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Zugeordnete Kategorien: Gesundheit - Bogen & Streichtechnik - Üben

nightfly Profilseite von nightfly, 03.03.2004, 00:55:32
Fingerprobleme bei KB - Anfänger
Hallo,
ich habe nach 15 Jahren E-Bass nun auch seit drei Wochen einen KB, den ich nur gezupft für Jazz und co. verwenden möchte.

Schon ca. zwei Monate vor dem Kauf des KB habe ich mit regelmäßigem Krafttraining für die Finger begonnen (eigentlich unverständlich, warum ich das nie für den E-Bass gemacht habe, es bringt auch dafür eine ganze Menge). Deswegen konnte ich zu meinem Erstaunen nach einigen Tagen ganz passabel einfache Standards mit der Band mitspielen (wobei ich mir bewußt bin, dass die Intonationsmängel in den tiefen Lagen nicht so auffallen, nicht etwa, dass ich die Intonation schon hätte).

Der momentan absolut limitierende Faktor ist die Zupfhand, schon nach einem mit Kraft gezupftem Stück kann ich am Zeigefinger eine Blase kriegen (obwohl ich auf dem E-Bass bis zu 4 Stunden ohne Probleme spiele).
Hat jemand einen Tipp, wie man am Besten über diese kritische Phase kommt?
Kann man die Finger mit irgendwelchen Cremes pflegen um die Blasenbildung zu vermindern?
Ich habe es auch schon mal mit Pflastertape versucht, aber da kam dann der Klebstoff durch und das möchte ich meinen jetzt neuen Saiten nicht zumuten.
karl Profilseite von , 03.03.2004, 09:12:15
wenn du rechts blasen bekommst macht das nix.da kann nix passieren-einfach weiterspielen.bei schmerzen links ist vorsicht geboten(nervenenden,sehnenscheiden usw).
bei muskelschmerzen/gelenkschmerzen vom zupfen MUß man auch kürzer treten,aber mehrere schichten blasen am finger haben noch keinem geschadet.sorry,aber so is das
lukas Profilseite von , 03.03.2004, 10:39:52
hi das hab ich am anfang auch gehabt
ich hab einfach weitergespielt :) und dann sind dann keine neuen mehr gekommen. ich habe eher probleme mit der linken hand.

gruss lukas
matthias Profilseite von , 03.03.2004, 11:49:44
Hallo!
Ich habe auch Ausdauerprobleme in der Zupfhand gehabt und fuer mich einiges herausgefunden, was das Leben leichter macht:
-Ich hole den Schwung bzw. die Kraft mehr aus dem rechten Arm als aus dem Finger, der ganze Arm faellt beim Zupfen etwas nach unten und der Finger ist nur die Verlaengerung des Armes. Ist auch gut fuer eine gute Time, weil das eine sehr rollende und harmonische Bewegung ist.
- Nimm den rechten Daumen und setze ihn an die Kante vom Griffbrett. Er ist der Anker deiner Hand.
- Spiele legato. So bist du besser und deutlicher zu hoeren und kannst leiser und relaxter spielen
- Immer schoen locker bleiben, schoen atmen und nicht forcieren, auch wenn die Band grad ein heisses Sueppchen kocht. Bassspielen ist kein Krafttraining.Easy Shoulders!
Das wars, klingt vielleicht ein bisschen abgehoben, hat aber bei mir zumindest sehr gut funktioniert.
Bianca Profilseite von , 03.03.2004, 12:52:45
Hallo, ich bin auch Bassanfänger und habe am Anfang einen guten Tipp bekommen:
"Hirschtalg-Stift"
Mit Hirschtalg die malträtierten Stellen (bei mir auch links) öfter einreiben, ergibt Hornhaut und keine Blasen.
Hendrik Profilseite von , 06.03.2004, 16:45:37
Hi zusammen,

will rasch auch noch mein Senf dazu geben und von meinen Erfahrungen berichten.
Also bei meinen Blasen, die ich (damals ;)) an den Zupffingerkuppen bekam, bin ich wiefolgt vorgegangen:
-mit dünnster Nadel, die ich Muttis Nähkästchen gefunden habe Blase aufstechen
-Wasser rausdrücken, vielleicht auch mehrmals
-einen Tag Pause machen mit Bassspielen (ich weiß, es ist hart, aber es geht gerad so)
-nächsten Tag mit ausgetrockneter Blase weiterspielen
und voila: es bildet sich Hornhaut (einfach so, ohne Säfte und Tinkturen ;))
-jedenfalls keinesfalls die Haut der Blase abziehen, die brauchen wir noch

Viel Spaß, und schönen Tag noch,
Hendrik
Marco Profilseite von , 06.03.2004, 18:46:01
hallo leute!
das mit dem austechen der blasen ist schon o.k. (wenns gar nicht mehr anders geht und mann die kommenden tage nen vollen kalender hat). das problem ist, diese schöne harte haut bleibt Dir nicht lange erhalten und löst sich ab. danach haste wieder diese wieche "pipihaut" und kannst von vorne anfangen.zur vorbeugung kann ich sagen "vaseline". einfach ein bisschen auf die finger und minimal an die saiten. dadurch haften die finger nicht so stark an den saiten (weniger reibung). hirschtalg geht auch in die richtung. das allerbeste ist. dran bleiben, keine langen pausen machen und auch daheim beim "täglichen" üben mal richtig reinhaun.
"Nail that shit!"
probiers aus, ich hoffe es hilft Dir weiter Gruß Marco
Marco Profilseite von , 06.03.2004, 18:49:24
ach ja. Deine schönen neuen saiten bleiben schon wie sie sind (besser werden sie natürlich nicht). mach sie einfach nach dem spielen immer schön brav sauber (tuch, evtl. bisschen spiritus)
Judith Profilseite von , 08.03.2004, 09:53:34
Moin,

das Problem kenne ich jetzt seit 6 Jahren. Ich spiele in einer Big Band mit sehr schnellen Bassläufen. Ich muss ehrlich zugeben, bei mir hat das mit der Hornhaut nie geklappt. Die Belastung ist einfach zu extrem. Ich wickele mir Leukoplast um die Finger (ich zupfe mit Zeige- und Mittelfinger, sonst bin ich zu langsam). Nach einem 2-Stunden-Konzert sind dann 2-3 Lagen Leukoplast durch. Ich glaube, das hält auch keine Hornhaut aus, bin ja kein Elefant.
Neuester Beitrag nightfly Profilseite von nightfly, 08.03.2004, 20:59:10
Danke für die vielen Beiträge zu dem Thema, fand ich sehr hilfreich. Ein echtes Patentrezept (außer Geduld und üben, üben üben...) scheint es zwar nicht zu geben, aber ich werd so einiges mal ausprobieren. Stefan www.rattlesnake-blues-band.de
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