im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde befindet. Ich bin früher öfter in Wien gewesen, aber nie einen Hinweis auf den Oktobass gesehen. Was eigentlich kein Wunder ist, denn wer kennt dieses Instrument schon.

DumDiDum Profilseite von DumDiDum, 22.02.2010, 15:24:05

 Hmmh, ob ich diese Aussage unterschreiben würde, das wage ich mal zu bezweifeln (die zur Entfernung). Frei gewählte Stichproben sagen (zu P/zu B): Würzburg 682/480, Hamburg 900/286, Köln 486/571, München 831/582, Freiburg 576/801, Rostock 1072/226. Das sind 6 willkürliche Proben mit dem Ergebnis 4:2 für Berlin. Der Pott ist weiter weg von Paris, die gesamte Ex-DDR, Bayern in großen Teilen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein usw. usw. Das wäre echt mal spannend, was da in Summe über alle Städte rauskäme. Es gibt doch jeden Mist im Web, diese Info auch? Aber das war jetzt nur ein Scherz am Rande ;-)

Klar gibt es in anderen Städten auch interessante(re) Instrumentenmuseen, und auch in D gibt es garantiert noch sehenswertere. Ich würde Berlin ganz bestimmt nicht als lohnendes Reiseziel allein deswegen einstufen. Es war ja auch nur ein Tip für Berlin-Besucher - und nicht für Deutschland allgemein ;-)

Gruß
Roman

 

Dröhner Profilseite von Dröhner, 22.02.2010, 17:35:28

Danke für die Details! Hier von Köln aus ist Paris tatsächlich näher und per Thalys gut zu erreichen, aber man könnte sich auch darauf einigen, dass *beide* Museen einen Besuch wert sind.

Gruß,

Pablo

Neuester Beitrag DumDiDum Profilseite von DumDiDum, 23.02.2010, 09:42:40

 @Dröhner: Also ein Einigen sehe ich da eigentlich gar nichts als vonnöten an. Es ging ja nicht um ein besser-schlechter-Streitgespräch, sondern um eine einzlene Empfehlung ohne weitere Wertung...

 

Gruß
Roman

 

der sich zunehmend wundert, daß Forenkommunikation immer mehr zu einer Streit(un)kultur verkommt, Warum muß jede getätigte Aussage immer gleich eine implizite Wertung enthalten und kommentiert werden? Manches sind auch einfach nur Aussagen ohne weiterführenden Anspruch...

 

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