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kolophonium auftragen

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ghost Profilseite von , 15.03.2008, 19:44:31
kolophonium auftragen
ich hab mal als anfänger ne frage zum auftragen von kolophonium:
führt man den bogen im nur "abstrich" über das kolophonium, oder ist das egal, in welche richtung? bei der geige glaube ich mich erinnern zu können, das man den bogen in beide richtungen über das kolophonium streicht, aber ein bekannter sagte neulich zu mir, amn macht das nur im "abstrich", also den bogen von frosch bis spitze übers harz führen....
denisdn Profilseite von denisdn, 15.03.2008, 21:32:14

Ich glaube man macht das in der Abstrich-Technik, weil man dann einfach mehr Kraft hat und es im Aufstrich einfach umständlicher wäre.

Genau wie man ein Nutella-Brot schmiert.

Noch ein Tipp: Einige Bass-Kollegen von mir tunen ihr Kolophonium mit Waffenöl: In einem kleinen Topf das Kolophonium erwärmen bis es flüssig ist. Dann einige wenige Tropfen Balistol-Waffenöl dazu, umrühren und wieder hart werden lassen. Soll für die Bogenansprache und alle anderen Eigenschaften Wunder bewirken.

ghost Profilseite von , 15.03.2008, 22:06:53
ich hab halt gedacht, man dürfte nur deshalb in eine richtung streichen, weil das haar ja auch in eine richtung wächst und mikroskopisch kleine "schuppen" in eine richtung hat - naja, so hab ich mir das mal selbst erklärt.
also, man kann nichts kaputtmachen, wenn man den bogen in beide richtungen streicht, oder?
danke für den tip, auch wenn ich mein kophonium wohl erstmal so benutze wie es ist...
nagybögö Profilseite von , 15.03.2008, 23:26:50
Hallo,
Kolophonium sollte im Ab- und Aufstrich aufgetragen werden. Denn: die Hälfte der Haare haben ihre kleinen Widerhaken in "Abstrich-Richtung", die anderen in "Aufstrich-Richtung". Gleiches Prinzip wie bei der Geige. Falls Du aber noch genug Rest-Kolophonium auf der Saite hast, kann sich das Problem beim Spielen von alleine lösen. ;-) Einfach nicht zu dolle Drücken beim Auftragen.
Uli Profilseite von Uli, 15.03.2008, 23:12:58

Also, wenn ich das Kolophonium  von der Bogenspitze zum Frosch hin  kräftig streiche, reiße ich dabei immer etliche Bogenhaare ab.

 

bassknecht Profilseite von bassknecht, 16.03.2008, 10:56:46

Ich finde es wichtig beim Einkolophonieren nicht zu viele Haare aus Spitze und Froschspange herauszuziehen. Daher habe ich mir angewöhnt die Bogenstange in der Mitte mit links festzuhalten und die Bogenschraube an der Hüfte abzustützen. Dann ist der Bogen fixiert und ich kann mit der rechten Hand das Kolophonium über die Haare streichen, das ist auf diese rt von mir besser zu kontrollieren  als wenn ich den Bogen übers fixierte Kolophonium ziehe und schont den Bogenbezug. Ohne darüber nachzudenken streiche ich das Kolophonium schon immer von der Spitze zum Frosch, das funktioniert bislang ganz gut.

Ciao Roland

berni1 Profilseite von berni1, 17.03.2008, 09:20:55

@bassknecht:

"...Bogenschraube an der Hüfte abzustützen..."

klingt sehr nach artistischer showeinlage ;-) 

gibts videos davon ? ;-)

 

was ich nicht ganz verstehe:

"Ich finde es wichtig beim Einkolophonieren nicht zu viele Haare aus Spitze und Froschspange herauszuziehen." (ich habe nämlich schon ähnliche überlegungen angestellt, wie ich die haare schonen könnte...) 

 ==> hältst du die haare dabei mit den fingern fest, oder wie???

