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Kontrabass oder Bassgitarre?

> wieviel kann man rausholen?

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Zugeordnete Kategorien: Neuling

Stefan-E Profilseite von , 28.01.2005, 09:56:42
Kontrabass oder Bassgitarre?
Hallo geneigtes Forum,

mit der Anmeldung unserer Kinder in der Musikschule habe ich mich auch hinreißen lassen und beginne nachzuholen, was mir in der Jugend nicht angeboten wurde. So lerne ich jetzt seit vier Monaten Kontrabass. Es macht Spaß, mein Lehrer ist zufrieden, so daß ich über die Anschaffung eines eigenen Kontrabass nachdenke. Und genau dafür bitte ich Euch um Rat. Also entweder kaufe ich mir einen "günstigen" gebrauchten beim Kontrabassbauer um 1500 Eier, dann steht er vielleicht in drei Jahren in der Ecke, weil sich an dem Instrument keine befriedigenden Erfolge einstellen bzw. sich keine Möglichkeit des Musizierens in Gemeinschaft ergibt. Oder ich kaufe mir eine Bassgitarre, bei der 200 Eier für ein Einsteigerinstrument im Mißerfolgsfall nicht so sehr schmerzen, und dieses Teil ist problemlos zu transportieren, klingt am Verstärker laut und kräftig und jeder Ton gegriffene Ton stimmt immer (im Gegensatz zum KB).

Was meint Ihr, gibt´s Erfahrungen dazu, und mit welchem Instrument kann musikalisch mehr gemacht werden?

Gruß,
Stefan
Robert Profilseite von , 28.01.2005, 11:45:31
Hallo Stefan,

>So lerne ich jetzt seit vier Monaten Kontrabass

herzlichen Glückwunsch zu dieser klugen Entscheidung. Da das hier ein KB-Forum ist: Nimm den Kontrabass. Es geht ja auch darum, zuhause zu üben, und eigentlich handelt es sich bei E- und K-Bass um zwei völlig verschiedene Instrumente. Auch fällt beim E-Bass die ganze Bogentechnik weg. Ein Mangel an gemeinsamen Musizieren wird sich sicher nicht einstellen, dann ein Kontrabass ist immer gesucht und Du kannst mit Deinen Kindern musizieren! Wenn Dir die 1.500 EUR nicht so weh tun, nimm das Instrument. Man kann es im schlimmsten Fall ja auch wieder verkaufen und das meist nur mit geringen oder gar keinem Verlust.

Gutes Gelingen, Robert
philipp Profilseite von , 28.01.2005, 13:07:38
ich hab auf dem e-bass angefangen.... war damals auch so um die 200E allerdings kommen dann noch sachen wie verstärker (!) und natürlich all der kleinkram dazu so das der preis auch hier schnell höher wird als mein will....
der aussage das die instrumente nichts miteinander zu tun haben kann ich nur beipflichten... ich hab nach 2 jahren gewechselt und konnte bei null anfangen.... es sind wirklich 2 ganz andere instrumente... allerdings stimmt es auch das der e-bass schneller zu vertretbar guten resultaten kommen kann.... es fallen halt viele probleme weg aber der klang eines kontrabasses (sofern das instrument beherscht wird) ist einfach viel toller als ein e-bass ;) ausserdem sind die teile auch besser zu verkaufen so das du fast keinen verlust machen wirst wenn du aufhören willst....

mfg
philipp
AlexderK Profilseite von AlexderK, 28.01.2005, 13:44:50
Dem kann ich nur beipflichten!

Ein Kontrabassist ist echt immer gesucht! Ich bin mir sicher du hast keine Probleme Kollegen zu finden. Und aufhören tut man, meiner meinung nach, nur wenn man keinen zum spielen hat.

Also: nimm den K-Bass, check dir leute, und lass den Bass das Mark aus dem Gebein holen!!!

Viel Glück für deine K-Bass Karriere!

Alex
Barmin Profilseite von Barmin, 28.01.2005, 19:31:59
Hallo Stefan,

erstmal bravo zu deiner Entscheidung! Ja wenn es Spass macht, dann bleib dabei! Vielleicht kannst du ja erstmal mit 'nem Leihbass weitermachen. Wo es dir Spass macht, scheint mir die Gefahr, dass ein eventuell gekaufter K-bass dann in der Ecke verstaubt doch eher gering. Die Frage E-Bass ode K-Bass kannst nur Du beantworten, sind halt unterschiedliche Instrumente. Klar dass Dir die Leute hier (alles K-Bassisten) vom E-Bass abraten, und dem wuerde ich mich auch anschliessen, sofern E-Bass ein K-Bass Ersatz sein soll. K-bass erlernen dauert wesentlich laenger, aber wenn du z.B. eine Band fuer Jazz suchst, wirst du als K-Bassist tendenziell bevorzugt, selbst ueber technisch versiertere E-Bassisten. Und die Versiertheit kommt dann ueber die Praxis. Andererseits, wenn dein Traum eine Punk oder Heavy-Rock Band ist, da wirst Du mit ner Oma nicht gluecklich, oder hat jemand von den Kollegen und Kolleginnen hier im Forum mal California uber alles oder Highway to Hell auf nem K-Bass gespielt?

