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Ist dieser Bass aus Vollholz?

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Zugeordnete Kategorien: Bassbau

Bigsby Profilseite von Bigsby, 23.07.2010, 14:06:56
Ist dieser Bass aus Vollholz?

 Guten Tag,

mir wurde ein Bass angeboten. Aufgrund der Entfernung lohnt sich für mich eine Besichtigung nur, wenn der Bass massiv ist. Kann das jemand anhand der Bilder einschätzen? Der Bass soll schon einige Jahrzehnte alt sein. Mehr ist dem Verkäufer leider nicht bekannt.

P1050434

P1050435

Vielen Dank und Grüße!

Bigsby

RubnerOtto Profilseite von RubnerOtto, 23.07.2010, 14:35:05

 sieht mir sehr nach sperrholz aus!

Basstölpel Profilseite von Basstölpel, 23.07.2010, 15:07:25

sperrholz, sage ich auch.

Ceperito Profilseite von Ceperito, 23.07.2010, 15:09:00

 Hallo Bigsby,
da schließe ich mich den beiden Kollegen an.
Auf diesen beiden Fotos sehe ich ein Instrument mit einer einteiligen (Ahorn?) Decke (mit Sicherheit nicht massiv), einem einteiligen (Ahorn? Laminat) Boden und einer monströsen Saitenlage.
Mehr ist nicht zu erkennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß es sich um Laminat handelt, also um einen Sperrholzbass.
LG  Jan

Uli Profilseite von Uli, 29.07.2010, 14:00:31

 Könnte man sagen, daß Bässe mit einer Oberflächenmaserung wie geschnittener Räucherlachs Sperrholzbässe sind?

Gruß

Uli

Ceperito Profilseite von Ceperito, 29.07.2010, 15:04:25

 Hallo Uli,

Bässe mit massver Ahorn-Decke sind mir nicht bekannt,
wohl aber Bässe mit Sperrholzdecken, deren oberste Schicht ein Ahorn-Furnier schmückt.
Es gibt aber auch welche mit Fichten-Furnier als oberste Schicht.

Bei Bässen sind massive Decken meistens aus Fichte.
Ich habe aber schon mal einen Bass gesehen, der eine massive Decke aus Fichte im "Fladenschnitt" hatte, das sieht dann tatsächlich wie geschnittener Räucherlachs aus.

LG Jan
 

Neuester Beitrag bassknecht Profilseite von bassknecht, 29.07.2010, 15:14:28

Ich würde sagen eine Räucherlachsoptik deutet stark auf Sperrholz hin, dennoch muss man von einer rein zweidimensionalen Sicht in die Tiefe gehen, wenn einem die Erkenntnis sehr wichtig ist und man nicht vorschnell ein falsches Urteil aus der Hüfte schiessen will.

Ich hab es kürzlich an anderer Stelle schon mal beschrieben, einzig sichere Identifikationsmöglichkeit für holzhandwerkliche Laien ist ein Blick auf den Materialquerschnitt.  Im Idealfall hat man so einen Blick wenn man auf die unlackierten Querschnittsflächen der F Löcher sehen kann. Sind diese Flächen deckend zulackiert, kann man mit Schleifpapier, besser mit einer feinhiebigen Flachfeile, Lack bis zum nackten Holz abtragen. Nachdem man gesehen hat was los ist, tupft man wieder etwas farbigen oder farblosen Lack drauf, das macht ein Streichinstrumentenmacher auch, nachdem er z.B. die Flächen der F Löcher beim Stimmstocksetzen vermackt hat.  Wenn es niemanden stört muss da aber auch kein Lack drauf, bzw. nehme ich farblich passenden Edding oder Wachsmalstift.

Aufwändiger ist es sich Einblick auf den Materialquerschnitt der Unterzarge zu verschaffen. Nimmt man Saiten und Saitenhalter runter, kann man die Stachelbirne herauswinden (als Kontrabassist mit Händen wie Schraubstöcken kein Problem, alternativ mit einer gepolsterten Wasserpumpenzange). Hier sieht man dann den Materialquerschnitt der Unterzarge, nämlich genau dort,  wo ehedem mal der Konus für die Stachelbirne aufgerieben wurde.     Ciao Roland

Bigsby Profilseite von Bigsby, 23.07.2010, 15:17:30

 Vielen Dank für die schnellen und kompetenten Reaktionen! Ihr habt mir sehr geholfen.

Grüße

Bigsby

jlohse Profilseite von jlohse, 25.07.2010, 17:07:13

 Die Absplitterung am bass-seitigen Oberbug ist auch typisch für Sperrholzbässe mit Adergraben. Deswegen malt man die Randeinlage heutzutage eher auf, das ist langlebiger.

Jörn Profilseite von fetti, 25.07.2010, 22:50:40

 Das war auch mein Eindruck. Die helle Stelle links am Baß auf dem oberen Photo kann nur bei einem Sperrholzbaß vorkommen.

Dennis_S. Profilseite von Dennis_S., 25.07.2010, 17:45:36

 Lass dir einfach ein Detailfoto schicken wo Decke und Boden mit den Zargen zusammengefügt sind, dann weißt du es sicher. Wobei ein günstiger Sperrholzbass je nach Einsatz-Zweck auch kein Fehler ist.

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