 

liebe grüsse

berni

bassknecht Profilseite von bassknecht, 17.03.2008, 12:13:14

@berni_1

Scheint doch schwerer als ich dachte meine Kolotechnik rein schriftlich rüberzubringen, dass mein Beitrag gar völlig abstruse Vostellungen erzeugen könnte habe ich mir allerdings nicht träumen lassen. Wie bitteschön soll ich denn Haare festhalten, wenn ich mit einer Hand die Bogenstange halte und mit der andern Hand das Kolophonium führe?  

Lieber Berni, ich mache dir gern ein Lehrvideo über meine unvergleichliche Art des Einkolophonierens, Du kannst Dich bei der Gelegenheit direkt davon überzeugen, dass ich kein Alien bin und nur zwei Hände habe. Mache ich gerne, wenn wir uns über den Preis geeinigt haben und ich meine Urheberrechte gesichert habe, ich freue mich jetzt schon auf die Gesichter von den GEMA - Leuten, wenn ich mit dem Video antanze. Ciao Roland

willlee Profilseite von , 17.03.2008, 15:49:36
Ist Dein Ton auf dem Bass eigentlich auch so ätzend wie Deine Schreibe, Bassknecht?
bassknecht Profilseite von bassknecht, 17.03.2008, 21:34:12

Ja

berni1 Profilseite von berni1, 17.03.2008, 13:37:35

@bassknecht:

"Ich finde es wichtig beim Einkolophonieren nicht zu viele Haare aus Spitze und Froschspange herauszuziehen."

Bei dieser Aussage ist klar und verständlich was du willst. Du willst den Zug der Haare entlasten. Mechanisch ist das meiner Meinung nach nur möglich, indem man die Haare mit den Fingern festhält.

In diesem Kontext ergibt deine folgende Aussage keinen Sinn (sonst hätte ich ja nicht nachgefragt):

"Daher habe ich mir angewöhnt die Bogenstange in der Mitte mit links festzuhalten und die Bogenschraube an der Hüfte abzustützen." und hast Du mir das in Deinem letzen Post bestätigt:

"Wie bitteschön soll ich denn Haare festhalten, wenn ich mit einer Hand die Bogenstange halte und mit der andern Hand das Kolophonium führe?  "

 

Lieber Roland, wegen des Preises brauchen wir uns vermutlich nicht einigen. Auch brauchst du Dir auch keine Urheberrechte sichern lassen und brauchst Dir auch nicht die Gesichter von den GEMA - Leuten anzusehen, wenn Du mit dem Video antanzt, da die Deinerseits initierte Irreführung durch Dein vorangegangenes Post relativiert wurde.

Mich würde aber trotzdem interessieren, inwieweit bei Deiner Technik genau die Verbesserung gegenüber der "Abstrich-Kolophonium-Technik" sein soll, sodass Du beim "Einkolophonieren nicht zu viele Haare aus Spitze und Froschspange" herauszuziehst ???

Ich bitte um Klärung und verbleibe

mfg

berni

ghost Profilseite von , 17.03.2008, 14:26:19
ohne mich in eure debatte einmischen zu wollen.... wenn ich "abstrich-kolophonium-technik" lese, vermittelt mir das den eindruck, das du also das kolophonium ebenfalls nur im abstrich aufträgst, richtig? also nochmal zu meiner frage: muss das so sein und hat es einen nachteil oder gar vorteil, das kolophonium auch in beide richtungen aufzutragen? kann mir da evtl. jemand weiterhelfen? diesem thread nach zu urteilen, scheint da ja keine einigkeit zu herrschen.... vielleicht mal die frage an die klassischen und orchester bassisten gerichtet - die sollten ja am ehesten erfahrung damit haben, oder? wie verhält sich das?
nagybögö Profilseite von , 17.03.2008, 15:01:35
Hallo ghost,
hatte es vor ein paar Tagen ja bereits geschrieben, s.o.. Ich gehöre übrigens dem Club der Orchestermusiker an. Ist aber ganz ulkig, was hier an Beschreibungen gepostet wurde. ;-) Falls beim Einkolophonieren ständig Haare verloren gehen, wird entweder zuviel gedrückt, oder der Bezug ist nicht gut. Ich hatte auch mal massiven Haarausfall bei einem Billigbogen, den ich für moderne Musik gekauft hatte (für ff-col legno etc.). Bei einem gut bezogenen Bogen ist mir das noch nie passiert.
bassknecht Profilseite von bassknecht, 17.03.2008, 23:23:03