Bon courage!
B.
philipp Profilseite von , 28.01.2005, 20:34:11
nun ich zb habe "california uber alles" auf dem kontrabass gespielt :)
und zwar die vocals arco in einer version des songs von "six feet under" (deathmetalband) war eigentlich ganz lustig.... leider haben einige kalamitäten die aufnahme des stückes verhindert, sonst wäre das nen schöner bonustrack für ne locale metalband geworden :)
also ums mal so zu sagen.... ich würde den kontrabass schon deshalb bevorzugen weil man das ding streichen kann... und das macht einfach unheimlich viel spaß....
naja ich rate dir auf jeden fall kontrabass zu spielen... it zwar schwerer, sofern man sowas sagen kann, aber es macht einfach hulle viel spaß :)

mfg
philipp
FrederikM Profilseite von FrederikM, 28.01.2005, 20:57:37
Hallo, Stefan

Die Entscheidung für welches Instrument kann Dir hier niemand abnehmen. In erster Linie sollten für Dich meiner Meinung nach Spielgefühl und Klang von Bedeutung sein.
Ich spiele auch seit vier Monaten (hatte vorher 4 Jahre E-Bass-Erfahrung) und bin ungemein fasziniert von dieser speziellen Perkussivität im Pizzicato und der Erhabenheit und Klangfülle bei Arco. Es geht bei mir sogar soweit, daß ich mich im Dezember entschlossen hatte, mein angefangenes Chemie-Studium vorerst zu beenden und mich nun zwei Jahre lang auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereite in der Fachrichtung Jazz- und Popularmusik.

Wie gesagt, schau einfach mal, welches Instrument dich mehr anspricht und entscheide dann.

Bester Gruß und viel Erfolg,

Frederik
Fey Profilseite von , 30.01.2005, 15:06:59
Hallo Stefan,

ich denke, dass es ganz darauf ankommt, in welche Richtung du musizieren willst! Kontrabass kann so gut wie überall gespielt werden: im Orchester, Jazz-Combo, Big Band...
E-Bass im Rock/Pop Bereich und auch in der Big Band, meiner Meinung nach allerdings ist der Kontrabass in jeder Hinsicht besser geeignet, weil er sauberer klingt, auch in den tiefen Lagen. Der einzige Vorteil des E-Basses ist, dass er leichter zu transportieren ist, denn an den Verstärker anschließen kannst du den Kontrabass mit dem richtigen Equipement auch.
Guten Start in die neue Woche. (morgen gleich mal wieder Kammerorchesterprobe grrr)
fey
philipp Profilseite von , 30.01.2005, 16:46:08
größter vorteil des e-basses ist es meiner meinung nach das man eigentlich schon nach 1-2 wochen irgendwo mitspielen kann... ist dann natürlich nicht so das gelbe vom ei aber ne grade achtelbegleitung auffem grundton ist zu schaffen :)
beim kontrabass ist weit mehr an technik nötig um das zu bewerkstelligen :)
der e-bass hat ausserdem den großen vorteil das keine falschen töne drauf sind.... genauso wie zb auffem klavier ;) natürlich ist keines der instrumente "schwerer" oder "leichter" aber der einstieg ist auf einem e-bass eindeutig einfacher

mfg
philipp
Jyrgen Profilseite von Jyrgen, 31.01.2005, 08:46:52
Hallo Stefan,

wenn du schon 4 Monaten Kontrabass-Unterricht hinter dir hast, und es dir immer noch Spaß macht, dann mach doch einfach weiter. Je nach Übungspensum und Talent(?) geht es jetzt aufwärts und wird immer besser, von kleinen Rückschlägen abgesehen.

Nur Mut

jyrgen
christoph reisdorf Profilseite von , 31.01.2005, 16:20:52
Hallo Stefan,

auch von mir Glückwunsch ! Die Vergleiche hinken natürlich etwas - wie meine Vorredner schon sagten sind es zwei völlig unterschiedliche Instrumente. Ich spiele beide Instrumente, und kann Dir versichern, dass eine mittelmässige Bassanlage und ein mittelprächtiger E-Bass ( und den gibt es sicher nicht für 200 €... ) letztendlich auch nicht viel weniger Platz benötigen, als ein Kontrabass. Aber eine Bassanlage ist schonmal erheblich schwerer, und in Deiner Rechnung fehlt ein ordentlicher Amp, der ja auch schnell auch mal weit über 1000 € kosten kann - damit kann man dann auch endlich einen lächerlichen 15 Watt Röhrenverstärker einer E-Gitarre übertönen. Ein E-Bass ist sicher ein herrliches Instrument, auf dem man aber auch genauso sicher grausig falsche Töne hinbekommt, denn es gibt ja durchaus viele Bünde :-).

Den Klang eines Kontrabasses kann aber definitiv kein E-Bass nachahmen. Auch das Gefühl den Bass zu "fühlen" wirst Du mit einem E-Bass nicht haben.

Ich bedauere sehr, dass ich über 10 Jahre E-Bass gespielt habe, ohne je Kontakt zu einem Kontrabass gehabt zu haben. Sämtliche Versuche, einen "akustischeren" Bassklang hinzubekommen - ob akustische Bassgitarre oder horrend teure Fretlessbässe - haben alle nicht den Klang des Kontrabasses treffen können.

Ich hoffe, Deine Entscheidung fällt für den Kontrabass aus - er wird Dir lange Spass machen !

Christoph
Neuester Beitrag Stefan-E Profilseite von , 03.02.2005, 22:43:48
Hallo Leute,

vielen Dank für die zahlreichen und ermutigenden Antworten auf meine Frage. Da habe ich mich wohl wirklich beim Tag der Offenen Tür in unserer Musikschule spontan und eigentlich völlig ungewollt sofort für das richtige Instrument entschieden. Eure Meinungen über den Kontrabass drücken das aus, was ich ansatzweise schon an Eindrücken von diesem Instrument habe. Also habe ich mir beim Kontrabassbauer Peer Schreier einen Termin geben lassen, um bei ihm für ein erschwingliches Instrument einzuzahlen. Und dann heißt es: üben, üben, üben..... (Wozu habe ich eigentlich letztes Jahr meinen Angelschein gemacht?)

Grüße an alle,
Stefan
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