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Hindemith-Flageoletts

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Zugeordnete Kategorien: Klassik - Unterricht & Didaktik

Peter Malik Profilseite von , 02.05.2004, 12:06:56
Hindemith-Flageoletts
Hallo allerseits,

wer kann mir helfen? Beim Einstudieren der Hindemith-Sonate für Kontrabass und Klavier bin ich auf 2 Probleme gestoßen, die ich allein nicht lösen kann: Die Flageolett-Töne im ersten Satz (vor allem Takt 55-61) und die Suche nach dem optimalen Fingersatz.
Zu den Flageolett-Tönen: In T55 sind z.B. cis und d als Rhomben-Noten angegeben, darüber befinden sich römische Ziffern, die eigentlich unmöglich Lagenangaben sein können. Wie und vor allem wo spielt man diese und die folgenden Töne?
Zu den Fingersätzen: Leider ist in der Schottausgabe nichts vermerkt. Hat jemand „amtliche“ Fingersätze aus dem Unterricht oder der Praxis? Schon in den ersten 3 Takten habe ich entweder einen Fingersatz, der leicht zu greifen, aber schwer zu intonieren ist oder umgekehrt. Falls mir jemand dazu etwas sagen kann, ich rufe gern auch zurück, da meine Fragen leider viel Schreibarbeit erfordern.

Vielen Dank!!
Felix Profilseite von , 02.05.2004, 22:58:46
Bei den Flageolets kann ich nur vermuten, dass es sich um Kunstflageoletts handeln wird, wenn sie höher als die Oktave liegen! Das heißt, man drückt die Saite mit dem Daumen nieder und nimmt dann den 3. Finger für die Flageolett-Quint. Also z.B. am Ais drücken und dann die Quint => cis! Aber mehr kann ich dazu hier auh nicht sagen, ohne die Noten zu kennen. Außerdem bin ich kein Profi, ich kenne nur dieses Prinzip der künstlichen Flageoletts, mit Hilfe derer man jeden beliebigen Ton als Flageolett spielen kann, so auch das cis. Das d sollte eigentlich so gehen!

In diesem Sinne

Felix
felix Profilseite von , 11.05.2004, 22:21:30
Entschuldigung bitte, ich hab Murks geschrieben! Nicht am ais drücken und die Quinte ist cis! Auf g wäre die Quinte d, also ist sie bei fis cis! Bei ais wäre sie dementsprechend eis bzw. f. Oh weia!

Habe gerade bei der Generalprobe von "Bajazzo" zugehört. Erbärmliches Libretto, aber die Kb-Stellen sind ganz nett, aber typisch: Wenn der Böse singt, wird er vom Kb begleitet. Ungerecht!
Peter Malik Profilseite von , 12.05.2004, 08:25:40
Hallo Felix,

das mit der Quinte habe ich mir schon gedacht, letztendlich hatte das Problem aber doch eine andere Lösung (s.u.). Mit künstlichen Flageoletts hatte ich es bisher (glücklicherweise) noch nicht zu tun, wobraucht man die denn? Gibt es zu dem Thema eigentlich vernünftige Übebeispiele? Von Simandl (Teil 9) bin ich nicht so begeistert und Streicher (Teil 5) habe ich im Laden zwar durchgelesen, aber in der Kürze nicht nachvollziehen können und entsprechend nicht gekauft.
Gruß, Peter
Rainer Profilseite von , 11.05.2004, 19:21:06
Zu den Flageoletten: Die römischen Ziffern geben die Saite an, auf der man den Ton spielen soll (IV=E, III=A etc), die Rhomben-Noten zeigen, wo die Saite berührt werden soll, ist also eher so eine Art Tabulatur. Bis auf die letzten drei sind sind aber alle Töne die dritten und vierten Obertöne der leeren Saiten, können also auch in einer Lage (entweder am Griffbrettende oder in der zweiten Lage) gespielt werden.
Aaah, das klingt kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht, bin nur nicht so der Formuliermeister...
Mit der "Tabulatur" müsstest Du aber alle Töne finden ( cis auf E-Saite = gis, d auf A-Saite = a etc, das obere System zeigt ja, was Du (eine Oktave höher) hören solltest.
Hmm, hoffe,das hilft ein bisschen, ich habe es grad noch mal durchgelesen und kein Wort verstanden, aber ist ja auch schon spät...
Zu Fingersätzen schreib ich jetzt lieber nichts mehr, sonst verknot ich mich noch völlig.
Viel Spaß beim Üben,
Rainer
Peter Malik Profilseite von , 12.05.2004, 08:19:31
Hallo Rainer,

wie war das doch gleich mit dem Wald und den Bäumen? Auf jeden Fall vielen Dank für den Tipp! Ich habe ebenfalls übersehen, dass der Bass ja in Solo-Stimmung gestimmt ist - und entsprechend andere Flageoletts dabei herauskommen (hier hat HIndemith den echten (Solo-)Klang im Tenorschlüssel notiert hat; also eine schöne Denksportaufgabe!).
Aber wenn man das erstmal weiß, gehört die "Stelle" ja zu den einfacheren der Sonate.
Empfiehlt es sich eigentlich, in Takt 14 ebenfalls die Flageoletts zu spielen und wie löst man den Oktavsprung Es´-Es´´ in Takt 18? Auf der G-Saite bleiben oder rüber auf die D-Saite.
Danke für die Hilfe, Peter
Neuester Beitrag Rainer Profilseite von , 14.05.2004, 15:24:37
Ja, im Takt 14 würde ich bis auf das erst a alles als Flageolett spielen, das b im Takt 15 ist dann zwar ein bisschen heikel, aber wenn Du gut zielst und ein bissle übst kein größeres Problem.
Den Oktavsprung es es würde ich auf jeden Fall auf der G-Saite machen, ist doch besser fürs legato (und der Lagenwechsel ist ja nicht mal nen halben Meter weit...)
Weiterhin viel Spaß,
Rainer
Felix Profilseite von , 12.05.2004, 16:53:49
Also, mit den Kunstflageoletts hat mein Lehrer mir das so erklärt: Die gibt es, und man kann mit ihnen (theoretisch) jeden Ton als Flageolett spielen, in dem man die Quinte (oder Oktave) darunter drückt und den Ton an sich nur berührt.
Jedenfalls wissen die Komponisten, dass man jeden Ton als Flageolett spielen kann, und dann kann es vorkommen, dass sie einfach den Flageolett-Klang haben wollen, so schreiben dann einfach "Flag" in die Noten rein. Dann muss man das auch spielen, und dafür sind diese Kunstflageoletts.

Zum Üben: Nimm doch Simandl Teil I Heft 1 und spiel das Ganze ne Oktave höher im Flageolett!
eure Profilseite von , 14.05.2004, 03:12:10
hallo,
nimm dir einfach mal ein stimmgerät und such dir die töne.
dann übrleg dir, wie die saitenwechsel in der stelle für dich am besten liegen.
und dann hast du es
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