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Zugeordnete Kategorien: Bogen & Streichtechnik

Berndi Profilseite von , 29.10.2004, 09:31:16
heavy-metal bow
Hallo Leute,

habe neulich mal jemand von einem superschweren Bassbogen reden hören, der angeblich über 200 g wiegen soll! Weiß jemand etwas darüber? Kann man so ein Teil denn überhaupt noch halten, ohne Muskelkrämpfe zu kriegen, und vor allem: was soll das bringen?
philipp Profilseite von , 29.10.2004, 12:01:56
hehe.... aus blei gegossen :)
ob da nich jemand das gewicht seines bogens ein klein wenig "dramatisiert" hat? kann mir jedenfalls nich vorstellen wie man mit so nem knüppel gescheit spielen soll....
aber wenn es so einen bogen tatsächlich geben sollte fänd ich es interessant zu wissen wofür man ihn gebaut hat....

mfg
philipp
Matthias Profilseite von , 29.10.2004, 16:55:45
Ein Bogen von sagen wier mal 230 gr kann man als schwer bezeichnen. Man braucht das Gewicht aber nicht zu halten, da der Bogen ja auf den Saiten aufliegt, es reicht also ihn zu führe ohne besonderen Druck, und kann so einen sehr kräftigen Ton aus der Saite ziehen, das Gewicht arbeitet quasi von selbst. Nach einer Gewöhnungsphase ist das viel weniger anstrengend als mit einem normalen Bogen einen kräftigen Ton zu erzeugen. Der von einem schweren Bogen erzeugte Ton hat viel mehr Tragkraft und KANN mehr Volumen erzeugen, ausserdem steht das Gewicht der in Schwingung zu versetzenden Massen und das Gewicht des Bogens in einem gesunden Verhältnis.
Mein Tip: einfach unvoreingenommen ausprobieren, z.B. mit Bleigewichten am Bogen (Achtung Balance nicht verändern)
Berndi Profilseite von , 29.10.2004, 19:18:49
Hi Matthias,

das klingt ja hochspannend, auch im anderen Forum ("parsimony")hat sich einer gemeldet, der diesen Monster-Bogen spielt, er schreibt sogar von 235 g. Das ist für mich erst einmal unvorstellbar, aber irgendwie leuchtet es ein, was Du schreibst. Wie sieht es mit spiccato aus, ist das nicht total kompliziert? Von wem hast du denn diesen Bogen bekommen, und wie lange spielst du ihn schon? Würde mich nämlich interessieren, wie die Langzeiterfahrungen sind!

Gruß Berndi
Matthias Profilseite von , 30.10.2004, 13:47:08
Hi Berndi!
Ich spiele seit einem halben Jahr einen schweren Bogen, eigentlich einen ganz normalen Bogen, den ich mit Bleigewichten beschwert habe. Es gibt im Aqarienhandel z.B. kleine Bleistreifen á ca. 10 gr, damit kann man gut experimentieren. Diese sind dann ausserdem mit Schaumstoff unterlegt, da klappert dann nichts und die Bogenstange wird auch nicht zerkratzt. Die habe ich dann noch mit einem Klebeband in der Farbe der Stange befestigt, dann hält es besser und sieht nicht ganz so fürchterlich aus.
Ich möchte behaupten, dass nachdem man sich an einen schweren Bogen gewöhnt hat(das kann ein paar Monate dauern), kann man damit genauso kontrolliert alle Bogentechniken spielen wie mit einem normalen Bogen, meist sogar besser, akzentuierter und effektvoller.
Ein Bogenmacher wird auch einen Bogen von über 200gr mit dem entsprechendem Holz herstellen können. Ich habe einen fr. und einen deutschen Bogen mit je etwa 250 gr gespielt, ohne zusätzliche Gewichte, und fand beide sehr überzeugend.
So, genug geschrieben, einfach selbst ausprobieren oder weiter normale Bögen spielen, hauptsache zufrieden mit dem Sound...
Neuester Beitrag Jakob Profilseite von , 30.10.2004, 16:17:01
...das ist alles überhaupt nicht neu, bereits in den 70iger Jahren hat Rodion Azarkhin mit dem schweren Bogen experimentiert. Wer ihn je gehört hat, kennt seinen außergewöhnlichen Klang.
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