@berni

"Du willst den Zug der Haare entlasten." - Gute Idee, ist aber Deine Interpretation, ich habe davon gar nicht gesprochen.

"Mechanisch ist das meiner Meinung nach nur möglich, indem man die Haare mit den Fingern festhält." - Mag sein aber Talg, Handschweiss ec. sind auf der Behaarung kontraproduktiv, Kolo an den Fingern ist auch nicht so toll. Das weisst du selbstverständlich, darum machst Du selbst das auch nicht so. Könnte es sein, dass Deine Frage eher provozierend gemeint war?

"klingt sehr nach artistischer showeinlage ;-) 

gibts videos davon ? ;-)" - Das klingt mir auch eher nach einer wenig ernst gemeinten Frage, wie du lesen konntest greife ich gerne auf.

Die Begriffe  "Einkolophoniertechnik" "Abstrich Technik" habe ich zugegebenermassen aufgegriffen, finde ich aber eigentlich etwas hochtrabend. Es handelt sich um keine völlig unwichtige Sache den Bogen zu Kolophonieren, trotzdem möchte ich das Thema nicht überstrapazieren. Wenn man von einer Verbesserung die durch meine Routine eintritt sprechen will, dann ist die eher marginal. Ich kann wohl den Druck des Bogens kontrollieren, rutsche aber manchmal schräg vom Kolo ab, durch den dabei enttehenden schrägen Zug ziehen sich Bogenhaare besonders seitlich aus Frosch und Spitze. Das und nur das kann ich vermeiden, wenn ich das Kolo über den Bogen und nicht den Bogen überes Kolo führe um die "Strichart" geht es mir dabei gar nicht. Ich mache das nicht weil ich mich damit für besonder klug oder genial halte, sondern weil es mich auf die andere Art einfach stört. Wenn es jemanden ähnlich damit geht, wird er es genau so machen, über kurz oder lang kommt man aber auch alleine darauf. Ich hoffe mit diesen Angben gedient zu haben. freundlichst

Kurz noch zur Frage von ghost, die Richtung des Koloponierens ist meiner Meinung nach nicht so wichtig, dass Bogenhaare aufgeteilt in zwei Richtungen der Schuppen aufgezogen würden ist für mich eine ganz neue Information. Vielleicht macht das mein Geigenbauer nicht, darum funktioniert meine Einbahnstrase von der Spitze aus ganz gut.               Roland    

Neuester Beitrag berni1 Profilseite von berni1, 18.03.2008, 09:08:23

"Ich kann wohl den Druck des Bogens kontrollieren, rutsche aber manchmal schräg vom Kolo ab, durch den dabei enttehenden schrägen Zug ziehen sich Bogenhaare besonders seitlich aus Frosch und Spitze. "

aaaaaahhhh, das seitliche abrutschen hast du gemeint!!!!

JETZT ergibt es einen sinn! alles klar.

ich dachte zuerst du meinst die (ich nenn es jetzt so) "lineare zugbelastung" der haare...

 

zur frage wegen kolophonieren: habe meinen basslehrer (orchestermusiker in wien) gestern nochmals gefragt, er macht es nur im abstrich, weil es so "am schnellsten geht". 2x abstrich und fertig. richtung wäre egal.

wichtig ist aber, dass man das darüberziehen relativ schnell macht, sonst haftet das kolo nicht gut genug am bogen (reibungshitze?)

 

lg

berni

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